Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5468
Themen:   92972
Momentan online:
202 Gäste und 6 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Anonymus
An die Sünderin
Eingestellt am 06. 11. 2003 21:14


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Da liegst du nun
Mit deinen angsterfüllten Augen
Der Anblick ist nichts weiter als erbärmlich
Denn ich kann nicht verstehen, wovor du dich fürchtest

Du wolltest es doch, oder?
Es war dein tiefster Wunsch.
So beklage dich nicht, wenn man dir deine Träume erfüllt

Nein, das hier hast du nicht gemeint?
Auch noch Ansprüche stellen.

Du rennst
So schnell du nur kannst
Ich folge dir
Ohne große Eile
Weil ich weiß, dass du mir nicht entkommen kannst

Du bist in einem Labyrinth, in dem außer dir jeder den Ausgang kennt
Alles und jeder ist dein Feind
Der Sand in deiner Uhr kommt bald zum Stillstand

Ohne Echo ertönt das hastige Klappern deiner Schuhe auf dem Asphalt
In regelmäßigen Abständen
Klack Klack Klack Klack

Schau mich nicht so flehend an
Ja, ich weiß schon, was du willst
Aber du bist selber Schuld
Hast es so gewollt

Wenn du nicht so ungeschickt wärst
Müsste ich nicht lachen
Aber deine Verliererqualität ist zu amüsant

Ich hoffe, mein Lachen widerhallt dir ewig in den Ohren
Ausgeburt des Teufels von unaussprechlicher Widerwärtigkeit
Dabei warst du ja so normal, oder?

Im Boden versinken willst du, doch stattdessen fliegst du weit hinauf
In den endlosen Himmel
Und versinkst im Universum

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


blaustrumpf
???
Registriert: Mar 2003

Werke: 20
Kommentare: 735
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um blaustrumpf eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo, Anonyme/r

Nach dem Lesen deines Textes blieb einiges Unbehagen bei mir zurück: Nicht wegen der Heftigkeit deiner Schilderung, nicht wegen der Erbarmungslosigkeit, mit der du deine/n Redner/in bloßstellst ("Der Anblick ist nichts weiter als erbärmlich / Denn ich kann nicht verstehen, wovor du dich fürchtest", das entlarvt doch schon sehr).

Ich gebe zu, dass ich mich auf die beklemmende Atmosphäre nicht einlassen mag. Das liegt hauptsächlich daran, dass du sie selbst auch nicht durchhältst und lieber an der Oberfläche zu bleiben scheinst. Anders kann ich mir das nicht erklären, dass du als klangliche Entsprechung eines "flachen Patschens" der "Schuhe auf dem Asphalt" ausgerechnet "klack" wählst.

Patschen ist ein Geräusch, das weiche Sohlen vielleicht machen. Harte Absätze klackern zuweilen. Aber beides gleichzeitig ist einfach unglaubwürdig. Klar, das ist ein blödes, ein winziges Detail. Aber wenn ich mich mit einem Text beschäftigen soll, ohne dass ich mir zusätzliche Informationen beschaffen kann, die die Zeilen in einen "Kontext" bringen, dann zählt eben jedes Detail.

Aber vermutlich wird es auch hier wieder jemand geben, der oder die das alles ganz ganz anders sieht. Ich bin geneigt, das zu begrüßen. Deshalb von meinen Standards abzuweichen, reizt mich allerdings weniger.

Schöne Grüße von blaustrumpf
__________________
Dafür bin ich nicht aus dem Schrank gekommen, um mich in eine Schublade stecken zu lassen.

Bearbeiten/Löschen    


Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Hallo Blaustrumpf,

Danke, dass du mich auf dieses Detail aufmerksam gemacht hast. Ich werde es sofort verbessern.
Ansonsten muss ich sagen, dass es ein sehr spontaner Text ist, weshalb natürlich noch etwas daran gefeilt werden muss... ich hätte ihn wohl erst in die Schreibwerkstatt stellen sollen.

Vielen lieben Dank für die Antwort

Bearbeiten/Löschen    


blaustrumpf
???
Registriert: Mar 2003

Werke: 20
Kommentare: 735
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um blaustrumpf eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo, Anonyme/r

Also, dann mal weiter im Text. Ich persönlich halte nicht viel davon, erst einmal etwas online zu stellen und wenn dann Kritik kommt, zu argumentieren, dass ich mir ohnehin nicht viel Mühe mit meinem Beitrag gegeben habe.

