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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Angst statt Bananen!
Eingestellt am 11. 06. 2002 20:15


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ibini
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Apr 2002

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Den anderen vor uns Angst zu machen, war also doch die richtige Strategie (bisher und mit Abstrichen)! Und das bei dem einen Mann, den wir haben, der glaubwürdig echt grimmig schauen kann! Gut, es ist der Häuptling der Spieler. Der hat schon von Amts wegen zu grummeln. Das weiß man. Schließlich muß er sich Respekt verschaffen. Und das geht eben nur auf diese Weise. Im Fußball jedenfalls. Wäre er Politiker, bräuchte er lediglich heute das Gegenteil von dem lautstark in den Äther zu pusten, was er gestern behauptet hat.

Der fußballreisende Deutsch-Italiener, des Häuptlings „Kamikaze“ Vorgänger, meinte ja, es besser zu wissen. Lächelnd und locker vom Hocker aus das, was er sich vielleicht dachte, zu seinen Mannen runterzubringen. Ein Gerücht soll es freilich sein, er habe seine Schäfchen oft händchenhaltend in den Schlaf gesungen. Verbürgt ist dagegen, daß in der Not der Teufel Fliegen frißt. Doch wie immer: Der Maestro rannte sich nicht nur den haargestylten Schädel platt, sondern brachte auch uns alle in Verruf. Fast, sagen wir. Denn ein guter (Vereins-)Deutscher ohne Disziplin? Jawohl, wo kommen wir da hin? Wozu die Hosennaht? Was denken die anderen? Da nimmt uns niemand mehr ernst! Glaubt man, wir wären gar nicht wir. Außerdem können wir nicht jedesmal über den Effenberg reden.

Ich meine, eigentlich stand schon von vornherein fest, daß unser Asientrip nicht gerade ein Schulausflug werden würde. Vielleicht wäre es heute leichter gewesen, hätte sich jemand die Mühe gemacht, sich auch mit dem Land und nicht nur mit den Füßen unserer Kameruner Brüdergegner zu befassen. Ein einziger Blick hätte genügt. Denn was gehört zu deren Hauptausfuhrprodukten? Bananen! Ganz einfach, Bananen! Spätestens jetzt hätte der Euro fallen müssen. Denn es ist noch nicht allzu lange her, da waren Bananen die Basis für unsere Siege. Ein paar Bananenflanken von rechts, ein paar von links, und die Sache war gegessen. Dazu waren nicht einmal ausländische Bananen notwendig. Hamburger genügten. Nein, keine von dieser amerikanischen Schaufelreinkette, sondern selbst gezüchtete, Eigengewächse. Ja, das waren eben noch Zeiten!

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