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Leselupe.de > Anonymus
Angel Crisis
Eingestellt am 19. 10. 2010 20:15


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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Alexiel zog ihr Schwert aus einem zerschmetterten K√∂rper. Die Schlacht war fast vor√ľber. Um sie herum lag wei√üer Dampf in der k√ľhlen Luft, aufsteigend von dem noch warmen Blut der Gefallenen. Im Blutrausch ignorierte sie ihre eigenen Verletzungen und schleppte sich in die Richtung des Torbogens. Das letzte Ziel war in greifbarer N√§he. Sie hielt ihr Schwert, von dessen Klinge noch immer Blut tropfte, fest umklammert. Ihre Gew√§nder waren im Lauf der K√§mpfe zerrissen worden und gaben den Blick auf ihre Wunden frei. Ein tiefer Schnitt an der Schulter, der nicht aufh√∂ren wollte zu bluten, und Stichwunden am Bein erschwerten ihr das Vorrankommen. Stur und voller Hass gegen ihren Sch√∂pfer setzte sie einen Fu√ü vor den anderen.
Die Atmosph√§re war am Siedepunkt angelangt. In der Luft umherschwebende Daunenfedern mischten sich mit dem Geruch von Blut und den Schreien der sterbenden Krieger. Dieses Crescendo der Zerst√∂rung wuchs zu einem unaufhaltsamen St√ľck des Exitus.
Um Alexiel herum war nur Verw√ľstung und Tod.
Der blutgetr√§nkte Wolkenboden war feucht unter ihren nackten F√ľ√üen. √úberreste von Daunenfl√ľgeln, Knochensplitter und leblose Engelsk√∂rper pflasterten ihren Weg. Sie lief beharrlich weiter, getrieben von Hass und Verzweiflung, halb blind von dem Blut, dass ihr in die Augen floss und das nicht ihres war. Schlie√ülich blieb sie stehen und blickte nach oben. Da war er: der pr√§chtige, goldene Torbogen, nur wenige Meter √ľber ihr. Reich verziert mit Ornamenten und eingearbeiteten Symbolen, das Sinnbild der Pforte zum einzig Wahren und Alexiels Objekt der Verachtung zugleich.
Doch sie war zu schwach, um ihre Fl√ľgel zu bewegen. Ihr schien es unm√∂glich, sich selbst und das Schwert nach oben zu schwingen. Das Ziel war so nah, und sie wollte nicht warten. Doch noch war es zu fr√ľh.
Die vier W√§chter erschienen vor dem Tor. Wie eine un√ľberwindbare Barriere standen sie nebeneinander: Asphael, Famael, Zephikel und Isphael, ihr Bruder. Er sah auf Alexiel herab, mit Verachtung, mit Entt√§uschung. Doch mehr noch, mit Trauer. Aber Alexiel war blind, nicht nur von dem Blut, das ihr in den Augen brannte, sondern auch von Hass.
‚ÄěISPHAEL!‚Äú schrie sie ihm mit aller Kraft entgegen, ‚ÄěDU BASTARD!‚Äú Ihre Stimme brach fast unter der Anstrengung. Isphael sah sie voller Mitleid an. Die W√§chter standen noch immer fest vor dem Torbogen, in ihren silbernen R√ľstungen spiegelte sich das Bild des Schlachtfelds. Kalte √úberlegenheit zierte ihre Gesichter. Alexiel schrie ihnen entgegen, als wolle sie die Vier mit puren Worten umwerfen. Sie riss ihr Schwert hoch und zeigte damit auf die W√§chter und das Tor.
‚ÄěDIES ist der Tag, an dem ich GOTT den KRIEG erkl√§re!‚Äú In diesem Moment brach die obere Wolkendecke auf, und ein glei√üend geb√ľndelter Lichtstrahl traf Alexiel gegen die Brust. Die Wucht warf sie nach unten in die Tiefe.

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jon
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Daf√ľr, dass dir nicht viele Bilder f√ľr das Gemetzel einfallen, und erst recht daf√ľr, dass es gar keine Geschichte gibt, ist der Text ganz sch√∂n lang ‚Ķ
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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