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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Angst vor dem Meer
Eingestellt am 25. 12. 2002 23:56


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tinchen
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2002

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Obwohl der Wind ihr fast die Luft zum Atmen nahm, k├Ąmpfte sie weiter gegen ihn an, um ihren Platz zu finden. Fast zornig schlug sie den Kragen ihres schwarzen Mantels etwas h├Âher, damit die Spuren der K├Ąlte sich nicht noch tiefer in ihrem ger├Âtetem Gesicht abzeichneten.
Als sie ├╝ber die Wiese lief, hin zu ihrem Ziel, sah sie keine Menschenseele. Nur in der Ferne machten ihre Augen zwei Gestalten aus, die aber mehr wie Spielb├Ąlle des Windes wirkten.
Angekommen nutzte sie ihre Wut, um einen im Sommer vergessenen Strandkorb zu wenden und setzte sich dann davor, um so etwas Schutz vor den gewaltigen Winden zu erhaschen.
Erst als sie endlich sa├č, wagte sie einen Blick:
Vor ihr lag das Meer. Unendliche weit, st├╝rmisch wie ein zorniger Gigant. Vor ihr nur Sand, der nun aber im Gegensatz des hellen Gelb der Sommersonnenstrahlen, wirkte wie eine farblose Best├Ątigung ihrer Wut.
Sie schloss die Augen und versuchte ihren Atem zu beruhigen, in dem sie das Meer anschaute und tief einatmete. Was folgte, waren aber nur Seufzer, gefolgt von einem Schluchzer, der sich nicht mehr unterdr├╝cken lie├č.
Zu lange hatte sie alles unterdr├╝ckt. Was alles war? Sie lacht innerlich zynisch auf. Eigentlich war er alles. Eigentlich war er aber auch nichts.
Alles war angefangen....Wann eigentlich? Sie erinnerte sich an den Sommer und an die Kirmes in ihrem Ort. Aber mehr noch erinnerte sie sich an die erste Begegnung mit ihm.
Kein Knall, keine Explosion der Gef├╝hle. Nein, das nicht. Aber ein Funke, zwar klein und unsicher, aber ein Funke.
Sie strich sich ihre widerspenstige Str├Ąhne, die vom Wind des wilden Meeres aufgewirbelt wurde, hinter das Ohr, hielt dann in der Bewegung inne.
Sie sch├╝ttelte den Kopf, um die Erinnerung an diese Bewegung aus ihrem Kopf zu verscheuchen. Er hatte ihr die Haare aus dem Gesicht gestrichen, am n├Ąchsten Morgen, als sie zusammen in ihrem Bett erwacht waren.
Sie wollte nicht mehr daran denken, am besten den ganzen Morgen, der doch so anders war als es f├╝r eine kleine Geschichte zwischendurch ÔÇô wie sie ihrer Freundin sp├Ąter berichten sollte ÔÇô passte. Sie hatte sich an ihn gelehnt, und er hatte sie sanft gestreichelt und war nicht gegangen. Hatte nicht wortlos den Raum, ihr Leben verlassen.
Sie st├╝tzte ihre Ellenbogen in den Sand, um ihren Kopf, der vor lauter Gedanken an ihn so schwer war, zu st├╝tzen.
Ihr Atem beruhigte sich wieder, als sie an die Zeit danach dachte. Sie schaute verst├Ąndnislos zum Himmel hoch. Sie hatte ihn doch schon fast vergessen gehabt, ihm seinen Platz in ihrer Vergangenheit zugewiesen.
Ihre Lippen verzogen sich zu einem fast nicht erkennbaren d├╝nnen Strich, als sie ihren Blick wieder auf die st├╝rmische See richtete. So wie die Wellen miteinander k├Ąmpften, versuchte sie sich unter Kontrolle zu halten, als sie ihm dann Monate sp├Ąter doch wieder begegnete.
Nat├╝rlich sahen sie sich an dem Abend, bevor sie f├╝r vier Wochen vereisen wollte wieder.
Sie fing an zu l├Ącheln: Aber eigentlich hatte sie doch Gl├╝ck gehabt an diesem Abend. Er hatte sie nur zum Abschied kurz gek├╝sst.
Das sie die n├Ąchsten vier Wochen st├Ąndig ├╝ber diesen kleinen Kuss nachdachte, hatte er ja nicht bemerkt.
Das sie nun am liebsten aufgestanden w├Ąre, um sich dem Get├Âse des Meeres mit voller Stimme entgegen zu stellen, bemerkte er auch nicht.
Sie zog ihre Beine enger an ihren K├Ârper. Wieder hatte sie danach monatelang nichts von ihm gesehen, nichts von ihm geh├Ârt.
Und dann war er wieder da, wie aus dem Nichts. Zog sie an sich und k├╝sste sie. Ihre Augen blickten traurig auf das Meer, das langsam ruhiger wurde, fast als h├Ątten die Wellen den Kampf aufgegeben.
Auch als sie am Morgen danach alleine aufgewacht hatte, waren ihre Gedanken nur bei ihm. Aber mittlerweile kannte sie die Spielregeln und hatte schon nach zwei, drei Tagen jeden Gedanken an ihn fachm├Ąnnisch aus ihrem Kopf verscheucht.
Das Meer war nun so ruhig geworden, das sie aufstand und sich ihm n├Ąherte. Sie kniete sich hin, um das Wasser an ihren H├Ąnden zu sp├╝ren.
Diesmal hatte er sich gemeldet. Er wollte sie wiedersehen, hatte er ihr geschrieben.
Sie hob ihren Kopf und schaute hoch, schloss dann aber doch die Augen, um nicht zu stark zu versinken.
Diesmal sah sie keine Chance mehr, ihn aus ihren Gedanken zu verscheuchen. Und das machte ihr Angst. Zu gut kannte sie das Gef├╝hl, von ihm weg gesto├čen zu werden. Zu sehr k├Ânnten sie dieses Mal die Wunden zeichnen.
Sie setzte sich wieder zur├╝ck in den Windschatten des Strandkorbes.
Sie wollte von ihm mitgerissen werden, k├Ąmpfte aber gegen ihn an.
Sie hatte Angst, weil er sie wollte.

