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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Auf der Suche nach dem Meer
Eingestellt am 30. 08. 2001 22:22


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Hobbydichter
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Die wei├čen Streifen zogen endlos in der Dunkelheit dahin, einer nach dem anderen, und obwohl es kurz nach Mitternacht war, war Magda hellwach. Dies mochte an dem ungew├Âhnlich sternklaren Himmel liegen, der die Nacht erhellte. Oder auch an der k├╝hlenden Hitze, die durch die heruntergekurbelte Fenster├Âffnung drang. Oder aber es war das Adrenalin, das seit Stunden durch ihre Adern str├Âmte, das sie wachhielt, ihr Herz zum schnelleren Schlagen bewegte, schneller und immer schneller, so dass sie fast keuchend einatmen musste, ihr den Schwei├č auf die Stirn trieb, ihren Magen umdrehte und ihre F├╝├če kribbeln machte.
Neben ihr sa├č Mark und fuhr. Seine gro├čen H├Ąnde umgriffen fast verkrampft das Lenkrad. Magda sah, wie die kleinen Kn├Âchelchen auf seinem Handr├╝cken wei├č hervorstanden. Auch in seinem Gesicht arbeitete es. Ganz deutlich konnte man sehen, wie er seine Kiefer aufeinander presste und hin-und herschob. Ab und an nahm Mark eine Hand vom Steuer, um den Schwei├č seiner H├Ąnde an seiner kurzen Hose abzuwischen. Dies war alles, was er tat. Das ├╝brige war Schweigen.
Magda drehte sich ruckartig nach hinten um. Hier auf der R├╝ckbank mit braunem Kordbezug sa├č Jo, den Kopf mit den strohblonden kurzen Haaren scheinbar nach hinten verrenkt. Sein Mund war halb ge├Âffnet, so dass ein wenig Speichel heraustropfe, der aber sogleich wieder auf dem Kinn trocknete. Magda h├Ątte dies sicherlich widerw├Ąrtig gefunden, h├Ątte sie Jo nicht schon l├Ąnger gekannt. Freundschaftliche Intimit├Ąten wie diese konnten in einem keinen Ekel mehr hervorrufen, sobald man beim Kotzen einmal den Kopf des anderen gehalten hatte. So stie├č sie heute nur noch seine Auswahl an Partyklamotten ab. Heute Nacht trug er zum Beispiel ein schreiend gelbes Hemd und eine silberfarbene Hose. Beide Kleidungsst├╝cke waren ein wenig bekleckert. Ob es nun Speichel, Tequila oder Kotze war, konnte Magda nicht sagen, daf├╝r hatte sie ihn zu fr├╝h am Abend aus den Augen verloren. Jetzt war Jo der einzige, der im Wageninneren den Geruch von Alkohol ausschwitzte. Was vielleicht auch erkl├Ąren konnte, warum er in dieser unbequemen Haltung in diesen unglaublich tiefen Schlaf gefallen war.
Magda drehte sich mit dem Oberk├Ârper mit einem Plumps nach vorne um und konzentrierte sich wieder auf die Stra├če. Die Autobahn war zu Beginn der Fahrt noch ziemlich voll gewesen, lauter Autos mit dr├Âhnenden Bassboxen voll schriller Partymenschen auf der Gegenspur. Sie kamen aus dem Umland nach Berlin, weil es sonst nichts zu tun gab. Der Weg hatte die drei durch die Vororte der Stadt gef├╝hrt, und auch wenn die Stra├če am Anfang mit hohen Mauern einbetoniert gewesen war, so hatte man doch die endlosen Reihen von Hochh├Ąusern erkennen k├Ânnen, die den Weg nach Norden ges├Ąumt hatten.
Jetzt schien es, als h├Ątte sich die Strecke beruhigt. Die Kurven waren weniger eng geworden und die Fahrzeuge um sie herum weniger zahlreich. Nun gab es keine Mauern mehr und auch keine H├Ąuser. Um sie herum war es tiefe Nacht. Magda vermutete abgeerntete Felder jenseits der Fahrbahn. Vielleicht ein Bauernhaus oder zwei. Vielleicht sogar einige K├╝he, die hier schliefen. Sofern die Bauern ihre K├╝he auf den Weiden stehen lie├čen ├╝ber Nacht. Das wusste Magda als Stadtkind nicht so genau.
Nun, da die Stra├če ruhiger und leerer geworden war, lie├č die Anspannung in ihr nach. Magda rutschte in ihrem Sitz ein wenig nach unten und lehnte den Kopf an. Ihre Augen schloss sie jedoch nicht. Daf├╝r war sie viel zu wach.

