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Leselupe.de > Science Fiction
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Eingestellt am 07. 02. 2003 07:18


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Lupus Corridor
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ANFANG

Unendlich viel Zeit ist vergangen, seit er, wenn man ihm ĂŒberhaupt ein Geschlecht zuordnen konnte, diese Region der Galaxie erreichte. Äonen wartet er hier nun schon auf seinen Einsatz. Trotz der langen Zeit, ist es ihm immer noch möglich, seine Aufgabe zu erfĂŒllen. WĂ€re er fĂ€hig Emotionen zu verarbeiten, man könnte ihn stolz nennen. Er wĂ€re stolz, mit einer so heiklen Aufgabe betraut worden zu sein. Doch unfĂ€hig GefĂŒhle zu empfinden pendelt er zwischen den Sternen und wartet.

Er kam in diese, weit von seiner Heimat entfernte Region, als sich die Staubmassen gerade anschickten sich zu einem Stern zu verdichteten. Er sammelte unzĂ€hlige Daten ĂŒber die Entstehung der Protosterne und stĂ€ndig untersuchte er die Umgebung um sicherzustellen, dass sein Einsatz nicht umsonst sein wĂŒrde.
Dabei sah er, wie die Kernfusion in den Protosternen zĂŒndete, wie sich die Sternmaterie weiter verdichtete, wie sich bald ein Doppelsternsystem, bald ein System mit einzelnem Zentralgestirn bildete. All dies dauerte Jahrmillionen, fĂŒr ihn bedeutete dieser Zeitraum nicht mehr als eine Sekunde.
Schon frĂŒher, anderswo, beobachtete er Ă€hnliche VorgĂ€nge, aber nicht sehr oft war es ihm vergönnt gewesen, seine Aufgabe erfolgreich zu erfĂŒllen. Vielleicht wĂ€re er ĂŒber diese Tatsache enttĂ€uscht gewesen, wenn er hĂ€tte fĂŒhlen können.
Er zog einfach weiter, wenn die UmstĂ€nde nicht den Anforderungen entsprachen. Sehr bald schon, nach der Festigung der Sterne, konnte er erkennen ob es Sinn machte noch weiter zu warten. Nur in wenigen FĂ€llen trafen seine Vorhersagen nicht zu, dann etwa, wenn Ă€ußere EinflĂŒsse, die er nicht erkannte, auf die Regionen die er ĂŒberwachte einwirkten, aber meistens waren bereits die Voraussetzungen nicht gegeben.

Diesmal schien alles gut zu gehen. Das Doppelsternsystem hatte sich gebildet. Bestehend aus einem gelben und einem kleineren, roten Stern konnte es durchaus geeignet sein. Die Umlaufbahnen der Sterne waren stabil, die Elemente in den Sternen waren geeignet ein Planetensystem entstehen zu lassen und wieder begann ein langes Warten.
Planeten wollten auf Grund der gravitativen Eigenschaften des Doppelsterns nur sehr langsam entstehen. Manche zerfielen wieder noch bevor sie eine planetare Form angenommen hatten. Andere konnten sich nicht weit genug verdichten und wurden zu Gasriesen. Diesen wĂŒrde er sich am Ende seiner Zeit widmen.
WĂ€hrend dieser Phase des Chaos richtete er seine Aufmerksamkeit auf einen nahegelegenen, gelben Stern. Die Verdichtung der ĂŒbriggebliebenen Materiewolken, wies auf eine stabile Planetenentwicklung hin und er fasste den Entschluss dieses System genauer zu untersuchen. Wie er erwartet hatte entstanden die Planeten rasch und alle kreisten sie auf stabilen Umlaufbahnen um diesen Stern. Er verlies das System, denn noch war es nicht so weit und einige Zeit musste vergehen...

Er hat niemals diesen kleinen, gelben Stern vergessen. Es wurde Zeit wieder dorthin zurĂŒckzukehren und nach den Planeten zu sehen. Der neue Kurs wurde berechnet, er setzte sich in Bewegung.
Schon lange hatte er kein Sternensystem mehr gefunden, welches fĂŒr seine Aufgabe geeignet gewesen wĂ€re.
Tief in seinem Inneren begannen die ersten Berechnungen anzulaufen...

