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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Auf zur Freiheit
Eingestellt am 29. 07. 2019 18:31


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Aerath
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Es war ein ganz herrlich grauer und langweiliger FrĂŒhlingstag in AzadĂź, der neuen Hauptstadt der Volksrepublik. Die Langeweile erfĂŒllte alles. Den Park, die Straßen, die Luft. Eine wunderbare Ödnis.

Er blickte aus dem Fenster des neugebauten, hohen Hauses, in dem er wohnte. Die Wohnung war klein und sachlich, mit wenigen, schlichten Möbeln. Alle Wohnungen waren gleich. Herrlich langweilig. Kein Streit um grĂ¶ĂŸere Wohnungen, kein Protzen und Angeben, keine Bestechung, keine Wohnungsnot. Die gleiche Versorgung fĂŒr alle, denn alle waren gleich. Sogar die Kleidung war seit der glorreichen Revolution vereinheitlicht worden. Er blickte an sich herunter, ein graues Hemd, eine graue Hose, schwarze Schuhe. Völlig farblos, keine Muster ethnischer Gruppen, keine Klan-Symbole. Er strich die graue Hose glatt und entfernte einen kleinen Fusel. Dann griff er seine Tasche und verließ die Wohnung nach einem Blick in den Spiegel.

An das glattrasierte Gesicht musste er sich noch gewöhnen, aber die Parteimitglieder mussten mit gutem Beispiel vorangehen. BĂ€rte waren Mode und IndividualitĂ€t. BĂ€rte waren unpraktisch fĂŒr Arbeiter und Bauern und ein Symbol der alten Herrenschicht. Genau wie aufwendige Frisuren. Er strich mit der Hand ĂŒber die kurzen Stoppeln. Es wurde Zeit, sich den Kopf wieder rasieren zu lassen. Dabei hatte er so schöne Haare, voll, trotz seiner fast 50 Lebensjahre noch immer schwarz und lockig. Aber das war nur Eitelkeit. Als Lehrer musste er ein Vorbild sein fĂŒr seine SchĂŒler, die jetzt als erste Generation in der Freiheit der Volksrepublik wĂŒrden aufwachsen können.

Er verließ die Wohnung, abschließen war nicht nötig. Jeder hatte was er brauchte, es gab keinen Diebstahl, weil es nichts zu stehlen gab, ein weiterer großer Segen der Revolution. Die Luft war windstill vor dem hohen Haus mit seinen zehn Stockwerken. Es war nicht das einzige GebĂ€ude seiner Art. Ganz im Gegenteil. Nach der Revolution hatte man die wirren und engen Gassen der alten Stadt abgerissen. Hier hatte es stĂ€ndig Krankheiten gegeben, Prostitution, Drogen, Gewalt, aber auch Feuer. Man hatte breite Straßen angelegt, mit GrĂŒnflĂ€chen, dazu hunderte der hohen HĂ€user, jedes mit 40 Wohnungen, alle gleich, die gleiche Fassade, das gleiche Treppenhaus, die gleichen Wohnungen. Kein Streit um GrundstĂŒcke, kein Streit um Wasser oder den Zugang zu einer Toilette mehr. In Stein gemeißelte Langeweile.

Man darf ihn nicht missverstehen. Er war eigentlich gar kein langweiliger Mann. Er war ein leidenschaftlicher Verfechter der Revolution, auch schon lange bevor es Mode geworden war. Er glaubte an die Ideale der Freiheit und der Gleichheit und war schon als Student der Partei beigetreten, getragen von einer Leidenschaft, die tyrannische Fremdherrschaft abzuschĂŒtteln und der Masse der Bevölkerung endlich eine Stimme zu geben. Diese Leidenschaft hatten viele geteilt – und so war auch die Revolution von Emotionen geprĂ€gt, aufgeladen, hitzig, dann blutig gewesen. Der Gouverneur der Fremdherrscher war mit aller Gewalt gegen – mehr oder weniger – friedliche Studenten vorgegangen und das hatte dann die Flamme der Revolution erst so richtig entfacht. Der BĂŒrgerkrieg tobte ĂŒber Jahre, spaltete Familien, Paare, Freunde und Nachbarn, hunderttausende kamen ums Leben, zigtausende flohen in die NachbarlĂ€nder.