Marks innere Unruhe hingegen lie├č sich nicht so leicht vertreiben. Er musste sich schwer beherrschen, um nicht den Wagen unsinnig zu beschleunigen. Denn seit sie die Stadt hinter sich gelassen hatten, hatten sie alle Zeit der Welt. Er sp├╝rte, wie der Schwei├č ihm immer wieder in die Augen lief und ihm die Sicht nahm. Mit dem linken kurzen ├ärmel seines Hemdes versuchte er dann, Stirn und Augen trocken zu reiben. Er war nicht m├╝de, aber dieses Schwei├čproblem machte ihm sehr zu schaffen. Es lenkte ihn von seiner eigentlichen Aufgabe, dem Fahren, ab.
Jo hinter ihm schlief. Mark wusste nicht, ob Jo es bequem hatte oder ob er jeden Augenblick aufwachen w├╝rde, um den Wagen vollzukotzen. Jo war ber├╝hmt daf├╝r. Aber es interessierte Mark auch nicht weiter. Es war sowieso Jos Auto und nicht seines. Ob es nun Jos Pech war, ausgerechnet jetzt dazusein, oder sein Gl├╝ck, das konnte Mark nicht sagen. Ohnehin war es unsinnig, sich mit Jo weiter zu besch├Ąftigen. Jo war einfach da. Darum widmete Mark seine volle Konzentration wieder der Stra├če.
Die Zivilisation war geringer geworden. Links und rechts von ihnen gab es keine H├Ąuser mehr und auch keine Stra├čenbeleuchtung. Die Scheinwerfer waren das einzige Licht weit und breit. Eine verheerende Tatsache f├╝r all die Insekten, die gegen die Leuchten und die Windschutzscheibe des Wagens prallten und aufgrund ihres hohen Eiwei├čgehalts klebenblieben. Je weiter sie fuhren, desto ├Âfter schienen Insekten ihr Leben an diesem alten Auto zu lassen. Zudem schienen die Biester auch noch immer gr├Â├čer zu werden.
Die Autobahn f├╝hrte immer weiter Richtung Norden. Sie f├╝hrte die drei zum Meer.

Nun da sie ein wenig ruhiger und wieder sie selbst geworden war, ├Âffnete Magda das Handschuhfach f├╝r eine n├Ąhere Inspektion. Zwischen l├Ąngst abgelaufenen Kondomen und Bleistiften (wusste dieser Wahnsinnige nicht, dass man Kondome nicht im Handschuhfach aufbewahrte?) entdeckte sie auch ein halbgerauchtes P├Ąckchen Zigaretten. Eigentlich rauchte sie nicht, nur auf Partys, und so sehr sie sich auch davon zu ├╝berzeugen versuchte, dies hier war KEINE Party. Dies war purer Ernst. Aber allein schon um den Alkoholgeruch aus dem Auto zu verscheuchen, z├╝ndete sie sich eine Zigarette an und inhalierte tief. Mark sah kurz missbilligend zu ihr r├╝ber, sagte aber nichts. H├Ątte sie l├Ąnger dar├╝ber diskutiert, sie h├Ątte die Zigarette nicht angesteckt.
Sicher, fr├╝her am Abend waren alle drei auf einer Party gewesen. Sonst w├Ąre Jo ja jetzt auch nicht so eine unertr├Ągliche Schnapsleiche. Aber dann hatten sie die Party verlassen, waren in Jos Auto gestiegen und losgefahren. Jo selbst hatte das Auto nicht in der selben Absicht bestiegen. Ihn hatten sie erst entdeckt, als sie schon auf dem Zubringer zur Autobahn gewesen waren. Da war es schon zu sp├Ąt gewesen, um Jo rauszuschmei├čen. Also hatten sie beschlossen, ihn im Auto zu lassen. Immerhin war es sein Wagen. Und die Erfahrung hatte gelehrt, dass nichts und wieder nichts Jo in diesem Zustand ern├╝chtern oder ├╝berhaupt aufwecken konnte.
Mark, dieser Langeweiler, warf ihr schon wieder einen Blick zu, diesmal ├Ąrgerlicher. Magda ergab sich dieser stummen Gewalt und warf die Zigarette halbgeraucht aus dem Fenster. Sie entschuldigte sich nicht, zog die Schuhe aus und legte die nackten F├╝├če aufs Armaturenbrett. Noch so ein stummer Blick, dachte sie, und ich schreie.

