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Leselupe.de > Ungereimtes
April
Eingestellt am 16. 04. 2010 19:56


Autor
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Bernd Patczowsky
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: May 2005

Werke: 69
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April

ÔÇ×Lass Fr├╝hling werdenÔÇť,
schrie ich den Schneeflocken entgegen.
Streitlustig
legten sie mir
ihre eisige Pracht
auf meine Zunge,
die nun doch lieber schweigt,
bis von selbst
Fr├╝hling wird.

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Venus
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Oct 2003

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Lieber Bernd,

Dieses Werk gef├Ąllt mir sehr.
Es ist sinngem├Ą├č wunderbar schl├╝ssig und federleicht zu m├Âgen. Wirklich sch├Ân finde ich den Schlussgedanken, welcher so herrlich aus den Sinnmomenten purzelt -

Bitte, darf ich dir die letzten beiden Zeilen noch einmal ans Herz legen. Aus rhythmischen Gr├╝nden w├╝rden - wie ich meine - noch wenige Silben fehlen.
Eine Flei├čaufgabe w├Ąre vielleicht auch ein Synonym f├╝r die Wortwiederholung " Fr├╝hling".

Mich t├Ąt es freuen, so du diesem Werk noch ein bisschen Aufmerksamkeit schenken k├Ânntest.

Nur Beispiel - und gar nicht ausgearbeitet - f├╝r den angemerkten Takt.

ÔÇ×Lass Fr├╝hling werdenÔÇť,
schrie ich in die Flocken
Streitlustig
legten sie mir
ihre eisige Pracht
auf meine Zunge,
die nun doch lieber schweigt,
bis es von selbst wieder
Bl├╝tezeit wird.


Herzliche Gr├╝├če,
Gabriele


PS:
Gestattest du mir bitte noch ein PS?
Grunds├Ątzlich freuen und vor allem locken mich stets "spannende" Titel. Doch dies ist wirklich nur meine subjektive Empfindung.

__________________
den wind im r├╝cken, sterb ich mich ein
in den gro├čpassat -
und lebe erst recht

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Estrella fugaz
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2010

Werke: 77
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Hallo Bernd

ich bin gleich an deinen Zeilen h├Ąngen geblieben, weil sie so viel aussagen.

Es w├╝rde mich echt freuen, wenn du den Vorschlag von VENUS annehmen w├╝rdest:

ÔÇ×Lass Fr├╝hling werdenÔÇť,
schrie ich in die Flocken

Streitlustig
legten sie mir
ihre eisige Pracht
auf meine Zunge,
die nun doch lieber schweigt,
bis es von selbst wieder
Bl├╝tezeit wird.

Lieben Gru├č,
Karin
__________________
Ich schlie├če meine Augen, um zu sehen. (Paul Gauguin)

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Pelikan
Guest
Registriert: Not Yet


Hallo, Bernd, obiges Werk ist f├╝r meine Lesart
ein Beziehungsgedicht. Schon der Titel spricht davon:
April=launisch im Wetter. Und viele Liebesbeziehungen sind
ebenso..."launisch" k├Ânnte man sagen. Da will der eine etwas erzwingen quasi, was im Moment im Empfinden des anderen nicht da ist. Mit Eisesk├Ąlte stellt man sich ihm entgegen, legt ihm Worte (gro├če Worte, m├Ąchtige Worte) in den Mund, dass ihm keine Widerworte mehr einfallen. Der "Schneeflocken Streuende"
will keine Harmonie (Sonne/Bl├╝ten) er will Streit, er will eine Beziehungspause, er ist auf Kampf geb├╝rstet.
Und die Gegenseite erkennt, dass man nichts erzwingen kann.
Dass es besser ist zu warten bis sich der Sturm gelegt
und der Schnee/das Eis getaut sind. Ja, Gef├╝hle lassen sich nicht nach Lust und Laune herstellen, sie brauchen Zeit
um wieder aufzublühen. Der Änderungsvorschlag klingt gut.
Vom Klang ist er sogar besser als der Ursprung.
Mir gef├Ąllt jedoch der Ursprung besser, weil dieses
"den Schneeflocken entgegen Schreien" (durch das entgegen)
Kraft demonstriert, Eigenwilligkeit. Das "in sie hinein
Schreien" ist sanfter, nachgiebiger. Hier fordert jemand mehr (Am Anfang der "Krise")bevor er sich ergibt
Aber letztendlich ist alles eine Ansichtssache, somit auch meine relativ. Doch das Gedicht gef├Ąllt mir sehr! So, oder so. Mit herzlichen Gr├╝├čen, Pelikan

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Bernd Patczowsky
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: May 2005

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Hallo Gabriele, hallo Pelikan, hallo Karin,

das freut mich, dass ihr euch dieses Gedichtes so intensiv angenommen habt. Es ist schon etwas ├Ąlter und ich habe es aber vor kurzem erst - recht unreflektiert - eingestellt.

Ich stimme Gabriele zu, ich werde an den letzten beiden Zeilen etwas ├Ąndern. Im Moment bin ich mir noch nicht so ganz sicher in welcher Form, da brauche ich noch etwas Zeit.
"schrie ich in die Flocken" - lyrisch besser, aber da wird für mich Gefühl raus genommen - auch wenn ich in der Analyse nicht so weit gehe wie Pelikan. Mein Gefühl damals - als ich das schrieb - war wirklich ein "entgegen", Ärger über den langen Winter (es war damals April und es schneite). Also ich denke, dass ich das lasse.

Pelikan: obwohl mir - von Berufs wegen - analyische Gedankenged├Ąnke im Beziehunsbereich vertraut sind, w├Ąre ich darauf nicht gekommen. Respekt f├╝r deine Analyse!!! Das ist - von dieser Seite her gesehen - wirklich ein Beziehungsgedicht. Und interessanterweise war ich damals beim Schreiben auch in einer schwierigen Beziehungsphase. Die Schneeflocken als Sinnbild f├╝r meine Beziehungsgef├╝hle? Im Nachhinein sieht es tats├Ąchlich so aus.

Karin und Rose: auch euch vielen Dank!
Ihr h├Ârt von mir

Liebe Gr├╝├če
Bernd

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