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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Auf der Kreuzfahrt 3.Teil
Eingestellt am 10. 03. 2002 08:36


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Lady Darkover
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2001

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Hier ist nun der letzte Teil der Geschichte und ich hoffe auf baldige Kritik von euch. Viel Spaß beim Lesen.


Als ich erwache, höre ich Wasser rauschen. Langsam öffne ich die Augen und das Tageslicht blendet mich. Ganz allmĂ€hlich gewöhne ich mich daran und berĂŒhre die Bettseite auf der Umberto gelegen hat. Sie ist noch warm und lĂ€sst mich lĂ€chelnd an die Nacht denken.
Umberto kommt aus dem Bad und ich sehe ihn zum ersten Mal nackt bei Tageslicht. Wow, was fĂŒr ein Mann, ich kann es kaum glauben, dass ich ihm so nah war. Der brĂ€unliche Teint ist perfekt und passt gut zu ihm. Die Augen strahlen Geborgenheit und Ruhe aus. „Guten Morgen, wilde WĂŒstenprinzessin, hast du gut geschlafen?“ „Ja, an deiner Seite besonders gut“. Umberto kommt zu mir und kĂŒsst mich auf den Mund. „Mmh, der Duft unserer Leidenschaft, haftet immer noch an dir und er riecht gut. Ich muss noch einmal weg, bevor wir frĂŒhstĂŒcken können, lass dir also Zeit fĂŒr die Morgentoilette, ich hole dich in einer Stunde ab, oder lasse dich abholen“. Umberto kleidet sich an und verabschiedet sich mit einem Luftkuss von mir, schon klappt die TĂŒr zu.
Ich lasse mich aufs Bett zurĂŒckfallen und breite mich vollkommen darauf aus. Mit geschlossenen Augen, denke ich an die letzten Stunden und ich fĂŒhle mich endlich frei, frei vom Ballast der letzten Monate. Fröhlich pfeifend, mache ich mich fĂŒr den Tag frisch und suche mir etwas passendes fĂŒr den Vormittag aus. Im Spiegel sehe ich eine verĂ€nderte Frau.
Umberto ist im GesprÀch mit dem Steward und handelt einen Preis aus. Zufrieden nickt er und versichert ihm, dass in einer Stunde, am Anleger, alles bereit sein wird.
Es klopft und mit Freude öffne ich. „Umberto, das ging aber schnell“. „Hast du schon Hunger, ich kann es gerade noch aushalten, komm“. Er nimmt meine Hand und ich habe das GefĂŒhl, dass eine Überraschung auf mich wartet. Wie immer ist es sonnig und warm, die Felsen am Ufer sind in ein rötliches Licht getaucht. Wir gehen ein kleines StĂŒck entlang des Nils und dann sehe ich das große, weiße Segel, welches einer Feluke gehört. Mit *„Sabah el-cher“, begrĂŒĂŸt uns der BootsfĂŒhrer und hilft mir beim Einsteigen. Umberto folgt mir und nimmt neben mir Platz. Er öffnet einen großen Picknickkorb und stellt das Geschirr und all die Köstlichkeiten auf einen ausklappbaren Tisch. Ich bewundere sein organisatorisches Talent und in meinem Herzen tobt die wilde Leidenschaft und Liebe, die sich dort ein Heim gesucht hat. „Möchtest du lieber Tee oder Kaffee, meine WĂŒstenprinzessin?“ „Tee, bitte. Wie kommst du nur immer auf so tolle Ideen, du ĂŒberrascht mich sehr und machst mich unheimlich glĂŒcklich“. Wir legen ab und der Wind, der das Segel streift, treibt uns langsam voran. Auf der anderen Seite des Flusses schwimmen ein paar WasserbĂŒffel. Ich trĂ€ume ein wenig, bis mir Umberto den Tee reicht, er selbst wĂ€hlt den Kaffee. „Liebes, du hast ein langschlummerndes GefĂŒhl, welches ich verloren glaubte, in mir geweckt und durch dich fange ich an, meine Trauer abzulegen. Als ich dich im Flugzeug sah, hatte ich das GefĂŒhl, ich mĂŒsste mich an deine Fersen heften, du hattest eine so unausweichliche Anziehungskraft, ich konnte dieser einfach nicht wiederstehen. Vielleicht klingt das merkwĂŒrdig, aber ich konnte dir ansehen, dass du mit irgendetwas zu kĂ€mpfen hattest und ich musste herausfinden was es war. Du bist eine leidenschaftliche Frau und sehr begehrenswert, ich musste dich einfach erobern“.