Er, seine Mitstreiter, alle Menschen ĂŒber 30, hatten genug Aufregung und Abenteuer fĂŒr zehn Leben, die Langeweile jetzt war wie ein guter Wein, ein gutes Buch. Sie war Balsam auf der Seele. Die Jungen, die verstanden gar nicht wie gut es ihnen eigentlich ging. Sie schimpften auf die Langeweile. Sie wehrten sich gegen die einheitliche Kleidung, die Frisur- und Bartvorschriften, die vielen Bildungsseminare, Sportveranstaltungen und die vorgegebenen beruflichen Perspektiven. Aber das wĂŒrde vergehen. Die Freiheit war angekommen in Biharim und sie musste eben erst verteidigt werden. Gegner lauerten auf allen Seiten, in den NachbarlĂ€ndern sowieso, aber auch hier, im eigenen Land. Es gab noch immer Menschen, die der ausbeuterischen Monarchie anhingen, natĂŒrlich vor allem all diejenigen, die Macht und Geld verloren hatten, aber auch einige verwirrte Seelen, die sich vom Glanz eines Königtums blenden ließen. Biharim hatte keinen König mehr, sondern etwas viel Besseres, einen viel grĂ¶ĂŸeren Schatz, nĂ€mlich die Freiheit.Jeder durfte seine Meinung Ă€ußern und jeder durfte sich in den VerbĂ€nden und Gruppen der Partei am Aufbau des neuen, idealen Staates beteiligen.

Auf der Straße traf er eine Ă€ltere Dame, eine seiner Nachbarinnen, die im zweiten Stock wohnte.
„Guten Morgen, RĂȘheval!“, grĂŒĂŸte er höflich.
Die Alte schaute ihn an und erwiderte mit versteinertem Gesicht: „Guten Morgen, Mamoste.“
Sie dehnte und betonte den alten Titel Lehrmeister besonders lang, aber er war nachsichtig. Sie war alt, schon ĂŒber 80, und konnte sich einfach nicht an das neue Leben gewöhnen.
„RĂȘheval, wollte ihr nicht einmal mit mir zusammen in die Stadt kommen, dann können wir beim Schneider neue Kleider fĂŒr euch kaufen“.
Jetzt sprĂŒhte Gift aus ihrem Blick. Die Alte trug ein buntes Kopftuch, das ihre langen, fast weißen Haare bedeckte und ein schwarzes Kleid mit bunten Stickereien, die alte Tracht der HĂ€ndlerfrauen.
„Ich werde doch keine
 Hose
 tragen!“, sie verzog angeekelt das Gesicht. Der Gedanke, ihre Beine in eine Hose zu stecken erschien der Alten völlig obszön. Dabei trugen doch jetzt alle Frauen Hosen, sie trugen die gleiche Tracht wie die MĂ€nner – und hatten ihr Haare kurzgeschnitten, denn man sollte den Wert eines Menschen nicht ĂŒber Ă€ußerliche Merkmale beziffern, sondern nur ĂŒber seinen Charakter, und der wiederum zeigte sich in der guten ErfĂŒllung der Arbeit. Alle Frauen Biharims sollten arbeiten, da störten Kleider, SchĂŒrzen, Schals, TĂŒcher, Schmuck oder eben lange Haare aber nur.

„Kann ich dir wenigstens deine EinkĂ€ufe nach oben tragen, RĂȘheval?“ „Als erstes hört ihr endlich damit auf, mich mit diesem scheußlichen Wort anzusprechen, Mamoste. Und danke, aber nein danke. Ich bin noch in der Lage das Wenige, dass man heute noch auf dem Markt bekommt, allein in das Loch zu schleppen, das man Wohnung nennt. Wenn ich an das Haus denke, das mein Mann
 ach ich darf gar nicht davon anfangen!“

Schimpfend zog die Alte von dannen. Er schĂŒttelte den Kopf und ging dann weiter. Es war ein Problem, dass viele der Alten noch so dachten wie sie, denn sie waren der Mittelpunkt der Familien. Er blieb kurz stehen und notierte sich diesen Gedanken. Er war einer der Blockwarte fĂŒr seine Nachbarschaft und erstattete der Partei regelmĂ€ĂŸig Bericht ĂŒber die dortige Entwicklungen und teilte auch seine Empfehlungen mit. Er notierte „Senioren-Schulungen?“ und klappte dann den kleinen Notizblock, den er immer zusammen mit einem Bleistift in der Brusttasche trug, zu und steckte ihn wieder ein.

