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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Anders als man denkt...
Eingestellt am 26. 05. 2011 17:16


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moonlightdawn
Hobbydichter
Registriert: May 2011

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Neulich war ich wieder einmal in Las Vegas zur Elvis-Konvention, wo tausende von Elvis-Fans wie jedes Jahr aus allen Ecken der Welt heran str├Âmten. Allesamt mit Kost├╝men, Per├╝cken und dem legend├Ąren, doch gr├Ąsslich nachgemachten L├Ącheln des King of Rock n Roll.
Mitten unter ihnen bewegte ich mich vorw├Ąrts. Sie sahen mich absch├Ątzig an und schritten hochm├╝tig an mir vorbei (wenn sie mich denn ├╝berhaupt beachteten).
Ich wollte nicht kommen. Doch meine Frau meinte, dass mir eine kleine Erinnerung an fr├╝her ganz gut t├Ąte. Sie w├╝rde mich auf den Boden der Tatsachen zur├╝ckholen.
Doch nun stand ich hier und murmelte vor mich hin: ┬╗Sah ich wirklich fr├╝her so aus?┬ź Die Haartolle war l├Ąngst verschwunden (mitsamt den Haaren ├╝brigens), das ├ťbergewicht ebenso. Doch was wollte ich eigentlich hier? Genau das schienen sich einige andere auch zu fragen. Eine j├╝ngere Frau, h├Âchstens Anfang Zwanzig trat mir in den Weg und meinte: ┬╗Hey Opa, du hast hier doch gar nichts verloren. Wie siehst du ├╝berhaupt aus? Das, was du da tr├Ągst, geh├Ârt doch in den Sonderm├╝ll. Elvis w├╝rde sich im Grabe umdrehen, wenn er dich so sehen k├Ânnte.┬ź
Ich sah an mir herunter und fand mich eigentlich ganz ansprechend. Jeans und wei├čes Hemd, das war doch in Ordnung. Nur die anderen schienen nicht der gleichen Meinung zu sein. Sie l├Ąchelten mich mitleidig an oder lachten mich ganz einfach aus, um es mal direkt zu sagen. Kopfsch├╝ttelnd ging ich auf die Eingangshalle zu, ├╝ber der in blinkender Neonschrift ÔÇ×Der King lebtÔÇť stand.
Ich blickte mich um, betrachtete die falschen Haartollen, die falschen Kost├╝men, die falschen B├Ąuche (und die echten B├Ąuche) und die gr├Ąsslichen hochgezogenen Lippen.
Das war nicht mehr meine Welt. Fr├╝her einmal vielleicht, ja. Doch heute nicht mehr.
Ich ging zur├╝ck zu meinem Truck, stieg hinein und fuhr nach Hause. Als ich ├╝ber meine Felder in Richtung unseres Farmhauses fuhr, fing ich an zu l├Ącheln. Angekommen, stieg ich aus und ging zur Terrasse. Dort hatte meine Frau schon den Kuchen bereitgestellt und ich setzte mich neben sie auf die Bank.
┬╗Na, wie war es?┬ź, fragte sie leise.
┬╗Ach, wei├čt du. Es ist jedes Jahr dasselbe. Ich komme nie weiter als bis zum Haupteingang.┬ź
Erleichtert lachte sie mich an und gab mi einen zarten Kuss auf die schon etwas runzlig gewordene Wange.
┬╗Das bist einfach nicht mehr du.┬ź
Ich nickte zustimmend und wir a├čen unseren (├╝brigens sehr leckeren) Kuchen in der Nachmittagssonne.

Darf ich mich vorstellen:
Elvis Aaron Presley. Ich bin Farmer aus Leidenschaft, hobbym├Ą├čiger S├Ąnger und habe meinen Tod vor langer Zeit vorget├Ąuscht, um endlich frei zu sein. Doch dies nur am Rande. Haben Sie schon einmal Mais beim Wachsen zugesehen? Es ist einfach grandios.

__________________
An den Gr├Ąber der meisten Menschen trauert tief verschleiert ihr ungelebtes Leben. - Versucht immer, dies zu vermeiden.

Version vom 26. 05. 2011 17:16

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KaGeb
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo moonlightdawn,

herzlich willkommen in der LeLu.
Dein Einverst├Ąndnis vorausgesetzt habe ich deine (nichts mit der Handlung zu tun habende) Einleitung mal gel├Âscht.

Zum Akt:
Gute Idee - auch lustig.
Arbeite noch ein bisschen am Text.
Das Ende k├Ânnte (f├╝r mich) besser versteckt sein. Ab "darf ich mich vorstellen" w├╝rde ich pers├Ânlich grunds├Ątzlich ├Ąndern. Das ist viel zu direkt formuliert. Vielleicht reicht ein blo├čes "Iss deinen Kuchen, Elvis" oder so in der Art. Untersch├Ątz nicht des Lesers Fantasie. Je mehr du interpretierst, umso pikierter wird der Leser, der das Gef├╝hl bekommt, nicht intelligent genug zu sein, selbst auf die L├Âsung zu kommen ...


LG, kageb

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moonlightdawn
Hobbydichter
Registriert: May 2011

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Hallo kageb,

jetzt hab ich so lang gebraucht, um Zeit zu finden, aber jetzt will ich dir auch kurz antworten... entschuldige bitte, dass es so lange gedauert hat :-(.

Kein Problem mit der Einleitung (hatte es mir halbe gedacht, nachdem ich es abgeschickt hatte "lach").

Und ich werde noch feilen am Text, auch wenn es noch ein paar Tage dauern k├Ânnte. Bin gerade so im Pr├╝fungsstress, ich komme zu nichts.

Aber trotz allem vielen Dank f├╝r die Einstellung und ich werde deine Tipps beherzigen.

Viele liebe Gr├╝├če,

moonlightdawn
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