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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Auf der CEBIT
Eingestellt am 20. 02. 2018 11:36


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StefanOhliger
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Dec 2017

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Juan Miguel Lopez, Europachef von Ericson, war schon einige Jahre nicht mehr auf der Cebit gewesen. Normalerweise ĂŒberließ er die KundengesprĂ€che und das PrĂ€senz zeigen seinen Untergebenen, die sich noch profilieren mussten. Dieses Jahr hatte er aber einen bestimmten Grund durch die Hallen zu schlendern und sich zu zeigen. Diesen Grund sollte er gleich zum Kaffee treffen und spĂ€ter zum Abendessen. Mit seinem gut geschnittenen teuren Anzug sah er blendend aus. Seine 59 Jahre sah man ihm nicht an, da er noch einigermaßen regelmĂ€ĂŸig auf dem Tennisplatz stand. Noch fĂŒhlte er sich zu jung fĂŒr Golf. Er hatte natĂŒrlich die Gelegenheit ergriffen, um sich mit hochrangigen Vertretern anderer Firmen zu treffen und alte Kontakte aufzufrischen. Man konnte ja das Angenehme mit dem nĂŒtzlichen verbinden, daher wartete er ungeduldig auf seine neueste Bekanntschaft. Pia war eine Wucht, mit Anfang 40 sah sie keinen Tag Ă€lter aus als 30 und hatte eine traumhafte Figur. Zum ersten Mal getroffen hatten sie sich auf dem MWC in Barcelona, Anfang des Jahres. Dort ließ er sich regelmĂ€ĂŸig blicken, da er dorthin nicht fliegen musste. Er flog ungern, das stundenlange Herumsitzen in verschiedenen Wartebereichen, anstehen an Schaltern und die penetranten Sicherheitskontrollen, nervten ihn. Pia wurde ihm bei einer Besprechung mit einem potenziellen Großkunden vorgestellt und er war ein wenig sprachlos gewesen. SpĂ€ter beim gemeinsamen Abendessen mit den Verantwortlichen des Investors war sie dabei gewesen und er hatte sich mehr als angenehm mit ihr unterhalten. Sie stellten fest, dass sie im gleichen Hotel untergebracht waren. Gerade als sie sich gemeinsam in ein Taxi setzen wollten, klingelte völlig unpassend ihr Handy. Sie schaute aufs Display und fluchte leise. Laut sagte sie: „Das ist mein Chef, da muss ich rangehen.“
Er trat diskret beiseite, um sie nicht zu stören, das GesprĂ€ch war nur kurz.„Es tut mir leid, ich muss ĂŒberraschend noch einen Termin wahrnehmen, Sie mĂŒssen alleine ins Hotel fahren. Sie wissen ja wie das ist. Hier ist meine Karte, vielleicht trifft man sich ja wieder.“
Damit winkte sie das nĂ€chste Taxi herbei, gab ihm die Hand und weg war sie. Mist, wo waren die Funklöcher, wenn man mal eins brauchte. Als er am nĂ€chsten Tag wieder im BĂŒro war, schrieb er ihr eine Mail, um sich fĂŒr den schönen Abend zu bedanken, sie antwortete nach wenigen Minuten und der Kontakt riss nicht mehr ab. Leider war sie geschĂ€ftlich viel unterwegs und konnte keinen Abstecher nach Madrid einlegen, als sie ihm jedoch mailte, dass sie auf alle FĂ€lle bei der Cebit sein werde, buchte er sofort seinen dortigen Aufenthalt. Er sorgte dafĂŒr, dass er ‚dummerweise‘ fĂŒr den Freitag, den letzten Tag, keinen RĂŒckflug mehr bekam und so das Hotelzimmer einen Tag verlĂ€ngern musste. So war er zum ersten Mal seit langem wieder richtig aufgeregt, als er sich dem Stand ihrer Firma nĂ€herte. Als sie ihn sah, kam sie sofort zu ihm und sagte laut „Oh, Senhor Lopez, das ist aber eine Überraschung, ich freue mich sehr, darf ich Ihnen meinen Vorgesetzten, Herrn RĂŒtli vorstellen, er ist heute extra aus der Schweiz angereist.“ Ihr Akzent war entzĂŒckend und sie sah atemberaubend aus, in ihrem strengen Business KostĂŒm. Er unterhielt sich angeregt mit Herrn RĂŒtli, der ihm sofort unsympathisch war, schließlich hatte er sie vor Wochen unsanft getrennt, doch gute Manieren sind gute Manieren.