Er kam gerade noch rechtzeitig zum morgendlichen Fahnenappell auf dem Schulhof an und reihte sich schnell neben seinen Kollegen ein, fast alle Parteimitglieder wie er auch. Das Singen der Hymne erfĂŒllte ihn mit großem Stolz. Sie waren jetzt eine wirkliche Nation, kein versklavtes Volk mehr.
"Freiheit, Freiheit ist das höchste Gut. Wir verteidigen sie mit unserem Blut", schmetterte er aus voller Brust und mit voller Überzeugung. Die meisten SchĂŒler sangen eher pflichtschuldig mit, weil sie wussten, dass eine Weigerung Strafen – vor allem aber eine stundenlange Strafpredigt - nach sich ziehen wĂŒrde. Als die SchĂŒler dann lachend, schubsend und quatschend in das graue SchulgebĂ€ude mit dem Flachdach und dem grau gepflasterten Hof gingen, schĂŒttelte er wieder den Kopf.
„Schau sie dir an. Die Jungs mit irgendwelchen modischen Frisuren, die MĂ€dchen mit Zöpfen
die Hosenbeine hochgekrempelt, die Hemden gucken raus
 das ist wirklich beschĂ€mend. Ihre Eltern haben fĂŒr ihre Freiheit gekĂ€mpft und so danken sie es ihnen!“, wetterte ein Kollege, ein dĂŒrrer Mann, auf dessen Kopf kein Haar zu wachsen schien. Immer sah er aus wie frisch poliert. Er hatte nicht einmal den Hauch eines Bartschattens, trug eine kleine runde Brille auf der großen Hakennase und sein großer Adamsapfel hĂŒpfte ganz aufgeregt, wenn er sprach. Er musste sich bemĂŒhen, den Kollegen ernst zu nehmen. Er war auch Parteimitglied, hatte in der Revolutionsgarde gekĂ€mpft und war ein treuer Verfechter der Revolution. Er war manchmal aber einfach zu streng, zu unnachgiebig mit den jungen Leuten.

„Ach, dass muss man ihnen, glaub‘ ich, durchgehen lassen. Wir dĂŒrfen sie nicht zwingen, das Gute anzunehmen, sie mĂŒssen lernen, dass unsere Gesellschaft ein Ideal ist, das es so nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Wir mĂŒssen ihnen zeigen, dass die Aufgabe von IndividualitĂ€t zum Frieden in der Gesellschaft beitrĂ€gt. Aber das sind junge Leute, RĂȘhevalĂȘ me, Rebellion gehört zur Jugend. Wenn wir nicht rebelliert hĂ€tten, wo wĂ€ren wir denn dann heute!“

Er lachte und klopfte dem Kollegen beim Hineingehen auf die Schulter. Der war aber gar nicht amĂŒsiert.
„Du könnest auch mal wieder deinen Kopf rasieren, RĂȘhevalĂȘ me, wir sollen schließlich Vorbilder sein!“, rief er ihm noch nach und er krazte sich verlegen an den kurzen Stoppeln. Er hatte ja eigentlich recht, und er wusste, dass er eitel war und dass das nicht gut war, aber er hasste das GefĂŒhl des frisch rasierten Kopfes zögerte deswegen den Besuch beim Barbier immer so lange hinaus wie es ging.

In den langen Fluren der Schule hingen ausgewĂ€hlte Zitate aus dem Manifest der kommenden Freiheit, die die SchĂŒler und Lehrer inspirieren sollten. Er ging vorbei an „Alle Macht dem Volk!“, „Arbeiter und Bauern sind das Fundament unserer Gesellschaft!“, passierte „Grundbesitz ist Diebstahl am Volk. Alles Land dem Volk!“ und bog dann bei „Die Revolution muss in die Welt getragen werden!“ in sein Klassenzimmer ein. Die SchĂŒler waren noch ganz unruhig, setzen sich dann aber doch recht schnell auf ihre PlĂ€tze und begrĂŒĂŸten ihren Lehrer.

Es war eine Abschlussklasse der polytechnischen Oberschule und er unterrichtete sie an diesem Tag in StaatsbĂŒrgerkunde. NatĂŒrlich gab es auch in seiner Klasse einige SchĂŒler, die die Kleidungsvorschriften, nun ja, man könnte sagen, ziemlich großzĂŒgig definierten. Kaum drei von sechzehn mĂ€nnlichen SchĂŒlern trugen die vorgeschriebenen abrasierten Haare. Ein paar Jungs experimentierten mit BĂ€rten – gut, bei den meisten genĂŒgte sicher ein hartes Handtuch, um den erbĂ€rmlichen Ergebnissen ihrer BemĂŒhungen ein Ende zu setzen, aber sie pflegten ihren Flaum mit Hingabe und Stolz. Es gab weit aufgeknöpfte Hemden, dann solche, die nur an einer Seite oder gar nicht in die Hose gesteckt waren, hochgekrempelte Hosenbeine, einige der MĂ€dchen trugen ihr Haar in kurzen Zöpfen, es war also eindeutig zu lang, einige trugen kleine Ohrringe oder die eigentlich ebenfalls verbotenen Nasenstecker. Immerhin. Das war bisher ein Privileg des Adels gewesen. Also konnte man das bei den jungen MĂ€dchen vielleicht doch durchgehen lassen.

