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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Angst
Eingestellt am 02. 03. 2002 11:40


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hopeless-1
Wird mal Schriftsteller
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Angst


Ich fange an zu rennen, immer schneller und schneller. Der Mond verschwindet hinter den B├Ąumen, und es wird immer dunkler. Es ist so dunkel das ich den Weg gar nicht mehr sehen kann. Ich drehe mich alle 2-3 Schritte um. Das Gef├╝hl verfolgt zu werden und die Angst werden immer gr├Â├čer.
Und dann passiert es, ich falle ├╝ber eine Baumwurzel und lande mit dem Gesicht auf dem kalten Waldboden. Ich versuche aufzustehen, doch der Schmerz und die Angst l├Ąhmen mich.
Ich komme auf die Knie und dann auf die F├╝├če. Ich zittere so sehr vor Angst, das ich mich kaum auf den Beinen halten kann.
Da schie├čt aufeinmal eine Hand vor und legt sich auf meinen Mund und die Nase. Eine andere Hand umschlie├čt meine Tallie. Und auf einmal sp├╝re ich wie sich ein ganzer K├Ârper an mich dr├╝ckt. Ich sp├╝re etwas hartes in der H├Âhe meines Pos. Ich kann den Atem, von dem Menschen hinter mit im Nacken sp├╝ren. Ich werde zu Boden gedr├╝ckt. Die Angst l├Ąhmt mich, und ich versuche zu schreien, doch nur ein leises kr├Ąchtsen kommt heraus. Die Hand ├╝ber meinem Mund und meiner Nase schn├╝rt mir die Luft ab.Ich beisse in die Hand, und sie lockert sich, ich bekomme etwas Luft. In meinem Kopf dr├Âhnt eine Stimme, die ruft: - Schrei, Schrei um dein Leben!!!- Doch es geht nicht, ich kann nicht schreien.
Ich liege auf dem Boden und ein Mann liegt auf mir. ich rieche sein Rasierwasser, ich glaube es ist das selbe wie von meinem Ex-Freund.
Er zerreist mir die Bluse und schiebt meinen Rock hoch. Er f├Ąsst mir an den Busen und dann zwischen die Beine. Er schiebt meine Beine auseinander und
Aufeinmal blendet mich ein Licht.- Ein Auto, ein Auto, Hilfe- schie├čt mir durch den Kopf.
Der Mann auf mir dreht sich weg, l├Ą├čt mich los, steht auf und rennt ins Geb├╝sch. Das Auto hat angehalten und ein ├Ąlterer Mann steigt aus. Ich raffe meine zerrissene Bluse ├╝ber meinem Busen zusammen und schiebe den Rock wieder runter. Ich stehe langsam auf. Ich zittere am ganzen K├Ârper.
Der Autofahrer kommt auf mich zu. Ich weiche zur├╝ck, immer weiter. Ich will nicht, dass er mit zu nahe kommt. Er redet auf mich ein, doch ich h├Âre ihn nicht. Mein Kopf ist leer, da ist nichts, nur ein schwarzes Loch.
Dann h├Âre ich pl├Âtzlich Sirenen. Und ein Krankenwagen taucht auf. Der Mann hat einen Krankenwagen per Handy gerufen. Ich bin ihm so dankbar. Ich m├Âchte ihm danken, doch ich kriege kein Wort raus. Eine Frau kommt auf mich zu. Ich habe keine Kraft mehr, ich kann nicht mehr zur├╝ck weichen. Sie legt mir eine Decke um und f├╝hrt mich zum Krankenwagen.

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Ralph Ronneberger
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Und nun?
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mehovia
Hobbydichter
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Hallo hopeless 1
die Geschichte ist packend und spannend bis zum Schlu├č. Mir kamen die Tr├Ąnen.
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mehovia

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Ralph Ronneberger
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Hallo hopeless-1,

ich mu├č zugeben, ich habe vorgestern wohl nicht meinen besten Tag gehabt. Deine Mail war berechtigt. Das, was ich da unter deinen Text geschrieben habe, ist kein Kommentar. Ich m├Âchte mich daf├╝r entschuldigen. Dieses "und nun" entsprang wohl meinem Gef├╝hl, da├č die Geschichte am Ende sang- und klanglos verpufft. So kurz der Text auch sein mag, mir erschien und erscheint der letzte Absatz ab " Dann h├Ârte ich pl├Âtzlich Sirenen..." einfach ├╝berfl├╝ssig. Als Leser habe ich geglaubt, nun k├Ąme noch etwas, aber es kam nichts.
Doch nun zu einigen Details:

"Ich fange an zu rennen, immer schneller und schneller. Der Mond verschwindet hinter den B├Ąumen, und es wird immer dunkler"
So wie der Text geschrieben ist, geht es hier um ein Geschehen, das in wenigen Minuten abl├Ąuft. Da w├╝rde ich den Mond lieber hinter einer Wolke verschwinden lassen. Das geht schneller, als darauf zu warten, da├č er hinter den B├Ąumen verschwindet.

