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Leselupe.de > Kurzprosa
Anna in der Mongolei
Eingestellt am 12. 11. 2008 11:58


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Christoph Sturm
Festzeitungsschreiber
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Entscheidungen kann man bereuen.
Die Entscheidung in die Mongolei zu gehen, wo der scharfe Wind der Steppe, ihr in diesem Moment die Tr├Ąnen in die Augen trieb, wollte sie aber noch nicht als Fehler abstempeln.
Ihr Auftrag sollte nicht unerf├╝llt, das Kaschmir nicht hier liegen bleiben. Das K├╝hlwasser des Jeeps zischte, die hochgeklappte K├╝hlerhaube klapperte, von B├Âen unsanft ber├╝hrt und gesch├╝ttelt.
Anna zog das Halstuch, welches bis auf ihre Augen nichts von ihrem Gesicht frei lie├č, noch fester zu. Sie versuchte den Horizont zu mustern, w├Ąhrend Sandk├Ârner mit hohem Tempo in Richtung ihrer Augen getrieben wurden. Dieser Wind hatte kein anderes Attribut als verflucht verdient.

Wie konnte soviel schief gehen, war das noch ein Zufall oder zog da eine unbekannte Macht an den Registern und f├╝gte der Musik ihrer Mission so durchtrieben unsch├Âne Misst├Âne hinzu.
Alles war doch so gut geplant und vorbereitet gewesen. Schon auf dem Hinflug aus Hannover hatte sie an die Zeit nach dem Auftrag gedacht, der verdiente Sonderurlaub f├╝r diese Mission, die sich ihr erst am Mittwoch, dem 5. M├Ąrz, offenbart hatte. Jetzt ging es auf den 1. April zu und dieser Wind sorgte f├╝r den pfeifenden Soundtrack dieses verfr├╝hten Aprilscherzes.

Wo waren nur die Ersatzbatterien, das Satellitentelefon streikte. Anna atmete tief durch, nachdem sie sich wieder in den Range Rover gesetzt hatte. Das alles hatten die Theoretiker in Niedersachsen nicht vorausgesehen. Eine B├Âe schnalzte gegen die Beifahrert├╝r, wie die w├╝tende Widerrede eines besoffenen Lebensk├╝nstlers, der sich in seiner kreativen Freiheit bedroht f├╝hlt. Der Tank war hin├╝ber, von Kugeln durchl├Âchert, ausgelaufen und trocken, wie ihre Kehle. Schlimmer als der Durst war aber die ohnm├Ąchtige Wut, die sich auch in ihrem zornigen Blick spiegelte. In der Mongolei gab es anscheinend ein paar Personen, die Anna noch kennen lernen mussten. Sie dachte dabei nicht an ihre charmante Seite.

--------------------------------------------------------------

Merkw├╝rdige Bl├╝ten treibt die Fantasie, wenn ich mit Anna kommuniziere. Soweit mir und vermutlich auch allen anderen bekannt ist, die sie kennen, ist sie Studentin und keine Geheimagentin. Doch Muse wie sie sein kann, flossen diese mit den Augen zwinkernden Zeilen unaufhaltsam heraus, als sie von ihrer vom Studium bedingten Exkursion in die Mongolei berichtete. Spontan, unbedarft und nachtr├Ąglich noch mit drei bis vier W├Ârtern ausgeschm├╝ckt, liegt er jetzt hier der Text und ich seh mich nicht in der Lage, in einfach zu verwerfen, nachdem mir die junge Frau, diese Bilder in den Kopf gezaubert hatte.

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Retep
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Hallo Christoph,

dein Text macht mich ratlos, ich verstehe ihn nicht, wei├č nicht, was du dem Leser eigentlich mitteilen willst.
Als ich dann noch las, dass du deine Geschichte urspr├╝nglich in "Humor & Satire" eingeordnet hattest, verwirrte mich das noch mehr.