Den ganzen Vormittag verbrachten wir auf dem Wasser und fĂŒhrten viele GesprĂ€che. Nach und nach sprudelte der ganze Kummer aus Umberto heraus. Endlich fasste er Vertrauen. So erfuhr ich, dass seine Frau und seine zwei, damals noch kleinen Kinder, bei einem Autounfall, ums Leben kamen. Das ist jetzt knapp zwei Jahre her und durch mich hat er neuen Mut geschöpft, was mich ehrt. Auch ich erzĂ€hlte ihm, dass ich an der Scheidung, fast zerbrochen wĂ€re, doch hoffte ich, durch die Reise, alles zu vergessen.
*Guten Morgen
Wir genossen die Fahrt und legten gegen Mittag wieder an. „Was hĂ€ltst du davon, wenn wir in die Stadt fahren und Wasserpfeife rauchen, hast du es schon Mal probiert?“ „Nein, Umberto, aber es wĂ€re ein Versuch wert“. In einer Gasse finden wir das Cafe „Universum des Orients“, der Name lĂ€dt, zum Bleiben, ein. Wir nehmen draußen Platz und bestellen eine *“Schischa“. Die Entscheidung fĂ€llt schwer, denn es gibt neunzehn verschiedene Tabaksorten von Pfirsich ĂŒber Pfefferminz, Kirsche, Cola, Mango und Honig. Ich nehme Kirsche und Umberto Honig. Gespannt darauf, schaue ich mich noch ein wenig um. Aus dem einfach möblierten Innenraum weht beißender, weißer Rauch vom Kohlefeuer herĂŒber und der Geruch erinnert an Kaugummi. Hier und da sitzen Einheimische verteilt an den wenigen Tischen. Einige unterhalten sich angeregt, andere lesen Zeitung oder spielen Backgammon. Der Cafebesitzer bringt uns zwei Schischa und wir lassen uns von ihm das Prinzip erklĂ€ren. Die Luft, die vom MundstĂŒck angesaugt wird, fĂŒhrt durch den vom HolzkohleerwĂ€rmten Tabak und gelangt in einen BehĂ€lter mit Wasser. Beim Einsaugen der Luft, hört man ein Blubbern und es bringt uns zum Lachen. In den Wolken der Schischa, spĂŒre ich die Ewigkeit des MĂŒĂŸigganges. Ein paar Zauberer und GeschichtenerzĂ€hler vertreiben uns die Zeit. Bis zum Abend ist es noch hin, erst dann geht es mit der Gruppe zum großen Tempel Ramses des II. Umberto und ich schlendern noch durch die Gassen, bis mir einfĂ€llt, dass ich noch nie, auf einem WĂŒstentaxi, geritten bin. Am Stadtrand finden wir einen Kamelbesitzer, der einen Ausritt, fĂŒr wenige Ă€gyptische Pfund, anbietet. Mit Geschick schwinge ich mich auf den orientalischen Sattel und schon geht es los. Ein wenig holprig und durchgeschĂŒttelt versuche ich Halt zu finden. Nach wenigen Schritten des Tieres, fĂŒhle ich mich sicher und es macht Spaß. Umberto geht es Ă€hnlich und unterwegs lĂ€chelt er mir immer wieder zu. Es ist so schön mit ihm zusammen zu sein, er gibt mir das GefĂŒhl, zeitlos dahin zuschweben, als wĂ€re mein Weg, mit WattebĂ€uschen, gepflastert. Im Tal kommen wir, an bizarren Formationen aus weißem Kalkstein, geschliffen vom WĂŒstenwind, vorbei. Die heiße Luft flimmert und gaukelt eine Fatahmorgana vor. Der Nachmittag ist schnell vorĂŒber und so treten wir den RĂŒckweg, zur Rhapsody, an. Immer wieder suche ich Umbertos NĂ€he und ermuntere ihn, mich zu berĂŒhren, wie zwei frisch Verliebte.
Das große Finale der Reise ist Abu Simbel. In mitten der nubischen WĂŒste liegt der große Felstempel des Ramses II.
Wieder reisen wir mit der Gruppe im klimatisierten Bus an und die vier Kolossalstatuen, die etwa zwanzig Meter hoch, vor der Fassade des Tempels ragen, erregen meine Aufmerksamkeit. Wir sammeln uns vor dem Tempel und die Reiseleiterin beginnt die Geschichte des Monuments zu erzÀhlen.