"Es ist so dunkel das ich den Weg gar nicht mehr sehen kann."
Die unsch├Âne Wortwiederholung ist nicht n├Âtig, der Leser wei├č bereits, da├č es dunkel ist. Es reicht der Hinweis, da├č sie den Weg kaum oder gar nicht mehr erkennt.
Sie hetzt also von Angst getrieben vorw├Ąrts. Wohin? Eigentlich ist das egal. Da Du aber sp├Ąter das Geschehen in die N├Ąhe einer Stra├če verlegst, w├Ąre hier vielleicht ein Hinweis darauf, da├č sie eben diese Stra├če erreichen will und erst kurz vor diesem Ziel durch den Sturz im Lauf aufgehalten wird, ein Einschub, der die Dramatik steigern k├Ânnte.

"Ich drehe mich alle 2-3 Schritte um. Das Gef├╝hl verfolgt zu werden und die Angst werden immer gr├Â├čer."
Warum gibst Du ihr nur das Gef├╝hl, verfolgt zu werden? Ist es f├╝r sie denn nicht schon Gewi├čheit?

"Da schie├čt aufeinmal eine Hand vor und legt sich auf meinen Mund und die Nase. Eine andere Hand umschlie├čt meine Tallie."
Das ist mir zu beschreibend. Man sp├╝rt den Schreck oder das Entsetzen der Protagonistin nicht richtig.
Da schie├čt pl├Âtzlich eine Hand vor (aus der Dunkelheit),pre├čt sich auf Mund und Nase und erstickt meinen Schrei. Ein Arm umschlie├čt schmerzhaft meine Tallie" Oder so ├Ąhnlich.

"Und auf einmal sp├╝re ich wie sich ein ganzer K├Ârper an mich dr├╝ckt. Ich sp├╝re etwas hartes in der H├Âhe meines Pos. Ich kann den Atem, von dem Menschen hinter mit im Nacken sp├╝ren"
Dreimal sp├╝ren - vielleicht geht es irgendwie anders.

"Ich l i e g e auf dem Boden und ein Mann l i e g t auf mir. ich rieche sein Rasierwasser, ich glaube es ist das selbe wie von meinem Ex-Freund."
Ich wei├č nicht, ob einem in einer solchen Situation so etwas tats├Ąchlich auff├Ąllt. Und selbst wenn - was ist daran f├╝r den Leser interessant oder gar wichtig? Eine tolle Pointe b├Âte sich an, wenn es sich bei dem Vergewaltiger tats├Ąchlich um den Ex-Freund handeln w├╝rde, aber so ...

Nein - das ist kein Verri├č, aber ich meine, Du solltest deinen Text noch mal in Ruhe ├╝berarbeiten. Auf die paar Rechtschreibfehler bzw. Fl├╝chtigkeitsfehler will ich nicht eingehen. Die findest Du auch allein.


Gru├č Ralph

PS.: ├ťbrigens ist dieses "Schreib ├╝ber das, was Du kennst" mein Motto und hat nichts mit deinem Text zu tun.

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mehovia
Hobbydichter
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Hi Ralph,
einige Anmerkungen zu Deinen Anmerkungen:
Der Mond verschwindet logischerweise schneller hinter den B├Ąumen, weil sie ja am Rennen ist und das Landschsftsbild sich schneller ├Ąndert, als wenn sich eine Wolke davorschieben w├╝rde.

Ich empfinde das "Es ist so dunkel..." angebracht, da es eine Steigerung ist von "...und es wird immer dunkler."

Das Rasierwasser, das sie an ihren Exfreund erinnert, kann sehr bedeutungsvoll sein. Vielleicht hat sie ihn in ├Ąu├čerst schlechter Erinnerung, was f├╝r sie zus├Ątzlich sehr qu├Ąlend ist. Zumindest empfinde ich es als bedeutungsvoll , auch wenn es eine positive Erinnerung in Form eines Trostes darstellt.
__________________
mehovia

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hopeless-1
Wird mal Schriftsteller
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hall├Âle

Ähm, weiss garnicht so richtig was ich jetzt sagen soll *gg*
ich finde es einfach toll, das meine geschichte so gut verstanden wird, das es mir nicht sooooo doll drauf ankommt, ob sie den idealen einer kurzgeschichte entsprechen, sondern das es viel mehr um das thema geht.

deshalb muss ich auch sagen, das dieses pl├Âtzliche ende, und einige meiner formulierungen absicht sind, ok ich geb zu die geschichte ist nicht wirklich nochmal durchdacht, oder gar ├╝berarbeitet worden, sie ist so, wie sie mir in den sinn kam.

und deshalb finde ich auch diese "anregungen" wie ich die geschichte noch etwas verbessern kann sehr gut.

danke,

hopeless-1

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