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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Arbeitslosigkeit
Eingestellt am 28. 02. 2004 18:20


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strolch
???
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Arbeitslosigkeit

Arbeitslosigkeit ist eine feine Sache ÔÇô man bekommt Geld f├╝r Nichtstun.

Gut f├╝r einige mag dies zutreffen, aber die meisten Arbeitslosen leiden darunter. F├╝r sie ist dies ein sozialer Abstieg. Das Selbstwertgef├╝hl wird kleiner, irgendwann ist es so winzig, dass man es nicht versp├╝rt.

Ich war ├╝ber viele Jahre arbeitslos, oft war ich so weit unten, weil
das Gef├╝hl der Wertlosigkeit sich aufdr├Ąngte. Nat├╝rlich k├Ąmpfte ich gegen dieses Gef├╝hl an, aber unterschwellig ist es immer da gewesen.
Das Schlimme ist, dass darunter meine Partnerschaft gelitten hat.
Nicht, weil meine Partnerin mir Vorw├╝rfe machte, sondern weil ich es mir selbst vorwarf.
In den meisten F├Ąllen ist keiner selbst Schuld - arbeitslos zu sein.
Sie k├Ânnen es nicht beeinflussen.
Das Arbeitsamt oder Arbeitsagentur, wie es jetzt hei├čt ÔÇô ist nicht hilfreich, sondern zeigt dir - dass du ein nichts bist, eine Nummer. Nach Besuchen dort, war der Tag gelaufen, da war ich so unten, so mutlos.
Die Selbstzweifel zerfra├čen mich fast.
Ich habe versucht dagegen zu steuern, habe ein Fernstudium begonnen, einfach um gezwungen zu sein, etwas zu tun, das es gerade, dass Schreiben ist, ist kein Zufall.

Ich hatte Bewerbungen geschrieben und die erste Zeit Hoffnung auf positive Antworten. Aber es kamen nur Absagen, wenn ├╝berhaupt Antwort kam ÔÇô irgendwie war jede Absage ein Niederschlag und ich war an diesen Tagen, sehr schlecht drauf. Manchmal hab ich gesagt: ÔÇ×Es ist wie ein St├╝ck Sterben.ÔÇť
Irgendwann kam der Zeitpunkt, da hatte ich keine Hoffnung mehr auf positive Antwort, ich schrieb Bewerbungen einfach so.
Dann kam ein Anruf: ÔÇ× Frau Meyer wollen Sie Arbeit?ÔÇť
Welche Frage und welcher Anfang - ich hatte ein gutes Gef├╝hl!
Wir verabredeten einen Termin f├╝r ein Vorstellungsgespr├Ąch, dieses verlief harmonisch und mir wurde das Heim gezeigt.
Genau das war es, was ich immer wollte. Schlie├člich bin ich examinierte Altenpflegerin. Wir machten einen Termin f├╝r eine zweit├Ągige Hospitation aus.

Ich fuhr Freudestrahlend zur Agentur f├╝r Arbeit, um mich f├╝r die zwei Tage abzumelden. Da verlor ich schnell das Strahlen, es wurde von Sprachlosigkeit und Kopfsch├╝tteln ersetzt. Sie strichen mir f├╝r diese zwei Tage die Arbeitslosenhilfe.

Die Hospitation, war ein Erfolg - und man sagte: ÔÇ× Bis baldÔÇť
Es folgten 14 Tage Warten, bis der Anruf kam und ich gefragt wurde, ob ich ab 8.03. dort arbeiten wolle.

Ich will !!!


(c)b.meyer

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flammarion
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hallo,

bin mal mit m stift dr├╝bergerattert:

Arbeitslosigkeit

Arbeitsarbeitslosigkeit Arbeitslosigkeit (kein Komma) ist eine feine Sache, man bekommt Geld f├╝r Nichtstun.

Gut(Komma) f├╝r einige mag dies zutreffen, aber die meisten Arbeitslosen leiden darunter. F├╝r sie ist dies ein sozialer Abstieg. Das Selbstwertgef├╝hl wird kleiner, irgendwann ist es so winzig, das dass man es nicht (mehr) versp├╝rt.

