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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Aron Manfeld: Kellerelegie (gelöscht)
Eingestellt am 16. 06. 2018 17:41


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AbrakadabrA
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Bernd
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Ein düsteres Gedicht, voller Anklänge an Armut und Verachtung.
Der alte Mann wirkt hilflos, er wird verachtet und löst Ängste aus. Ist er ein Mann - oder ein Geist - oder eine Metapher? Schaufelt er die Kohlen, Heizer im alten Haus?
Die Kinder haben jedenfalls Angst vor ihm und um den gedeckten Tisch sitzt wohlbehütet die Bürgerliche Familie und stochert im Fisch herum, während beim Alten im Keller nicht mal ein Hering zum Abtupfen an der Decke hängt.

Brennt es schon, das Haus?
Verbreitet Braunkohlenrauch den Duft nach Schwefel?

Alles rhetorische Fragen, die mir bleiben. Schwermütig macht mich das Gedicht, entlässt mich nicht in die fröhliche Welt des Insektensterbens.


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Copy-Left, samisdada, Träger des Wikiläums-Verdienstordens in Rubin

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AbrakadabrA
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quote:
Ein düsteres Gedicht, voller Anklänge an Armut und Verachtung.
Der alte Mann wirkt hilflos, er wird verachtet und löst Ängste aus. Ist er ein Mann - oder ein Geist - oder eine Metapher? Schaufelt er die Kohlen, Heizer im alten Haus?
Die Kinder haben jedenfalls Angst vor ihm und um den gedeckten Tisch sitzt wohlbehütet die Bürgerliche Familie und stochert im Fisch herum, während beim Alten im Keller nicht mal ein Hering zum Abtupfen an der Decke hängt.

Brennt es schon, das Haus?
Verbreitet Braunkohlenrauch den Duft nach Schwefel?

Alles rhetorische Fragen, die mir bleiben. Schwermütig macht mich das Gedicht, entlässt mich nicht in die fröhliche Welt des Insektensterbens.
Ich dachte hier an Erich Honecker, der wohl das wildeste Leben in der Deutschen Parteipolitik führte, den Wahnsinn hatte, es führen zu können.

Heute sind wir alle Funktionspuppen, die nur noch Reflexe zeigen. Auch wenn wir Erich Honecker heute allgemein als demenzkrank zeichnen, soll das Sonett diese Wertung In Frage stellen.

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Trainee
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Liest sich wie ein Georg Heym, was jetzt nicht als Meckerei aufzufassen ist. Im Gegenteil. Denn der gehört noch immer zu meinen erklärten Lieblingen.
Nachdem du uns nun darüber aufgeklärt hast, an wen du beim Verfassen des Poems gedacht hattest, gefällt mir das Gedicht noch besser.
Anderen vielleicht nicht ...

Schöne Grüße
Trainee

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