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Leselupe.de > Gereimtes
Auf den Berg...
Eingestellt am 05. 01. 2004 11:06


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Floheit
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Dec 2003

Werke: 8
Kommentare: 28
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Bergsteig

Auf dem waldgesÀumten Wege,
wurzelhĂŒpfend, Sonnenflut,
mir den Berg zu FĂŒĂŸen lege,
lungenfĂŒllend, ausgeruht.

Wandre langsam in die Höhe,
schrittgemĂ€ĂŸigt, konzentriert,
kĂŒhl erfaßt mich eine Böe,
baumbegrenztes, nun passiert.

Dreh mich um zum fernen Tale,
augersÀufend, absorbiert,
trink aus Zimmermannes Schale,
Himmels Werk, aquarelliert.

Doch es kratzt, steinern, fingerspitz,
schroff, zÀh kargend, Elend weit,
am hellerleuchtet Wolkensitz,
Gipfelsturm, Gipfelwind, Zeit.

Auf, Stein um Stein und Schritt um Schritt
MĂŒhsal schwitzend, Schabernack,
Auf, Bein um Bein und Tritt um Tritt,
Hirn frißt Felsen samt Rucksack.

Nur noch Meter, Gipfelkreuz,
zÀhneknirschend, Nase lÀuft,
Das Aug am Boden, tiefer Schneuz,
gleich jetzt gleich jetzt, angehÀuft.

Atme, atme, atme, Stille,
ruhig aus, der Sieg ist mein,
schau auf Gottes alten Wille,
Höchster, Meister; ganz allein.

Ach so weit liegt nun darnieder,
Ärger, Wut und tĂ€glich Brot,
hier find ich mich selber wieder,
ohne Sorgen, ohne Not.

Schade fĂŒr die stolzen Leute,
sich den Berg im Lift ergeh’n,
denn wie frĂŒher, so auch heute:
Schritt fĂŒr Schritt, am Gipfel stehn.

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Venus
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Oct 2003

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Hallo Floheit,

ich liiiebe Wortspielereien und hier sind jede Menge!!
Schon der Titel macht Freude und in der zweiten Zeile der ersten Strophe ist mir mit den Wurzeln ein LĂ€cheln aus dem Gesicht gehĂŒpft.

Ich bin nicht unbedingt ein Freund der Reimform.
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich deshalb manchmal Probleme habe, deinem Rhythmus und Takt zu folgen.

Doch fĂŒr den Gedankengang und das Wortgespielst gibts von mir ein Lob!
;o)

Liebe GrĂŒĂŸe,
Venus

__________________
den wind im rĂŒcken, sterb ich mich ein
in den großpassat -
und lebe erst recht

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Floheit
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Dec 2003

Werke: 8
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Hallo Venus!

ZunĂ€chst mal danke fĂŒr Deine aufmunternden Worte.
War schon ein bißchen verzagt, weil sich keiner rĂŒhrt.
Gerade bei diesem Gedicht, brauchst Du Dir nix drausmachen, wenn das Versmaß holpert.
War so gedacht, weil ja mit jedem Meter, den man in Richtung Gipfel zurĂŒcklegt, die Kraft nachlĂ€ĂŸt und alles im Kopf holpriger wird, bis man befreit oben ist.
Deswegen geht's am Anfang wohlklingend dahin, dann wird's rauer und zum Schluß wieder ruhiger.

p.s.: ich werd mir mal gleich deine Werke anschauen :-)

lg, aus Tirol, Floheit

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Venus
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Oct 2003

Werke: 99
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Aha!!

So hab' ich das noch gar nicht sehen können!
Herzlichen Dank, fĂŒr deine wunderbare ErklĂ€rung - jo!, nun macht es noch mehr Sinn ;o)

Mach dir keinen Kummer ob der Ressonanz, ich hab' irgendwie auch gerade das GefĂŒhl, viele Leser und Autoren schlummern ein bisschen im Schneegestöber ;o)

Ich lass ein Schneeglöckchen vor deiner TĂŒr,
dann kommen sie bestimmt, die Kommentare der Besucher -

Liebe GrĂŒĂŸe,
Venus

PS:
und ĂŒbernĂ€chstes Wochenende jodel ich mal ganz laut
(und bestimmt genauso falsch ;o))
von Tirol nach Tirol

__________________
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Floheit
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Dec 2003

Werke: 8
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Juhu

Da freu ich mich aber!
Als Dankeschön werd ich mich um einen besonders wortspielerischen Zauberspruch bemĂŒhen, damit dir keine lawine um die ohren fegt.

lg, flo

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piro
AutorenanwÀrter
Registriert: Aug 2002

Werke: 27
Kommentare: 29
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ein nettes Gedicht. Ich wĂŒnsch dir weiterhin so viel Erfolg, wie bis jetzt.

Gruß
Piro

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