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Leselupe.de > Kurzprosa
Auf Reisen (gelöscht)
Eingestellt am 05. 12. 2009 09:09


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Mandelbaum
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Der Text wurde vom Autor gelöscht.
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"Poesie tritt oft durch das Fenster der Unwesentlichkeit ein." M.C. Richards

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bluefin
Guest
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hallo @mandelbaum,

ich hab eine schwäche für lakonische geschichten, wenn sie nicht allzusehr im eigenleben eines ich-erzählers herumwühlen. das tut diese geschichte hier nicht; sie ist in der hauptsache eine beschreibende. gut so!

nicht so gut ist die ausführung; ein paar sprachliche ungeschicklichkeiten, falsche bezüge und überflüssiges könnten herausgekämmt werden (wir müssen z. b. nicht dreimal erfahren, dass der ich-prot berliner ist). ich hab dir diesbezüglich ein paar vorschläge gemacht, vielleicht nützen sie dir:

quote:
Seit dreißig Tagen bin ich nun schon hier und habe nicht ein einziges Mal die Sonne gesehen. Dieser Nieselregen, der manchmal (stärker) zum Wolkenbruch wird und auf das Blechdach trommelt, nimmt mir die letzte Hoffnung. Auch habe ich noch keine(n) Menschen auf der Straße getroffen. Sie haben sich in ihren Häusern verschanzt. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich meinen, ich sei in einem Gefängnis der einzige Gefangene, (der sich so gut führt, dass der Wärter entlassen wurde und der Gefängnisdirektor in den Urlaub gefahren ist) der Hofgang hat.

Vor einem Monat habe ich (meine Heimatstadt Berlin verlassen,) mich in Tegel in das Flugzeug gesetzt und bin nach zwanzig Flugstunden auf dem schäbigen Flugplatz von N. gelandet. Am liebsten wäre ich damals (im Flugzeug) sitzen geblieben und gleich wieder zurück geflogen. Was hatte er mir für einen Bären aufgebunden: Absolute Stille, ja, die habe ich gefunden, aber Ideen für meinen Roman (kommen) kamen mir bis jetzt (mir) nicht. Was soll ich meinem Verleger nächste Woche sagen, wenn ich ihn (in Berlin) wieder treffen werde? Er hat (den teuren Flug) die teure Reise finanziert, in der Hoffnung, dass ich hier das letzte Kapitel schreiben (werde) würde.

Sieben lange Tage und sieben (noch längere,) schlaflose Nächte liegen noch vor mir. Ich habe es längst aufgegeben, mich an den großen, von (Holz)Würmern zerfressenen Schreibtisch zu setzen und auf das weiße Papier zu starren. Ich liege angezogen auf dem Bett und versuche mir vorzustellen, wie das Zimmer wohl aussähe, wenn durch das große Fenster Sonnenstrahlen herein kämen. Es will sich überhaupt kein Bild einstellen. Ich fühle mich leer, völlig ausgelaugt, mehr tot als lebendig. Wie soll ich die kommenden Tage überstehen?

Ich nehme meine Regenjacke und laufe hinaus. Es wird schon dunkel draußen, das Alltagsgrau wird noch grauer, denn so richtig schwarz werden die Nächte hier nicht. Ich gehe die holprige Straße hinab bis an den steinigen Strand. Das Meer ist unbewegt und grau, dicke graue Tinte.

Ein ungewöhnlich großer[komma] unförmiger Stein (zieht mich unwillkürlich in seinen Bann) fällt mir auf. Gestern lag er noch nicht (dort) da. Wellen (gibt) gab es (hier) seither nicht, also ist das Meer (ist) nicht schuld(ig) an (seinem) dessen Hiersein. Ich gehe näher heran. Nein - ein Stein ist das nicht. Er bewegt sich. Es ist ein Tier. Es (ist schwer) scheint verletzt. Ich will es hochheben, um es in das Haus zu tragen, aber es ist mir zu schwer. Mit traurigen Augen blickt es mich an. (Es) Liegt es im Sterben? Ich laufe zurück (zum Haus), um Wasser zu holen. Vielleicht hat es Durst. Als ich zurückkomme, kann es den Kopf nicht mehr heben. Es atmet schwer.

Ich weiß nicht, was ich tun soll.
sehr schön ist die idee mit dem mysteriöse "fossil" am ende, in dem sich der erzähler ganz offensichtlich begegnet.

weitermachen!

liebe grüße aus münchen

bluefin

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Mandelbaum
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Hallo wipfel,
hallo gernot,
hallo bluefin,

ich danke euch für die Hinweise.
Ich habe den Text überarbeitet.

Liebe Grüße,
Mandelbaum
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"Poesie tritt oft durch das Fenster der Unwesentlichkeit ein." M.C. Richards

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Mandelbaum
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Das Thema lässt mich nicht los, ich habe noch einige Änderungen vorgenommen und bin dankbar für weitere Hinweise.
LG Mandelbaum
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Rhea_Gift
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Nur der Satz

quote:
Auch habe ich bisher noch keine Menschen auf der Straße getroffen.

klingt nicht gut.

Vielleicht

Bisher habe ich nicht eine Menschenseele auf der Straße getroffen.

??

Jedenfalls nicht mit "auch" den Satz beginnen...

LG, Rhea
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...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Michael Schmidt
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Hallo,

Mir wird die Intention des Textes nicht klar. Aus meiner Sicht ist es unrund. Der erste Absatz erzeugt ein wenig verzweifelte Stimmung, das scheint mir auch das Ziel zu sein.
Der zweite Absatz ist eher ein Informationseinschub, der erklärt, warum.
Der dritte Absatz versucht wieder die Verzweiflung zu zeigen. Vielleicht die beiden Absätze vereinheitlichen und gar nicht so ausführlich die Gründe nennen? Manchmal ist weniger mehr.
Der fünfte Absatz wird mir nicht klar. Soll damit ausgesagt werden, das der Protagonist alle Hoffnung fahren lässt?
Und wie steht er in Zusammenhang mit den vorherigen Absätzen? Den gegenteiligen Musekuss habe ich ebenfalls nicht erahnt.

Bis bald,
Michael


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Der ErnstFall Michael Schmidt

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Mandelbaum
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Danke für deinen Kommentar, Michael.
Der Text ist nicht rund, das ist Absicht, das Problem bleibt ungelöst. Über deine weiteren Bemerkungen werde ich nachdenken und sie in die Überarbeitung einbeziehen.
LG Mandelbaum

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