Stell' dir doch mal einen Restaurantkoch vor, der auf Beschwerde der Gäste nur murmelt: ja, gut, er habe halt das Fleisch einfach so in die Pfanne geknallt, das fehlende Bratfett, da würde er möglicherweise erst nächste Woche wieder zum Einkaufen... Das hier ist kein Restaurant? Hier zahlt auch niemand fürs Lesen? Ich schon. Mit meiner Zeit. Mit meinen Telefongebühren. Und selbst bei McDonalds, wo ich vorher weiß, dass ich nicht viel Kulinarik erwarten muss, reklamiere ich, wenn etwas mit dem Essen nicht stimmt.

Blöde Metapher, nicht wahr? Aber es ist sowieso ein Kreuz mit den Sprachbildern. Was ist denn, bitte, "hastiges Klappern"? Ich dachte, Klappern sei in der Hauptsache die lautmalerische Beschreibung eines Geräuschs. Ein Geräusch aber ist vielleicht laut oder leise, es kann plötzlich zu hören sein, es vermag zu erschrecken. Aber kann es hastig sein? Vermutlich willst du sagen, dass die Schritte hastig über den Asphalt klappern - und selbst das ist schief formuliert. Schritte klappern nicht. Das Geräusch hastiger Schritte klappert auch nicht wirklich.

Oder ist dir das zu genau ist für deinen Text? Vielleicht wäre es doch hilfreicher, etwas geplanter vorzugehen: Was willst du erzählen, wem willst du es erzählen und warum wählst du dafür welche Mittel? Weißt du da auf alles eine Antwort? Keine Sorge, ich gehöre auch zu den Instinktschreiberinnen. Aber wenn der Text erst einmal da ist, dann heißt das für mich eben noch lange nicht, dass er fertig ist. Nein, ich will dich nicht von oben herab belehren. Auch wenn es vermutlich seit etlichen Zeilen so scheint. Das ist einer der Nachteile bei Spontantexten.

Soderla. Deine Idee mit der Schreibwerkstatt hat einiges für sich. Da wäre dann allerdings vielleicht auch die Frage statthaft, nicht nur wen, sondern auch was du mit deinem Text erreichen willst. Und wie du dir denken kannst: "Och, weiß nicht. Nur so.", das ist für mich auch keine Textarbeit. Aber das macht ja nichts. Es muss nicht alles allen taugen.

Einstweilen schöne Grüße von blaustrumpf

P. S.: Au weia, ist das ein langer Kommentar. Und alles nur für ein einziges Argument. Naja.

__________________
Dafür bin ich nicht aus dem Schrank gekommen, um mich in eine Schublade stecken zu lassen.

Bearbeiten/Löschen    


Roni
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2003

Werke: 0
Kommentare: 210
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Roni eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

hallo anonymous,

ich kann blaustrumpf auf weiten strecken ihrer argumentation folgen und nur recht geben. die ueberarbeitung erfolgt vorher, vor der praesentation - nicht hinterher.

aber da ich aus der krimiecke komme, bin ich vielleicht eher bereit, mich auf das duestere deines textstueckes (das ist es fuer mich) einzulassen. das ist einer der texte, bei dem man sich deutlich machen muss, dass autor und protagonist nicht identisch sind - ansonsten kaemen mir hier die gefaehrlichsten gedanken.
blaustrumpf hat recht, knackpunkt ist, wen willst du erreichen und was willst du sagen? als monolog in einem krimi durchaus denkbar - denn genau dahin gehen meine gedanken.
meine assoziationen gehen in richtung taeter
in richtung sexualdelikt
in richtung: nicht ich, sondern das opfer ist schuld!!!
ich hab ihr nur gegeben, was sie eigentlich!!! wollte - dieser suenderin
in diesem sinne verstehe ich auch den letzten absatz als toedliches ende

sollte es kein krimi sein ... dann ist deine message eine ganz andere und dann ...
hm - dann haette ich ebenfalls grosse probs mit dem text.

gruss
roni



Bearbeiten/Löschen    


GabiSils
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 1
Kommentare: 1405
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um GabiSils eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Roni, dann hast du das Gleiche gelesen wie ich. Und so isoliert ist der Text für mich schon hart an der Grenze.
Ich neige dazu, falls nicht eine Umarbeitung mit mehr Kontext erfolgt, den Text zu löschen.

Anonymous, ich bitte um Stellungnahme.

Gruß,
Gabi

Bearbeiten/Löschen    


Zurück zu:  Anonymus Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!