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annabelle g.
Guest
Registriert: Not Yet

liebes tinchen,

ich habe deinen text unten sehr genau gelesen. ich habe es ja bereits schon einmal gemacht, ich wei├č nicht, ob du schon mal in den foren gebl├Ąttert hast, aber hier gibt es noch die schreibwerkstatt, die im allgemeinen lebendiger ist als die einzelnen foren, weil man sich dort mit allen m├Âglichen textfragen melden kann. die textarbeit da macht eigentlich sehr viel spa├č und man kann absatz f├╝r absatz arbeiten.

sch├Âne gr├╝├če, annabelle


Obwohl der Wind ihr fast die Luft zum Atmen nahm, k├Ąmpfte sie weiter gegen ihn an, um ihren Platz zu finden. Fast Zornig schlug sie den Kragen ihres schwarzen Mantels etwas h├Âher hoch, ein kragen hat meistens nicht mehrere teile, damit die Spuren der K├Ąlte sich nicht noch tiefer in ihrem ger├Âtetem Gesicht abzeichneten.
Als sie ├╝ber die Wiese lief, hin zu ihrem Ziel, sah sie keine Menschenseele. Nur in der Ferne machten ihre Augen zwei Gestalten aus, die aber mehr wie Spielb├Ąlle des Windes wirkten.
Angekommen nutzte sie ihre Wut, um einen im Sommer vergessenen Strandkorb zu wenden besser „umdrehen“ einfacher schreiben und setzte sich dann davor, um so etwas Schutz vor den gewaltigen Winden zu erhaschen um sich vor dem Wind zu sch├╝tzen, einfacher schreiben.
au├čerdem braucht man keine wut, um einen Strandkorb umzudrehen.
Erst als sie endlich sa├č, wagte sie einen Blick worauf? auf das Meer.
Vor ihr lag das Meer. Unendliche Weit, st├╝rmisch komma wie ein zorniger Gigant. Vor ihr nur Sand, der nun aber im Gegensatz des hellen Gelb der Sommersonnenstrahlen, komma weg wirkte wie eine farblose Best├Ątigung ihrer Wut. dieses bild stimmt nicht
Sie schloss die Augen und versuchte ihren Atem zu beruhigen ruhiger zu atmen, einfacher schreiben, in dem sie das Meer anschaute und tief einatmete. wiederholungWas folgte, waren aber nur Seufzer, gefolgt von einem Schluchzer, der sich nicht mehr unterdr├╝cken lie├č.
Zu lange hatte sie alles unterdr├╝ckt. Was alles war? kapiere ich nicht Sie lacht innerlich zynisch bitter auf. Eigentlich war er alles. Eigentlich war er aber auch nichts.
Alles war HAT angefangen .... nur drei statt vier punkte Wann eigentlich? Sie erinnerte sich an den Sommer und an die Kirmes in ihrem Ort. Aber mehr noch erinnerte sie sich an die erste Begegnung mit ihm.
Kein Knall, keine Explosion der Gef├╝hle. Nein, das nicht. f├╝llsatz Aber ein Funke, zwar f├╝llwort klein und unsicher, aber ein Funke.
Sie strich sich ihre eine, sonst hast du keinen haarschopf widerspenstige Str├Ąhne, die vom Wind des wilden Meeres aufgewirbelt wurde, hinter das Ohr, hielt dann in der Bewegung inne.
Sie sch├╝ttelte den Kopf, um die Erinnerung an diese Bewegung aus ihrem Kopf zu verscheuchen. einen satz weniger bringen Er hatte ihr die Haare aus dem Gesicht gestrichen, am n├Ąchsten Morgen, als sie zusammen in ihrem Bett erwacht waren. das war jetzt gut, weil du mal was AUSL├äSST und das einen ├╝berraschenden moment f├╝r den leser hat
Sie wollte nicht mehr daran denken, am besten den ganzen Morgen, der doch so anders war als es f├╝r eine kleine Geschichte zwischendurch – wie sie ihrer Freundin sp├Ąter berichten sollte – passte. Sie hatte sich an ihn gelehnt, und er hatte sie sanft gestreichelt und war nicht gegangen. Hatte nicht wortlos den Raum, ihr Leben verlassen.
Sie st├╝tzte ihre Ellenbogen in den Sand, um ihren Kopf, der vor lauter Gedanken an ihn so schwer war, zu st├╝tzen. sehr umst├Ąndlich
Ihr Atem Sie beruhigte sich wieder, als sie an die Zeit danach dachte. Sie schaute verst├Ąndnislos zum Himmel hoch. Sie hatte ihn doch schon fast vergessen gehabt, ihm seinen Platz in ihrer Vergangenheit zugewiesen.