Ich war ├╝ber viele Jahre arbeitslos, oft war ich so weit unten, weil das Gef├╝hl der Wertlosigkeit sich aufdr├Ąngte. Nat├╝rlich k├Ąmpfte ich gegen dieses Gef├╝hl an, aber unterschwellig ist es immer da gewesen.
Das Schlimme ist, dass darunter meine Partnerschaft gelitten hat.
Nicht, weil meine Partnerin mir Vorw├╝rfe machte, sondern weil ich es mir selbst vorwarft vorwarf.
In den meisten F├Ąllen ist keiner selbst Schuld - arbeitslos zu sein.
Sie k├Ânnen es nicht beeinflussen.
Das Arbeitsamt oder Arbeitsagentur, wie es jetzt hei├čt – ist nicht hilfreich, sondern zeigt dir - dass du ein nichts bist, eine Nummer. Nach Besuchen dort,(kein Komma) war der Tag gelaufen, da war ich so unten, so mutlos.
Die Selbstzweifel zerfra├čen mich fast.
Ich habe versucht(Komma) dagegen zu steuern, habe ein Fernstudium begonnen, einfach um gezwungen zu sein, etwas zu tun, das dass es gerade das Scheiben Schreiben ist, ist kein Zufall.

Ich hatte Bewerbungen geschrieben und die erste Zeit Hoffnung auf positive Antworten. Aber es kamen nur Absagen, wenn ├╝berhaupt Antwort kam – irgendwie war jede Absage ein Niederschlag und ich war an diesen Tagen,(kein Komma) sehr schlecht drauf. Manchmal hab ich gesagt: „ es Es ist wie ein St├╝ck Sterben.“
Irgendwann kam der Zeitpunkt, da hatte ich keine Hoffnung mehr auf positive Antwort, ich schrieb Bewerbungen einfach so.
Dann kam ein Anruf: „ Frau Meyer(Komma) wollen sie Sie Arbeit?“
Welche Frage und welcher Anfang - ich hatte ein gutes Gef├╝hl!
Wir verabredeten einen Termin f├╝r ein Vorstellungsgespr├Ąch, dieses verlief harmonisch und mir wurde das Heim gezeigt.
Genau das war es, was ich immer wollte. Schlie├člich bin ich examinierte Altenpflegerin. Wir machten einen Termin f├╝r eine zweit├Ągige Hospitation aus.

Ich fuhr Freudestrahlend freudestrahlend zur Agentur f├╝r Arbeit, um mich f├╝r die zwei Tage abzumelden. Da verlor ich schnell das Strahlen, es wurde von Sprachlosigkeit und Kopfsch├╝tteln ersetzt. Sie strichen mir f├╝r diese zwei Tage die Arbeitslosenhilfe.

Die Hospitation, (kein Komma) war ein Erfolg - und man sagte: „ bis Bis bald“
Es folgten 14 Tage Warten, bis der Anruf kam und ich gefragt wurde, ob ich ab 8.03.04 dort arbeiten wolle.

Ich will !!!







__________________
Old Icke

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IKT
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Registriert: Not Yet

Hallo Strolchilein, da hast Du Dir endlich den ganzen alten M├╝ll von der Seele geschrieben! Gut so.
Viel Spa├č bei der Arbeit und - vergi├č das Schreiben nicht ganz.
Liebe Gr├╝├če IKT

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strolch
???
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danke

Liebe OLD ICKE,

danke, ja da war ich echt ein wenig schnell. aber wie ines schrieb - mu├čte von der seele.
sch├Ânnes we
brigitte
__________________
"Ich will nicht, da├č Frauen Macht ├╝ber die M├Ąnner, sondern ├╝ber sich selbst erlangen."(Mary Wollstonecraft)

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strolch
???
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nein

hallo ines,
nein, vergesse ich nicht das schreiben, wird eher mehr und besser, denn - es ist schon ein sehr gutes gef├╝hl, wieder arbeiten zu k├Ânnen.
mein beruf schreit nach geschichten, nur ich mu├č ja verfremden wegen der schweigepflicht.

sehr sch├Ânes wochenende und sehr sch├Âne woche
brigitte
__________________
"Ich will nicht, da├č Frauen Macht ├╝ber die M├Ąnner, sondern ├╝ber sich selbst erlangen."(Mary Wollstonecraft)

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rilesi
Guest
Registriert: Not Yet

gratuliere!

dass du jetzt eine stelle hast. (bin auch erfahren im suchen von arbeit)... ich schrieb und schrieb bewerbungen, das komische ist, gerade als ich sie 'nur so' schrieb, kam neulich die anfrage. oh ja, wie ich wollte! was f├╝r eine erleichterung das doch ist zu sp├╝ren dass man nicht mehr so endlos weit weg ist von arbeitsm├Âglichkeiten.
nochmals gl├╝ckwunsch dir.
nette gr├╝sse von r.

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