Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92263
Momentan online:
441 Gäste und 14 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Aristoteles (Neufassung)
Eingestellt am 20. 08. 2009 04:54


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Retep
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jun 2008

Werke: 41
Kommentare: 607
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Retep eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Aristoteles


Ich schaute ihn mir genauer an:
Sein Kopf ĂŒber dem unrasierten Gesicht war kahl, nur hinten fielen einige fettige StrĂ€hnen grau gesprenkelten Haars bis fast auf den Kragen seines speckig glĂ€nzenden schwarzen Sakkos, das ĂŒberhaupt nicht zu der hellen, fadenscheinigen Tweedhose passte. Seine Manschetten waren ausgefranst und am Rande so schwarz wie seine FingernĂ€gel. Sein Alter konnte ich nur schwer einschĂ€tzen, etwa 50 bis 60 Jahre vermutete ich und gewaschen in anstĂ€ndiger Kleidung wĂŒrde er fast genau so aussehen wie ich.
Da saß er auf dem Boden vor einem Kaufhaus am Eingang, neben ihm ein kleiner Hund, eine Promenadenmischung, schwarz – weiß, kurzer Schwanz, ein Ohr hing, das andere stand.

Vor ihm ein Einkaufswagen aus einem Supermarkt, beladen mit TĂŒten, KleidungsstĂŒcken und einem Schlafsack. Alles abgedeckt mit einer durchsichtigen Plastikplane. Er hatte ein Buch in der Hand, „Aristoteles“ konnte ich auf dem Einband lesen.
Die Leute liefen vorbei, ab und zu warf jemand eine MĂŒnze in die Blechdose, die vor ihm stand.
Ich blieb lĂ€ngere Zeit vor ihm stehen, warf dann ein GeldstĂŒck in die BlechbĂŒchse und fragte ihn, ob er mitkommen wolle. Ich sei gerade allein, hĂ€tte ein Haus, wir könnten da zusammen etwas essen.
ZunĂ€chst zögerte er, schien ĂŒberrascht. Ob er den Hund mitnehmen könne, fragte er. Wir gingen ins Parkhaus, wo mein Auto stand, und luden alles ein. Der Hund legte sich auf dem RĂŒcksitz.
Ich fuhr in die Garage, wollte dann gleich mit ihm ins Haus gehen, aber er meinte, er mĂŒsse erst alles, was er habe, ausladen. Seine Sachen ließe er nie aus den Augen. Den Wagen stellte er im Hausflur ab, der Hund legte sich daneben.
Ob er sich frisch machen könne, fragte er. Ich zeigte ihm das Bad. Mir fiel ein, dass irgendwo noch ein Karton mit Kleidung herumstehen mĂŒsste. Meine Frau wollte ihn beim Roten Kreuz abgeben, hatte aber dann wohl keine Zeit mehr gehabt.
Ich fand ihn in der Garage, stellte ihn vor das Bad und rief: „Vor der TĂŒr steht ein Karton mit alten KleidungsstĂŒcken, vielleicht können Sie etwas davon gebrauchen“. Keine Antwort.
Wir saßen dann zusammen am KĂŒchentisch und aßen, Kartoffeln und GemĂŒse, dazu hatte ich Steaks gebraten. Eine Flasche mit spanischem Rotwein hatte ich aufgemacht. Er wollte keinen Wein, er trinke keinen Alkohol mehr, schon seit lĂ€ngerer Zeit. Leitungswasser wollte er, er sei daran gewöhnt, sagte er.
Der Mann hatte Hunger, griff krĂ€ftig zu, schaute mich öfter an und schĂŒttelte öfter den Kopf. Völlig verĂ€ndert sah er aus, hatte sich gewaschen und rasiert, meine abgelegten KleidungsstĂŒcke passten ihm.

