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Leselupe.de > Kindergeschichten
Auch eine, aber eine etwas andere Weihnachtsgeschichte
Eingestellt am 15. 11. 2006 17:00


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Franka
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Auch eine, aber eine etwas andere Weihnachtsgeschichte


Wenn der Schnee unter den Stiefeln knirscht, die Kinder ihre langen Wunschzettel geschrieben und an das Weihnachtspostamt geschickt haben, es in den Stuben nach Pfefferkuchen und Tanne duftet, dann holt der Weihnachtsmann seinen Schlitten aus dem Schuppen. Er spannt die Pferde ein und lädt von seinen fleißigen Helfern fantasievoll verpackte Geschenke auf. Danach ruft er seine Weihnachtsengel zusammen und gemeinsam fliegen sie mit Windeseile zu den Kindern, um diese zu bescheren.

So jedenfalls war das jedes Jahr am Heiligabend. Viele, viele hundert Jahre lang. Doch in diesem Jahr sollte alles anders kommen!

Es war zwei Tage vor Weihnachten und das Wetter spielte noch immer Sommer. Die Sonne lächelte vom Himmel. Kein Schneewölkchen wollte sich zeigen.
Prima, dachte der Weihnachtsmann, so kurz vor dem Festtagsstress noch einen kleinen Urlaub, das kann ich ganz gut gebrauchen.
Er setzte sich, nur mit der Badehose bekleidet, vor sein Haus und ließ sich einen riesigen Eisbecher schmecken. Gegen Mittag fielen ihm die Augen zu und er beschloss, sich ein Mittagsschläfchen zu gönnen. Genüsslich streckte er sich auf seinem Liegestuhl aus und war kurze Zeit später fest eingeschlafen.

Am späten Nachmittag wurde er wieder wach und oh Schreck: Was musste er da feststellen? Er sah aus wie gegrillt. Jede Bewegung tat ihm weh und seine Haut spannte, als sei sie aus Pergament. Mit schmerzverzerrtem Gesicht schaute er an sich hinunter.
Seine Hände zitterten, als er zum Handy griff, um seine Hausärztin anzurufen.

Nach nur zehn Minuten landete Frau Kräuterbein mit ihrem Besen vor dem Weihnachtshaus. Als sie die Bescherung erblickte, verlor ihr Gesicht jegliche Farbe.
“Bei allen Kräutertränken dieser Welt, wie habt Ihr das bloß fertig gebracht? Ich glaube nicht, dass ich ein Mittelchen habe, das Euch bis Weihnachten wieder auf die Beine bringt.”
Während sie jammerte und zeterte, strich sie eine giftgrüne Salbe auf alle rot glänzenden Stellen und wickelte den Weihnachtsmann in Frischhaltefolie.
“He, was soll denn das?”, protestierte dieser lautstark.
“Haltet still und denkt lieber darüber nach, wer Euch vertreten kann. Dies hier sind Verbrennungen zweiten Grades, vor einer Woche seid Ihr auf keinen Fall wieder einsatzbereit.”

Dem Weihnachtsmann liefen bei ihren Worten Tränen übers Gesicht.
“Aber, es gibt doch nur einen Weihnachtsmann. Meine Söhne sind noch zu jung. Der Älteste wird frühestens in zehn Jahren so weit sein.”
“Und was ist mit Eurer Frau? Kann sie die Aufgabe nicht übernehmen? Sie hat doch auch ausgeholfen, als Ihr Euch vor fünf Jahren den rechten Arm gebrochen hattet.”
“Geht leider auch nicht. Sie erwartet zwischen den Jahren unser fünftes Kind.
Ich glaube, in diesem Jahr werden die Kinder wohl ohne Geschenke bleiben.”