Was ich vielleicht ├Ąndern w├╝rde, was mir unklar ist:

Entscheidungen kann man bereuen.
Die Entscheidung in die Mongolei zu gehen, wo der scharfe Wind der Steppe, ihr in diesem Moment die Tr├Ąnen in die Augen trieb, wollte sie aber noch nicht als Fehler abstempeln.
Ihr Auftrag sollte nicht unerf├╝llt, das Kaschmir nicht hier liegen bleiben.
- Verstehe ich nicht.

Das K├╝hlwasser des Jeeps zischte, die hochgeklappte K├╝hlerhaube klapperte,(Komma?) von B├Âen unsanft ber├╝hrt und gesch├╝ttelt.
Anna zog das Halstuch, welches bis auf ihre Augen nichts von ihrem Gesicht frei lie├č, noch fester zu. Sie versuchte den Horizont zu mustern, w├Ąhrend Sandk├Ârner mit hohem Tempo in Richtung ihrer Augen getrieben wurden. Dieser Wind hatte kein anderes Attribut als verflucht verdient.

Wie konnte soviel schief gehen, war das noch ein Zufall oder zog da eine unbekannte Macht an den Registern und f├╝gte der Musik ihrer Mission so durchtrieben unsch├Âne Misst├Âne hinzu.
- du hast bisher in einer einfachen, n├╝chternen Sprache erz├Ąhlt, und dann kommt das?

Alles war doch so gut geplant und vorbereitet gewesen. Schon auf dem Hinflug aus (von) Hannover hatte sie an die Zeit nach dem Auftrag gedacht, der (an den?) verdiente Sonderurlaub f├╝r diese Mission, die sich ihr erst am Mittwoch, dem 5. M├Ąrz, offenbart hatte.
- die Mission hat sich nicht "offenbart", sie ist ihr "offenbart" worden. Das Wort "offenbart" klingt f├╝r mich hier ziemlich pathetisch.

Jetzt ging es auf den 1. April zu und dieser Wind sorgte f├╝r den pfeifenden Soundtrack dieses verfr├╝hten Aprilscherzes.

Wo waren nur die Ersatzbatterien, das Satellitentelefon streikte.
- Anna ist wohl Geheimagentin, Profi?, kann mir nicht vorstellen, dass sie nicht wei├č, wo die Ersatzbatterien sind.

Anna atmete tief durch, nachdem sie sich wieder in den Range Rover gesetzt hatte. Das alles hatten die Theoretiker in Niedersachsen nicht vorausgesehen.

Eine B├Âe schnalzte gegen die Beifahrert├╝r, wie die w├╝tende Widerrede eines besoffenen Lebensk├╝nstlers, der sich in seiner kreativen Freiheit bedroht f├╝hlt.
- Dass eine B├Âe schnalzt, kann ich mir nur schwer vorstellen, bin schon im Jeep durch W├╝sten gefahren. Die Metapher (besoffener lebensk├╝nstler)finde ich nicht gelungen.


Der Tank war hin├╝ber, von Kugeln durchl├Âchert, ausgelaufen und trocken, wie ihre Kehle.
- Ihre Kehle mag ja trocken sein, aber "ausgelaufen"?

Schlimmer als der Durst war aber die ohnm├Ąchtige Wut, die sich auch in ihrem zornigen Blick spiegelte. In der Mongolei gab es anscheinend ein paar Personen, die Anna noch kennen lernen mussten. Sie dachte dabei nicht an ihre charmante Seite.

--------------------------------------------------------------

Merkw├╝rdige Bl├╝ten treibt die Fantasie, wenn ich mit Anna kommuniziere. Soweit mir und vermutlich auch allen anderen bekannt ist, die sie kennen, ist sie Studentin und keine Geheimagentin.

Doch Muse wie sie sein kann, flossen diese mit den Augen zwinkernden Zeilen unaufhaltsam heraus, als sie von ihrer vom Studium bedingten Exkursion in die Mongolei berichtete.
- Anders formulieren?

Spontan, unbedarft und nachtr├Ąglich noch mit drei bis vier W├Ârtern ausgeschm├╝ckt,

liegt er jetzt hier der Text
- warum nicht: liegt der Text jetzt hier ?

und ich seh mich nicht in der Lage, in einfach zu verwerfen, nachdem mir die junge Frau, diese Bilder in den Kopf gezaubert hatte.