„Warum haben Sie mich mitgenommen?“, fragte er nach einer Weile.
Ja, warum hatte ich ihn zu mir nach Hause eingeladen? Meine Frau war gerade mit einem Mann abgehauen, ich fĂŒhlte mich alleine. Mir war da eine besondere Idee gekommen. Ich sagte aber:
„Sie hatten ein Buch in der Hand, „ Aristoteles“, habe ich auf dem Einband gelesen.“
„Ja, das ist schon interessant, es geht da um einen Gottesbeweis. Haben Sie etwas von Aristoteles gelesen?“
Ich sah ihn ziemlich verblĂŒfft an.„Nur sehr wenig, ich habe kaum Ahnung von Philosophie. Sie hĂ€tte mich schon interessiert, aber ich hatte nie Zeit, mich damit zu beschĂ€ftigen.“

Wir hatten uns noch nicht vorgestellt.
„Heiner MĂŒller“, sagte ich, „ich arbeite bei einer großen Bank.“ Ich sagte ihm nicht, dass ich heute meinen Arbeitsplatz verloren hatte.
„Namen spielen fĂŒr mich keine Rolle mehr. Nennen sie mich, wie Sie wollen, Franz, Uwe, Gerd oder -“
„Dann werde ich Sie Aristoteles nennen“, sagte ich lachend.
Er nickte etwas erstaunt.

„Sie wollen sicher etwas mehr von mir wissen, warum ich Penner bin, wie es dazu gekommen ist. Daraufhin werden Leute wie ich im Allgemeinen angequatscht, das wollen „anstĂ€ndige“ Leute immer wissen. Da werden dann die tollsten MĂ€rchen erzĂ€hlt.“
„Mir brauchen sie nichts zu erzĂ€hlen, wenn sie nicht wollen, schon gar keine MĂ€rchen.“
„Na ja, wenn man ein anstĂ€ndiges Essen vorgesetzt bekommt, wenn man sich wieder einmal waschen kann, anstĂ€ndige Kleidung erhĂ€lt, dann ist man irgendwie verpflichtet. Im Leben gibt es nichts umsonst.“

Wir gingen zusammen ins Wohnzimmer, der Hund legte sich in eine Ecke, nachdem er die Reste des Essens aufgefressen hatte. Ich holte eine weitere Flasche Wein und einen Krug mit Leitungswasser fĂŒr Aristoteles, stellte alles auf den Couchtisch.
Aristoteles saß mir in einem Sessel gegenĂŒber.
„Obdachlose tragen an ihrem Schicksal selten die alleinige Verantwortung. Es ist oft ein Resultat tragischer Verkettungen: In schwierigen FamilienverhĂ€ltnissen aufgewachsen, psychische Erkrankungen wie Depressionen, Alkoholismus und Drogenkonsum. In Deutschland gibt es etwa 600 000 Wohnungslose.
Seit 15 Jahren bin ich schon unterwegs und immer noch nicht angekommen“, sagte er. „Das fing an, als meine Frau weglief. Ich will ihnen Einzelheiten ersparen, mich kurz fassen.“
Er machte eine Pause, setzte sich bequemer in den Sessel, trank einen Schluck Wasser und lehnte sich zurĂŒck. Dann sprach er weiter, ohne mich direkt anzusehen.
„Nach kurzer Zeit zitterten mir morgens schon die HĂ€nde, ich musste ein Glas Wein zu mir nehmen, spĂ€ter auch Schnaps, verlor dann meine Arbeit und meine Wohnung, war dann plötzlich auf der Straße."
Er hielt sein Glas mit beiden HÀnden fest umklammert und drehte es hin und her. Ich dachte, mir könnte es bald so Àhnlich ergehen.
„Mit viel Alkohol kam ich durch den ersten Winter, lernte Sachen zu organisieren, lernte, wo einem geholfen wurde, lernte auf der Straße zu ĂŒberleben."
Jetzt schaute er mich direkt an.
„Sie können sich das sicher nicht vorstellen, man lebt da draußen stĂ€ndig in Gefahr,
ĂŒberfallen und beraubt zu werden, Jugendliche, die selbst in Gefahr sind, einmal obdachlos zu werden, haben ihr Feindbild: der Penner. Aber das interessiert Sie wahrscheinlich gar nicht."
„Doch, doch, erzĂ€hlen Sie bitte weiter."
„Man kommt schnell völlig nach unten, hat kaum ein Chance da wieder wegzukommen. Man hört dann noch immer wieder, man sei ja selber schuld an allem, habe es letzthin nicht besser verdient. Schließlich glaubt man es selber."

