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Leselupe.de > Kurzprosa
Anonymer Hass
Eingestellt am 24. 08. 2006 12:25


Autor
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amateurschreiberling
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2006

Werke: 4
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Anonymer Hass

Der fr├Âhliche Junge h├Ąlt ein Spielzeuggewehr in der Hand.
Euphorie-Sie spielen Krieg. Einem fehlt ein Bein. Granaten ├╝berall. Seine Mutter zu Hause mit dem Kind ver├Ąngstigt in der dunklen Ecke. Razzia. Tr├Ąnen und einsame Verzweiflungsschreie f├╝llen den zerbombten Ruinenbau. Skrupellose anonyme Gewalt. Ihren ├Ąltesten Sohn wird sie nie wieder sehen. Erst zwanzig ungl├╝ckliche Jahre alt. Nun liegt sein lebloser K├Ârper-unerkannt-neben duzenten anderen. \"In Deckung!\" - seine letzten Worte, als er unter dem Bombenhagel sein kurzes Leben in Sekundenschnelle an sich vorbeirasen sieht. Es kann, es darf noch nicth vorbei sein. Gedankengewitter. Mit letzter Kraft wirft sich der Verwundete sch├╝tzend auf den Jungen in Uniform neben ihm. Gedankenstillstand. Die Erde bebt. Tonlos. Schwarze W├Ąrme.
Sein M├Ârder unwissend, unber├╝hrt.
In den toten Augen: Liebe und Hass.
Was bleibt: die Frage \"Warum?\"

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Melusine
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo amateurschreiberling,

ich kann deinen kleinen Text zwar emotional gut nachempfinden, aber sprachlich k├Ânntest du das sicher ohne gro├če M├╝he noch etwas besser hinkriegen. Rechtschreibfehler ("duzenten") oder Tippfehler ("nicth") sollte dein Textverarbeitungsprogramm problemlos finden. Die Formulierungen erscheinen mir teilweise noch verbesserungsf├Ąhig, aber nichts Tragisches.

Die abgehackten Wort- und Satzfetzen passen meiner Meinung nach gut zum Thema.

Was mir als merkw├╝rdig auffiel: "In den toten Augen: Liebe und Hass." - Wie k├Ânnen tote Augen noch Gef├╝hle ausdr├╝cken?

Nur mal so ein paar Gedanken dazu - und willkommen in der Leselupe!

Liebe Gr├╝├če
Mel

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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

der titel gef├Ąllt mir sehr gut, weil er ins schwarze
trifft.
der schreibstil war nicht so mein ding.

bon.

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amateurschreiberling
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2006

Werke: 4
Kommentare: 6
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Vielen Dank f├╝r die ehrliche Kritik.
Dann werde ich mir ab sofort nat├╝rlich mehr M├╝he geben, Rechtschreib-oder Tippfehler zu vermeiden.
Allerdings kann ich nicht garantieren, dass ich meine Ausdrucksart so einfach verbessern kann!
Die Worte: "In den toten Augen: Liebe und Hass" sollten nur ausdr├╝cken, dass Menschen gezwungen werden, im Krieg ihr Leben zu riskieren. Auf der einen Seite bleibt nat├╝rlich die Liebe zur Familie, zu den Mitk├Ąmpfern, auf der anderen Seite entsteht gleichzeitig und vermutlich auch ungewollt Hass auf den "Feind", den man pl├Âtzlich hassen MUSS, um ├╝berleben zu k├Ânnen und um zu verkraften, dass man selbst gegen seinen "Feind" zum M├Ârder wird. Die Formulierung sollte also zeigen, dass der junge Mann stirbt und sich dabei zwischen zwei Welten befindet- die der Liebe und die des Hasses.
Ob tote Augen das tats├Ąchlich ausdr├╝cken k├Ânnen, kann ich nicht beurteilen, ich denke aber, dass dies ohnehin keine gro├če Rolle spielt in diesem Zusammenhang.

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Melusine
Guest
Registriert: Not Yet

Hi,
ja, ich dachte mir, dass du mit den toten Augen ungef├Ąhr das sagen wolltest, trotzdem scheint mir die Formulierung nicht besonders gegl├╝ckt und - oh ja, ich finde schon, dass Formulierungen beim Schreiben eine Rolle spielen. Auch wenn die toten Augen als Metapher gemeint sind, sollte diese Metapher doch stimmig sein.

Aber lass dich nicht irritieren - das ist ja nur eine (n├Ąmlich meine individuelle) Meinung. Warte erst einmal ab, vielleicht sehen andere Leser das ja ganz anders.

Aus dem, was du in deinem Kommentar sagst, schlie├če ich, dass du wahrscheinlich noch nicht sehr viel geschrieben hast. Keine Sorge, mit der Zeit f├Ąllt dir das immer leichter und deine Ausdrucksweise wird sich fast automatisch verbessern. Schreiben ist n├Ąmlich unter anderem ├ťbungssache.

LG Mel

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