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Leselupe.de > Ungereimtes
Auf dem Bärenfelsen
Eingestellt am 20. 06. 2007 13:51


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Perry
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Devil's Rock
oder auf dem Bärenfelsen


Liebesblind
liefen wir durch den
Indian Summer

bis uns ein Grizzly
traumwild
über die Prärie jagte

Im letzten Augenblick
wuchs die Erde
zu einem Turm

als wir erwachten
flogen unsere Blicke
federleicht übers Land


1. Fassung:

Auf dem Bärenfelsen


Liebesblind liefen wir
durch den Indian Summer
legten uns lauf
müde ins Präriegras

Ein Grizzly jagte traumwild
und wäre die Erde nicht
zu einem Turm gewachsen
er hätte uns gefressen

Als wir erwachten war
das böse Treiben verflogen
die Gedanken galoppierten
federleicht über die Weide


(frei nach einer Sioux-Legende)

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JoteS
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hallo perry

legten uns lauf
müde ins Präriegras

Etwa laufmüde? Was soll dieser hässliche Bruch bewirken?

traumwild

Ein neues und besonders grässliches Adjektiv?

das böse Treiben verflogen

Ein Traum mag verfliegen, ein Treiben tut dies gewiss nicht. Schlechter Stil!

Sorry, werter Perry, aber selbst wenn ich mich um grösstmögliches Wohlwollen bemühe: Dieser Text ist in meinen Augen ziemlicher Murks.

LG

Jürgen
__________________
Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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Perry
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Hallo Jürgen,
deine direkte Art ist mir ja nur zu gut bekannt, deshalb rege ich mich darüber nicht auf (Schlechter Stil ist nur dein Komm!)
Auf die Einzelworte "laufmüde" und "traumwild" bezogen verstehe ich deinen Einwand, wobei "Murks" natürlich eine sehr persönlich gefärbte Einschätzung ist.
Mir ging es unter anderem in diesem stark zum Prosaischen tendierenden Text auch darum etwas lyrischen Anspruch durch Lautwiederholungen reinzubringen (Liebesblind liefen, erwachten war, Gedanken galoppierten).
Dass der Angriff des Grizzlys keine Realität sondern als Metapher für böse Träume steht, muss ich dir wohl nicht extra erklären oder solltest du nicht erkannt haben, dass die Ursprungslegende hinter den allgemein bekannten "Traumfängern" steht.
LG
Manfred

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JoteS
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Hallo Perry

Wie immer war mein Kommentar zu grob. Sorry.

In meinem Kommentar ging es ausnahmsweise überhaupt nicht um das Textverständnis sondern um das von Dir angesprochene lyrische Moment. Ob diesem die seltsamen Wortschöpfungen zu- oder abträglich sind, darüber liesse sich trefflich streiten aber dass z.B. die Zerreissung von "laufmüde" den Lesefluss ins Stocken bringt und scheusslich aussieht, das ist für mich offensichtlich und nicht wirklich diskutabel. Wenn aber der Vortrag eines Textes an solchen Dingen scheitert, dann ist für mich das Haupt-Kriterium für gute Lyrik nicht erfüllt.
Ebenso indiskutabel ist für mich die Formulierung "war das böse Treiben verflogen". Das böse Treiben ist ein Bär und der hat nicht mal in Indianerlegenden Flügel (und Red Bull ist kein Häuptling ).

Insofern ist "Murks" zwar hart formuliert, aus meiner Sicht aber nicht ganz unzutreffend. Das soll nicht heissen, dass man aus diesem Text nicht noch etwas machen könnte.

Es könnte aber auch sein, dass ich ganz einfach ein völlig anderes (nicht besser oder schlechter, nur verschieden) Verständnis von Lyrik habe. Ich gebe aber auch gerne zu, dass ich manche Deiner Texte dennoch gut finde.

LG

Jürgen
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Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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Perry
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Hallo Hanna,
deinem Komm entnehme ich, dass du entweder die den Traumfängern zugrunde liegende Legende nicht kennst oder einfach nicht in die Textinterpretation einbeziehen willst.
Der Berg ist der Devils Rock (auch Bärenfels genannt) und steht wie ein Turm in der Landschaft. Das "Galoppieren" bezieht sich auf die indianische Freiheitsmentalität und lehnt sich wie das "Federleicht" an die Utensilien an, aus denen die Traumfänger ursprünglich gemacht waren (u.a. auch Pferdehaare).
Ansonsten danke für deine Meinung und LG
Manfred
PS: Ich werde mal überlegen den Text auch ohne Legende lesbarer zu gestalten.

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HFleiss
gesperrt
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Auf dem Bärenfelsen

Leider gehöre ich zu dem Teil der Menschheit, der die Sioux-Legende nicht kennt. Ich bekenne mein Bildungsdefizit. Hanna

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