Das Aussehen war nicht wichtig, dass zÀhlte auch hier. Die jungen Leute mussten eben noch viel lernen. Er begann die Stunde daher, wie oft, mit dem Aufsagen-lassen der 23 Grundregeln der neuen Gemeinschaft, die als Regel 12 und 14 auch Haare, Bart und Kleidung der Bevölkerung betraf.
„Gut, also, was sagt uns Regel 12, warum eine einheitliche Kleidung wichtig ist? Niemand? Gut, dann wiederhole ich das noch einmal, aber ihr werdet als Hausaufgabe einen Aufsatz zu diesem Thema schreiben, verstanden? Den könnt ihr dann ĂŒbermorgen bei mir abgeben! Also, die einheitliche Kleidung symbolisiert, dass alle Einwohner Biharims gleich sind. Gleich vor dem Gesetz, gleich an Besitz, gleich an Ansehen. In der alten Gesellschaft gab es viele Verbote und KleidungsstĂŒcke, die nur manchen Menschen zugĂ€nglich waren. Seht hier, Berfin trĂ€gt einen Nasenstecker. Das war frĂŒher streng verboten und man hĂ€tte sie dafĂŒr auspeitschen lassen.“

Die SchĂŒlerin wirkte plötzlich herausgefordert und schob das Kinn vor. „Doch, ich hĂ€tte ihn auch frĂŒher tragen dĂŒrfen, meine Familie ist adlig!“

Einige sogen die Luft ein. Er schloss kurz die Augen.
„Berfin, es gibt keinen Adel. Menschen sind nicht etwas Besseres, nur weil sie in einem bestimmten Haus wohnen oder zufĂ€llig in einen bestimmten Klan geboren werden. Alle Menschen werden nackt und hilflos geboren und sind alle gleich. Also, ich möchte bitte nach dem Unterricht noch einmal in Ruhe mit dir reden und ich denke, es wĂ€re vielleicht auch gut, wenn ich mit deinen Eltern
“.

Ein großer Tumult auf dem Flur unterbrach ihn. Was war denn da los? Er hatte gegen jugendliche Neugier keine wirkliche Chance und die SchĂŒler ignorierten seinen halbherzigen Protest. Sie strömten zur TĂŒr und rissen sie auf. Da waren schon viele Klassen auf dem Flur, also schien irgendetwas wichtiges vorzugehen. Er folgte den SchĂŒlern vor das GebĂ€ude. Auf der Straße gab es auch ziemlichen Tumult.

Eine Gruppe von Jung-RevolutionĂ€ren, der Jugendorganisation der Partei, schien eine Demonstration abzuhalten. Es gab Transparente und SprechgesĂ€nge, aber er konnte nicht verstehen, was die jungen Leute skandierten noch lesen, was auf den Plakaten stand. Zusammen mit seinen SchĂŒlern lief er zu der Gruppe hinĂŒber und verstand nun Wortfetzen wie „VerrĂ€ter“, „KonterrevolutionĂ€r“. Das klang nicht sehr gut und die Stimmung war offensichtlich sehr gereizt. Jetzt sah, dass die jungen MĂ€nner, mehrere Personen umringt hatten. Darunter auch seine alte Nachbarin. Die Leute waren mit Seilen gefesselt und wurden von allen Seiten bespuckt, angeschrien und mit Dreck beworfen. Man hatte der alten Frau die langen Haare abgeschnitten, die jetzt wild von ihrem Kopf abstanden, das Kleid war zerrissen und ihr Gesicht mit Schmutz beschmiert, ĂŒber den man lieber nicht nachdenken wollte. Trotzdem funkelte ihr Blick hasserfĂŒllt und sie hatte das knochige Kinn vorgeschoben.

Den anderen erging es nicht besser, einem Mann hatte man das Haar so brutal geschoren, dass er ĂŒberall blutete, einer Frau war das Kleid derart zerrissen worden, dass sie im Grunde nackt vor der zeternden und geifernden Meute stand.

Er tippte einem der Jung-RevolutionÀre auf die Schulter.
„HevalĂȘ ciwan, was geht denn hier vor?“
Der junge Mann wandte sich nur zögernd von dem unwĂŒrdigen und brutalen Schauspiel ab.
„Es ist eine öffentliche Selbstkritik, RĂȘhevalĂȘ me. Diese Subjekte sind KonterrevolutionĂ€re, AnhĂ€nger des alten Aberglaubens. Sie weigern sich, den Vorschriften entsprechend gekleidet zu sein und sĂ€hen damit Unfrieden in der Nachbarschaft. Wir geben ihnen heute die Chance, ihre Untaten öffentlich zu gestehen und sich zu guten BĂŒrgern zu entwickeln!“