Marks Aufregung hingegen lie├č sich nicht drosseln. Er h├Ątte sich gern beruhigt, aber es schien, als ob mit jedem Kilometer sein ├ärger mehr wuchs. Was machte er hier eigentlich? Warum sa├č er hinter dem Steuern eines Autos, das fast so alt war wie er selbst und fuhr mitten in der Nacht zum Meer? Warum sa├č Magda neben ihm?
Warum Jo hinter ihm sa├č, war klar. Es war ja Jos Auto. Aber was hatte ihn geritten, einfach so von der Party abzuhauen. Und dann auch noch mit Magda.
Magda war Jos beste Freundin. Viele Schwule haben ein M├Ądchen als beste Freundin, und Mark hatte auch eigentlich nichts dagegen, dass sein Freund mit M├Ądchen ├╝ber intime Dinge quatschte. Aber Magda war nicht gerade das, was man als angenehmen Menschen bezeichnen w├╝rde. Ihr Egoismus schien grenzenlos. Ihre Art, Menschen in Schubladen zu stecken und diese fest abzuschlie├čen, war eine perfekt ausgearbeitete Taktik ihrerseits, mit ihrer Umgebung umzugehen. Sie war launisch und exzentrisch. W├Ąre sie f├╝r Jo nicht eine so gro├če Hilfe im Leben, dann h├Ątte Mark ihr schon l├Ąngst die Meinung gesagt und sie anschlie├čend t├Âdlich ignoriert. So aber hatte er Jo zuliebe geschwiegen, und Magda so gut es ging ohne offene Konfrontation ignoriert.
An diesem Abend auf der Party, da hatte sich Jo schon unglaublich fr├╝h dem Absturz hingegeben. Mark und Magda hatten dies zwar bemerkt, waren aber beide unabh├Ąngig voneinander dem Partyrausch verfallen. Erst zwei Stunden sp├Ąter oder so hatte sich Mark aufgemacht, seinen Freund zu suchen. Er hatte ihn auch auf dem Parkplatz nicht gefunden, aber daf├╝r war ihm Magda, in Tr├Ąnen aufgel├Âst, in die Arme gelaufen, und stumm hatte sie ihn an die Hand genommen und in Jos Auto gesetzt hatte. ÔÇ×Fahr,ÔÇť hatte sie gesagt. Und: ÔÇ×Fahr losÔÇť als er noch gez├Âgert hatte, und ÔÇ×Nun fahr schon endlich!ÔÇť, als er den Schl├╝ssel immer noch nicht umgedreht hatte.
Da er wusste, dass es besser war zu tun, was Magda wollte, hatte er schlie├člich den Wagen gestartet und war losgefahren. Zuerst war es ihm nicht bewusst gewesen, aber im Laufe der Fahrt, schon bevor sie den schlafenden Jo auf der R├╝ckbank entdeckt hatten, hatten beide im stillen Einvernehmen beschlossen, zur Ostsee hinaus zu fahren. Die Nacht war so klar und warm, und nach dieser stickigen und emotional aufgew├╝hlten Nacht war es die beste Idee gewesen, die ihnen hatte einfallen k├Ânnen. Einer Kompassnadel gleich, bewegten sie sich nun in Richtung Nordpol.

