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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Attila und Sommersprosse
Eingestellt am 20. 01. 2005 16:10


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Wasserlinse
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Attila und Sommersprosse

„Freust du dich denn gar nicht mit mir?“, fragte Birgit entt├Ąuscht.
Sie hatte gerade ihrer Busenfreundin Mona anvertraut, dass sie schwanger ist.
„Doch schon! – Aber! - Wei├čt du, ich wollte auch so gerne ein Kind.“
„Und klappt es nicht?“, fragte Birgit. „Manchmal muss man etwas Geduld haben.“
„Ralf hat sich doch sterilisieren lassen“, entgegnete Mona gereizt.
„Ach! Warum denn das?“ Birgit war entsetzt. „Das hast du mir ja noch gar nicht erz├Ąhlt“, stellte sie entt├Ąuscht fest. „Ihr habt doch ein Haus, sogar mit Garten. Gen├╝gend Platz f├╝r ein Kind. Mag Ralf keine Kinder?“
Mona stiegen Tr├Ąnen in die Augen.
„Nein, das ist es nicht. Wir kauften das Haus, gerade weil wir Kinder wollten. Anfangs musste ich noch mitarbeiten, das Geld reichte vorne und hinten nicht. Dann wurde Ralf krank. Krebs!“, sie schluchzte. „Ausgerechnet das mussten sie bestrahlen , was er eben zum Kindermachen braucht.“
„Das tut mir aber schrecklich Leid“, sagte Birgit mitf├╝hlend. „Und wie ging es weiter?“
„Seit der Chemo scheint alles wieder OK zu sein. Aber aus Angst vor einem behinderten Kind, lie├č er sich damals auch gleich sterilisieren“, erz├Ąhlte Mona.
„Mich hat er gar nicht erst gefragt“, f├╝gte sie in ├Ąrgerlichem Tonfall hinzu.
„Wie bitte? Ich dachte, das ginge gar nicht, ohne die Einwilligung des Partners“, entgegnete Birgit. Ungl├Ąubig sch├╝ttelte sie den Kopf.
„Aber ja! Jedenfalls wenn man den Arzt gut kennt. Ralf ging mit ihm schon in den Kindergarten. Sie waren Nachbarn und haben oft zusammen Fu├čball gespielt.“
„Ja, wenn das so ist.“ Birgit goss sich etwas Kaffee nach. „Habt ihr schon an Adoption gedacht?“, fragte sie stockend. Sie wusste noch nicht, wie sie auf diese Neuigkeit reagieren sollte.
„Nat├╝rlich! Was blieb mir anderes ├╝brig? Wartezeit ca. 15 Jahre! Stell dir vor. 15 Jahre. Da k├Ânnte ich l├Ąngst Oma sein.“
Birgit l├Ąchelte bei dieser Vorstellung. Mona mit Dutt! Dann wurde sie wieder ernst.
„War das nicht alles etwas voreilig? Ich kenne jemanden, der hatte damit auch Probleme und jetzt trotzdem zwei gesunde Kinder.“
Sie hatte gro├čes Mitleid mit ihrer Freundin und h├Ątte sie gerne getr├Âstet.
„Und was hast du jetzt vor? Du willst doch deinen Mann wohl nicht verlassen?“
„Manchmal schon! Da m├Âchte ich einfach auf und davon laufen“, gestand Mona. „Ralf ist ein richtiger Stubenhocker geworden. Anfangs weil wir sparen mussten und jetzt, weil er bequem geworden ist. Und er l├Ąsst sich von mir auch noch verw├Âhnen, wie ein kleines Kind“, sagte Mona ├Ąrgerlich. „Jeden Abend bestimmt er das Fernseh-Programm und trinkt dabei gem├╝tlich sein Bier. Dann f├Ąllt er m├╝de ins Bett und schnarcht mir etwas vor. Ich bin nur noch zum Kochen, Putzen und Waschen da.“
„Jetzt ├╝bertreibst du aber!“, lachte Birgit. „Das kann ich mir nicht vorstellen.“
„Erst merkst du es gar nicht und machst es gerne. Du verw├Âhnst ihn, weil er ja so krank ist. Dann wird es zur Gewohnheit. Und jetzt ist es eben so.“ Mona wirkte resigniert. So kannte Birgit ihre Freundin noch gar nicht.
„Aber wieso gehst du dann nicht alleine aus?“, wollte sie wissen.
„Alleine ausgehen macht mir auch keinen Spa├č. Und dann hinterher seine Fragerei, warum ich so sp├Ąt heimkomme und was ich dort gemacht habe. Irgendwie hatte ich immer das Gef├╝hl ich m├╝sse mich rechtfertigen und bekam ein schlechtes Gewissen.“
Da fiel Birgit etwas ein.
„Ich glaube du brauchst dringend etwas Abwechslung. Damit du wieder auf andere Gedanken kommst. Komm morgen mit mir mal ins Internet-Cafe.“
Mona chattete gerne und nannte sich selbst „Sommersprosse“. Anonym im Internet konnte sie ├╝ber Dinge „reden“, die sie sonst nie ausgesprochen h├Ątte. Es wurde fast zu einer Art Sucht. So kam es, dass sie eines Tages „Attila“ kennen lernte. Und „Attila“ wollte alles ganz genau wissen: “Wie h├Ąttest du es denn am Liebsten? Magst du es, wenn ich an deinen Himbeerchen sauge?“ Sie am├╝sierte sich k├Âstlich, denn er hatte wundervolle Namen f├╝r alle ihre K├Ârperteile.
Ohne lange zu ├╝berlegen hatte sie sich mit ihm verabredet.
Nat├╝rlich rief sie auch gleich ihrer Freundin Birgit an. „Bist du verr├╝ckt? Steig ja nicht zu ihm ins Auto! - Der k├Ânnte dich erst vergewaltigen und dann umbringen.“
Birgit war entsetzt. „Du bist doch l├Ąngst kein Teeny mehr.“ Aber Mona f├╝hlte sich wieder so jung.
„Wir treffen uns doch in der Innenstadt. Keine Angst, ich kann schon auf mich aufpassen“, antwortete Mona fast schon beleidigt.
„Hoffentlich!“, beendete Birgit das Telefonat. Sie machte sich ernstlich Sorgen und f├╝hlte sich auch noch schuldig.