Eine Reihe von Pavianen begrĂŒĂŸen den Aufgang der Sonne, die ĂŒber der Tempelfassade angebracht sind. Über dem Eingang ist eine Statue des falkenköpfigen RaHarachte zu sehen, der Tempel ist ihm gewidmet. Beherrscht wird die Fassade von der Selbstdarstellung Ramses II. Sitzend blicken sie ins Tal. Dreiundsechzig Meter weit fĂŒhrt die Anlage erst in eine Halle. Die WĂ€nde geschmĂŒckt mit der Schlacht von Kadesch. Im Anschluss daran betritt man das Sanktuar, dort sind an der RĂŒckseite vier Gottheiten im Fels eingearbeitet. Amun, RaHarachte, Ptah und Ramses II selbst. Ein kleiner Tempel ist der Göttin Hathor geweiht und ehrt die königliche Gemahlin Nefertari. Sie trĂ€gt den Kopfschmuck der Göttin Hathor (Kuhgehörn mit Sonnenscheibe).
Umberto und ich sind beeindruckt von der GrĂ¶ĂŸe des Tempels. Besonders lange verharre ich in der großen Halle, um mir genauer die Schlacht um Kadesch, anzusehen. In BĂŒchern habe ich darĂŒber gelesen, doch einmal hier zu stehen und das Original zu betrachten, hĂ€tte ich mir nie ertrĂ€umt. Umberto nimmt meine Hand und ich sehe in seinen Augen, Zufriedenheit aufblitzen. Unbeobachtet fĂŒhlend, berĂŒhren sich wieder unsere Lippen. Ein Kuss, zart und samtig, wie der erste Flaum eines KĂŒkens. FĂŒr einen Moment scheint die Zeit still zu stehen
*Wasserpfeife
und habe das GefĂŒhl in einer anderen Epoche zu sein. Leider werden wir, durch das Stimmengewirr der anderen, unterbrochen. Immer mehr verstricken sich unsere GefĂŒhle miteinander und das Vertrauen, welches wĂ€chst, umschließt mein Herz.
Nach und nach verlĂ€sst die Gruppe den Tempel und es ist mir gar nicht bewusst geworden, das es spĂ€ter Nachmittag ist. Es kehrt ein wenig Ruhe vor dem Tempel ein und die Sonne versinkt stimmungsvoll ĂŒber der WestkĂŒste. Der Höhepunkt scheint noch nicht erreicht zu sein, denn erst bei Dunkelheit ist die Magie der vier mĂ€chtigen Kolosse zu spĂŒren. Die Beleuchtungen der Tempelanlage wird eingeschaltet und lĂ€sst Ramses II mĂ€chtig und bizarr erscheinen. Eng an Umberto gekuschelt schaue ich mir das Schauspiel an und ich bin ĂŒberwĂ€ltigt von der Stimmung. Ich glaube es ist der schönste Tag in meinem Leben.
Auf der RĂŒckfahrt im Bus, döse ich, wie gewöhnlich ein und versuche die Ereignisse des Tages zu verarbeiten.
An Bord trennen sich Umbertos und meine Wege, bis zum Abendprogramm. SehnsĂŒchtig schaue ich ihm nach, lĂ€chelnd verabschiedet er sich von mir. Etwas erschöpft ziehe ich meine Schuhe aus und lege mich, mit ausgebreiteten Armen und Beinen, auf das Bett. Der Tag war so voller Leben und unverhoffter Überraschungen, dass ich gespannt bin, wie der Abend verlĂ€uft. Bis dahin habe ich noch Zeit und ich entscheide mich fĂŒr ein kleines Nickerchen.