Aristoteles stand auf, ging zum Fenster und schaute auf die Straße. Dann drehte er sich wieder um.
„Man wird abhĂ€ngig von staatlichen und kirchlichen Hilfsangeboten, man gewöhnt sich daran, man sieht keine andere Perspektive, man hat auch keine andere. Und vielleicht will man nach einiger Zeit auch keine andere haben."
Den letzten Satz hatte er ziemlich leise gesprochen.
„Ich brauche inzwischen nicht mehr, als ich da in dem Einkaufswagen habe. Ich brauche nichts mehr, auch keine soziale Anerkennung. Ich fĂŒhle mich freier als vorher. Ich will meine Ruhe haben. Ich glaube, das Leben ist wollen, möchten, sollen. MĂŒssen ist etwas ganz anderes.“
Die Lage von Aristoteles war sicher nicht beneidenswert, aber wenn ich meine Situation ĂŒberdachte, ging es mir nicht besser. Die Raten fĂŒrs Haus wĂŒrde ich nicht mehr bezahlen können.

Er stand auf und ließ den Hund raus, im Garten konnte er frei herumlaufen.
„Ich bin ziemlich viel herumgekommen. Ich mache meine Runde, einige Leute kennen mich, da bekomme ich etwas zu essen, kann manchmal auch bei ihnen schlafen, mich und meine WĂ€sche waschen. DafĂŒr arbeite ich dann ein bisschen, helfe den Leuten im Garten. FrĂŒher habe ich noch Arbeit gesucht, jetzt nicht mehr."
„Reicht denn das Geld, was sie von Leuten bekommen, fĂŒr notwendiges Essen?"
„Meistens schon, aber es gibt hier „SuppenkĂŒchen“, da kann auch etwas zu essen bekommen.“
„Und wo schlafen Sie?“
„Es gibt einen alten Friedhof in Prenzlau, da wird schon lange keiner mehr beerdigt. Aber den will man jetzt zu einem Parkplatz umfunktionieren.“
„Ja, den kenne ich. Was machen Sie im Winter?“
„Ich habe einen warmen Schlafsack. Kleidung erhalte ich vom Roten Kreuz und von der Caritas.“
„Ich las, dass der Staat eine billige Wohnung bezahlt...“
„Ja, aber das ist eher theoretisch, fĂŒr den genehmigten Preis bekomme ich hier keine Wohnung und ohne Wohnsitz auch keine Arbeit oder eine finanzielle UnterstĂŒtzung.
In einem Heim könnte ich unterkommen, aber das will ich nicht. Viele Obdachlose vermeiden die Not- und ÜbernachtungsunterkĂŒnfte, wollen sich nicht von der BĂŒrokratie gĂ€ngeln oder von den eigenen Kumpanen bestehlen lassen. Das Problem der Obdachlosigkeit ist schwer zu lösen.
Henry VIII hat es gelöst!“
„Wie denn?“
„Er hat viele Tausende Obdachlose aufhĂ€ngen lassen!“
Aristoteles hustete, hatte sich beim Trinken verschluckt. Ich nahm einen krÀftigen Schluck Wein zu mir.
„Ich bin meistens alleine. Auf der Straße gibt es keine Freundschaft, es geht ums Überleben."
Der Hund stand auf und kam zu ihm. Er streichelte ihn solange, bis er sich neben ihm auf den Boden legte.
„Manchmal wird es gefĂ€hrlich, ein Bekannter ist einmal mit Springerstiefeln zusammengetreten worden, musste ins Krankenhaus. Bisher bin ich klar gekommen.“
„Wie ist das, wenn Sie mal krank werden?“
„Neulich hatte ich starke Zahnschmerzen. Vom Sozialamt erhielt ich ein Schreiben fĂŒr eine provisorische Behandlung in einem Krankenhaus. Als ich dahin kam, wurde mir gesagt, provisorische Behandlungen seien hier nicht ĂŒblich. Es sei ja wohl auch nicht so dringend.“
„Ja und dann?“
Aristoteles goss sein Glas wieder voll, trank und stellte es auf den Tisch.
„In der Nacht bekam ich fĂŒrchterliche Schmerzen. Wenn ich gewusst hĂ€tte, welcher Zahn entzĂŒndet war, hĂ€tte ich ihn mir selber rausgerissen. Mit einem völlig geschwollenen Gesicht lief ich dann wieder ins Krankenhaus. Dann wurde ich behandelt!"
Aristoteles strich sich mit der Hand ĂŒber die Augen.
„Ich habe viel Zeit, ĂŒber mich selbst nachzudenken, ĂŒber die Frage, warum und wozu. Eine Antwort habe ich noch nicht gefunden, vielleicht gibt es sie nicht, ich weiß nur, dass es kein Anrecht auf Wohlstand und GlĂŒck gibt.“
Er hatte immer langsamer gesprochen und vor sich hin geschaut.

