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Leselupe.de > Kurzprosa
Angst essen Seele auf
Eingestellt am 25. 02. 2002 19:55


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wolfsfrau
One-Hit-Wonder-Autor
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Angst essen Seele auf

deine Augen wurden stumpf
deine Stereotypen
lassen dich im Kreis gehn
im Sumpf der Angst
seh ich
dich versinken
siehst meine rettende Hand nicht

ein schwarzes Loch
hat dich eingesogen
eine Wand steht
zwischen uns
den Schl├╝ssel
zu deinem Angstschlo├č
find ich nicht

so ohnm├Ąchtig
steh ich daneben
schlag ich der
Medusa die K├Âpfe ab
wachsen wieder so viele nach
wo ist hier
der Notausgang


__________________
Wo ist das letzte Einhorn?

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ralph raske
???
Registriert: Jul 2001

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die angst wird zum d├Ąmon, wenn sie sich verselbstst├Ąndigt

manchmal hei├čt die helfende hand
auch loslassen
die angst ist eine m├Ąchtige macht
sie ist nur dort zu besiegen, wo sie wohnt
ich glaube, da├č ein gesunder mensch
automatisch richtig handelt
zum selbstschutz - bei einer ausweglosen situation
ist es nicht auch in verfahrenen liebesbeziehungen
so? da├č ein punkt kommt, wo nichts mehr zu machen
ist, und die trennung ist der einzige schritt, der
einen weiterhilft ...
gerade menschen, die wir lieben, m├╝ssen wir in manchen
lebenssituationen alleine lassen, damit sie ihren
"raum" wieder finden. doch jeder fall liegt anders.
dein gedicht schildert die ohnmacht, wenn ein mensch
von seinen ├Ąngsten ganz und gar beherrscht wird
das ist verr├╝ckt
und jeder mensch ist damit alleine ├╝berfordert

alles gute
ralph
__________________
notre vie est un voyage
dans l`hiver et dans la nuit
nous cherchons notre passage

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loona
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2000

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hm...

Hi Wolfsfrau,

ein bekanntes Zitat in der ├ťberschrift, das weckt hohe Erwartungen. Die erste Strophe erf├╝llt sie nicht. Die "Stereotypen" ercheinen als sprachlicher Fremdk├Ârper, der "Sumpf der Angst", ein ganz abgegriffenes Bild, das dann schon einer ganz besonderen "Pointe" (bitte in gro├čen Anf├╝hrungsstrichen) bedarf, um aus den Untiefen der Alltagsbilder herausgeholt zu werden. Das nicht-Sehen der "rettenden Hand" kann das nicht leisten. Keinesfalls.

Aber dann kommst Du so langsam in Fahrt, auf einmal prasselt's kurz, knapp, direkt auf die Lesenden ein. Zwar widersprechen sich die aufeinanderfolgenden Bilder vom ins-schwarze-Loch-eingesogen-Werden (=nach unten in etwas Weichem verschwinden) und der trennenden Mauer (=Blick intuitiv wieder geradeaus, prallt an etwas Hartem ab, nicht wirklich verschwunden, nur verstellt / getrennt), aber die Sprache zieht mit, beklemmt... transportiert den Inhalt und die letzte Strophe ist klasse. Uneingeschr├Ąnkt. Volltreffer.

Traust Du Dich, noch ein wenig daran zu basteln? Es lohnt sich, denn da├č Du's richtig gut kannst, zeigt das Ende.

Internette Gr├╝├če

loona

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