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Leselupe.de > Kurzprosa
Angst
Eingestellt am 19. 07. 2009 10:13


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Haremsdame
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Angst

Als Kind war sie frei. Doch dann hinterließ das Leben Spuren: immer mehr Narben auf ihrer Haut und ihrer Seele. Sie suchte Schutz in einem Käfig.
Darin lief sie hin und her. Manchmal sah sie durch die Gitterst√§be, beobachtete die sich frei bewegenden Menschen. Sie unterhielten sich und lachten, zeigten zwischendurch auf sie. Kannten sie ihre Angst vor Jungen, die mit St√∂cken hantierten, ohne die Umgebung zu realisieren? Die Angst davor, an den Haaren gezogen zu werden, so wie sie fr√ľher die Katze am Schwanz zog?
Sie tr√§umte davon, ihren K√§fig zu verlassen. Versuchsweise stieg sie durch die offene T√ľr hinaus, tappte √ľber eine ausgedehnte Blumenwiese, sah in der Ferne den Waldrand. Sie sp√ľrte Boden unter ihren F√ľ√üen, roch Blumen und legte sich ins Gras. Schmetterlinge tanzten durch die Luft. Die Sonne w√§rmte bis tief innen. Pl√∂tzlich wurden die wei√üen W√∂lkchen dicht und schwarz. Vereinzelte Regentropfen fielen, Ameisen machten sie an, M√ľcken surrten ihr um die Ohren und Wespen versuchten, sich auf ihren Armen nieder zu lassen. Schlie√ülich kam ein J√§ger mit seinem Hund des Wegs und versuchte, sie in ein Gespr√§ch zu verwickeln. Da kehrte die Angst endg√ľltig zur√ľck. Eilig sprang sie wieder in den K√§fig und schlug die T√ľr hinter sich zu.
Manchmal tr√§umt sie noch von Freiheit. Von weiten Wanderungen. Von gro√üen W√§ldern auf hohen Bergen und tiefen Schluchten mit klaren Fl√ľssen. Vom Alleinsein. Doch drau√üen ist sie dem Leben ausgesetzt und das ist gef√§hrlich. Im K√§fig wird sie gef√ľttert und besch√ľtzt. Also wird sie hier bleiben.




__________________
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Version vom 19. 07. 2009 10:13
Version vom 21. 07. 2009 14:58

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Gernot Jennerwein
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ich versteh, was du meinst.
aber du wechselst absolut die Perspektive. Siehst die Welt aus den Augen des Tigers.
Könntest den Lyrich vielleicht zum Betrachter machen, der vor dem Käfig steht und an sein eigenes Dasein erinnert wird.
Und nicht aus Tigersicht schreiben.

liebe gr√ľ√üe
gernot

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Spaetschreiber
Guest
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Schönes Thema, aber leider schlecht umgesetzt.
Weder die Perspektive, noch die Zeitabl√§ufe stimmen. Mich erinnert diese Geschichte in der Scheibweise an einen Schulaufsatz. Ich w√ľrde auch dringend raten, noch einmal eine √úberarbeitung vorzunehmen.

Tut mir leid
Tom

Wie w√§rs, wenn du so starten w√ľrdest?

Befinde ich mich in einem Käfig?
Eingesperrt hinter Gittern?
Gittern, die ich mir selbst geschaffen habe?
Zum Schutz meiner empfindsamen Seele?
...

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Haremsdame
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@ Tom

Danke f√ľr Deine Vorschl√§ge. Allerdings w√§re es nicht mehr mein Text, wenn ich ihn mit Fragen beginnen w√ľrde. F√ľr mich existieren hier keine Fragen mehr, die sind schon lange gel√∂st. Der Text ist eher eine Bestandaufnahme, ein Verstehen der Gegenwart.
Was meinst Du mit "die Zeitabl√§ufe stimmen nicht"? Da kann ich Dir nicht folgen und w√§re f√ľr eine Aufkl√§rung dankbar.
Gruß von der Haremsdame
__________________
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

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MarenS
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Irgendwie find ich es gut und doch stimmt etwas nicht ganz. Ich verstehe durchaus, was du aussagen m√∂chtest Haremsdame aber es kommt nicht geschickt r√ľber.

Liebe Gr√ľ√üe von Maren

P.S.: Ich versuche es später besser in Worte zu fassen

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hen
???
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Hallo Haremsdame,

den plot finde ich gut, es erinnert mich an Rilkes Panther und die Fabel von dem Kettenhund und dem streunenden Hund.

Ich habe bei Ich-Erzählern generell mein Schwierigkeiten, weil es zu schnell Tagebuchpoesie wird.
Eine Distanzierung durch Umschreibunge ist mir zu schwach. Deswegen w√ľrde ich dazu tendieren, entweder in die Er-Position zu wechseln, oder innerhalb einer Ich-Erz√§hlung die Distanz durch √úbertreibung, Absurdit√§t oder Ironie herstellen. Hier w√§re an Kafkas Bericht an eine Akademie ein Vorbild.

Ich denke, es lohnt sich, den Text so nochmal einem kritischen Blick zu unterziehen.

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