Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92241
Momentan online:
70 Gäste und 0 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Aufgehalten
Eingestellt am 25. 08. 2009 21:08


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Inge Anna
Häufig gelesener Autor
Registriert: Apr 2001

Werke: 1219
Kommentare: 1623
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Inge Anna eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Aufgehalten


Da hängt dieser Wollmantel.
Wieder hält er mich auf -
wünscht die Berührung meiner Hand -
ein verweilendes Wort.

Was bin ich denn schuldig
diesem abgelegten Stück Leben?
Wohl nichts weiter
als den fehlenden
untersten Mantelknopf.
__________________
Die über Nacht sich umgestellt, zu jedem Staate sich bekennen, das sind die Praktiker der Welt; man kann sie auch Halunken nennen.
(Heinrich Heine)

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Crimson Conjuror
Autorenanwärter
Registriert: Apr 2009

Werke: 5
Kommentare: 35
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Crimson Conjuror eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Aufgehalten

Hallo Inge Anna!

Ich gehe mal davon aus, dass die Person in deinem Werk du selbst bist.

Dein Gedicht ist zeitlos, könnte in jedem Jahrzehnt spielen. Es ist wie ein Schnappschuss, eine sehr persönliche Momentaufnahme, in der Erinnerungen aufblitzen. Das Wissen um seine angenehmen Eigenschaften scheinen dem Kleidungsstück ein Eigenleben zu geben: „wünscht die Berührung meiner Hand – ein verweilendes Wort”.

Trotz, dass der Mantel nicht mehr zum Alltag gehört (abgelegtes Stück), scheint er noch immer Aufmerksamkeit einzufordern. Aber du sträubst dich dagegen, gestehst ihm gerade den „untersten Mantelknopf” in deiner Pflichterfüllung zu, zur Unterstreichung, wie wenig bis gar nichts er an deinen in Erinnerungen wurzelnden Gefühlen zu zerren hat, indem er dich wieder und wieder aufhält.

In deinen Zeilen könnte man dir einen Vorwurf an dich selbst attestieren, dass du nicht die Kraft zu widerstehen aufbringst oder dass du dir deine Liebe zur Vergangenheit dieses Kleidungsstücks nicht eingestehen willst.

Allerdings ist auch Herzblut vorhanden und die Leidenschaft empörten Aufbegehrens: „Was bin ich denn schuldig...” Immerhin nimmt dieser Aufschrei mehr Zeilen in Anspruch als der „restliche” Teil des Gedichts.

Interessanter Beitrag, der mehr birgt, als man auf den ersten Blick zu meinen scheint.

Liebe Grüße

Crimson Conjuror

__________________
Fühle dich frei und kühn! Sei unvorsichtig, sei rücksichtslos! Sei ein Löwe! Sei ein Seeräuber, wenn du schreibst! - Brenda Ueland, Ritterin

Bearbeiten/Löschen    


1 ausgeblendete Kommentare sind nur für Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zurück zu:  Ungereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!