Ich biete ihm das GĂ€stezimmer fĂŒr die Nacht an, sage ihm, dass er Morgen seine WĂ€sche in der Waschmaschine waschen kann. Er könne ruhig ein paar Tage bleiben.

Abends komme ich völlig erledigt nach Hause. Ich habe noch einmal bei der Bank vorgesprochen, aber meine Entlassung ist endgĂŒltig. Jeder dritte Angestellte wurde entlassen. Viele Jahre habe ich den Stress mitgemacht und jetzt bin ich arbeitslos.
Ich habe noch schnell eingekauft, auch Hundefutter. Der Tisch ist gedeckt, Aristoteles hat gekocht, die Wohnung ist sauber. Ich staune immer mehr ĂŒber ihn, spricht wie ein Akademiker und kann auch noch gut kochen.
Wir setzen uns wieder ins Wohnzimmer. Er steht am BĂŒcherregal und schaut sich philosophische Werke an, nimmt Heidegger heraus und liest.
Ob ich das schon gelesen hÀtte, fragt er mich nach einiger Zeit. Ich sage, ich hÀtte da einiges stehen, hÀtte versucht es zu lesen, aber Heidegger könnte ich nicht verstehen, da fehle mir die Bildung.
Der schreibe schon kompliziert, meint er, wenn ich wolle, könne er mir etwas helfen, ihn zu verstehen.
Ich bin ĂŒberrascht.
Ja, er habe sich lĂ€ngere Zeit mit Heidegger beschĂ€ftigt, sagt er, zögert ein wenig und fĂŒgt dann hinzu: „Über den habe ich mal etwas geschrieben, das ist allerdings schon lange her.“

Ich hole ihm einen frischen Krug Wasser, habe die Tabletten darin aufgelöst. Auch in den Trinknapf des Hundes habe ich etliche gegeben.. Aristoteles sagt bald, dass er ziemlich mĂŒde sei, sein Hund schlĂ€ft auch schon fast. Sie gehen zusammen ins GĂ€stezimmer. Ich höre Aristoteles schnarchen.

Ich ziehe seine alte Kleidung an, seinen Wagen mit den wenigen Habseligkeiten schiebe ich in den Vorgarten. Die UmhÀngetasche mit seinen Papieren hÀnge ich mir um. Dann gehe ich noch einmal ins Haus und öffne den Gashahn.
Als ich auf die Straße komme, schaue ich noch ein letztes Mal mein Haus an, nichts wird davon ĂŒbrig bleiben. Ich begegne niemandem. Es ist schon spĂ€t.
In der NÀhe des Friedhofes, höre ich das Martinshorn.

__________________
>Die Kritiker nehmen eine Kartoffel, schneiden sie zurecht, bis sie die Form einer Birne haben, dann beißen sie hinein und sagen: „Schmeckt gar nicht wie Birne.“< (Max Frisch)

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

mein lieber @retep,

die ebenso bemĂŒhte wie rĂŒhrselige nummer von dem literaturgenie in lumpen, das einem gutmenschen, spontan ernĂŒchert, in die wohnung folgt und diese nicht sofort versaut wie sein ganzes leben, sondern den zimmerkellner spielt, funzt immer noch nicht. sie wird durch den melodramatischen, leider schon recht abgegriffenen schluss nicht besser, sondern - sorry, wenn ich das so sage - nur noch lĂ€cherlicher.

mag sein, dass sich ein berber soviel hirn bewahrt haben könnte, dass es in einem lichten moment zu einem halbwegs vernĂŒnftigen gesprĂ€ch reicht. alles darĂŒber hinaus liegende muss zwangslĂ€ufig zu dem rĂŒhrstĂŒckerl werden, das du uns hier anbietest.

tipp: mehr "biss" lesen. da stimmt zwar auch nur die hÀlfte, aber immerhin.

liebe grĂŒĂŸe aus mĂŒnchen

bluefin

Bearbeiten/Löschen    


Lio
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Jul 2009

Werke: 35
Kommentare: 128
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Lio eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Retep,

ich mag deinen Schreibstil, sehr dicht und ohne nervtötende Schnörkel.