Um die Anspannung durch eine kleine Pause zu l├Âsen, blinkte Mark kurz vor einem Parkplatz rechts und fuhr raus. ÔÇ×Warum zum Teufel f├Ąhrst du raus?ÔÇť fragte Magda, nahm die F├╝├če vom Armaturenbrett und setzte sich gerade auf. ÔÇ×Ich brauch ne Pause. Ich komm da noch nicht so drauf klar, diese ganze Aktion hier mein ich, einfach abzuhauen,ÔÇť antwortete Mark und brachte den Wagen zum Stehen. Magda stieg aus. Das war typisch Mark, genau so, wie sie ihn sich immer schon vorgestellt hatte. Langweilig und verkrampft.
Der Parkplatz war zu dieser gottlosen Zeit menschenleer. Die Luft war immer noch unertr├Ąglich warm, aber immerhin nicht mehr so trocken wie in der Stadt. Trotzdem regte sich kein L├╝ftchen. ÔÇ×Wie weit ist es noch?ÔÇť wollte Magda wissen. Mark zuckte mit den Schultern und ging zu den Picknicktischen auf der anderen Seite des Parkplatzes. Magda tippelte barfu├č hinterher. Dieses Schweigen machte sie noch wahnsinnig.
ÔÇ×Du k├Ânntest ruhig mal den Mund aufmachen,ÔÇť fauchte sie, als sie vor Mark stand. Dieser hockte auf einem der originellen Baumstammb├Ąnke und betrachtete still die funkelnden Sterne. Als Antwort folgte Mark ihrem Wunsch, ├Âffnete demonstrativ den Mund und hielt ihn der Nervens├Ąge hin.
Sehr witzig, dachte Magda erbost. Und dann dachte sie, na warte!, und schob ihm, schneller als Mark denken konnte, die Zunge in den Mund. Mark jedoch, von dem sie dies niemals erwartet h├Ątte, k├╝sste sie zu ihrem Erstaunen zur├╝ck.
Magda lie├č sich auf die Bank neben Mark fallen. ÔÇ×Wieso hast du das gemacht?ÔÇť fragte sie. ÔÇ×Was gemacht? Warum hast DU das gemacht?ÔÇť grinste er und starrte wieder zu den Sternen empor. Sie zuckte mit den Schultern und nahm neben ihm Platz. ÔÇ×Du bist doch mit Jo zusammen!ÔÇť warf sie ihm mit einem Mal vor.
Ein irres Kichern kam aus Marks Kehle. Als er ihre gro├čen Augen sah, die zum ersten Mal nicht vor B├Âswilligkeit spr├╝hten sondern vor Staunen so gro├č wie Suppenteller waren, da verwandelte sich sein Kichern in lautes Lachen. Er legte den Arm um sie und lachte so laut und so lange wie schon seit Urzeiten nicht mehr. Nun f├╝hlte er sich besser.

Der Parkplatz vor den D├╝nen war leer bis auf Jos alten verrosteten Wagen. Sie waren kurz vor dem Morgengrauen angekommen. Die Luft, die durch die heruntergekurbelten Scheiben ins Auto drang, war frisch und feucht und auch ein wenig salzig. Die ersten Sonnenstrahlen wurden von einem Dunstschleier gefiltert und f├Ąrbten das Licht blau.
Dies war alles, was sie von der Au├čenwelt wahrnehmen konnten. Nun, da sie angekommen waren, erschien ihnen die vergangene Nacht wie ein schlechter Traum und der neue Morgen wie ein Eintauchen in die Surrealit├Ąt. Die Nacht war vorbei und machte Platz f├╝r die N├╝chternheit, die den schalen Geschmack im Mund erkl├Ąrte.
Magda warf einen Blick auf Mark, der wiederum drehte sich um zu Jo. Der schlief immer noch den Schlaf der Gerechten.
"Sind wir schon da?" fragte Magda ungl├Ąubig und blinzelte ins Blau. Mark sah, dass ihr Make-Up verwischt war, aber ihre Augen strahlten. Er nickte und grinste. "Bereit?" - "Bereit."
Sie stiegen aus, Magda war noch immer barfu├č, und gingen mit festen Schritten ├╝ber die D├╝nen. Der Sand war fein und k├╝hl.

Noch Stunden sp├Ąter stand der Wagen auf dem kleinen leeren Parkplatz am Meer und in seinem Inneren wachte Jo endlich auf.

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Hobbydichter
Registriert: Jul 2001

Werke: 2
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Ich find's echt schade,

nicht mal eine einzige antwort auf diesen beitrag bekommen zu haben. ich schreib ihn ja nicht zum spass hier rein.
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Sigfrid
Hobbydichter
Registriert: Sep 2001

Werke: 2
Kommentare: 22
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Nette Geschichte und sch├Ân geschrieben.
Wenn auch nichts besonderes.
Aber Geschichten m├╝ssen einen ja auch nicht immer direkt umhauen.
Es hat zuwenigstens Spa├č gemacht sie zu lesen.
__________________
Ich lerne immer wieder gerne dazu!