Mona stand am n├Ąchsten Tag ganz aufgeregt am Nymphenbrunnen. `Sollte sie nicht lieber doch umkehren?┬┤ Da bemerkte sie einen Mann, der sie unverhohlen musterte. Er war nicht besonders gro├č. Etwas dunkler Taint. Schwarze Haare. Sportlicher Typ. `Nicht schlecht┬┤, dachte sie. Doch gleichzeitig lief ihr ein kalter Schauer ├╝ber den R├╝cken. Sie zitterte. Warum musste Birgit ihr nur solch eine Angst einreden. W├╝tend verdr├Ąngte sie diese Erinnerung an das letzte Gespr├Ąch mit ihrer Freundin.
„Hallo Sommersprosse!“ `Was f├╝r ein wundervoller fremdklingender Akzent┬┤, dachte Mona entz├╝ckt. „Wie w├Ąre es mit einem kleinen Ausflug an einen See?“, sprach der Fremde sie an. Damit hatte sie nicht gerechnet. Sie hatte gehofft, dass er sie zu einem Drink einladen w├╝rde. Aber jetzt einen R├╝ckzieher machen?
Er bemerkte, dass sie z├Âgerte. „Du brauchst keine Badesachen“, lachte er.
`Er gef├Ąllt mir. Und seine Lachf├Ąltchen ganz besonders┬┤, dachte Mona. `So sieht doch kein Frauenm├Ârder aus.┬┤
„Dort gibt es ein h├╝bsches kleines Restaurant. Ich lade dich ein.“
Sie atmete auf. Dieser charmante Mann wollte sie wirklich nur zu einem Drink einladen. Erleichtert nahm sie seine Einladung an.
Stumm sa├č sie neben ihm im Auto. Er stellte leise die Musik an. „Du kannst dir auch eine andere CD aussuchen. Ich mag eigentlich fast alles, nur keine Blechmusik.“ Er lachte wieder. Sie f├╝hlte sich nicht wohl dabei und war froh, als sie endlich am See anhielten. Sie w├╝rde sich sicherer f├╝hlen, wenn einige Leute in der N├Ąhe waren.
Doch das See-Restaurant hatte noch nicht ge├Âffnet. Attila nahm es gelassen.
`Hatte er es gewusst? Hatte er sie bewusst hierher verschleppt?┬┤ Mona wurde noch misstrauischer, als er eine Badetasche aus dem Kofferraum holte.
„Komm, f├╝r ein kleines Picknick wird es wohl reichen. Viel habe ich nicht dabei.“
`Er hat alles geplant┬┤, schoss es Mona durch den Kopf. Doch sie wollte sich ihre Angst nicht anmerken lassen. „Ich habe gestern noch versucht anzurufen. Es war ja schon sp├Ąt und keiner ging ran. F├╝r alle F├Ąlle habe ich dann eingepackt, was ich bei mir noch fand“, erz├Ąhlte Attila. `Eine gute Ausrede! Wenn er l├╝gt, l├╝gt er gut!“, dachte Mona. `Ach was! Nur weil Birgit so ├Ąngstlich ist, lass ich mir den Spa├č nicht verderben.“
Bald lagen sie eng umschlungen am Ufer des kleinen Sees. Er hatte zwei Decken dabei, so dass sie sich auch zudecken konnten. Weit und breit war niemand zu sehen. Kein Wunder. Zum Baden war es noch viel zu frisch.
Mona zitterte. „Kalt?“, fragte er. „Ich werde dir einheizen.“