Er konnte seinen Blick kaum von den „Verbrechern“ abwenden. Jetzt sah er, dass die vollen Namen und Adressen der Betroffenen auf den Plakaten standen, dazu ihre Vergehen wie „KonterrevolutionĂ€res Tragen von verbotener Kleidung“ oder „Verbreitung von die Volksgesundheit zersetzendem Aberglauben“. Er war empört. So konnte man doch nicht mit MitbĂŒrgern umgehen. Das war unwĂŒrdig und gegen das Gesetz. Man sollte Fehlverhalten melden, das war keine Denunziation, sondern eine Art Hilfestellung. NatĂŒrlich, manche Menschen mussten etwas robuster in die richtige Richtung geschoben werden als andere – da war eben manchmal der Aufenthalt in einem Arbeitslager mit angeschlossener Bildungseinrichtung der Partei das probate Mittel. Ja, und natĂŒrlich gab es auch die Ewiggestrigen, die, die einfach nicht akzeptieren konnten, dass jetzt eine neue, eine bessere Welt entstand.

Aber war die Freiheit der Meinung nicht ein hohes Gut? NatĂŒrlich, wer Straftaten beging, der musste auch bestraft werden, aber jemanden fĂŒr seine Gedanken und Meinungen zu bestrafen, das ging dann doch zu weit. Und niemand hatte das Recht, Menschen öffentlich so zu demĂŒtigen, niemand!

Er wollte Ärger vermeiden und trieb seine SchĂŒler zurĂŒck in die Klasse. Er wĂŒrde sich mit einem Brief an das PolitbĂŒro wenden und ĂŒber dieses unwĂŒrdige Spektakel beschweren! Er ließ die TĂŒr der Klasse offenstehen, um ein wenig frische Luft hereinzulassen und bemerkte die seltsame Stimmung unter den SchĂŒler.
„Das ist doch nicht fair! Die Kleidervorschriften sind doch kein Gesetz!“
„Ja genau! Und außerdem
 auch die Religion ist doch nicht verboten, oder? Ich meine, ja wir wissen, dass es nur dummer Aberglaube ist und so, aber wenn doch z.B. meine Oma betete, dann ist das doch nichts Schlimmes. Meine Oma ist BĂ€uerin und sie hat die Revolution immer unterstĂŒtzt, aber sie hat eben auch immer schon an die Götter geglaubt.“
Fast jeder der SchĂŒler musste sich Luft machen und er war ziemlich stolz auf seine Klasse. Ja, zwei, drei ganz eifrige meinten, dass eine solche öffentliche Strafe abschreckend wirken wĂŒrde, die meisten waren aber der Ansicht, dass man bei so kleinen Vergehen – und gerade bei Älteren – doch Nachsicht ĂŒben sollte.

Sie diskutierten bis zur Mittagspause und er musste seinen SchĂŒlern immer wieder recht geben.
„Ihr habt die Ideen der Revolution besser verstanden, als ihr selbst wisst. Ich bin stolz auf euch!“
Der Unterricht verlief dann bis zum Nachmittag recht ruhig und geordnet und sie besprachen mehrere Kapitel zur Wirtschaft aus dem Manifest der Freiheit bevor er die SchĂŒler in die Freizeit entließ. Die meisten mussten jetzt noch eine Parteibildungseinrichtung oder einen Sportclub besuchen, je nachdem, was die Partei ihnen zugewiesen hatte.

Vor der Schule erinnerte nur wenig an den Tumult vom Morgen, er sah aber zu seinem Entsetzen, dass ĂŒberall FlugblĂ€ttern mit den Namen, Adressen und Vergehen der GedemĂŒtigten hingen. Nein. Das waren sogar noch viel mehr Namen. Viel, viel mehr. Und dann gab es Aufrufe, KonterrevolutionĂ€re und verdĂ€chtiges Verhalten sofort einem Vertreter der Jung-RevolutionĂ€re zu melden. Es lief ihm kalt den RĂŒcken herunter. Da war irgendetwas ganz Ungutes in Gange. Er wĂŒrde sich schnellstmöglich an die Partei wenden mĂŒssen, vielleicht sogar persönlich, ja persönlich wĂ€re wohl besser. Er könnte jetzt gleich gehen
 er kratzte sich am Kopf. Ach verdammt, dann mĂŒsste er aber noch schnell bei einem Barbier vorbei. Es gab einige auf dem Weg in die Innenstadt, also los.

Überall hingen die FlugblĂ€tter, lagen auf dem Boden. Sie waren auf schreiend buntes Papier gedruckt. Große Banner waren wie Plakate an HĂ€userwĂ€nde geklebt worden. Auf ihnen konnte er Parolen lesen wie „Nieder mit den KonterrevolutionĂ€ren“, „Blut fĂŒr die Freiheit“, „SchĂŒtzt die Volksrepublik“. Eigentlich SĂ€tze, die er seinen SchĂŒlern auch beibrachte, die ihn in diesem Zusammenhang aber erschaudern ließen.