- welche Bilder?


Schau mal, ob du mit meinen Anmerkungen etwas anfangen kannst.

Gru├č

Retep

P.S.: Es liegt nicht immer am Autor, wenn ein Text nicht verstanden wird!

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Christoph Sturm
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Hallo Retep!

Deine Kritik an den ungenauen Metaphern sehe ich ein, besonders die "schnalzende B├Âe", und die "ausgelaufene Kehle" haben mich gerade selber sehr ge├Ąrgert. In jedem Falle habe ich mich gewundert, da├č ich das so, falsch formulieren, beziehungsweise ├╝berlesen konnte.

Der unsaubere Wechsel zwischen N├╝chternheit, Pathos und ausgeschm├╝ckter Sprache ist durchaus beabsichtigt, da dieser Text nur spontane, albern anmutende "Bilder", beschreiben sollte, welche f├╝r mich pers├Ânlich aber am├╝sant waren.
(Deswegen mein anf├Ąnglicher Schritt in die Humor und Satire Rubrik).

An diesem Text gibt es nicht viel zu verstehen und so h├Ątte ich ihn vielleicht auch zur eigenen Belustigung f├╝r mich(und f├╝r Anna ;-]), zur├╝ckhalten sollen.

Ich merke auch gerade, da├č die kurze Erl├Ąuterung am Ende zu kurz ist und eine l├Ąngere f├╝r dieses Geschreibsel, f├╝r den Leser auch nicht interessant ist.

├ťberlegend, ob er den Text wieder entfernt und in Zukunft lieber mal seine angefangenen und ernsteren St├╝cke zu Ende bringt,
gr├╝├čt Christoph

ps: der "besoffene Lebensk├╝nstler" ist eine kleine ironische Selbstreferenz, die wahrscheinlich wieder eher f├╝r den, mit Hintergrundwissen ausgestatteten Autor, lustig ist und nicht f├╝r den Leser, den der Autor wahrscheinlich mit diesem spontanen, konfusen Werk in der mongolischen W├╝ste allein gelassen hat.





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Retep
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Hallo Christoph,


-

quote:
Deine Kritik an den ungenauen Metaphern sehe ich ein, besonders die "schnalzende B├Âe", und die "ausgelaufene Kehle" haben mich gerade selber sehr ge├Ąrgert. In jedem Falle habe ich mich gewundert, da├č ich das so, falsch formulieren, beziehungsweise ├╝berlesen konnte.

Das passiert mir auch oft, sehe Ungereimtheiten an eigenen Texten nicht, wundere mich dann, was ich alles ├╝bersehen habe. Es existiert wohl eine Art "Betriebsblindheit".

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quote:
Der unsaubere Wechsel zwischen N├╝chternheit, Pathos und ausgeschm├╝ckter Sprache ist durchaus beabsichtigt, da dieser Text nur spontane, albern anmutende "Bilder", beschreiben sollte, welche f├╝r mich pers├Ânlich aber am├╝sant waren.
(Deswegen mein anf├Ąnglicher Schritt in die Humor und Satire Rubrik).

Verstehe jetzt den Wechsel zwischen Pathos und N├╝chterheit, denke, dass man das machen kann.
Dass f├╝r den Autor ein Text am├╝sant ist, f├╝r manche Leser nicht, kenne ich auch, habe da meine Erfahrungen mit eigenen Texten gemacht.

quote:
-├ťberlegend, ob er den Text wieder entfernt und in Zukunft lieber mal seine angefangenen und ernsteren St├╝cke zu Ende bringt,

Auf gar keinen Fall, lass dich nicht durch irgendwelche Kommentare entmutigen. (ich schlie├če da meinen Kommentar ein!)
Das ist deine Geschichte, dein Stil!

Gru├č

Retep

P.S.: Es liegt nicht immer am Autor, wenn ein Text nicht verstanden wird!!!


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