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gladiator
Manchmal gelesener Autor
Registriert: May 2001

Werke: 10
Kommentare: 592
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Wir brauchen halt ein bi├čchen Zeit,

werter Star . Hier meine Anmerkungen:

Oder aber es war das Adrenalin, das seit Stunden durch ihre Adern str├Âmte, - Nat├╝rlich, was denn sonst? Durch die Erw├Ąhnung des Adrenalins machst Du sternklare Nacht oder k├╝hlende Hitze (gibt es die?) ├╝berfl├╝ssig.

Beide Kleidungsst├╝cke waren ein wenig bekleckert. - Klingt nach Baby, das sich bekleckert hat. Vielleicht eher: Die Klamotten waren besudelt/verschmiert/verdreckt.

Magda drehte sich mit dem Oberk├Ârper mit einem Plumps nach vorne um und konzentrierte sich wieder auf die Stra├če. - Der Vorname ist furchtbar! So w├╝rde ich meine Oma nennen. "mit einem Plumps" finde ich auch holprig.

Jetzt schien es, als h├Ątte sich die Strecke beruhigt. - Wenn, dann der Verkehr...

Die Zivilisation war geringer geworden. - Holprig. vielleicht: "Es wurde immer einsamer."

Mark, dieser Langeweiler, warf ihr schon wieder einen Blick zu, diesmal ├Ąrgerlicher. - Wieso Langweiler? Diese Charakterisierung kommt zu unvermittelt.

Einer Kompassnadel gleich, bewegten sie sich nun in Richtung Nordpol. - Eine Kompassnadel ZEIGT nach Norden, aber sie bewegt sich nicht.

Die Luft war immer noch unertr├Ąglich warm, aber immerhin nicht mehr so trocken wie in der Stadt. - Ich dachte, es herrscht "k├╝hlende Hitze"?

Allgemein:

Warum genau sind die beiden am Anfang so abgenervt? Weil sie von einer Party abgehauen sind? Was ist so schlimm daran, zumal ja Marks Freund (mehr oder weniger) dabei ist. Du schaffst mit Adrenalin, innerer Aufregung, Nerv├Âsit├Ąt und und und eine derart angespannte Atmosph├Ąre, da├č der Leser einfach auf die gro├če Story oder den gro├čen Knall wartet. Der kommt aber nicht. Deshalb finde ich das Ende auch entt├Ąuschend.

Gru├č
Gladiator
__________________
Die Raben fliegen in Scharen, der Adler fliegt allein.

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Star
Hobbydichter
Registriert: Jul 2001

Werke: 2
Kommentare: 12
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lieber gladiator

vielen dank f├╝r deine reaktion auf meinen beitrag.

ganz besonders gut finde ich deine detaillierte aufschl├╝sselung (und keinen oberfl├Ąchlichen kommentar); du hast dir wirklich muehe gegeben und mir die informationen gegeben, die ich ben├Âtige, um mich zu verbessern.

leider hab ich jetzt das gef├╝hl, du h├Ąttest kein gutes haar an meiner geschichte gelassen. zugegeben, die geschichte hat einen nicht inhaltlich um, aber das soll sie ja auch gar nicht, und zwar aus 2 gr├╝nden: 1. ich will dinge (be)schreiben, die jedem von uns passieren (k├Ânnen), und das leben ist nun mal kein abenteuer (zumeist nicht); 2. ich bin eine f├╝rchterlich schlechte geschichtenausdenkerin, ich baue daher lieber auf atmosph├Ąre und handwerkliches geschick. vielleicht f├Ąllt mir aber trotzdem mal DIE geschichte des jahrhunderts ein.

deine anmerkungen werde ich mir jedenfalls zu herzen nehmen und beim n├Ąchsten mal beachten.

Star

PS: Magda, fand ich, passt. ich hab bei dem namen keine oma, sondern genau das m├Ądel, resolut, schamlos und egozentrisch vor augen. mag-da. punkt.


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Sigfrid
Hobbydichter
Registriert: Sep 2001

Werke: 2
Kommentare: 22
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Aber Geschichten, die nicht zumindest bewegend sind, es m├╝ssen ja keine Abenteuer sein, oder die eine klar herausgearbeitete Aussage haben, interessieren keinen, au├čer man ist vielleicht ein au├čerordentlich herausragend guter Geschichtenschreiber.
Ich finde man mu├č wirklich nicht ├╝ber alles schreiben, oder aber schon verdeutlichen, in seiner Art zu schreiben, warum man diese Geschichte schreibt.

Gru├č Sigfrid
__________________
Ich lerne immer wieder gerne dazu!

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