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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Auf ihre Art
Eingestellt am 21. 08. 2003 11:14


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green-cat2
???
Registriert: May 2003

Werke: 26
Kommentare: 41
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Hunderte von Wespen umschwirren mich, greifen nicht an.
Das wahnsinnige GefĂŒhl, kein Fluchtweg da.
Ich höre das Summen, verhalte mich ganz still, weil ich nicht sterben will.
Im Moment beherrscht mich nur der Gedanke, wie komme ich da nur wieder raus!
Eigentlich haben sie ja andere Ziele. Denn ich stehe in einem kleinen BĂ€ckerwagen. Dort liegt jede Menge GebĂ€ck. Rosinenschnecken mit hervorragender, sĂŒĂŸer Glasur. Oder auch Puddingbrezeln. Alles was die Viecher fasziniert.
Bitte verschont mich!
Doch irgendein Spinner hat mich eingeschlossen. Die Klappe ist auch zu. EigenhÀndig. Von mir.
Feierabend. Nur noch die Kasse machen. Darum bemerkte ich auch nicht, dass es passierte.
Langsam bricht Panik aus. Angstschweiß tropft von meiner Stirn. Die Insekten bemerken das, greifen mich an. Ich kann ausweichen.
Mensch! Es sind doch genug SĂŒĂŸigkeiten vorhanden! Es ist klar! Auch sie sehnen sich nach Freiheit. Die Natur, die ich ihnen nicht bieten kann. Nur ein verschlossener Raum.
Warum steht der Wagen in dieser miserablen Wohngegend? Jeden Tag ein Verbrechen. Bin ich das nÀchste Opfer?
Höhnisches Lachen, mehrere Stimmen. Das Geld! Ich gebe es ihnen doch gerne. Wenn sie mich verschonen!
Der erste Stich. Das Zittern verstĂ€rkt sich. Riesengroße Furcht klettert hoch, lĂ€sst mein Herz rasen. Wahrscheinlich sterbe ich an einen Herzinfarkt! Das Summen wird immer bedrohlicher.
Habe ich nicht ein Handy? Ich krieche auf dem Boden, meine rechte Hand schwillt bedenklich an. Die Handtasche! Da ist sie. Schnell wÀhle ich die Nummer des Notrufs, informiere.
Aufgeben! Auf keinen Fall!
Da sind die Ritzen,die Wespen entweichen. Unmöglich fĂŒr mich.
Eine sitzt tatsĂ€chlich auf meiner Nase, beobachtet mich. Wenn ich zuschlage, rĂ€cht sie sich. Fast vergesse ich zu atmen. Ist es nicht so, als wĂŒrde sie mich dumm angrinsen?
Nee! Eher freundlich. Sicherlich tÀusche ich mich.
Draußen höre ich plötzlich Geschrei. Schmerzensschreie. Nun fliegt sie weg, verschont mich.
Auch Sirenen kann ich vernehmen. Hilfe! Ich entspanne mich.
Die TĂŒre wird aufgebrochen. Polizei! Sie holen mich raus, zeigen mir verdutzte Gesichter von Verbrechern. Überall zerstochene Stellen an ihren Körpern. Die Wespen bestraften sie auf ihre Art.
Ich lasse meinen TrÀnen freien Lauf.
__________________
IBGC

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Andrea
???
Registriert: Aug 2000

Werke: 21
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Die kurzen SĂ€tze und die gewĂ€hlte Ich-Perspektive gefallen mir im Prinzip gut, nur wirkt die Geschichte ein wenig unĂŒbersichtlich; man muß schon aufmerksam lesen, um ĂŒberhaupt mitzubekommen, was vor sich geht. Das ganze wird dadurch erschwert, daß man von der Gedankenwelt des Ichs etwas ĂŒberschwemmt wird. Ein wenig mehr Struktur wĂ€re nett, so daß man nicht einen Happen Information in drei SĂ€tzen bekommt..
__________________
Andrea Rohmert

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Ruedemann
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jan 2003

Werke: 6
Kommentare: 21
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Hallo, greencat2,
deine Geschichte hat mir auf Anhieb gefallen. In so einer Situation, denkt kein Mensch in schönen, formvollendeten SÀtzen. Das hast du sehr deutlich machen können.
Da und dort ist dir nach meiner Meinung ein Attribut zuviel in den Text geflossen, wie z.B. die "hervorragende" Glasur. Hier wĂ€re vielleicht "honigsĂŒĂŸ" oder was in der Art besser gewesen.
Deer Passus "Aufgeben! Auf keinen Fall!" hÀtte ohne Schaden fehlen können. er.
Welche Alternative hatte sie denn? KĂ€mpfen? Gegen die Wespen? Deine Gedankenverbindung zum Hilferuf per Handy geht ein bisschen unter.
"Das Geld!" Hier wußte ich nicht, haben die Stimmen das Geld verlangt, hat die VerkĂ€uferin SelbstgesprĂ€ch gefĂŒhrt.
Den Schluß mußte ich zweimal lesen, weil ich beim ersten Mal glaubte, die Polizei wĂ€re gestochen und damit bestraft worden. Ich fragte mich:" WofĂŒr?"
Alles in allem ein hĂŒbsche Geschichte und gut erzĂ€hlt.
Gruß Ruedemann
__________________
Kopfhund zu sein ist manchmal auch unangenehm.

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