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Leselupe.de > Ungereimtes
Auf die Spitze getrieben
Eingestellt am 14. 03. 2009 18:16


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Vera-Lena
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Auf die Spitze getrieben

Dein selbstgemachtes Bild
umscheppert dich.

Das Weltganze
hat sich nicht aufgedröselt,
dir seinen Kuss
zu ĂŒbermitteln,
zusammengesetzt
aus seinen Kleinigkeiten
ertrÀgt es deine Fragen,
PirouettentÀnzer.

Immer enger werden
deine Kreise.

Wie lange noch
trÀgt dich
dein rechtes Bein
und wohin
wĂŒnschst du zu stĂŒrzen,
wenn der Punkt Null
erreicht ist.





__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Version vom 14. 03. 2009 18:16

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Gernot Jennerwein
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Hallo Vera

Dein selbstgemachtes Bild
umscheppert dich.

Das Weltganze
hat sich nicht aufgedröselt,
dir seinen Kuss
zu ĂŒbermitteln,
zusammengesetzt
aus seinen Kleinigkeiten
ertrÀgt es deine Fragen,
PirouettentÀnzer.

Immer enger werden
deine Kreise.

Wie lange noch
trÀgt dich
dein rechtes Bein
und wohin
wĂŒschst du zu stĂŒrzen,
wenn erst Punkt Null
erreicht.


Unterstrichen: Vorschlag
Blau: Wort das ich nicht verstehe (wĂŒschst sollte auch blau sein, aber Farbe ist ausgegangen)
Rot: finde ich nicht gelungen

Gruß Gernot
__________________
der Sibirier

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Mir gefÀllt das Gedicht sehr gut: Die Welt als eine Art WollknÀuel zu begreifen oder einen aufzutrennenden Pulllover, um daraus etwas Neues zu fertigen, empfinde ich als wirklich gelungene Bilder.

Und dann der PirouettentĂ€nzer ... (Ich habe mal eine Fotomontage gemacht, mit einem der wunderbaren Weltraumfotos (natĂŒrlich verfremdet), die es mittlerweile gibt und einem solchen TĂ€nzer ... Das passt!)

Die Malerin in mir stört sich lediglich am "umscheppert". Dieser Ausdruck erscheint mir nicht ganz so glĂŒcklich. Ich hĂ€tte vielleicht "stĂŒrzt auf dich ein" genommen, "bedrĂ€ngt dich" oder Ähnliches.

Aber ich bin sicher, dass du dir dabei etwas Kluges gedacht hast.

Liebe GrĂŒĂŸe
Heidrun

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Vera-Lena
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Ihr Lieben,

herzlich danke ich Euch, dass Ihr Euch mit meinem Text beschÀftigt habt.

Ich will einfach mal beschreiben, was mich bewegt hat, als ich diese Zeilen verfasst habe.

Das sind zwei Personen Das Lyri, dass sich besorgte Gedanken macht und das Lyrdu, auf das sich diese Gedanken konzentrieren.

Über das Du wird ausgesagt, dass es sich in etwas hineinmanövriert hat, aus dem es wahrscheinlich nicht so schnell wieder herausfinden wird.
Es hat sich ein Bild zurechtgemacht und hat sich darin derartig "verrannt", dass kein Zuspruch von irgendjemand anders mehr wahrgenommen wird. Deswegen das "umscheppert"; das zurechtgemachte Bild ist so "laut" dass nichts mehr hindurchdringen kann.

Die Sehnsucht des Du ging aber dahin, etwas zu erkennen, in die Weite des Unversums vorzudringen, ein Licht von dort aufzunehmen. Aber offensichtlich ist ihm das nicht gelungen und das Weltganze öffnet sich keinen Spalt, dröselt sich kein bisschen auf, so dass ein Einblick, eine Erkenntnis möglich wÀre. So erscheint es jedenfalls dem Lyri.

Die Pirouette auf dem Eis bietet sich an als Bild fĂŒr ein solches Verhalten, dass jemand gekonnt und mit Schwung sich um sich selber dreht, um dann zur VerblĂŒffung des Publikums plötzlich unversehrt stehen zu bleiben.

Aber hier ist es anders. Die Kreise werden immer enger und das besorgte Lyri fragt sich, wie das enden soll und kann sich nur einen Sturz vorstellen.

Und so fragt es dann, wohin das Lyrdu stĂŒrzen könnte, denn da gibt es allerlei Möglichkeiten, das können Depressionen sein, man kann ĂŒber einem solchen festgefahrenen Gedanken verrĂŒckt werden, man kann aber auch Amok laufen.

Das waren so meine Gedanken.

Lieber revilo,
Du kamst mit Deiner Auslegung dem schon sehr nahe.

Lieber Gernot, danke fĂŒr Deinen Vorschlag, aber die Abweichung zu meinem Text dabei finde ich sehr geringfĂŒgig. Den PirouettentĂ€nzer kannst Du vielleicht inzwischen auch befĂŒrworten???

Liebe Heidrun,
das freut mich, dass Du das Weltganze mit seinen Kleinigkeiten als etwas Lebendiges siehst,aus dem sich jeder die Bilder herauszieht, die ihm möglich sind.

Liebe Marie-Luise,
da hast Du ganz Recht, normalerweise bedeutet ein "Um-sich-selbst-Drehen" Egoismus. Sicher kann man das auch hier so ausdeuten, aber ich denke, es ist eine sehr spezielle Art von Egoismus, zu der sich das Lyrdu getrieben fĂŒhlt und man möchte ihm einfach zu Hilfe eilen.

Noch einmal meinen lieben Dank und liebe GrĂŒĂŸe!
Vera-Lena


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HerbertH
???
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Liebe Vera-Lena,

quote:
wĂŒscht


ist etwas wĂŒst

Der PirouettentÀnzer ist ein tolles Bild.

Liebe GrĂŒĂŸe

Herbert

PS: Heidrun, ich hab den Farbtopf wieder gefunden
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Vera-Lena
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Ach, den Tippfehler hatte ich ja noch nicht korrigiert. Danke Herbert!

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena
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