Während dem Weihnachtsmann weiterhin Tränen, so groß wie Murmeln, über das Gesicht rannen und er stöhnte und jammerte, grübelte Frau Kräuterbein an einer Lösung.
Gerade, als sie aufgeben wollte, weil ihr so gar nichts einfiel, hoppelte Meister Langohr auf das Weihnachtshaus zu. Verdutzt fragte sie: ”Hallo, Meister Langohr, Ihr hier und nicht beim Schönheitsschlaf?”
“Wie soll man denn bei dieser Wärme schlafen!”
“Aber wohin wollt Ihr so eilig?”
Ich habe angefangen, Eier zu bemalen, jetzt sind mir die Farben ausgegangen und ich muss Nachschub besorgen.”
Frau Kräuterbein raufte sich die Haare. „Das darf doch nicht wahr sein! Dann kommen ja schon Anfang Januar die Ostersachen in die Geschäfte. Spielen denn jetzt alle verrückt?”
Grübelnd hielt der Osterhase inne. “Ihr habt recht, daran habe ich wirklich nicht gedacht. Aber wie soll ich mir denn sonst die Zeit vertreiben. Ich geh erst wieder schlafen, wenn es Winter geworden ist.”
“Ich hab’s, ich hab’s, drei Fliegen mit einer Klappe“, jubelte die Hexe. “Ihr werdet den Weihnachtsmann vertreten. So kann er gesund werden, die Kinder bekommen ihre Geschenke und Ihr, Meister Langohr, habt keine Langeweile.”
Zunächst äußerte der Osterhase noch mindestens drei Dutzend Bedenken, doch dann hatten die beiden ihn überzeugt.
Unter der Anleitung des Weihnachtsmannes ĂĽbte er die Steuerung des Schlittens, studierte die Adressen der zu beschenkenden Kinder und machte sich dann pĂĽnktlich an die ErfĂĽllung seines ersten Weihnachtsauftrages.

So bekamen am 24. Dezember doch noch alle Kinder ihre Geschenke. Leider jedoch hatte kein Kind das Glück, den Weihnachtsmann persönlich zu treffen. Viele Kinder, aber besonders deren Eltern, fanden dies ungewöhnlich.
Ach, und noch etwas war merkwĂĽrdig, zwischen den Gaben lagen in diesem Jahr bemalte Ostereier.

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Auch eine, aber eine etwas andere Weihnachtsgeschichte
Veröffentlicht von Franka am 15. 11. 2006 17:00
Auch eine, aber eine etwas andere Weihnachtsgeschichte


Wenn der Schnee unter den Stiefeln knirscht, die Kinder ihre langen Wunschzettel geschrieben und an das Weihnachtspostamt geschickt haben, es in den Stuben nach Pfefferkuchen und frisch geschlagenen Tannen (aua, da weinen ja alle Kinder und Tannen) duftet, dann ölt (Öl lässt den Schlitten nich gleitem sondern stocken, vielleicht wachst er ihn ein wie Skier?) der Weihnachtsmann seinen Schlitten. Er spannt die Pferde ein und lädt von seinen fleißigen Helfern fantasievoll verpackte Geschenke auf. Danach ruft er seine Weihnachtsengel zusammen und gemeinsam fliegen sie mit Windgeschwindigkeit (Windeseile) zu den Kindern, um diese zu bescheren.

So jedenfalls war das jedes Jahr am Heiligenabend. Viele, viele hundert Jahre lang. Doch in diesem Jahr sollte alles anders kommen!

Es war zwei Tage vor Weihnachten und das Wetter spielte noch immer Sommer. Die Sonne lächelte vom Himmel. Kein Schneewölkchen wollte sich zeigen.
Prima, dachte der Weihnachtsmann, so kurz vor dem Festtagstress (Festtagsstress) noch einen kleinen Urlaub, das kann ich ganz gut gebrauchen.
Er setzte sich, nur mit der Badehose bekleidet, vor sein Haus und ließ sich einen riesigen Eisbecher schmecken. Gegen Mittag fielen ihm die Augen zu und er beschloss, sich ein Mittagsschläfchen zu gönnen. Genüsslich streckte er sich auf seinem Liegestuhl aus und war kurze Zeit später fest eingeschlafen.

Am späten Nachmittag wurde er wieder wach und oh Schreck: Was musste er da sehen? Er sah aus wie gegrillt. Jede Bewegung tat ihm weh und seine Haut spannte, als sei sie aus Pergament. Mit schmerzverzerrtem Gesicht sah er an sich hinunter.
Seine Hände zitterten, als er zum Handy griff, um seine Hausärztin anzurufen.

Nach nur zehn Minuten landete Frau Kräuterbein mit ihrem Besen vor dem Weihnachtshaus. Als sie die Bescherung sah, verlor ihr Gesicht jegliche Farbe.
“Bei allen Kräutertränken dieser Welt, wie habt Ihr das bloß fertig gebracht? Ich glaube nicht, dass ich ein Mittelchen habe, das Euch bis Weihnachten wieder auf die Beine bringt.”
Während sie jammerte und zeterte, strich sie eine giftgrüne Salbe auf alle rot glänzenden Stellen und wickelte den Weihnachtsmann in Frischhaltefolie.
“He, was soll denn das?”, protestierte dieser lautstark.
“Haltet still und denkt lieber darüber nach, wer Euch vertreten kann. Dies hier sind Verbrennungen zweiten Grades, vor einer Woche seid Ihr auf keinen Fall wieder einsatzbereit.”