Sie zitterte, aber vor Angst. „Soll ich es wirklich tun? Ohne Schutz. Und wenn ich mich anstecke? Und wenn er mich danach umbringt? Im See findet mich so schnell keiner.“ Tausend Fragen und die Warnungen ihrer Freundin gingen ihr durch den Kopf. Sie dachte auch an Aids. Nat├╝rlich hatte sie ein Kondom mitgenommen. Doch gerade die Gefahr, das Verbotene ├╝bte einen besonderen Reiz auf sie aus. Jetzt war es eh schon zu sp├Ąt. Ein Zur├╝ck gab es wohl nicht mehr. Wenn sie schon sterben musste, dann wollte sie zuvor das Leben noch einmal richtig genie├čen.
Er nahm sie z├Ąrtlich, aber es gelang ihr nicht, ihre Gedanken an die damit verbundenen Gefahren zu vertreiben. Er konnte sie nicht begl├╝cken. Obwohl er genau das tat, was sie ihm beim Chatten anvertraut hatte: Er saugte ausgiebig an ihren Brustwarzen, knetete z├Ąrtlich ihre Br├╝ste und k├╝sste ihre Ohrl├Ąppchen...
Er gab sich wirklich alle M├╝he, aber er merkte bald, dass sie nicht richtig bei der Sache war. „Es ist doch etwas frisch hier“, meinte er und beeilte sich.
„Wo kann ich dich absetzen?“, fragte er schon ein paar Minuten sp├Ąter. Er sprach so, als w├Ąre gar nichts gewesen.
`War das alles?┬┤, dachte Mona entt├Ąuscht. Andererseits hatte sie immer noch Angst und war froh, dass er sie wieder zur├╝ckbringen wollte. Auf einmal kam sie sich so beschmutzt vor. Sie wusste ja noch nicht einmal seinen richtigen Namen.
Den sollte sie auch nie erfahren.
Vier Wochen sp├Ąter bekam sie die Gewissheit. Jahrelang hatte sie sich auf diesen Augenblick gefreut. Aber jetzt.
„Gratuliere!“, sagte der Arzt freundlich. Sie wurde rot. Und es bereitete ihr Unbehagen. `Andere ├╝ben jahrelang bis es klappt. Pech! Jetzt hatte sie was sie wollte. Aber so doch nicht!┬┤, dachte sie entsetzt.
Der Arzt bemerkte ihre Unsicherheit und fragte: „Kann ich Ihnen helfen?“ Sie sch├╝ttelte den Kopf und schluckte. „Wenn Sie Probleme damit haben, k├Ânnen Sie sich auch an verschiedene Beratungsstellen wenden. Hier habe ich einige Adressen?“ Mona lie├č die Adressen liegen und ging.
Birgit fiel aus allen Wolken. Sie f├╝hlte sich mitschuldig.
Stundenlang sa├čen sie zusammen und ├╝berlegten, wie es weitergehen sollte.
„Ich glaube du solltest dich doch deinem Ralf anvertrauen. Mehr als rausschmei├čen kann er dich ja nicht.“ `Sch├Âne Aussichten┬┤, dachte Mona und ├╝berlegte, dass dies die beste Gelegenheit w├Ąre, sich von ihrem Mann entg├╝ltig zu trennen. „Vielleicht sollte ich zu meiner Mutter ziehen. Die wollte ja schon lange Oma werden.“ Doch der Gedanke behagte ihr auch nicht.
„Und was ist mit Attila?“, fragte Birgit. „Als er mich damals zur U-Bahn brachte, fragte ich ihn, ob wir uns noch einmal sehen. Er sch├╝ttelte den Kopf und meinte, er m├╝sse bald wieder zur├╝ck. In seiner Heimat wartet wohl seine Familie auf ihn.“ Mona┬┤s Stimme klang nur traurig. „Dann wird er wohl nie erfahren, dass du ein Kind von ihm erwartest“, stellte Birgit n├╝chtern fest.

