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Leselupe.de > Gereimtes
Auf Tannensuche
Eingestellt am 21. 12. 2007 01:57


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Marie-Luise Wendland
???
Registriert: Aug 2006

Werke: 122
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Auf Tannensuche

Heute ist es bitterkalt,
Leute stapfen durch den Wald.
Dick vermummt und dick verpackt.
Heute wird ein Baum gehackt.

In der einen Hand ein Beil,
in der anderen ein Seil.
Wenn man einen Baum gefunden,
wird er mit dem Seil umwunden.

Doch noch ist es nicht soweit.
Man lässt sich ein wenig Zeit.
Schaut mal hierhin und mal dort,
sieht sich an den ganzen Ort.

Leider kann man es nicht hören,
dass die Tannen woll'n betören.
“Nimm doch mich, ich bin sehr sch√∂n“
wispern sie mit leisenTön'.

“Einmal m√∂cht' ich doch im Leben
vielen Menschen Freude geben.
Ja, es ist mein Lebenstraum,
zu stehen da als Weihnachtsbaum.

Geschm√ľckt mit sehr viel Silber, Gold,
das hab immer ich gewollt.
Wenn Kinder gl√ľcklich vor mir steh'n,
ach, das w√§re wundersch√∂n.“

Jedoch die Menschen hören nicht,
was fast jede Tanne spricht.
Sie suchen sich die schönsten aus
und fahren dann damit nach Haus.

Stolz sie am Heiligabend sagen:
Die Tanne hab' ich selbst geschlagen.
Doch bald ist sie nur ein Gerippe.
Ungeschm√ľckt kommt sie zur Kippe.

Den Traum, den alle Tannen weben,
bezahlen sie mit ihrem Leben.
Um einmal Mittelpunkt zu sein,
geh'n sie gern den Handel ein.

Marie-Luise Wendland







__________________
Marie-Luise Wendland
Carpe diem!

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Gerd Geiser
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2006

Werke: 243
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Hallo Marie-Luise,

du erz√§hlst von dem Brauch, in den Wald zu fahren und nach einem geeigneten Weihnachtsbaum Ausschau zu halten. Als mitf√ľhlende Zeitgenossin versetzt du dich dabei in den Baumbestand und teilst uns mit, warum die Tannen nach ihrem Schl√§chter rufen. "Wenn Kinder gl√ľcklich vor mir stehn, ach, das w√§re wundersch√∂n", hei√üt es da und man m√∂chte sagen, ja, so sind sie, die selbstlosen Tanneb√§umchen, ein sch√∂nes Symbol. Aber, so erfahren wir am Ende des Gedichtes, der Tanne geht es doch nur um sich selbst, sie will im Mittelpunkt stehen. Wir hatten es schon geahnt, war sie doch immer schon hinter Gold und Silber her. Und die Moral von der Geschicht: Das selbstbezogene Streben kappt die Lebensader und man/Baum findet sich als Gerippe wieder. Eigentlich schlimmer noch: Das B√§umchen wei√ü um den Preis seiner Eitelkeit und geht wissend ins Verderben.
Da hab ich so meine Schwierigkeiten, mich von ihm bescheinen zu lassen und o du fröhliche zu singen. Aber diese Schwierigkeit hatte ich vorher auch schon.

Dein Gedicht ist nicht ganz gerade gewachsen. Aber da es weihnachtet und wenn schon Tannebaum, mir die ein wenig verwachsenen am liebsten sind, will ich mit damit anfreunden.

Auch dir ein frohes Fest.
Lieben Gruß,
Gerd

__________________
Es ist schon alles gesagt. Nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

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