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Leselupe.de > Ungereimtes
Anruf
Eingestellt am 20. 10. 2008 20:25


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Vera-Lena
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Anruf

In die Reiche der Himmel
rufst du mich hinein
mit Leuchtbuchstaben
aus deiner Herzmitte.

Freudenfeuer sind angez├╝ndet
f├╝r meine Heimkehr.

Das Sternengewand
liegt ausgebreitet.

Vertrauensvoll setze ich
einen Fu├č auf den Regenbogen
und trachte danach,
in die H├Âhe zu gelangen,
das Weltengep├Ąck
in all meinen Zellen,
ein friedloses Hindernis,
das ich noch nicht
zu bes├Ąnftigen wei├č.

Doch du
erwartest mich.








__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Version vom 20. 10. 2008 20:25
Version vom 21. 10. 2008 20:57

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

500? Jessesmaria.

Ich eile herbei, meine Sch├Âne!

Der Text l├Ąsst durchaus (auch) eine sehr diesseitige Lesart zu. Denn immerhin ist es ja m├Âglich, dass ein irdischer Geliebter ruft, mit seinen Gedichten n├Ąmlich, aus der Herzmitte heraus. - Ein wenig erinnert mich der Text an das Hohe Lied *l├Ąchelt.

Mir gef├Ąllt das Werk, wie eigentlich alle deine Texte. Du verkn├╝pfst Professionalit├Ąt mit einer ruhigen Sprache, die meistens auf den Punkt trifft.

Diesmal habe ich jedoch etwas zu meckern (trotz 500!) Die Verse:

quote:
in allen meinen Zellen,
ein klapperndes Hindernis,


missfallen mir. K├Ânnen denn Zellen klappern? Und:

Aber Doch du
erwartest mich


klingt mir pers├Ânlich sch├Âner.

Gratulierende Gr├╝├če
Heidrun

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Vera-Lena
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Liebe Heidrun,

wie lieb von Dir, dass Du Dich ├╝ber diesen Text erbarmst und ihn unter die Lupe nimmst.

Also die Zellen klappern nat├╝rlich nicht, sondern in den Zellen klappert das Weltengep├Ąck, das sie mit sich herumschleppen.

Das Doch du klingt in der Tat ├╝berzeugender, weil in nur einer Silbe statt zweien mehr Kraft steckt.

Ja, Du hast Recht, der Text l├Ąsst sich auch ganz irdisch betrachtet verstehen.

Dann m├╝sste man das Weltengep├Ąck so interpretieren, dass da noch Unerledigtes, Altes zwischen dem rufenden Du und dem gerne dem Ruf folgenden Lyri steht.

Ich werde das klapperndes obgleich ich es als sehr zutreffend empfinde, gegen "friedloses" austauschen.

Aber zu diesem einen Wort w├╝rden mich auch noch Meinungen anderer Leser interessieren.

Herzlichen Dank f├╝r Deinen Kommentar, liebe Heidrun, und liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


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Joh
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Hallo Vera-Lena,

zuerst einmal auch von mir einen Gl├╝ckwunsch!

In der zweiten Version kann ich Dein Gedicht sehr gut annehmen(obwohl ich nicht gl├Ąubig bin), diese Mischung aus tief empfundener Freude und dem Wissen um die Menschlichkeit, dem Rest von Zweifel ohne Furcht ist es, der die Zeilen f├╝r mich glaubhaft und nicht aufgesetzt macht.

liebe Gr├╝├če, Johanna

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Vera-Lena
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Liebe Johanna,

ja so ist es gemeint. Ich danke Dir, dass Du mir auch Auskunft gibst dar├╝ber, dass Dir die ├╝berarbeitete Version besser gef├Ąllt. Dann lasse ich das jetzt so stehen.

Auf Gl├╝ckw├╝nsche nur wegen der Zahl 500 war ich jetzt gar nicht gefasst, obgleich ich die nat├╝rlich provoziert habe *peinlich*
Dennoch Dir und Heidrun meinen Dank!

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


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Iphi
Guest
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Liebe Vera-Lena,

500! Da gratuliere ich und meine, Du hast schon viel 'Weltengep├Ąck' bearbeitet, sortiert und eingeordnet.
Dein Gedicht empfinde ich als Schwellengedicht, wie es wohl ab einem gewissen Alter gar nicht anders zu lesen ist. Nichts gesch├Ântes und voller Hoffnung.
Auch ich hab mir ├╝ber das 'friedlos' Gedanken gemacht, weil ich da stolperte. Schon mit einem Fuss auf dem 'Regenbogen' w├╝rde ich 'friedlos' ganz streichen und mit der Freude und Gelassenheit einfach schreiben:

das Weltengep├Ąck
in allen meinen Zellen,**
ein letztes Hindernis,
das ich noch nicht
zu bes├Ąnftigen wei├č.

(allen und Zellen)

Oder:

das Weltengep├Ąck
in all meinen Zellen,
ein letztes Hindernis,
das ich noch nicht
zu bew├Ąltigen wei├č.

Weil, ich weiss nicht, ob man Hindernisse bes├Ąnftigen kann, es sei denn es ist ein wildes Tier.

Uiih, ich bin sehr unsicher, ob ich mich als 'Juniorin' so einmischen darf ...

Lieben Gruss,
Iphi



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Vera-Lena
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Liebe Iphi,

Dir steht es zu, jeden Text zu kommentieren.

Inhaltlich habe ich es aber nicht so gemeint, wie Du es liest und dadurch entstehen wahrscheinlich f├╝r Dich jetzt Probleme, den Text wahrzunehmen.

Es geht hier nicht darum, dass jemand diese Welt zu verlassen gedenkt, sondern es geht darum, die Ideale, welche von den Weltreligionen angestrebt werden zu verwirklichen, also dass der Mensch Tugenden entwickelt wie Liebe, G├╝te, Friedfertigkeit, Selbstbeherrschung usw, um sich trotz aller weltlichen M├╝hen und Beschwernisse dem G├Âttlichen, das ihn erwartet, immer besser anzun├Ąhern. So hatte ich es gemeint.

Will man es "irdisch" verstehen, wie Heidrun vorgeschlagen hatte, m├╝sste man es anders interpretieren. Aber das hatte ich ja weiter oben schon getan.

Das Weltengep├Ąck ist das Gegenteil der Tugenden, dass sind die Untugenden, die gew├Âhnlich sehr laut zu Worte kommen: Tu dies und tu das, lass dir nichts gefallen, hau auf den Putz! usw.
Ja, dieses Geschrei m├╝sste bes├Ąnftigt, also in Sanftmut umgewandelt werden.

Was mir aber gut gef├Ąllt, ist Dein Vorschlag "in all meinen Zellen". Es klingt fl├╝ssiger und ich ├╝bernehme es gern.

Danke f├╝r deine Interpretation und Deine Vorschl├Ąge!

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


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