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Leselupe.de > Ungereimtes
Auf dem Wind
Eingestellt am 24. 08. 2010 09:12


Autor
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Mara Krovecs
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2003

Werke: 188
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Ich bin nur die auf dem Wind
verquirlt mit dem Blau
der vor Sehnsucht Brennenden
w├Ąhrend meine F├╝├če den Regen
in grauen Wolken sp├╝ren

Stimmen aus unruhigen Fl├╝geln
wohnen In meiner Haut - ein immer Leises

ich bin nur die

erz├Ąhle des Nachts den himmlischen Jagdhunden
├╝ber unserer Stadt von Ammoniten
Donnerkeilen und Bernstein
"galaktisches Zittern" bellen sie
"wir wittern die Spuren sterbender Sterne"

ich bin

so weit gewandert
auf einem winzigen Staubkorn
in Steine gesprungen
die Sonne vergangener Jahre zu fangen
"wie gro├č ist die Dehnung deines Staunens?"
frage ich dich

"wir alle sind nur die auf dem Wind"
antwortest du "wir tragen unser kleines Gefunkel
in das Rauschen aus Werden und Sterben"

wir

sind nur auf dem Wind
in dem Fl├╝stern der Bl├Ątter
erz├Ąhlt es noch
ein Leises - Sch├Ânes
wir - von au├čen seltsam
bet├Ârend summende Wesen
mit so viel Angst
vor Liebe und Frieden




C. by. Mara Krovecs

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Ach, ja, liebe Mara,

das tut mal wieder gut, Dich zu lesen.

Gut, wem es gelingt in diesen uns├Ąglich traurigen Zeiten sich emporzuheben in den Wind, in das hinein, was ├╝ber allem Schweren schwebt, wohl wissend, dass es auch nicht dauerhaft sein kann, dass auch hier Sterben und Vergehen lauern.

Aber immer wieder diese Unruhe aber auch diese Leichtigkeit finden, die das Schwierige etr├Ąglich macht.

Denn auch "die auf dem Wind" wei├č um die zerst├Ârerischen Dinge in dieser Welt, das Mi├čtrauen, die Angst, als k├Ânnten Liebe und Frieden zerst├Ârend wirken, weil man eben niemandem mehr zu trauen wagt.

Ich habe es sehr gerne gelesen.

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Heidrun D.
Guest
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Ach, Mara,
du K├Ânigin der Poesie ,

ich freue mich ebenfalls n├Ąrrisch, dich wieder einmal zu lesen.

quote:
Stimmen aus unruhigen Fl├╝geln
wohnen In meiner Haut - ein immer Leises

ich bin nur die
...
Formulierungen wie diese k├Ânnen nur aus deiner Feder stammen! Und wieviel Arbeit steckt dahinter; es stimmt einfach alles.

Ein wirklich vortreffliches Gedicht mit einer wunderbaren Melodie, innen wie au├čen.

Begeisterte Gr├╝├če
Heidrun

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Mara Krovecs
Routinierter Autor
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Liebe Vera-Lena,

herzlichen Dank f├╝r diese liebenswerte Begr├╝├čung und die tolle Interpretation dazu.

"Die auf dem Wind" ist wie auf einer Durchreise - woher und wohin? -
die einen winzigen Blick auf etwas werfen darf, die nur wie im Zeitraffer schnell zusammenfassen kann, was ihr wichtig wurde und was ihr aufgefallen ist, und dann, wie der Wind im Irgendwo verschwindet, nur ein kleines Stimmchen dalassend und das auch schon wieder verzerrt wird, von den anderen Dingen, die wie sie auf der Durchreise sind ....als ein Teil des Rauschens. "Die" also glaubt, dass nur die Angst vor Liebe und Frieden eben diese verhindern k├Ânnen ....

Du siehst, liebe Vera-Lena, Du bist ganz nah dran - so wie fast immer.


Ganz liebe Gr├╝├če aus dem Norden

Mara

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Mara Krovecs
Routinierter Autor
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Liebe Heidrun,


nun bin ich eine kleine K├Ânigin f├╝r ein paar Minuten ( Einmal im Leben *freu* ) - das f├╝hlt sich ja sch├Â├Â├Ân an ;.)
ich danke Dir f├╝r dieses Geschenk, dieses "Sch├Âne"

Die "unruhigen Fl├╝gel, in meiner Haut" - die antreiben, die Suche, nach was auch immer , nie aufzugeben, werden, so f├╝rchte ich, viele kleine, aber niemals eine letzte Antwort bekommen.
Vielleicht ist es auch gut so, dass es diese Antwort nicht gibt, das Rauschen w├╝rde wahrscheinlich aufh├Âren, oder?



Vielen Dank, liebe Heidrun,
liebe rauschende Gr├╝├če aus dem Norden ;-)

Mara


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