Plötzlich sah er eine weinende Frau am Straßenrand sitzen. Als er nĂ€her kam, bemerkte er, dass sie ein blaues Auge hatte und aus einer Platzwunde am Kopf blutete.
„Was ist denn hier geschehen!“, rief er aus und betaste die Wunde mit einem Taschentuch.
Die Frau wimmerte nur und deutete auf die Überreste eines kleinen Handkarrens, der jetzt zerbrochen auf der Seite lag, umgeben von zertretenem Obst und GemĂŒse. Daneben lag ein großes Plakat: „Nieder mit dem Großkapital! Tod den HĂ€ndlern!“
Das konnte doch nicht der Ernst der Jung-RevolutionĂ€re sein?! Die Frau war ganz offensichtlich eine BĂ€uerin, die sich ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von GemĂŒse aus dem eigenen Garten etwas aufbessern wollte. Wie konnten denn die Jung-RevolutionĂ€re eine BĂ€uerin angreifen?
Die Frau schluchzte noch immer und krallte sich an ihm fest. Erst jetzt sah er, dass sie eine Sooraj war und keine GĂȘl. Das wurde ja immer schlimmer. Er beruhigte die Frau, die nur gebrochen Ziman sprach, und half ihr auf. Er hatte nur wenig Geld, aber das, was er hatte, gab er der Frau, die sich ein wenig beruhigte.

„Verlass die Stadt und bleib erst einmal in deinem Dorf, das ist besser!“
Die Frau schniefte und nickte, nahm das Geld an sich und entfernte sich, das Taschentuch an den Kopf gepresst, vorsichtig vom Ort des Geschehens.

Erst jetzt fiel ihm wirklich auf, wie leer es auf der Straße war. In diesem Teil der Stadt lebten recht viele Sooraj und er kam an zwei zerstörten LĂ€den vorbei, eines davon eine Teestube, das andere eine kleine Schneiderei. An beiden war mit roter Farbe ein Slogan geschrieben worden: „Kauft nicht bei Sooraj. Kauft nicht bei den VerrĂ€tern der Revolution“. Jetzt erfasste ihn kalte Wut. Das musste jetzt sofort ein Ende haben.

Das heute Morgen, das war eine Geschmacklosigkeit gewesen, ein Dummejungenstreich, der ausgeartet ist, das hier war ... das war einfach widerlich, furchtbar, ekelerregend.

Auch im Stadtzentrum gab es verwĂŒstete LĂ€den, Parolen, die an HĂ€userwĂ€nde geschmiert waren, Plakate, FlugblĂ€tter. Es schien, als habe in den Straßen eine Schlacht getobt. Mitten auf einer der breiten Alleen brannte ein Haufen MĂŒll, doch als er nĂ€her herantrat, bemerkte er das das, was da brannte, BĂŒcher waren. Sie lagen direkt vor einem zerstörten kleinen Buchladen.

Er musste sich ĂŒbergeben, denn aufgeknĂŒpft vor dem Laden hing der Besitzer, ein Ă€lterer, untersetzter Sooraj mit einem grauen Schnurrbart, dessen Gesicht nun violett und geschwollen war, mit herausquellenden Augen und einer dicken, dunklen Zunge. Auf seinen Bauch hatte man „Sooraj-Kapitalisten-Sau“ geschrieben.

Entsetzt, traurig und wĂŒtend marschierte er jetzt weiter durch das Chaos, das eher zuzunehmen schien. Aus den Augenwinkeln sah er noch mehrere leblose Körper, aber er zwang sich, nicht genauer hinzusehen. Es war nicht so, dass er nicht schon tote Menschen gesehen hatte – bei einigen war er am Tod nicht ganz unschuldig gewesen. Aber das war der Krieg gewesen, die Revolution, das hier war ein sinnloses Gemetzel, ein Verbrechen. Wie sehr sehnte er sich jetzt die Langeweile des Morgens zurĂŒck.

Auf dem großen Platz der Revolution im Stadtzentrum gab es noch kleine Gruppen von Jung-RevolutionĂ€ren, die zusammen standen, rauchten, tranken und sich unterhielten. Er war so wĂŒtend, dass er die MĂ€nner am liebsten gleich hier zur Rede gestellt hĂ€tte, aber er beherrschte sich und schritt schnell und zĂŒgig auf das riesige ParteigebĂ€ude zu, dass die Nordseite des enormen Platzes einnahm. Einige der Jung-RevolutionĂ€re schauten ihm verdĂ€chtig lange nach und tuschelten miteinander. Er beschleunigte seinen Schritt und bereute es jetzt, nicht doch bereits gestern zum Barbier gegangen zu sein. Es waren jetzt zwölf Tage und sein schwarzes Haar bildete einen kurzen, weichen Teppich auf seinem Kopf. Möglicherweise war das in der seltsamen Stimmung heute schon genug, auch ihn zu einer Zielscheibe werden zu lassen.

