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Leselupe.de > Kurzprosa
Asche
Eingestellt am 21. 12. 2004 17:31


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Klippenkletterer
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2004

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Asche fiel vom Himmel.

Was f├╝r ein bizarrer Anblick. Wie ein Traum ÔÇô ein Nachtmahr der schlimmsten Art. Gro├če Flocken, grau und weich, die zu Staub zerfielen. Den Boden mit einer erstickenden Schicht bedeckten, die alles Leben begrub.
Alles Leben ÔÇô welches noch ├╝brig war.

Es gab keinen Horizont. Himmel und Erde gingen ineinander ├╝ber, es gab keine feine Linie, die dem Auge sagte: hier ist Schluss. Es gab Farben, Nicht-Farben, Graut├Âne, alles zwischen Schwarz und Wei├č. Keine Konturen. Alles undeutlich, wie Kreidezeichnungen auf einer Schiefertafel, nachdem jemand versehentlich mit dem ├ärmel dar├╝ber gewischt hatte.

Versehentlich? Ja, vielleicht ÔÇô sie hatten es nicht gewollt. Aber ├Ąnderte das etwas? ├änderte das etwas daran, dass das Leben, welches so kostbar einzigartig sein sollte, grausam verzerrt und schlie├člich zerrissen worden war? Zerrissen... und niemand auf der Welt konnte es wieder zusammenflicken.

Federn lagen auf dem Boden. Sie, die von ungetr├╝bter, wei├čer Reinheit sprechen sollten, waren zerfetzt und von so viel Blut durchtr├Ąnkt, dass die Farbe kaum noch an schmutziges Rot erinnerte.

Ein K├Ârper, verdreht und begraben unter einer Decke feinen Staubs. Langes Haar war noch zu sehen, ausgebreitet auf der toten Erde, angesengt und schwarz. Die Augen waren hohl, nach oben gerichtet, dorthin, wo einst das Zuhause gewesen war, die Heimat f├╝r das geliebte Volk des Sch├Âpfers. Aber die Liebe war fort, das Leben war fort und der Himmel war leer.

Sie hatten Fl├╝gel... sie hatten die Welt... sie hatten das Messer.

Verraten hat sie das Gef├╝hl.

__________________
Freundschaft ist Liebe ohne Fl├╝gel.

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