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Leselupe.de > Anonymus
Aufbruch
Eingestellt am 25. 06. 2004 00:46


Autor
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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Die Zeit stirbt Risse in die Br├╝cke
die wir ├╝ber die Wolken spannten
um uns ganz oben zu begegnen

Nun folgst du mir r├╝ckw├Ąrts durch die Nacht
und schneidest meinen Schatten vom Pflaster
Stunden quellen tr├Ąge aus den Fenstern
hinter denen du schale Feste
mit dem Wein vom Vortag feierst

Ich r├Ąume dir nicht mehr
die Tage hinterher
und trage dein Lachen auf
Zwischen dir und mir
finde ich dich hundertfach
Und immer noch streife ich
nur, was au├čen

Ich gehe dahin zwischen Zeilen
aus gefrorenem Wei├č




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Sheerie
Guest
Registriert: Not Yet

hallo A.

es ist einfach grandios, trotz seiner
tiefsinnigen melancholie oder gerade deshalb

wenn die punkte am ende jeder strophe fehlen w├╝rden,
w├╝rde nichts fehlen

danke sehr, Sheerie

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Hallo Sheerie,

du hast Recht! Die Punkte am Ende jeder Strophe st├Âren. Bei der Lyrik wei├č ich nie so recht mit der Zeichensetzung umzugehen. Rein intuitiv m├Âchte ich meinen, dass sie ohne Punkt und Komma auskommen muss/sollte.

Es freut mich sehr, dass dir das Werk gefallen hat. Besonders, weil es mein erster Versuch in Richtung Lyrik ist.

Lieben Gru├č
A.

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Svalin
???
Registriert: Sep 2000

Werke: 68
Kommentare: 695
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Hallo A.

Auch auf mich entfaltet dein Text eine starke, bewegende Wirkung. Nach meinem Empfinden liegt das ma├čgebend daran, dass er es vermag, sich in seiner Bildersprache ├╝ber die sentimentale (unreflektierte) Befangenheit hinaus zu erheben, die ein solches Herzschmerz-/Trennungsmotiv h├Ąufig mit sich zu bringen scheint. Hier ist eine emotionale Distanz des Autors zum Gegenstand seiner Betrachtung sp├╝rbar, die ihn ├╝berhaupt erst in die Lage versetzt hat, Wesentliches zu erkennen und zu verdichten. Das setzt normalerweise einiges an ├ťbung und Erfahrung voraus. Dir scheint das intuitiv gelungen zu sein, was in meinen Augen sehr f├╝r lyrisches Talent und Potential spricht.
Deine Metaphern legen ihren Fokus irgendwo zwischen Offenbarung und Verh├╝llung. Sie sind nie zu abstrakt, das Geschilderte unverst├Ąndlich zu machen, aber auch nie zu deutlich, alle Details zu verraten. Es bleibt immer ein kleines St├╝ck Unaufl├Âsbares, Unbestimmbares darin zur├╝ck. Auch das gef├Ąllt mir au├čerordentlich gut. Dieses perspektivische Offenhalten gibt dem Leser gen├╝gend Raum, sich im Text trotz aller Vorgaben frei bewegen zu k├Ânnen. Ich denke, du kannst deinen ersten "Versuch in Richtung Lyrik" wirklich als gelungenen Einstand betrachten
Worauf du beim n├Ąchsten Mal vielleicht noch achten k├Ânntest, w├Ąre, dir den Text noch w├Ąhrend des Schreibens laut vorzulesen. Das hilft, Stellen zu entdecken, an denen sich kein richtiger Sprachfluss einstellen will. Gerade der Anfang

> Die Zeit stirbt Risse in die Br├╝cke
> die wir ├╝ber die Wolken spannten
> um uns ganz oben zu begegnen

wirkt in dieser Hinsicht ein wenig ungelenk. Das betrifft aber lediglich die A-Note (technische Ausf├╝hrung). In der B-Note (k├╝nstlerischer Ausdruck) g├Ąbe es von mir volle Punktzahl ... wenn wir beim Eiskunstlaufen w├Ąren

Viele Gr├╝├če
Martin

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Hallo Martin,

vielen Dank f├╝r die M├╝he, die du dir mit meinem Werk gemacht hast. Es war mir wichtig, die Zeilen nicht ins Weinerliche abgleiten zu lassen und nat├╝rlich freut es mich, das nun durch deinen Kommentar best├Ątigt zu wissen. Im Grunde geht es weniger um Herzschmerz oder Trennung als vielmehr um Resignation infolge von Stagnation; sozusagen die Vorstufe zur endg├╝ltigen Losl├Âsung.

Dein Lob lasse ich mir gerne gefallen. Aber auch deine Kritik. Ich habe den Anfang laut gelesen und festgestellt, dass er nicht sonderlich melodisch klingt. Vielleicht kann ich das ja noch ├Ąndern.

Lieben Gru├č
A. (grottenschlechte Eiskunstl├Ąuferin)

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Svalin
???
Registriert: Sep 2000

Werke: 68
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Hallo A.

Dass mit der M├╝he kann ich so nicht stehen lassen: Falls Genuss und Inspiration wirklich eine Form von Anstrengung sein sollten, dann war ich gerne bereit, diese bei der Besch├Ąftigung mit deinem Text zu "erdulden" Schade nur, dass dies bei den "Anonymen" hier nur einem vergleichsweise kleinen Leserkreis vorbehalten bleibt

> Vielleicht kann ich das ja noch ├Ąndern.

Ja, vielleicht Ich denke, die grunds├Ątzliche Bereitschaft an seinen Texten arbeiten zu wollen, ist sicher wichtig und lobenswert. Auf der anderen Seite haben Gedichte auch eine Form von Authentizit├Ąt, die viel mit dem Moment ihrer Entstehung zu tun hat: das Aus-einem-Guss-Sein. Da l├Ąsst sich oft an einigen Stellen nachtr├Ąglich noch etwas polieren oder entgraten. Gr├Â├čere ├änderungen hingegen (soweit jedenfalls meine Erfahrung) k├Ânnen Texten oft viel von ihrem urspr├╝nglichem Charme nehmen. Das w├╝rde ich hier sehr schade finden.

Viele Gr├╝├če
Martin

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