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Leselupe.de > Gereimtes
An dunkleren Tagen
Eingestellt am 27. 11. 2009 18:31


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Vera-Lena
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An dunkleren Tagen

Das Grau h├Ąngt sch├╝chtern in den Zweigen,
es ist sich selber unbewusst.
Die Farben m├╝ssen jetzt verschweigen
die ├╝berhitzte Sommerlust.

Verschwommen winken die Sekunden
von nun an ohne Zifferblatt.
Konturen wollen sich nicht runden.
Der letzte Schachzug bringt ein Patt.

Der Springer schmiegt sich in den Kasten,
das Brett bleibt lange unbespielt.
Es senken sich Pianotasten
zum Lied, das auf die Stille zielt.

Ein Schatten geistert ├╝ber W├Ąnden,
ein Lebender, ein Gegenbild,
er bleibt mir willig in den H├Ąnden,
ein Schein, ein Spiel, ein Traumgefild.



__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Vera-Lena
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Lieber Tom,

danke f├╝r Deinen Vorschlag. Genau an dieser Stelle habe ich lange gebr├╝tet.

Ein Schatten geistert an den W├Ąnden ist gerechtfertigterweise die ├╝bliche Formulierung.

Nun habe ich mich aber f├╝r Ein Schatten geistert ├╝ber W├Ąnden entschieden, weil das "├╝ber" f├╝r mein Empfinden die Leichtigkeit, mit der sich dieses Doppelwesen bewegt, noch st├Ąrker unterstreicht. Umso ├╝berraschender finde ich es dann, dass der Schatten nun doch in meinen H├Ąnden bleibt. Also es geht mir hier um einen Kontrast. Einerseits ist er so beweglich und andererseits bleibt er bei mir.

Danke f├╝r Dein aufmerksames Lesen!

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


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Vera-Lena
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Lieber Tom,

Du bist doch schon ganz nah dran, an dem, was ich sagen will.

Der Schatten geh├Ârt zu einer Person. Jetzt ist diese Person aber nicht mehr da, sondern ins Schattenreich hin├╝bergegangen.

Das Lyri f├╝hlt aber, dass die Person noch da ist und dass sie willens ist, bei dem Lyri zu bleiben. Im Schattenreich warten aber auch Aufgaben auf diese Person und so geistert sie eben nur ab und zu um das Lyri herum.

Es ist kein trauriges Gedicht. Es wird nicht von Abschied und nicht von Schmerz gesprochen.

"ein Schein, ein Spiel, ein Traumgesicht" machen deutlich, wie innig sich das Lyri immer noch mit dem Verstorbenen verbunden f├╝hlt.

Danke, dass Du Dir so viel M├╝he machst!

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


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