Eine Stunde spĂ€ter schrecke ich aus dem Schlaf und schaue in Panik auf die Uhr. Puh, nicht verschlafen, es bleibt noch Zeit, um sich frisch zu machen und die geeignete Abendgarderobe auszusuchen. Ich hatte das GefĂŒhl fĂŒr Stunden versunken gewesen zu sein, merkwĂŒrdig. Passend zum Dinner kleide ich mich an und im Spiegel sehe ich, dass die Sonne ihre Spuren hinterlassen hat, einen ebenmĂ€ĂŸigen, brĂ€unlichen Teint. LĂ€chelnd verlasse ich meine Kabine und betrete schwungvoll und gut gelaunt den Speiseraum. Umberto winkt mir bereits zu, als er mich sieht. „Hallo Lorena, konntest du ein wenig schlafen, du sahst im Bus erschöpft aus“. „Ja, danke der Nachfrage, ich war wirklich geschafft vom Fußmarsch durch die Tempel, jetzt bin ich aber ausgeruht“. „Gut dann kann dem nĂ€chsten Abenteuer nichts mehr im Wege stehen“, verschmitzt lĂ€chelt er. Er hat doch wieder etwas im Sinn, das LĂ€cheln kenne ich bereits.
Das Essen wird gebracht und wie immer trinken wir den passenden Wein dazu. Im Hintergrund spielt leise orientalische Musik, die mich an die Hathordancers erinnert. Wir bleiben lange im Speiseraum und unterhalten uns. Die Themen sind vielfĂ€ltig, doch als es um GefĂŒhle und persönliche Geflogenheiten im Alltag geht, stelle ich immer mehr fest, dass wir uns Ă€hnlich sind.
„Lorena, vertraust du mir“? Verdutzt ĂŒber den ernsten Ton und der Frage, beantworte ich sie mit „Ja“. „Gut dann gib mir deine Hand und komme mit an Deck“. Gespannt reiche ich Umberto meine Hand und wir gehen gemeinsam auf das Deck. Aus seiner linken Hosentasche holt er ein sandfarbenes Halstuch. Umberto legt mir das Tuch ĂŒber die Augen und befestigt es vorsichtig an meinem Kopf, mit einem Knoten. „Bitte habe keine Angst, lass dich einfach fĂŒhren“. Es geht los, unbeholfen setze ich einen Fuß vor den anderen. Fast lautlos, nur das Klappern meiner AbsĂ€tze ist zu hören, bin ich der Dunkelheit und Umberto ausgeliefert. Ein wenig Angst bedrĂ€ngt mich doch, aber die Aufregung siegt, so dass ich kein Spielverderber bin. Wo bringst du mich nur hin?
Nach einer Weile spĂŒre ich, dass der Grund, unter meinen FĂŒssen, nachlĂ€sst und es zwischen meinen Zehen kribbelt. Ein wenig bewege ich sie und es fĂŒhlt sich rau an. Woran erinnert mich das nur, jetzt fĂ€llt es mir wieder ein, Sand. Immer mehr versinke ich in ihm und ich scheine nicht mehr vorwĂ€rts zu kommen. Umberto bemerkt es, denn er hilft mir beim Ausziehen der Schuhe. KĂŒhl rinnt der Sand zwischen meine Zehen. Das verborgene Geheimnis lĂ€sst mein Herz schneller schlagen und ich kann es kaum abwarten, das Halstuch von meinen Augen zu nehmen. „Ein kleines StĂŒck mĂŒssen wir noch gehen, dann hast du es geschafft“. Wieder nimmt er meine Hand und fĂŒhrt mich weiter ins Ungewisse. Die kĂŒhle Luft lĂ€sst mich frösteln und ich werde etwas ungeduldig. „So, kleine WĂŒstenprinzessin, wir sind angekommen, du kannst deine Augen wieder öffnen“. Umberto entfernt das Tuch und blinzelnd schaue ich mich um. Ich stehe auf einer hohen DĂŒne und vor mir liegt eine Oase, dort brennt ein Feuer und wie ich erkennen kann steht dort ein Baldachin. Um es genauer erkennen zu können, mĂŒssen wir nur