Ihre Lippen verzogen sich zu einem fast nicht erkennbaren d├╝nnen Strich, als sie ihren Blick wieder auf die st├╝rmische See richtete. So wie die Wellen miteinander k├Ąmpften, versuchte sie sich unter Kontrolle zu halten, als sie ihm dann Monate sp├Ąter doch wieder begegnete.
Nat├╝rlich sahen sie sich an dem Abend, bevor sie f├╝r vier Wochen vereisen wollte wieder.
Sie fing an zu l├Ącheln: Aber eigentlich hatte sie doch Gl├╝ck gehabt an diesem Abend. Er hatte sie nur zum Abschied kurz gek├╝sst.
Das sie die n├Ąchsten vier Wochen st├Ąndig ├╝ber diesen kleinen Kuss nachdachte, hatte er ja nicht bemerkt.
Das, wiederholung sie nun am liebsten aufgestanden w├Ąre, um sich dem Get├Âse des Meeres mit voller Stimme entgegen zu stellen, bemerkte er auch nicht.
Sie zog ihre Beine enger an ihren K├Ârper. Wieder hatte sie danach monatelang nichts von ihm gesehen, nichts von ihm geh├Ârt. wirrer absatz
Und dann war er wieder da, wie aus dem Nichts. Zog sie an sich und k├╝sste sie. Ihre Augen blickten traurig auf das Meer, das langsam ruhiger wurde, fast als h├Ątten die Wellen den Kampf aufgegeben. wirrer absatz
Auch als sie am Morgen danach wonach, die geschichte ist dir entglitten alleine aufgewacht hatte, waren ihre Gedanken nur bei ihm. Aber mittlerweile kannte sie die Spielregeln und hatte schon nach zwei, drei Tagen jeden Gedanken an ihn fachm├Ąnnisch ???????aus ihrem Kopf verscheucht.
Das Meer war nun so ruhig geworden das kann nicht sein, eben toste es noch, das sie aufstand und sich ihm n├Ąherte. Sie kniete sich hin, um das Wasser an ihren H├Ąnden zu sp├╝ren. umst├Ąndlich
Diesmal hatte er sich gemeldet. Er wollte sie wiedersehen, hatte er ihr geschrieben.
Sie hob ihren Kopf und schaute hoch, schloss dann aber doch die Augen, um nicht zu stark zu versinken. im sand?
Diesmal sah sie keine Chance mehr, ihn aus ihren Gedanken zu verscheuchen. Und das machte ihr Angst. Zu gut kannte sie das Gef├╝hl, von ihm weg gesto├čen zu werden. Zu sehr k├Ânnten sie dieses Mal die Wunden zeichnen. ???
Sie setzte sich wieder zur├╝ck in den Windschatten des Strandkorbes.
Sie wollte von ihm mitgerissen werden, k├Ąmpfte aber gegen ihn an.
Sie hatte Angst, weil er sie wollte.

also besonders stark ist der schluss nicht ...

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zeitsucht
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2002

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Kommentare: 4
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Hm, also - abgesehen davon, dass ich mit diesen gesamtkorrekturen immer leichte probleme habe- folgendes:

wenn man korrigiert, dann bitte mit dem wissen, daSS man dass so schreibt, nicht?

und was bitte spricht gegen eine wiederholung?

dass....

dass....

sowas nennt man stilistisches mittel.

durch diese akribische textzerfledderung k├Ânnen nat├╝rlich viele hilfen gegeben werden, texte k├Ânnen aber leider auch (nicht in diesem fall) entfremdet werden.

der text an sich konnte mich auch nicht ├╝berzeugen.
zu glatt, es fehlen wallungen, der ├╝berraschungsmoment, die verfasserische frische.
__________________
pb

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annabelle g.
Guest
Registriert: Not Yet

liebe zeitsucht, da hast du nun mehr platz der kritik der kritik gewidmet als der kritik.
nat├╝rlich wird der text so NICHT entfremdet, denn die idee ist nicht, den ursprungstext MIT dem hineingeschriebenen neu zu ver├Âffentlichen.
aber was sind wallungen?

annabelle

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