Jetzt untersucht er bereits den dritten Planeten und die KapazitĂ€t seiner ArbeitsspeicherbĂ€nke nĂ€hert sich langsam ihren Grenzen. So viele unterschiedliche Eigenschaften die er berĂŒcksichtigen muss. So viele Variablen. Jetzt gilt es nur noch die wahrscheinlichsten Vorhersagen herauszufiltern und dann, endlich, zu handeln.
Drei Planeten sind geeignet, das steht fest. Wenn er in dieser schwierigen Phase jedoch auch nur einen Fehler begehen wĂŒrde, seine gesamte Mission wĂ€re zum scheitern verurteilt.
Wieder verging einige Zeit, dann war er sich sicher. Er startet zum fĂŒnften und jĂŒngsten Planeten des Systems um dort zu beginnen. Er scheint etwas instabil zu sein, doch dieses Risiko kann er eingehen. Noch nie hatte er ein Sonnensystem besucht in dem die Lifezone so groß war.
Nur kurze Zeit verweilt er in einem hohen Orbit, sinkt schnell tiefer. Einige Kilometer ĂŒber der OberflĂ€che erkennt er eine bereits feste Stelle in der sonst noch flĂŒssigen Kruste des beinahe erwachsenen Planeten. Er landet, beginnt mit seiner Arbeit.
Der nĂ€chste, vierte, nur etwa halb so große Planet ist bereits mit einer dĂŒnnen AtmosphĂ€re aus giftigen Gasen umgeben. Sie stammen vom Inneren des noch heißen Himmelskörpers. Das Spiel wiederholt sich.
Der dritte Planet, den er besucht, ist gleichzeitig der Dritte des Systems. Die AtmosphĂ€re hier ist bereits sehr dick. Die OberflĂ€che noch rau, mit tiefen TĂ€lern und Furchen ĂŒbersĂ€t. Er wartet geduldig.
Irgendwann: Eine Wolke aus Methan zieht unter ihm vorbei und er erkennt, das nun der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Wieder steigt er auf die PlanetenoberflĂ€che hinab, um seine heikle Fracht zu deponieren. An seiner Landestelle wĂŒrde in ferner Zukunft vermutlich Wasser zu finden sein.
Seine eigentliche Aufgabe ist nun erledigt. Jetzt muss er nur noch ĂŒber seine Saat wachen, bis sie gereift ist und fertig sich zu entfalten...

Die Zeit ist nun gekommen. Er errechnet einen Kurs zum nĂ€chsten Zielort, Lichtjahrtausende entfernt um dort die Arbeit fortzufĂŒhren, der er nun schon seit so langer Zeit nachging. Er wĂŒrde dieses Sonnensystem verlassen, erst in ein paar Millionen Jahren wĂŒrde er wiederkommen und nach dem Rechten sehen, doch fĂŒr den Augenblick konnte er nichts mehr tun.

Er durchstieß den Ring ĂŒbriggebliebener Materie der das System immer noch umgibt und auf dem dritten Planeten erwachte das Leben...

__________________
L.C.

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Amadis
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hallo lupus,

deine story gefĂ€llt mir insgesamt gut. zwei dinge sind mir allerdings aufgefallen: du wechselst mehrfach die zeitform von gegenwartsform zu vergangenheitsform (z.b. "Wieder verging einige Zeit, dann war er sich sicher. Er startet zum fĂŒnften und jĂŒngsten Planeten des Systems um dort zu beginnen.") das ist nur ein beispiel. ich weiß nicht, ob das beabsichtigt ist, aber ich denke, das sollte man grundsĂ€tzlich vermeiden (es sei denn, es handelt sich um rĂŒckblenden o.Ă€.).

die zweite sache ist folgender satz: "Nur in wenigen FĂ€llen trafen seine Vorhersagen nicht zu, dann etwa, wenn Ă€ußere EinflĂŒsse, die er nicht erkannte, auf die Regionen die er ĂŒberwachte einwirkten, aber meistens waren bereits die Voraussetzungen nicht gegeben." das ist ein satzmonster, das du dir nochmal vornehmen und evtl. auf mehrere sĂ€tze verteilen solltest. wenn man es genau nimmt, fehlen sogar noch zwei kommas. ich jedenfalls bin beim lesen ĂŒber diesen satz gestolpert.

gruß

amadis

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Lupus Corridor
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!!! DANKE !!!

Danke Leute fĂŒr die positive Bewertung und die Kritik.
Ich freu mich echt, der zweite Beitrag von mir und bereits in den ersten Tagen fĂŒr "gut" befunden.
Kritisiert ruhig weiter.
Die von Amadis vorgeschlagenen Änderungen am Text, werd ich schnellstmöglich nachholen.