noch vom DĂŒnenkamm herunterlaufen. ÜberwĂ€ltigt stehe ich stocksteif, vor dem mir nun nicht mehr verborgenen Geheimnis, nichts geht mehr. Ich schaue in den Himmel und die Leuchtkraft der Sterne wird nur noch vom Licht des Mondes ĂŒberdeckt. Umberto nimmt mich in den Arm und kĂŒsst mich zĂ€rtlich auf den Mund. Ich fĂŒhle mich immer noch wie betĂ€ubt. Mit einem Schwung hebt er mich hoch und trĂ€gt mich auf seinen starken Armen zur Oase. Ich schlage meine Arme um seinen Hals und lehne meinen Kopf an seine Brust, genieße den Augenblick des GlĂŒcks.
Unter dem aufgebauten Baldachin setzt mich Umberto vorsichtig ab. Weich sitze ich auf den vielen Kissen und auf einem kleinen Tisch stehen Obst und Datteln. Typisch westlich sind die GetrĂ€nke in einer KĂŒhlbox untergebracht, das ist aber zu verzeihen. „Und, was sagst du“? „Umberto ich finde keine Worte fĂŒr all das hier, ich bin wirklich ĂŒberrascht“. „Möchtest du die Nacht mit mir unter den Sternen verbringen“? Als ich etwas sagen will, komme ich nicht mehr zu Wort, denn er entfĂŒhrt mich bereits mit seinen Lippen und bringt meine Leidenschaft wieder zum Brennen, wie das Feuer, welches uns knisternd WĂ€rme schenkt. Seine KĂŒsse fesseln mich, so dass ich kaum Luft bekomme.
Langsam lösen wir uns voneinander und ich streichle zĂ€rtlich durch seinen lockigen Haarschopf. Seine Blicke sind begierig und ungeduldig lauernd, wie ein Raubtier, welches den richtigen Moment in der Deckung abwartet, um der Beute keinen Ausweg zur Flucht zu lassen. An meinem Nacken spĂŒre ich die schlanken Finger von Umberto. Mit Geschick öffnet er den Reißverschluss des Kleides und lĂ€sst die TrĂ€ger ĂŒber meine Schultern fallen. Meine WĂ€sche ist auch nicht mehr lange an seinen Platz. Er fĂ€hrt mit seinen Blicken ĂŒber meinen Körper und hĂ€lt dann mit geschlossenen Augen, ein wenig inne. „Du bist so wunderschön, kleine WĂŒstenprinzessin. Ich bin froh, dass ich es bin, der dein Herz erobern durfte, beweg dich nicht, bleib einfach so liegen“. Umberto steht auf und stellt sich in nicht allzu weiter Entfernung vor mir auf. Langsam entkleidet er sich. Er lĂ€sst die Jacke ĂŒber seine breiten Schultern rutschen. Jeden Knopf seines Hemdes knöpft er langsam und mit bedacht auf und wirft es auf die Kissen neben mir. Die GĂŒrtelschnalle lĂ€sst er gerĂ€uschvoll aufschnellen und der Knopf und der Reißverschluss folgen. Das Beinkleid rutscht an seinen wohlgeformten Schenkeln herunter und schĂŒttelt es ab, wie einen Regentropfen. Der Leckerbissen lauert schon, aber ist noch gefangen im Unterschlupf. Fasziniert verfolge ich die Show und die Hitze in meinem Schoß, lĂ€sst mich erbeben. Ganz langsam, quĂ€lend langsam, kommt er zum Vorschein und kann seine Vorfreude nicht verbergen. Ungeduldig winke ich Umberto mit einem Finger heran. Am Feuer wĂ€rmen wir uns und als ich seinen Körper spĂŒre, entlockt es mir einen tiefen Seufzer. Wir berĂŒhren uns so vorsichtig, als wĂ€ren