Ralf war mehr als schockiert. Aber er fasste sich schnell wieder. Seine Mona wollte er auf keinen Fall verlieren. Daran, dass er jetzt doch Vater werden sollte, hatte er noch lange zu knabbern.
Und als es dann endlich soweit war, verstand die Oma nicht, warum die frischgebackenen Eltern sie so entsetzt anstarrten, als sie schw├Ąrmerisch sagte:
„Schau mal, ganz der Papa! Wie s├╝├č!“

Danke Nieselregen f├╝r die guten Hinweise. Ich habe die Geschichte ├╝berarbeitet. Wasserlinse
__________________
Wasserlinse

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Stoffel
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hallo Wasserlinse,

ich empfinde das alles irgendwie so ..hinpl├Ątschernd..die Dialoge, die Gef├╝hlsbeschreibungen sind mir zu d├╝rftig. Falsche Wortwahl. Um Birgit geht es nicht, auf sie w├╝rde ich nicht eingehen, was Chat angeht und so.
Und Ralf sollte nicht "dran zu knabbern " haben..Sie wird schwanger, weil sie mal mit ins Internett geht und dadurch einen kennenlernt, mit dem schl├Ąft...
Ralf alles beichten, als sie vorhat ihn zu verlassen, im Zwiespalt ist...und Ralf zwar geschockt ist (eher auch ├╝ber sich selbst, denn er tr├Ągt ja dazu bei) und er sich f├╝r sie und das Kind entscheidet.

Ich hab nur bissl mal was eingef├╝gt, beim Schluss nichts mehr.Der Titel passt m.E. nach auch nicht so.

Bis dann
lG
Sanne

Attila und Sommersprosse

?Freust du dich denn gar nicht mit mir?", fragte Birgit entt├Ąuscht, nachdem sie ihrer Busenfreundin Mona anvertraute, dass sie schwanger sei.
?Doch schon. Aber, wei├čt du, ich wollte auch so gerne ein Kind."
?Und klappt es nicht?", fragte Birgit. ?Manchmal muss man etwas Geduld haben."
man k├Ânnte etwas beschreiben, wie sie tr├Âstet, es tr├Âstend sagt, eine tr├Âstende Geste macht?
?Ralf hat sich doch sterilisieren lassen", entgegnete Mona gereizt.
?Ach! Warum denn das?"
?Das hast du mir ja noch gar nicht erz├Ąhlt", Birgit war entsetzt und traurig zugleich.stellte sie entt├Ąuscht fest. ?Ihr habt doch ein Haus, sogar mit Garten. Gen├╝gend Platz f├╝r ein Kind. Mag Ralf keine Kinder?"
Ich wei├č nicht recht. Wenn sie die Busenfreundin ist,m├╝sste sie Ralf ja auch besser kennen.Zumindest vom erz├Ąhlen. Und es w├╝rde sich die Frage er├╝brigen, ob er Kinder mag oder nicht?
Mona stiegen Tr├Ąnen in die Augen.
?Nein, das ist es nicht. Wir kauften das Haus, gerade weil wir Kinder wollten. Anfangs musste ich noch mitarbeiten, das Geld reichte vorne und hinten nicht. Dann wurde Ralf krank. Krebs!", sie schluchzte. ?Ausgerechnet das mussten sie bestrahlen , was er eben zum Kindermachen braucht."
die Busenfreundin wei├č aber sehr wenig ├╝ber ihre Busenfreundin."Was er eben zum Kindermachen braucht. Ok, nicht jeder kann sich fachlich ausdr├╝cken, also Mona in dem Fall. Aber aus Erfahrung wei├č ich, dass man doch einiges an Wissen erlangt ├╝ber eine Krankheit, wenn es einen selbst betrifft oder den Partner, wie hier. Schlag doch mal nach.

?Das tut mir aber schrecklich Leid", sagte Birgit mitf├╝hlend. ?Und wie ging es weiter?"
?Seit der Chemo scheint alles wieder OK zu sein.
dieser letzte Satz ist mir auch etwas zu "naiv".Wenn schon, dann wenigstens vereinfacht schreiben, dass seine Blutwerte, etc. ihn als geheilt deuten, oder ├Ąhnliches.
Aber aus Angst vor einem behinderten Kind, lie├č er sich damals auch gleich sterilisieren", erz├Ąhlte Mona.
hast du recherchiert,ob ein krebskranker oder jemand der eine Chemo hatte, behinderte Kinder zeugen W├ťRDE?

