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Leselupe.de > Gereimtes
Auf der Insel
Eingestellt am 11. 09. 2006 09:28


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Walther
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Auf der Insel


Am Ende sieht man nur mehr Meer:
Der Strich am Horizont scheint leer,
Er trennt ein Blau vom andern Blau.
Und wo man steht, bleibt ungenau.

Man sp├╝rt vom Wasser leis den Hauch
Unds Wellenschlagen h├Ârt man auch.
Der Kopf wird weit wie schon das Auge,
Und alles schmeckt nach Salz und Lauge.

Das Auge senkt sich auf den Strand
Und sieht nur wei├čgelb, wei├čgelb, Sand.
Der Fu├č f├╝hlt sich wie festgebacken.
Die Sonne warm strahlt auf den Nacken.

So federleicht liegt jetzt die Hand
Auf einer Balustrade Rand.
Und wie Gedanken sich entleeren,
Scheint endlich Ruhe einzukehren.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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anbas
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Hallo Walther,

sch├Ânes Gedicht! Da kommt Urlaubssehnsucht auf - und bei mir die konkrete Frage, ob ich wirklich wie geplant meinen Urlaub in den Bergen machen soll .
Etwas st├Ârend finde ich "mehr Meer" und "wei├čgelb, wei├čgelb Sand". Ist als Wortspiel ganz witzig, st├Ârt aber f├╝r mein Gef├╝hl den Leseflu├č.

Liebe Gr├╝├če

Andreas
__________________
Wenn der Weg das Ziel ist, kann man nicht falsch abbiegen. (anbas)

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Walther
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Hallo Anbas,

es geht nichts ├╝ber (Wellen-)Berge. Im Ernst: Berg und Meer w├Ąre die Idealkombination. Das machte Laune.

Zu Deinen Hinweisen:

(1) "mehr Meer"
In der Tat auf den ersten Blick deplatziert. Allerdings sind wir nicht bei Romantikern an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, Goethe und Armin und von Hofmannsthal sind doch seit einigen Jahren tot. Romantik ist gut, Naturseligkeit auch, zuviel davon kann man heute kaum mehr ertragen.

(2) "wei├čgelb, wei├čgelb, Sand"
S.o. Aber: Wenn das Auge aus dem beruhigenden Blau auftaucht und dann auf/in den hei├čen, glei├čenden Sand f├Ąllt, das schmerzt fast und f├╝hrt auch zu wenigstens zwei Versuchen des Fixierens, trotz Sonnenbrille. Diesen Vorgang habe ich lyrisch aufgreifen wollen.

Generell: Die beiden flapsigen Ausfl├╝ge machen die Heileweltstimmung, wie ich meine, erst ertr├Ąglich, ohne sie zu zerst├Âren. Sie lassen gerade jenen leisen Zweifel in den Text, der uns sowieso - als neuzeitliche Skeptiker, die sich auf nichts mehr wirklich einlassen k├Ânnen, weil sie, aus leidvoller Erfahrung, hinter jeder glatten Oberfl├Ąche irgendein Aber vermuten - umtreibt. Warum also nicht zu diesem Gef├╝hl im Gef├╝hl stehen.

Am Ende versinken wir ja doch

quote:
So federleicht liegt jetzt die Hand
Auf einer Balustrade Rand.
Und wie Gedanken sich entleeren,
Scheint endlich Ruhe einzukehren.
hoffnungslos und hoffnungsvoll zugleich, ambivalent eben, wie alles in diesem Leben.

Viel Spa├č beim Urlaub in den Bergen.

Gr├╝├če und Dank

W.


__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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