wir wertvolle Relikte, die unentbehrlich sind, fĂŒr die Welt. Jede Unebenheit wird untersucht und Umberto verharrt besonders lange an den sensiblen Körperstellen. Geschmeidig wie eine Raubkatze, gleitet er mit seinen Lippen ĂŒber die weite Ebene zum Tal. Er taucht ein, in das erst gerade wiederentdeckte Heiligtum. Unendlich zart erkundet er das Areal und hinterlĂ€sst Spuren von seidigem Glanz. Wundervolle GefĂŒhle durchfluten mich und tragen mich auf einem Regenbogen zu den Sternen. Immer lustvoller stillt er seine Leidenschaft, beflĂŒgelt vom Duft der Frucht, die sich ihm bereitwillig entgegenstreckt. Zitternd und fast verloren wirkend, halte ich mich an seinem Kopf fest, dirigiere ihn, um endlich im Schatten der Oase meine ErfĂŒllung zu finden. Er hĂ€lt meine Frucht quĂ€lend zwischen seinen Lippen und ich bin in seiner WillkĂŒr gefangen. Nach und nach lĂ€sst er mir wieder mehr Spielraum, so dass ich mich nicht mehr unter Kontrolle habe. ÜbermĂ€chtig werde ich mitgerissen und vom Schatten der Oase eingeholt. Wimmernd und fast schreiend, lass ich ihn teilhaben an der Reise in die Unendlichkeit, die fast keine Ende finden will. TrĂ€nen strömen ĂŒber mein Gesicht, in ihnen die neuentdeckten GefĂŒhle, die ich fĂŒr Umberto empfinde.
ZĂ€rtlich nimmt er mich in den Arm und streichelt meine BrĂŒste. Liebevoll kĂŒsst er meine TrĂ€nen fort und ich halte mich, wie eine ertrinkende, in seinen Armen fest, immer noch aufgelöst von den GefĂŒhlen. Doch spĂŒre ich bereits neuaufkeimende Gier. Meine Hand lege ich auf seine pulsierende Kraft und löse mich aus Umbertos Umarmung. KĂŒssend und liebkosend, umspiele ich seinen sensiblen Punkt, bis er meinen Mund ganz ausfĂŒllt. Stöhnend genießt er mein Spiel, er ist fast nicht zu bĂ€ndigen. Unsere Lust steigert sich von Minute zu Minute und ich kann es kaum mehr aushalten ihn in mir spĂŒren zu wollen.
Als hĂ€tte Umberto meine Gedanken gelesen, bekomme ich auch schon, was so in mir lodert. Eng umschlungen liegen wir in der Missionarsstellung und die erste BerĂŒhrung seiner Lust, verfĂ€ngt mich in einem Netz aus sĂŒĂŸem Schmerz. Wie ein wildes Rudel, was seine Beute verteidigt, fallen wir ĂŒbereinander her. Der Rhythmus seiner Lenden verfĂŒhrt mich ins Uferlose und hat etwas animalisches an sich. Immer wieder verfangen sich unsere Zungen und spielen wild miteinander. Der WĂŒstenwind streift unsere nackten Körper, kann uns aber nichts anhaben, denn wir spĂŒren nur WĂ€rme, WĂ€rme die uns verbindet. Ganz weit entfernt vernehme ich das Knistern des Feuers, welches sich mit unserem stöhnen vermischt. Mit meinen Beinen umklammere ich Umbertos Oberschenkel und meine HĂ€nde sind fest auf seinem Po platziert, so dass seine Lust spĂŒrbar durch meine Finger gleitet. Immer mehr verschmelzen wir miteinander und treten bald erschöpft, aber seicht ĂŒber die Grenze, um zufrieden in der vom Mondlicht getauchten Oase zu landen. TrĂ€nen tropfen auf die Kissen und ich kann ein Schluchzen nicht unterdrĂŒcken, ĂŒberwĂ€ltigt von starken GefĂŒhlen, liege ich immer noch vertrĂ€umt, eng umschlungen mit Umberto, unter dem Baldachin.