Ein Ă€hnliches Problem wie Bluefin hatte ich auch mit dem Inhalt. Vor allem deshalb, weil es in der Geschichte keine ĂŒberraschenden Ereignisse gibt. Nach Lotman ist jeder VERSTOß gegen das aus Sicht einer Figur, eines ErzĂ€hlers oder des Lesers innerhalb der dargestellten Welt jeweils Erwartbare ein Ereignis. Vielleicht könntest du uns als Leser ĂŒberraschen, wenn der Obdachlose sich auf der Straße wohl fĂŒhlt, weil er dort so viele Kollegen hat, der Bankangestellte ihn aber unbedingt mitnehmen will, weil er so einsam ist. Ich weiß nicht, das ist kein gutes Beispiel, aber du verstehst was ich meine?!

Viele GrĂŒĂŸe

Lio

Bearbeiten/Löschen    


Retep
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jun 2008

Werke: 41
Kommentare: 607
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Retep eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Morgen bluefin,

quote:
die ebenso bemĂŒhte wie rĂŒhrselige nummer von dem literaturgenie in lumpen, das einem gutmenschen, spontan ernĂŒchert, in die wohnung folgt...
- "bemĂŒht" schon, habe mich bemĂŒht, dem Leser das Thema "obdachlos" etwas in Erinnerung zu bringen.

- "rĂŒhrselig" sehe ich die Geschichte nicht, es handelt sich nicht um eine Herz-Schmerz-Story.

- "Gutmensch" ? Der Typ ist ein Mörder, hat den Mord von Anfang an geplant.

- "funzt immer noch nicht" -das mag sein

- "tipp: mehr "biss" lesen" - werde ich tun

Gruß

Retep
__________________
>Die Kritiker nehmen eine Kartoffel, schneiden sie zurecht, bis sie die Form einer Birne haben, dann beißen sie hinein und sagen: „Schmeckt gar nicht wie Birne.“< (Max Frisch)

Bearbeiten/Löschen    


Retep
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jun 2008

Werke: 41
Kommentare: 607
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Retep eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Morgen Lio,

quote:
ich mag deinen Schreibstil, sehr dicht und ohne nervtötende Schnörkel.
- das freut mich, das ist doch zumindest etwas.

quote:
weil es in der Geschichte keine ĂŒberraschenden Ereignisse gibt.
- der Schluss ist doch etwas "Überraschendes"
(Zugegeben, etwas an den Haaren herbeigezogen!)

quote:
Vielleicht könntest du uns als Leser ĂŒberraschen, wenn der Obdachlose sich auf der Straße wohl fĂŒhlt, weil er dort so viele Kollegen hat, der Bankangestellte ihn aber unbedingt mitnehmen will, weil er so einsam ist.
- auf der Straße gibt es nicht viele Kollegen, bei denen man sich wohlfĂŒhlt.
- der Bankangestellte nimmt ihn mit, weil er ihn umbringen will. (ist das nicht ĂŒberraschend?)

Ich bedanke mich, dass du dich mit dem Geschichtchen beschÀftigt hast.
WĂŒnsche dir einen schönen Tag.

Gruß

Retep
__________________
>Die Kritiker nehmen eine Kartoffel, schneiden sie zurecht, bis sie die Form einer Birne haben, dann beißen sie hinein und sagen: „Schmeckt gar nicht wie Birne.“< (Max Frisch)

Bearbeiten/Löschen    


bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

ach so, lieber @retep - es soll eine kriminalgeschichte sein!

nun - davon wird das verhalten des schlagartig zum hausmann mutierenden wermutbruders nicht schlĂŒssiger. es wirkt immer noch alles schrecklich aufgesetzt.

ein perfektes verbrechen ist's nicht geworden - es fehlt dem leser ebenso wie dem kommissar zwar jedwedes motiv, aber da der tÀter die kleider des opfers ja noch am leib trÀgt, darf wohl seiner alsbaldigen verhaftung und angemessenen aburteilung entgegen gesehen werden.

tipp: erklÀr dem leser besser, warum man ein so schönes hÀuschen mitsamt hund und penner in die luft sprengt, statt's entweder selber zu verprassen oder der caritas zu spenden.

amĂŒsierte grĂŒĂŸe aus mĂŒnchen

bluefin

Bearbeiten/Löschen    


2 ausgeblendete Kommentare sind nur fĂŒr Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
ZurĂŒck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!