Er erreichte das GebĂ€ude aber unbehelligt und atmete erleichtert auf, als er in der großen Eingangshalle stand. Eigentlich blickte er immer voller Stolz auf das riesige Mosaik „Die Glorreiche Revolution“ an der Wand, aber heute hatte er keinen Blick dafĂŒr. Er meldete sich beim Empfang an, um den fĂŒr ihn zustĂ€ndigen RegionalsekretĂ€r zu sprechen, man teilte ihm aber mit, der Genosse sei, wie alle wichtigen Personen, auf einer großen Feier in der Volkshalle. Man wĂ€re aber gerne bereit, ihm eine Nachricht zu hinterlassen. Er erklĂ€rte, so ruhig er konnte, dass sein Anliegen von Ă€ußerster Dringlichkeit sei.

„Das kann doch nicht so weiter gehen, die legen ja noch die halbe Stadt in Schutt und Asche!“ Der Mann hinter dem Steintresen lehnte sich zurĂŒck und verschrĂ€nkte die Arme vor der Brust.

„RĂȘhevalĂȘ me, kann es sein, dass du so einiges nicht mitbekommen hast?“

Die Wahrheit traf ihn wie ein Schlag. Das war kein Wahnsinn gewesen, kein unkontrollierter Ausbruch jugendlicher Gewalt. Der große ParteifĂŒhrer hatte vielmehr verkĂŒndet, dass die Flamme der Revolution zu erlöschen drohe und deswegen der Kampf fĂŒr die Revolution stĂ€ndig andauern mĂŒsse. Die Revolution sei in Gefahr und werde durch innere Feinde zersetzt und durch Ă€ußere Feinde bedroht.
Auf dem XI. Parteitag hatte er dazu eine flammende Rede gehalten, aber er konnte damit doch nicht gemeint haben, dass ... oder etwa doch?

Der Mann hinter dem Tresen schob ihm ein weiteres Flugblatt zu, diesmal kein offizielles, mit dem Siegel der Partei. Es war eng bedruckt mit Text, er griff es und setzte sich, entsetzt schon von den ersten Worten, auf eine der MarmorbÀnke.

Die Jung-RevolutionĂ€re sollten alle konterrevolutionĂ€ren Elemente ausfindig machen und eliminieren. Er lehnte den Kopf gegen die kĂŒhle Wand, denn er bemerkte, dass ihm schwindlig wurde. Die Sooraj waren zu Staatsfeinden erklĂ€rt worden. Eine ganze Bevölkerungsgruppe unter Generalverdacht. Ihm war schon wieder ĂŒbel, speiĂŒbel. Das konnte er nicht hinnehmen, das war zu viel, es ... Einige der Jung-RevolutionĂ€re kamen herein und der Mann hinter dem Tresen nickte ihnen nur zu. Sie kamen um ihn zu holen. Was auch immer er falsch gemacht hatte, er hatte nichts gewusst von den PlĂ€nen der Partei, aber wieso hatte man ihn nicht informiert? Hatte er sich frĂŒher etwas zu Schulden kommen lassen? "Feine innerhalb der Partei" echote eine Zeile des Flugblattes in seinem Kopf. Er war doch immer ein treues Mitglied gewesen, Lehrer, RevolutionĂ€re der ersten Stunde ...

Er saß an einem kleinen Tisch in der Sonne. Um ihn herum tobte das Leben. Menschen lachten, schwatzten, gingen ihren Besorgungen nach. Das kleine Gasthaus, vor dem er saß, hatte viele Tische in die wĂ€rmende Sonne gestellt – und jeder Platz war besetzt. Er nippte an einem Glas Wein mit FrĂŒchten darin und kratzte sich am kahlen SchĂ€del.

Das Haar wuchs einfach nicht mehr nach. Drei Jahre war er in dem Lager gewesen, Jahre von Hunger, Entbehrung und Folter. Immer wieder hatte man seinen Kopf mit Pasten enthaart, bis kein HĂ€rchen mehr wuchs, ebenso wenig wie der Bart oder die Augenbrauen. Er wĂ€re fast verhungert, war abgemagert und schrecklich gealtert. Er war gequĂ€lt worden, sadistisch und gemein. Stundenlang hatte er in der Ecke der Zelle stehen mĂŒssen, war in dunkle Löcher geworfen worden und immer, immer wieder stundenlanges Rezitieren des Manifests der Freiheit. Er hatte Latrinen sĂ€ubern mĂŒssen, Steine schleppen und Kleidung nĂ€hen.
Man hatte ihn verprĂŒgelt, mit Sport gequĂ€lt und dann wieder die Rezitationen. Er hatte wĂ€hrend dieser Zeit viele ZĂ€hne verloren, hatte mehrfach daran gedacht, sich selbst das Leben zu nehmen. Aber er hatte es ĂŒberlebt, hatte sich geduckt, geantwortet, was sie hören wollten. Er hatte sogar ihre widerlichen Parolen ĂŒber das so genannte Sooraj-Ungeziefer nachgeplappert und wĂ€re innerlich daran fast zerbrochen.