„Darf ich Ihnen Ihre tĂŒchtige Mitarbeiterin entfĂŒhren, ich möchte Ihr jemanden vorstellen, der fĂŒr Sie beide vielleicht nicht uninteressant sein könnte“
„SelbstverstĂ€ndlich, wenn Sie sie wieder wohlbehalten zurĂŒckbringen“, scherzte Herr RĂŒtli.
„Darauf gebe ich Ihnen mein Ehrenwort als Gentleman“.
Damit hatte er sie endlich fĂŒr sich alleine, sie hĂ€ngte sich auch gerne bei ihm ein und kam ihm dabei ‚versehentlich‘ nĂ€her, als es hĂ€tte sein mĂŒssen. Er roch ihr Parfum und spĂŒrte eine gewisse Regung in seinem Schritt. ‚Mein Gott, was fĂŒr ein heißes Eisen‘, dachte er bei sich.
Der Kaffee war schnell getrunken, zu schnell fĂŒr seinen Geschmack, aber sie hatte noch einige wichtige Termine. Bevor die beiden wieder am Stand ihrer Firma waren, steckte sie ihm schnell einen Zettel zu, mit ihrer Zimmernummer. Es wĂŒrde spĂ€t werden, den ersten Termin hĂ€tte sie jedoch erst zum Lunch am nĂ€chsten Tag. So musste er den Nachmittag noch irgendwie herumbringen. Zumindest war die Cebit ein interessantes Event und Vorfreude bekanntlich die schönste Freude.
Er hatte selbst keine Verabredung zum Abendessen, da alle Leute, die er kannte, an diesem Tag nach Hause flogen. So verbrachte er einen etwas langweiligen Abend, das Essen in dem Hotel war annehmbar und der Whiskey an der Hotelbar war gut. Im Fernsehen wurde irgendein Fußballspiel ĂŒbertragen, dafĂŒr hatte er aber gerade keinen Kopf. Daher ging er zeitig auf sein Zimmer. Schnell duschte er und zog sich etwas Legeres an, dann war er bereit. Als die SMS kam, nur ein Smiley, nahm er eines der jĂŒngsten Wunder amerikanischer Arzneimitteltechnik der Firma Pfizer. Die kleinen blauen Pillen des GlĂŒcks, einen HĂ€nger wollte er sich heute nicht erlauben. Pia erwartete ihn in einem Hauch von nichts, was einen Kimono darstellen sollte. Der Mond schien in ihr Zimmer, ansonsten war lediglich eine Nachttischlampe eingeschaltet. Unter dem Kimono trug sie nur ein wenig Parfum, auch sie roch frisch geduscht. Sie hatte zwei GlĂ€ser mit Champagner in der Hand und bot ihm spöttisch lĂ€chelnd eins an. Er rĂ€usperte sich, nahm ihr die GlĂ€ser aus der Hand und zog sie an sich. Mit einem Griff ließ er den Kimono von ihren Schultern gleiten und ging vor ihr in die Knie. Sie öffnete sich ihm und stöhnte leise als seine Zunge sich sanft bewegte. Dann zog sie ihn wieder hoch und begann sein Hemd aufzuknöpfen.
„Du bist verheiratet, oder?“, er nickte. „Du willst das auch bleiben?“, er nickte wieder, „Gut, ich auch!“, sie kĂŒsste ihn lange und heiß. Die letzten beiden Knöpfe seines Hemds flogen durchs Zimmer, als er es ungeduldig aufriss. Sie hatte indessen seinen GĂŒrtel geöffnet und lachte leise.
„ZĂŒgel dein Temperament, wir haben Zeit.“
Die Hose fiel zu Boden, sie ging in die Knie und nahm ihn in den Mund, er holte tief Luft und flĂŒsterte
„Langsam, ich dachte wir haben Zeit.“ Da stieß sie ihn sanft nach hinten und er landete auf ihrem Bett, mit langsamen Bewegungen bestieg sie ihn, es wurde ein langer Ritt.
Nach dem FrĂŒhstĂŒck am nĂ€chsten Morgen verabschiedeten die beiden sich in der Hoffnung auf ein baldiges Widersehen. Beschwingt stieg Juan Miguel in das wartende Taxi, ein leichtes SchwindelgefĂŒhl ignorierend. WĂ€hrend der Fahrt zum Flughafen platzte ein Aneurysma in seinem Hirn, das dort jahrelang geschlummert hatte. Er starb glĂŒcklich lĂ€chelnd.

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