Dem Weihnachtsmann liefen bei ihren Worten Tränen übers Gesicht.
“Aber,(kein Komma) es gibt doch nur einen Weihnachtsmann. Meine Söhne sind noch zu jung. Der Älteste wird frühestens in zehn Jahren so weit sein.”
“Und was ist mit Eurer Frau? Kann sie die Aufgabe nicht übernehmen? Sie hat doch auch ausgeholfen, als Ihr Euch vor fünf Jahren den rechten Arm gebrochen hattet.”
“Geht leider auch nicht. Sie erwartet zwischen den Jahren unser fünftes Kind.
Ich glaube, in diesem Jahr werden die Kinder wohl ohne Geschenke bleiben.”

Während dem Weihnachtsmann weiterhin Tränen, so groß wie Murmeln, über das Gesicht rannen und er stöhnte und jammerte, grübelte Frau Kräuterbein an einer Lösung.
Gerade, als sie aufgeben wollte, weil ihr so gar nichts einfiel, hoppelte Meister Langohr auf das Weihnachtshaus zu. Verdutzt fragte sie:” Hallo, Meister Langohr, Ihr hier und nicht beim Winterschlaf?”
“Wie soll man denn bei dieser Wärme schlafen!”
“Aber wohin wollt Ihr so eilig?”
(Anführungszeichen)Ich habe angefangen, Eier zu bemalen, jetzt sind mir die Farben ausgegangen und ich muss Nachschub besorgen.”
Frau Kräuterbein raufte sich die Haare. „Das darf doch nicht wahr sein! Dann kommen ja schon Anfang Januar die Ostersachen in die Geschäfte. Spielen denn jetzt alle verrückt?”
Grübelnd hielt der Osterhase inne. “Ihr habt recht, daran habe ich wirklich nicht gedacht. Aber wie soll ich mir denn sonst die Zeit vertreiben. Ich geh erst wieder schlafen, wenn es Winter geworden ist.”
“Ich hab’s (kein Leerfeld), ich hab’s, drei Fliegen mit einer Klappe“, jubelte die Hexe. “Ihr werdet den Weihnachtsmann vertreten. So kann er gesund werden, die Kinder bekommen ihre Geschenke und Ihr, Meister Langohr, habt keine Langeweile.”
Zunächst äußerte der Osterhase noch mindestens drei Dutzend Bedenken, doch dann hatten die beiden ihn überzeugt.
Unter der Anleitung des Weihnachtsmannes ĂĽbte er die Steuerung des Schlittens, studierte die Adressen der zu beschenkenden Kinder und machte sich dann pĂĽnktlich an die ErfĂĽllung seines ersten Weihnachtsauftrages.

So bekamen am 24. Dezember doch noch alle Kinder ihre Geschenke. Leider jedoch hatte kein Kind das Glück, den Weihnachtsmann persönlich zu treffen. Viele Kinder, aber besonders deren Eltern, fanden dies ungewöhnlich.
Ach, und noch etwas war merkwĂĽrdig, zwischen den Gaben lagen in diesem Jahr bemalte Ostereier.

Eine sehr nette kleine Schmunzelgeschichte.
lg

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Liebe Flammi,

das ist die Geschichte, die dir Anregung fĂĽr deine Weihnachtsgeschichte vom letzten Jahr war.
Ich habe deine Hinweise eingearbeitet.

LG Franka

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hm,

da dachte ich auch gerade mit vergnĂĽgen dran.
aber nimm doch bitte das frisch geschlagen heraus. wie wäre es mit Harz? das ist doch eigentlich der duft, den du meinst.
lg
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Deinem Wunsch komme ich doch gerne nach.

LG Franka

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ich

hab noch mal drüber nachgedacht: am besten wäre vielleicht, wenn du nur schreibst, dass der weihnachtsmann seinen schlitten zurecht macht, sonst kommt dir noch einer und sagt, dass n schlitten keine skier hat, die man wachst. und man hat doch gewöhnlich nur eine tanne in der wohnung, also ist frisch geschlagener tannen sowieso übertrieben.
lg
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Danke Flammi,

habe beide Stellen noch einmal verändert.

LG Franka

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