Nach und nach nehme ich alles um mich herum wieder war und löse mich mit zittrigen Beinen von ihm. Entspannt liegen wir nebeneinander und ich fĂŒhle mich, als wĂ€re ich eine Figur aus einer orientalischen ErzĂ€hlung, die ihr GlĂŒck gefunden hat. Sanft streichle ich ĂŒber seine Brustbehaarung und spiele mit den einzelnen Haaren. Mir kommt es vor, als wĂ€ren wir die einzigen auf der Welt, es ist sehr still hier und die Sterne sind uns ein Dach. Das Feuer ist fast heruntergebrannt, nur noch ein schwaches glĂŒhen ist zu sehen. „Meine WĂŒstenprinzessin, ich kann dir gar nicht sagen, wie glĂŒcklich ich bin, ich liebe dich, du bist vollkommen“, könnten wir doch fĂŒr immer hier bleiben“. Umberto streichelt mich. „Ich liebe dich auch, und du hast mir heute Nacht ein wunderbares Geschenk gemacht, das hat noch niemand fĂŒr mich getan“. Umberto steht auf und holt aus der KĂŒhlbox zwei Flaschen Wasser und das Obst. Schweigend stillen wir unseren Durst, einige Trauben nimmt er vom Teller und fĂŒttert mich liebevoll. Wir machen ein Spiel daraus und nach und nach tollen wir ausgelassen, wie die kleinen Kinder um das heruntergebrannte Feuer.
„Ich glaube es ist besser, wenn ich das Feuer neu entzĂŒnde, denn sonst bekommen wir noch nĂ€chtlichen Besuch“.
Bald legen wir uns zum Schlafen unter dem Baldachin, eng aneinander gekuschelt geben wir der MĂŒdigkeit nach. Ich hĂ€tte nie gedacht, dass die Reise, eine unvergessliche werden wĂŒrde und wer weiß, was mir noch alles wiederfĂ€hrt.


__________________
Ich bitte um eure Meinung zum Text.

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BeautifulExperience
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Hi Martina!

Ein sehr schöner und erotischer Text! War interessant fĂŒr mich zu lesen, wie gefĂŒhlvoll du sexuelle Interaktion beschreibst :-).

Lieber Gruß!

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Lady Darkover
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Hallo BeautifulExperience,

danke fĂŒr dein Lob. Ich lege immer sehr viel Wert auf Romantik und versuche mein ganzes Herz mit einzubringen. Vielleicht hat man auch herausgehört, dass ich total auf Ägypten abfahre, ich verschlinge jedes erdenkliche Material.

Liebe GrĂŒĂŸe Martina
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BeautifulExperience
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:-)))

Ja, hab ich herausgehört :-). Die Ă€gyptische ist ja auch eine sehr faszinierende, ĂŒberaus geheimnisvolle Kultur, die auch so moderne Musiker wie Prince bis heute beeinflußt.

Mehr noch als deine Schilderungen des Ambientes hat mich jedoch interessiert, wie du mit erotischen Schilderungen umgehst, und das hat mich schon beeindruckt!

LG!

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