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Leselupe.de > Ungereimtes
An ein anderes Du
Eingestellt am 29. 06. 2008 01:42


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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Nachtbilder

Du stirbst im gleichen Todesbett
jede Nacht
immer wieder.

Und Du, ach Liebe, lebst dorther
jede Nacht
in mir weiter.



Version vom 29. 06. 2008 01:42
Version vom 03. 07. 2008 11:57

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Hallo Herbert,

jeder Mensch stirbt "den kleinen Tod", wenn er des nachts schlÀft.

Ich könnte meine Interpretation festmachen am Wort "gleichen".
Wieso stirbt der/die Andere immer im gleichen Bett?

Damit mĂŒsste es eine Bewandtnis haben. Ist es ein Bett, was sich das lyrische Du so zugrechtgeschneidert hat, dass alle VerĂ€nderungen, die es geben könnte, unmöglich gemacht sind?
Ist es ein Bett, in das allabendlich die immerselben Gedanken mit hineingenommen werden? Ist es ein Bett, das allabendlich eingezĂ€unt wird, damit Vieles draußen bleibt? Selbst der Fluss verĂ€ndert sein Bett.Und das Bett eines Menschen mĂŒsste sich auch verĂ€ndern durch das lebendige Wesen, das sich dort mindestens 6 Stunden von 24 Stunden aufhĂ€lt.

Die zweite Strophe ist eindeutig, hat aber durch den Ausruf ach,Liebe! etwas Klagendes.

Verbindet man beide Strophen, so handelt es sich, nach meinem Empfinden, um eine nicht erhörte Liebe.

So entschlĂŒsselt sich mir dieser Text.

Liebe GrĂŒĂŸe von Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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HerbertH
???
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Liebe Johanna, lieber Hakan, liebe Vera-Lena,

das Gedicht beschreibt einen immerwiederkehrenden Traum, in dem das Bild eines geliebten Menschen im Totenbett erscheint und dieses Bild die Liebe des TrÀumers zu dem geliebten Menschen manifestiert und lebendig hÀlt.

Subjektive Lyrik ist leider immer enigmatisch.

Ich habe versucht, dieses Gedicht so kurz und so intensiv wie möglich zu schreiben.

Vielleicht ist es zu kurz geworden.

Liebe GrĂŒĂŸe

Herbert

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Lieber Herbert,

mir gefÀllt es schon, dass Du den Text so stark komprimiert hast. Um ihn verstÀndlicher zu machen hÀtte ich einen Vorschlag.

Du stirbst deinen Tod
jede Nacht
immer wieder.


Dann weiß man, dass es sich um etwas Unwirkliches handeln muss.

Wenn Dir das Totenbett im Traum tatsÀchlich erscheint, versteht es sich, dass Du es auch im Text haben willst.

Mir ist das auch schon oft so gegangen, dass ich mich von einem geliebten Wort nicht trennen wollte, weil es so tief in meiner Seele verankert war. Nach lĂ€ngerer Zeit habe ich dann sehen können, dass es fĂŒr den Text aber nicht gĂŒnstig war.

Jetzt, da Du den Inhalt erlĂ€utert hast, mag ich den Text sehr. Ich wĂŒrde mir nur noch wĂŒnschen, dass er verstĂ€ndlich ist aus sich heraus.

Liebe GrĂŒĂŸe von Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Liebe Vera-Lena,

zu

quote:
Du stirbst den gleichen Tod
jede Nacht
immer wieder.

Und Du, ach Liebe, lebst
jede Nacht
in mir weiter.


könnte ich mich vielleicht durchringen .

Allerdings ĂŒberrascht es mich immer noch, dass

quote:
Du stirbst im gleichen Bett

nicht die Assoziation eines Totenbetts ausgelöst hat.

Um es aber ganz deutlich zu machen, könnte ich auch mit der Version

quote:
Du stirbst im gleichen Totenbett
jede Nacht
immer wieder.

Und Du, ach Liebe, lebst daher
jede Nacht
in mir weiter.


leben, die ich allerdings nicht so prÀgnant finde.

Auf jeden Fall aber: Ganz lieben Dank fĂŒr die Anteilnahme an meinem Gedicht!

Liebe GrĂŒĂŸe

Herbert

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Feedback wÀr super

Eine neue Version, die hoffentlich die richtigen Bilder und Assoziationen auslöst...

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