L.C.
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L.C.

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jon
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...schade, dass ich schon nach den ersten paar Zeilen wusste, worauf das Ganze hinauslÀuft.
Interessant wÀre gewesen, wozu bzw. warum "er" das macht.


Aber davon mal abgesehen:

Den Bemerkungen ĂŒber den Zeit-Wirr-Warr kann ich mir nur anschließen. Du hoppelst aber nicht nur zwischen den gramatikalischen Zeiten sondern auch zwischen „RĂŒckblende“ und „erzĂ€hlter Jetzt-Zeit“ hin und her. Du solltest vorm Überarbeiten RĂŒckblende deutlich vom Jetzt unterscheiden (am besten in entsprechende AbsĂ€tze sortieren) und dann die Zeiten konsequent durchziehen. Am einfachsten erzĂ€hlt es sich ĂŒbrigens in der Vergangenheit


Manche Kommas sind zu viel. Es fehlen aber auch etliche Kommas – einige davon mögen laut neuer Rechtschreibung freigestellt sein, wĂ€ren aber zur Strukturierung der (gelegentlich unnötig) langen SĂ€tze besser.

Details

Emotionen zu verarbeiten ___ ist etwas anderes, als Emotionen zu haben (was du wahrscheinlich meinst)

All dies dauerte Jahrmillionen, fĂŒr ihn bedeutete dieser Zeitraum nicht mehr als eine Sekunde.___Wenn Entwicklungen kalkuliert werden, bedeutet es schon einen Unterschied, ob von Jahrmillionen oder einer Sekunde die Rede ist. Du meinst sicher, “er“ wird ĂŒber der langen Zeit nicht ungeduldig.

aber nicht sehr oft___Was fĂŒr eine umstĂ€ndliche Fomulierung fĂŒr "selten", “manchmal“, "nicht immer"


seine Aufgabe erfolgreich zu erfĂŒllen___Kann man eine Aufgabe auch nicht erfolgreich erfĂŒllen? Dann hat man sie doch nicht erfĂŒllt, sondern es nur versucht zu erfĂŒllen, oder?

Planeten wollten auf Grund der gravitativen Eigenschaften des Doppelsterns nur sehr langsam entstehen. Manche (das bezieht sich auf Planeten) zerfielen wieder noch bevor sie eine planetare Form angenommen hatten.___Also entweder: "Manche Planeten zerfielen, bevor sie sich stabilisieren konnten" oder: "Die Materialansammlungen zerfielen, bevor sie planetare Form annehmen konnten".

Die Verdichtung der ĂŒbriggebliebenen Materiewolken,___Wobei/Wovon ĂŒbrig geblieben?

Jetzt untersucht er bereits den dritten Planeten und die KapazitĂ€t seiner ArbeitsspeicherbĂ€nke nĂ€hert sich langsam ihren Grenzen.___Na da haben wir ja GlĂŒck gehabt! Beinahe wĂ€re "er" mit all den Planetenuntersuchungen vorher zu "verstopft" gewesen! Oder wie soll ich den Zusammenhang zwischen „schon dritter Planet“ und "KapazitĂ€t nĂ€hert sich Grenzen" sonst verstehen?

An seiner Landestelle wĂŒrde in ferner Zukunft vermutlich Wasser zu finden sein.___Das ist zu vage fĂŒr ein solches Unternehmen! Ein chaotisches System, wie es ein Planet in diesen Stadium ist, lĂ€sst sich (sicher) nicht so exakt berechnen. Und dabei das Hinzutreten von Wasser doch so entscheidend fĂŒr das Gelingen!


Als Abschluss der Überarbeitung empfehle ich dringend ein Komma-Korrektorat!


Mit der Bewertung warte ich mal, bis der Text ĂŒberarbeitet ist, in diesem Zustand bekĂ€me er von mir nur ein "unterdurchschnittlich".

__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalÀsst (Klaus Klages)

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Lupus Corridor
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Danke fĂŒr die nĂŒtzlichen Hinweise. Werd mich, wie schon erwĂ€hnt, schnellstmöglich hinsetzen und den Text korrigieren. Da ich zur Zeit viel arbeite und das Studium nicht zu kurz kommen darf, könnte dies ein wenig dauern. Ich versuch's aber bis Ende MĂ€rz hinzubekommen.

L.C.
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L.C.

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