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Leselupe.de > Ungereimtes
An einem Himmel so blau
Eingestellt am 19. 06. 2006 23:49


Autor
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Perry
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An einem Himmel so blau

Was kann dieser unschuldige Tag daf├╝r
dass der Himmel einem Meer toter Fische gleicht
aufgeschnitten und ausgenommen
von einem unbarmherzigen Schl├Ąchter
der den Filetst├╝cken h├Âhnisch nachruft:
ÔÇ×Treibt ruhig noch ein wenig
bevor ihr gefressen werdet
von diesem gierigen TagÔÇť

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Denschie
Guest
Registriert: Not Yet

hallo perry,
das ist interessant. ich versuche mir vorzustellen,
wie der himmel wohl ausgesehen hat an diesem tag.
blau mit kleinen wei├čen wolken? und dass du dann an
tote fische und schlachter denkst - hm.
was ich nicht so ganz verstehe, ist der ausruf des
schlachters. du bezeichnest den tag erst als "unschuldig",
dann nennt er ihn "gierig". wie kommt das? ist das extra
ein bisschen paradox oder verstehe ich deine intention
blo├č nicht?
viele gr├╝├če,
denschie

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Perry
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Hallo Denschie,
ich freue mich, dass du dich auf die Stimmung dieses Gedichtes eingelassen hast. Es ist tats├Ąchlich so, dass mich der blaue (unschuldige) Sommerhimmel an dem pl├Âtzlich geschuppte Wolkenfetzen aufgezogen sind, in eine bedrohliche Stimmung versetzt hat.
In meinen Zeilen soll er als Metapher f├╝r die st├Ąndig drohende Schicksalschl├Ągen (Naturkatastrophen, Kriege aber auch Krankheit oder Unf├Ą├Ąle) stehen. Wie schnell kann sich f├╝r jeden einzelnen oder f├╝r viele ein unschuldiger Tag in ein gefr├Ą├čiges Monster verwandeln.
Ich will damit aber nicht vorrangig eine allgemeine Weltuntergangsvision beschw├Âren, sondern eher anraten jeden "blauen" Tag bewusst zu leben.
danke f├╝r deinen Komm und LG
Manfred

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heike von glockenklang
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oha perry,

quote:
Ich will damit aber nicht vorrangig eine allgemeine Weltuntergangsvision beschw├Âren, sondern eher anraten jeden "blauen" Tag bewusst zu leben.

fast schon reif f├╝r horror und psycho...
da braucht man aber viel, viel phantasie um an
ganz was positives zu denken (s.o.).

ich finds etwas makaber.
nichts f├╝r mein harmoniegef├╝hl. allerdings mu├č ich dich doch f├╝r deine phantasie loben.

lieben gru├č heike

__________________
Wenn das Leben dir einen Kinnhaken gibt, k├╝hle dein Kinn und lass dich auf deinem Weg nicht beirren.
H Keuper-g /13.07.06

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druckfehler
Guest
Registriert: Not Yet

also ich finde die Umsetzung des Themas gro├čartig. Du schaffst es, in deinem Gedicht genau das r├╝berzubringen, was du aussagen willst. Auch wenn ich bei den toten Fischen nicht gleich an wei├če W├Âlkchen dachte, tut das doch den Assoziationen und der ermotionalen Reaktion keinen Abbruch.

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Perry
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Hallo Heike,
danke f├╝r deinen Eindruck. Ich wei├č, es ist mit kr├Ąftigen Farben gemalt, aber mir kam es auf diesen Gegensatz, z.B. des idyllischen Himmels zu den menschenverachtenden Kriegsgeschehnissen an.
Vielleicht w├╝rde ein Schlusssatz im Sinne von "Lebe den Tag solange er blau ist" dies verdeutlichen, aber damit w├╝rde ich dem Gedicht die Interpretationsbreite nehmen.
LG
Manfred

Hallo Druckfehler,
danke f├╝r deine positive Einsch├Ątzung. Das Wolkenbild bezieht sich ├╝brigens auf die Bauernweisheit: "Ist der Himmel geschuppt wie ein Fisch, regnet es in vierundzwanzig Stunden gewiss."
Genau so einen Schuppenhimmel ist aufgezogen und zwar nicht fl├Ąchig sondern in zerfetzten St├╝cken.
LG
Manfred

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