?Er hatte es heimlich getan,ohne mir davon zu erz├ĄhlenMich hat er gar nicht erst gefragt", f├╝gte sie leise hinzu.
?Wie bitte? Ich dachte, das ginge gar nicht, ohne die Einwilligung des Partners", entgegnete Birgit ungl├Ąubig und sch├╝ttelte den Kopf.
?Aber ja! Jedenfalls wenn man den Arzt gut kennt. Ralf ging mit ihm schon in den Kindergarten. Sie waren Nachbarn und haben oft zusammen Fu├čball gespielt." Birgit konnte es nicht fassen und goss sich etwas Kaffee nach. ?Habt ihr schon an Adoption gedacht?", fragte sie vorsichtig. Sie wusste noch nicht, wie sie auf diese Neuigkeit reagieren sollte.
?Nat├╝rlich! Aber so eine Adoption kann Jahre dauern und dann sind wir vielleicht zu alt."
Birgit l├Ąchelte bei dieser Vorstellung. Mona mit Dutt! Dann wurde sie wieder ernst.
Also, wenn man solch Nachrichten h├Ârt, denke ich nicht, dass man dann solch lustige Vorstellungen hat.
?War das nicht alles etwas voreilig? Ich kenne jemanden, der hatte damit auch Probleme und jetzt trotzdem zwei gesunde Kinder."

Tr├Âstend legte Birgit ihren Arm um Mona. Es tat ihr aufrichtig leid und sie wusste nicht genau, wie sie ihrer besten Freundin helfen sollte.
?Und was hast du jetzt vor? Du wirst Ralf doch nicht verlassen wollen??"
?Dieser Gedanke kam mir leider schon. Ich m├Âchte am liebsten einfach davonrennen.", gestand Mona traurig. ?Ralf ist ein richtiger Stubenhocker geworden. Anfangs weil wir sparen mussten und jetzt, weil er bequem geworden ist. Und er l├Ąsst sich von mir auch noch verw├Âhnen, wie ein kleines Kind", sagte Mona ├Ąrgerlich. ?Jeden Abend bestimmt er das Fernseh-Programm und trinkt dabei gem├╝tlich sein Bier. Dann f├Ąllt er m├╝de ins Bett und schnarcht mir etwas vor. Ich bin nur noch zum Kochen, Putzen und Waschen da."
hier nimmt die Geschichte irgendwie einen anderen Verlauf, ich erwartete anderes. Nicht, dass da Alltagsprobleme zum davonrennen f├╝hren. Und auch das was unten kommt. Ok, DAZU k├Ânnte kommen, dass es sowieso schon kriselte. Und sie kann das auch aufz├Ąhlen. Aber der "Hammer" ist ja eigentlich die Sterilisation, der nichterf├╝llte Kinderwunsch. Ich dachte wirklich,sie will ihn vielleicht betr├╝gen, um schwanger zu werden...oder ihn verlassen und eine neue Partnerschaft eingehen.

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flammarion
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und

das beste von allem ist "Ganz der Papa!"
mir gef├Ąllt die geschichte so, wie sie ist.
lg
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Nieselregen
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Hallo Wasserlinse,

das ich deine Geschichte echt goldig finde, habe ich dir schon gesagt. Vieleicht k├Ânnte man an dem einen oder anderen Satz noch ein bisschen herumfeilen, mu├č aber nicht sein. (Sooft ich einen Text von mir noch eimal durchlese, finde ich etwas zum verbessern. Dadurch sind, zumindestens meine Texte, niemals wirklich fertig.)

quote:
hast du recherchiert,ob ein krebskranker oder jemand der eine Chemo hatte, behinderte Kinder zeugen W├ťRDE?
Zu Stoffels Frage kann ich von berufswegen etwas beisteuern:
Ein krebskranker Mann, oder einer, der mit Chemotherapie behandelt wurde, hat sicher noch keine Veranlassung zur Sorge. Allerdings wenn er, wie beschrieben, mit hochenergetischen Strahlen, wie sie in der Krebstherapie eingesetzt werden, bestrahlt wird, sind Ver├Ąnderungen am Erbgut sehrwohl zu bef├╝rchten.

Liebe Gr├╝├če
Nieselregen


__________________
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.

Marie von Ebner-Eschenbach

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