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Leselupe.de > Kurzprosa
Andersartige
Eingestellt am 18. 02. 2018 04:27


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Kalkule
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Apr 2010

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B E P I N K E L T

Wir waren wie ├╝blich ├╝brig geblieben. Der kleinw├╝chsige Wirt zischelte wild wuselnd mit dem Wischmob zwischen den hochgestellten B├Ąnken herum. Hinten in der dunkelsten Ecke der Kneipe sa├čen zwei Penner, die K├Âpfe niedergelegt auf den feuchten Tisch und schnarchten. Die Rauchgeschwade hatten sich verfl├╝chtigt und ├╝brig blieb ein Geruch von Kippen und den Hautschuppen ├Ąlterer M├Ąnner, vermischt mit Bier vollgesogenen Holzes.
Der dunkelhaarige Wirt, der mir mehrmals zugezwinkert hatte, stellte sich nun vor den mit br├Ąunlichem Schmutzwasser gef├╝llten Putzeimer, packte seinen Penis aus und pinkelte fr├Âhlich kichernd hinein. Dann nahm, er den Eimer goss den Inhalt ├╝ber die K├Âpfe der Schlafenden, die sich verwirrt umblickten, prusteten und sch├╝ttelnd, und weiterschliefen. Der Wirt lachte. ÔÇ×Bist du bescheiert, oder was ?ÔÇť erklang die Stimme Pawels, dem kleinw├╝chsigen Angestellten, der von seinem letzten Gang hervortrat. Giovanni, der Wirt taucht seine Hand in das stinkende Dreckwasser und besprenkelte Pawels Gesicht, das ├╝ber ihm ragte. Pawel, der verdutzt blickte, riss ihn nun am Schlawittchen gepackt in Augenh├Âhe und sp├Ąhte ihm grimmig- d├╝ster in die Augen, sch├╝ttelte ihn und setzte ihn ab.
Der erschreckte kleine Giovanni, in seiner M├Ąnnlichkeit gekr├Ąnkt, z├╝ckte unvermittelt ein Messer hervor, das sogleich heraussprang und hielt es dem verdutzten Pawel unter die Nase.
ÔÇ×Schnell, lauf in die K├╝che und hol┬┤ mir irgendeine MesserÔÇť, rief er mir zu, nachdem er sich gefasst hatte und auf den Unterlegenen hinab blickte. Ich rannte los und folgte dem Lichtstrahl, und fand mich in der hell erleuchteten K├╝che wieder.

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Plejadus
???
Registriert: Jan 2018

Werke: 24
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Hi Kalkule,
mensch, Dein Werk ist ein Fall f├╝r den Sonderm├╝ll, was das formale Schreibwerk anlangt, und ich w├╝rde hier meine Senftube gar nicht erst z├╝cken, w├╝rde ich nicht durch das Chaos ungelenker Formulierungen, haneb├╝chener Gramma-Patzer und dergl eine ziemlich coole Kurzprosa-Szene erahnen, was ich aber tue.
Es w├Ąre ein Jammer, diesem Penner-Text nicht aufzuhelfen, ihm ne Dusche zu spendieren und ein paar passable Klamotten.


Hier ein paar Anregungen:

Wir waren wie ├╝blich ├╝brig geblieben. Der kleinw├╝chsige Wirt zischelte wild wuselnd mit dem Wischmob zwischen den hochgestellten B├Ąnken herum. Hinten in der dunkelsten Ecke der Kneipe sa├čen zwei Penner, die K├Âpfe niedergelegt auf den feuchten Tisch und schnarchten. Die Rauchgeschwade hatten sich verfl├╝chtigt und ├╝brig blieb ein Geruch von Kippen und den Hautschuppen ├Ąlterer M├Ąnner, vermischt mit Bier vollgesogenen Holzes.
Der dunkelhaarige Wirt,...


Ich t├Ąte ihn gleich beim Namen nennen, also:
"Giovanni, der kleinw├╝chsige, dunkelhaarige Wirt" und das 'dunkelhaarig' sp├Ąter droppen. Das zweite '├╝brig' k├Ânnte wegen der unsch├Ânen Dopplung einem 'zur├╝ck' weichen.
'Die Rauchgeschwade' gehn gar nicht - entweder 'das Rauchgeschwade' oder vllt besser noch 'die Rauchschwaden'. Desweiteren:
'vermischt mit dem Bier des vollgesogenen Holzes'
...der mir mehrmals zugezwinkert hatte, stellte sich nun vor den mit br├Ąunlichem Schmutzwasser gef├╝llten Putzeimer, packte seinen Penis aus und pinkelte fr├Âhlich kichernd hinein. Dann nahm, er den Eimer goss den Inhalt ├╝ber die K├Âpfe der Schlafenden, die sich verwirrt umblickten, prusteten und sch├╝ttelnd, und weiterschliefen. Der Wirt lachte. ÔÇ×Bist du bescheiert, oder was ?ÔÇť erklang die Stimme Pawels, dem kleinw├╝chsigen Angestellten, der von seinem letzten Gang hervortrat. Giovanni, der Wirt taucht seine Hand in das stinkende Dreckwasser und besprenkelte Pawels Gesicht, das ├╝ber ihm ragte.

Kein Komma hinter 'nahm', sondern hinter 'Eimer'.
'prusteten und sch├╝ttelten'...
Komma vor 'erklang'.
Pawel - auch kleinw├╝chsig? WIe w├Ąrs alternativ mit 'schm├Ąchtig' oder so?
'der von seinem letzten Gang'... klingt sperrig - help yourself.
'taucht'? ., nee: tauchte.

Pawel, der verdutzt blickte, riss ihn nun am Schlawittchen gepackt in Augenh├Âhe und sp├Ąhte ihm grimmig- d├╝ster in die Augen, sch├╝ttelte ihn und setzte ihn ab.
Der erschreckte kleine Giovanni, in seiner M├Ąnnlichkeit gekr├Ąnkt, z├╝ckte unvermittelt ein Messer hervor, das sogleich heraussprang und hielt es dem verdutzten Pawel unter die Nase.
ÔÇ×Schnell, lauf in die K├╝che und hol┬┤ mir irgendeine MesserÔÇť, rief er mir zu, nachdem er sich gefasst hatte und auf den Unterlegenen hinab blickte. Ich rannte los und folgte dem Lichtstrahl, und fand mich in der hell erleuchteten K├╝che wieder.


Im ersten Satz dieser Sequenz entgleisen Dir die F├Ąlle. Wer 'riss' wem am Schlawittchen- 'gepackt in Augenh├Âhe'???.
Ich meine, ich ahne es. Wie w├Ąr's, wenn Du mir das Ahnen hier erspartest?
Das 'kleine' vorm Giovanni kannste m├╝llen.
Im folgenden ist nicht ganz klar, wer Deinen Ich-Protagonisten auffordert ein Messer zu holen; vermutlich Pawel - also besser: 'rief Pawel mir zu'
Hier finde ich ├╝brigens erfrischend, welch unauff├Ąllig zur├╝ckgezogene Rolle Dein Ichler bekleidet - cool!
Das, mit dem Unterlegenen und dem 'sich gefasst haben' ist mir etwas undeutlich.
Der letzte Satz ist klasse.
Rock on.
Plej.


BTW: Wie hei├čt die Story nun eigenlich: "Andersartige' oder 'Bepinkelt'?
__________________
Und hier nun m├Âgen Erwartungen erbl├╝hn, die zu erf├╝llen mich heut die Lust nicht umfing.

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