Aber irgendwann war es zu Ende, er wurde als rehabilitiert entlassen und einer Arbeit in einem staatlichen Lebensmittelbetrieb zugewiesen. Die Kollegen sprachen nicht mit ihm, viele hatten wohl an der Straße gestanden, als er nackt, mit blutendem Kopf und beschmiert mit Beleidigungen durch die Stadt bis zur Schule getrieben worden war. Hier mussten seine SchĂŒler ihn kritisieren, bewerfen, mit Urin und Kot beschmieren und er hatte das Entsetzen in den Augen seiner SchĂŒtzlinge gesehen, die nun plötzlich alle regelkonform gekleidet waren. Er hatte auch das triumphierende Grinsen im Gesicht seines ekelhaften Kollegen nicht vergessen.
Sein Kollege, natĂŒrlich. Er war es gewesen. Er hatte ihn denunziert. Er sei zu nachsichtig und habe damit die Rebellion unter den SchĂŒlern verbreitet.

Jetzt schien das alles ein fruchtbarer Traum gewesen zu sein. Ein anderes Leben. Ja, die Haare waren nicht nachgewachsen, aber hatte wieder Gewicht zugelegt und war gesund - und er war geflohen. Das ist eine lange, eine andere Geschichte, aber nun sitzt er hier in der Sonne von LlerĂ­da, weit, weit weg von Biharim und der Volksrepublik. Über ihm, auf einem Felsen, thront der Königspalast, ein strahlend weißer Bau.

Kurz, ganz kurz musste er daran denken, dass er zu den Pionieren gehört hatte, die den Palast in der Hauptstadt Biharims mit Freude, Spucke und einer Spitzhacke zerstört hatten. Zu seinen FĂŒĂŸen die wunderschöne Stadt mit ihren PalĂ€sten, StadthĂ€usern und Tempeln, den engen Gassen und Hunderten von GaststĂ€tten, mit GeschĂ€ften und Markthallen. Die Menschen tragen keine Einheitskleidung, keine Einheitsfrisuren, nein, jeder trĂ€gt was er will. Und jeder sagt was er denkt. Die Armen halten mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg, sie schimpfen, sie protestieren. Und niemand knĂŒppelt sie nieder, sie werden einmal nicht eingesperrt. Sie dĂŒrfen WĂ€hlen!! Alle. Und Langeweile, die gibt es hier niemals. Es gibt Kultur, es gibt Kunst, es gibt
 das Leben und die Freiheit. Die Freiheit in Biharim dagegen, die ist gestorben.

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Hi Aerath, ein dĂŒsteres Werk hast du hier eingestellt - keine Kurzgeschichte, dafĂŒr ist sie zu lang. Du schaffst es mit sehr sachlichem Ton diese Stimmung zu erzeugen. Dennoch wirkt vieles wie ein Stakkato. Gepresst, zu dicht. Beispiel:

quote:
Das Haar wuchs einfach nicht mehr nach. Drei Jahre war er in dem Lager gewesen, Jahre von Hunger, Entbehrung und Folter. Immer wieder hatte man seinen Kopf mit Pasten enthaart, bis kein HĂ€rchen mehr wuchs, ebenso wenig wie der Bart oder die Augenbrauen. Er wĂ€re fast verhungert, war abgemagert und schrecklich gealtert. Er war gequĂ€lt worden, sadistisch und gemein. Stundenlang hatte er in der Ecke der Zelle stehen mĂŒssen, war in dunkle Löcher geworfen worden und immer, immer wieder stundenlanges Rezitieren des Manifests der Freiheit. Er hatte Latrinen sĂ€ubern mĂŒssen, Steine schleppen und Kleidung nĂ€hen.

Hier wĂŒrde ich mir mehr Tiefe wĂŒnschen, mehr ErzĂ€hlen. Etwas ĂŒber die Personen erfahren, die das getan haben, ĂŒber die GefĂŒhle des Prots. Das wĂ€re eine eigene Geschichte in einem grĂ¶ĂŸeren Werk. Lohnt sich.

GrĂŒĂŸe von wipfel

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