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Leselupe.de > Anonymus
Arbeitsfassung meiner neuen Erzählung
Eingestellt am 07. 09. 2006 10:33


Autor
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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Arbeitsfassung meiner neuen Erzählung

Ich möchte an dieser Stelle den fast fertigen Entwurf meiner neuen Erzählung vorstellen Sie – bzw „er“ der Entwurf – trägt den vorläufigen Titel: „Schicksals Wände“

Schicksals Wände

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Staatssicherheit findet nach den Wirren der Wände eine neue Tätigkeit als Kartenverkäufer in einem Provinzkino Er glaubt mit seiner Flucht aufs Land dem Schicksal vieler seiner Exkollegen entkommen zu können In der Dunkelheit des Zuschauerraumes während der Vorführung alter DEFA-Filme spürt er das erste Mal seit langer Zeit wieder so etwas wie innere Ruhe Frieden Er träumt von den guten alten Zeiten als er noch wer war und zwischen Vorgesetztem Klassenfeind und eigener Frau mehr oder weniger und manchmal gar nicht unterscheiden konnte
Hoffnung keimt in ihm auf noch einmal von vorn anfangen und sich eine neue Existenz in dem verdammten Kaff aufbauen zu können
Er macht eine verheißungsvolle Bekanntschaft es ist die Verkäuferin am Kinobüfett Er spendiert ihr eine Cola und tags darauf noch eine worauf er sich eines französischen Wortes zu erinnern versucht das für die Wiederkehr einer bereits erlebten Situation verwendet werden muss (Es fällt ihm nicht ein mir leider an dieser Stelle auch nicht aber ich werde nachschlagen und es unten ergänzen)
Nach der ersten Nacht gesteht er ihr seine dunkle Vergangenheit Daraufhin eröffnet sie dem schockierten Kartenverkäufer ebenfalls bei der Stasi gewesen und auf der Flucht vor jenen unberechenbar-hyänenhaften Bürgern zu sein die bis zur Wende immer brav das Maul hielten Die beiden fallen sich in die Arme wie alte Freunde obwohl sie sich noch nicht so lange kennen Gemeinsam suchen sie nach dem Wort für eine Situation die sie schon mal erlebten finden es leider auch jetzt nicht (ich habe es inzwischen gefunden ihr dürft gespannt sein es erwartet euch im Anhang)
Doch schon nach kurzer Zeit fällt ein dunkler Schatten auf das neue zarte Glück der beiden: Der Leiter des Kinos hat einen anonymen Hinweis bekommen um wen es sich bei den beiden handelt und versucht sie zu erpressen Natürlich will er Westgeld!
Verzweifelt fangen die beiden Verliebten an zu recherchieren Schließlich erkennen sie dass der Leiter des Kinos ein ehemaliger hoher Mitarbeiter der Stasi war sie erkennen ihn nämlich wieder obwohl sie ihn vor Jahrzehnten das letzte Mal sahen und drohen ihm nun ebenfalls
Während einer spärlich besuchten Kinovorstellung kommt es zur offenen Auseinandersetzung zwischen den ziemlich ähnlich strukturierten Antagonisten In dem Moment da sich alle drei klar werden dass sie sich nicht gegenseitig erpressen können ohne dass es auffällt wird das Kino von einer wütenden Menschenmenge gestürmt Der Filmvorführer der – aber das wissen die drei noch nicht – auch bei der Stasi war, aber nur als Pförtner, und der sich für seine Nullkarriere an allen möglichen Leuten zu rächen versucht, hatte nämlich absichtlich vergessen die Außenlautsprecher abzuschalten so dass alle in dem verdammten Provinznest mitbekommen haben wer in ihrem unscheinbaren langweiligen Kleinkino DDR- Kamellen spielt und scheinheilig Cola und altes Knabbergebäck verkauft Der Leiter des Kinos drückt verzweifelt seine Zigarette aus aber nicht richtig Alle drei flüchten vor der erbosten Menschenmenge quer über den Markt kommen aber nicht davon Eine Baustele für einen neuen Aldi-Markt, umgeben von Bau-Wänden, wird zum Hindernis
Sie werden von der aufgebrachten Menschenmenge am Stadtbrunnen umzingelt schließlich springen sie voller Verzweiflung in diesen hinein Inzwischen brennt das Kino ab die Flammen greifen über auf das elende Provinznest Leider ist auch die Feuerwehr nicht einsatzfähig die feiert nämlich gerade einen Fördermittelbescheid für neue Technik
Es kommt zu einer Katastrophe riesigen Ausmaßes
Der Filmvorführer hat in kühl-verruchter Kalkulation die Bundeswehr alarmiert Tornados nähern sich im Tiefflug und verwechseln die brennende Stadt mit dem geplanten Bombodrom, die Dramatik erfährt eine nie für möglich gehaltene Steigerung
Die Tornados bombardieren alles unter sich, treffen aber im Wesentlichen nur die Aldi-Baustelen-Wände
Die Drei im Brunnen überleben das Inferno es gelingt ihnen letztendlich doch die Flucht befreit springen sie über die niedergebombten Wände
Von einem hohen Felsen am Rande der Freiheit eines stillen Waldes schauen sie in die Ferne und sehen die rauchenden Trümmer ihrer qualmenden Ersatzwahlheimat
Gedanken über die Wände des Schicksals gehen ihnen durch den Kopf


Was haltet ihr davon? Ich muss darauf hinweisen, dass ein letzter Feinschliff noch aussteht. Ein paar Punkte und Kommas und solcher Kleinkram fehlen ebenfalls, desgleichen ein paar Fremd- und Fachworte, um den Text intellektuell aufzumotzen. Am besten, ich liefere die fehlenden Sachen an dieser Stelle gleich mal ab:

Satzzeichen:

......„,.„,..„„..„,!!!!? ?!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!„ .., ., , „, ,.........(......); ;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;......................................................................?

Fremd- und Fachworte:

Anale Phase, Kapitalismuskritik, Tschekà-wie, Traumsekwenz. Bautzener Senf, Spreewaldgurken, Stasischurken.


So, auf Anregungen und Kritik bin ich sehr gespannt!

A.


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Melusine
Guest
Registriert: Not Yet

Lach. Böse.
Da könnte sich glatt wer auf den Schlips getreten fühlen ... (oder wie nennt man das bei Damen? Damenkrawatte?)

Mel

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Melusine, was gibt es hier zu lachen?! Ich erhoffe mir konstruktive, kritische Beiträge. Ich habe lange an dieser Story gefeilt. Sie sollte so schlüssig wie möglich würgen.

A.

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Melusine
Guest
Registriert: Not Yet

Ups. Wo kommen bloß all die Fettnäpfe her? Platsch. Schon wieder einer.

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inken
Guest
Registriert: Not Yet

Dejavue - ist es das Wort?

Hallo A., glaubst du wirklich, dass das Thema noch jemanden
interessiert heute?

Die "Stasis" gab es immer und wird es immer geben als menschliche Spezies und sie sind immer langweilig, weil
machtgläubig und die, die sich über sie das Maul zerreißen eigentlich auch - thats all, i think - bitte nicht böse sein - liebe Grüße inken

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Inken, das Wort lautet: Tschekà-wie.

Sonst hast du natürlich Recht: Das Thema interessiert niemanden mehr, Stasis sind immer langweilig, Arbeitsfassungen auch.

lG

A.

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