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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Aufgewacht
Eingestellt am 26. 06. 2004 12:13


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NakedLunch
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2004

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Als wir an diesem Freitagabend aufbrechen, sieht es aus, als wĂŒrde es einer jener Abende werden, die gemĂ€chlich dahin rauschen und in dröhnendem Kopfweh am nĂ€chsten Morgen enden.
Unser Ziel ist eine kleine schĂ€bige Kneipe direkt am Hauptbahnhof. Mein Freund Ron, besitzt das Talent, die miesesten Lokale in der Gegend aufzuspĂŒren und mich zu ĂŒberreden, ihn in diese Löcher zu begleiten. Warum ich mitgehe, weiß ich nicht. Ich weiß ja noch nicht einmal, warum ich ĂŒberhaupt noch mein Leben mit ihm teile. Bei uns ist die Luft schon lange raus. Doch die Gewohnheit ĂŒbertönt meinen Verstand und lĂ€hmt meinen Rettungsinstinkt. Es erinnert mich an die trostlose Ehe meiner Eltern. Ein ewiger Kampf zweier verletzter und desillusionierter Tiger im Dschungel des Alltags. Sie haben bereits gelebt, aber ich bin erst zwanzig und trotzdem schon in einer banalen Beziehung gefangen, ohne Liebe und Romantik.
Ron ist fĂŒnf Jahre Ă€lter. Er sieht versoffen aus, aber dennoch auf eine herbe Art sexy. Struppige, schwarze Haare, helle, blaue Augen und eine kantig muskulöse Figur. Er ist kein Freund vieler Worte und leider auch keiner von Reinlichkeit. Ich erwarte keinen Saubermann, aber es gibt einen Unterschied zwischen dem betörenden Eigengeruch eines Mannes und dem Gestank von Schweiß und fĂŒnf Tage alten Socken. Und trotzdem hĂ€nge ich an diesem Kerl.

Es ist neun Uhr abends, als wir den Laden in der Bahnhofsstraße betreten. Durch einen Vorhang aus bunten Kordeln betreten wir den von Neonröhren beleuchteten Raum. Dem Eingang gegenĂŒber befindet sich eine schlichte Theke, deren Sortiment primĂ€r aus einer langen Reihe von Whiskyflaschen besteht. Eine dicke, sĂŒdlĂ€ndische Frau kauert gelangweilt dahinter und raucht. Links von uns stehen lieblos dekorierte Tische, an denen vereinzelt ein paar Ă€ltere MĂ€nner sitzen. Auf der anderen Seite schließt sich ein zweiter Raum an, in dem zwei Billardtische stehen. Als wir herein kommen, blicken vier jungen MĂ€nner von ihrem Spiel auf und begutachten uns mit wenig einladender Miene.
Ron lĂ€chelt verzĂŒckt ĂŒber seine neue Entdeckung in die Runde und begrĂŒĂŸt die Anwesenden: „Servus miteinander. Ich merk schon, hier bin ich richtig. Wie’s aussieht wird hier Whiskey getrunken?“
Niemand antwortet. Ich komme mir vor, wie ein Tourist in einem fremden Land. Drei auslĂ€ndisch anmutende Herren am Tisch neben dem Eingang starren uns „Eindringlinge“ fĂŒr einen langen Moment mit ernsten Gesichtern an. Dann lĂ€chelt der Patron, und die Spannung löst sich. Er winkt uns zu sich.
„Komm, setzen euch zu uns und trinken mit uns.“
Ron hat ein HĂ€ndchen dafĂŒr, mit seinem unverwechselbaren Charme, ganz besondere Freunde zu finden. Meine Begeisterung darĂŒber hĂ€lt sich in Grenzen.
GroßzĂŒgig wird uns eine Runde nach der anderen spendiert. Ron muss diese Geste natĂŒrlich erwidern, schließlich ist das eine Frage der Ehre. Ich halte mit, denn Saufen ist das einzige, was uns noch verbindet. Klar gibt es da auch noch den Sex, aber eher aus schlichter Triebbefriedigung, als aus leidenschaftlicher Begierde.

Nach dem fĂŒnften Whiskey spĂŒre ich, wie die ersten Anzeichen eines Rausches anklopfen. Die Leute um mich herum sind leichter zu ertragen, und ich lache sogar, wenn Ron wieder eine seiner uralten Anekdoten zum Besten gibt. Die MĂ€nner am Tisch scheinen sich ĂŒber meine gesteigerte Heiterkeit zu amĂŒsieren. Sie werfen mir funkelnde Blicke zu, und die Themen werden anzĂŒglicher.
„Eh Freund, deine Frau - gute Frau. Trinkt wie Mann und sieht aus saftig, wie sĂŒĂŸe Frucht. Bestimmt mĂ€chtig Spaß zuhause, wie?“ Der Patron lacht schmierig. Mir wird ĂŒbel bei dem Gedanken, er könnte mich mit seinen schrumpeligen HĂ€nden anfassen. Ron dagegen findet das GesprĂ€ch offensichtlich nicht zu vulgĂ€r und steigt krĂ€ftig drauf ein. Er wuschelt mir grob durchs Haar und kontert: „Ja, ja, meine Freundin ist nicht zu ĂŒberbieten. Was die anpackt wird reinste Sahne.“
Die Meute grölt. Na, das kann ja lustig werden.
Die Frau am Tresen mustert mich von oben bis unten und nickt mir lachend zu. Wahrscheinlich prĂŒft sie in Gedanken meinen Handelspreis fĂŒr den Fleischmarkt. Ich kippe das nĂ€chste Glas hinunter und stehe auf. Vielleicht ist es ja bei den Billardspielern unterhaltsamer.
Mir entgeht nicht, dass ich bereits schwanke. Also tipple ich unter Ă€ußerster Konzentration auf meinen hochhackigen Schuhen in den Nebenraum. Meine schwitzenden Oberschenkel, eingequetscht in dem schwarzen Minirock, reiben empfindlich aneinander. Ron zuliebe ziehe ich dieses SchmuckstĂŒck immer wieder an. Er steht auf knappe, enge Kleidung. Also trage ich dazu mein bauchfreies Top, in dem sich meine BrĂŒste wie die Fingerkuppen in medizinischen Gummihandschuhen durch den gespannten Stoff abzeichnen.




Die jungen MĂ€nner an den Spieltischen fixieren mich aus den Augenwinkeln. Ich bin mir absolut sicher, dass ich das erste weibliche Wesen bin, das sich jemals in diese Höhle gewagt hat. Eine reizvolle Vorstellung – zumindest zu diesem Zeitpunkt.
Die lĂŒsternen Blicke wandern an meinen Beinen nach oben und bleiben im Ausschnitt hĂ€ngen. Diese Fleischbeschau widert mich normalerweise an, doch ich spiele das Spiel mit. Herausfordernd blicke ich den vier Jungen direkt ins Gesicht und schwĂ€nzle mit herausgedrĂŒckter Brust und wippendem Hintern um die Tische. Meine Bewegungen sind Ausdruck purer Wollust. Ich nippe an meinem GetrĂ€nk und lecke betont sinnlich den letzten Tropfen vom Rand.
Als sich der Dunkelhaarige mit dem Kinnbart tief ĂŒber den Filz beugt, um zum nĂ€chsten Stoß anzusetzen, drĂŒcke ich mich ihm gegenĂŒber an den Spielfeldrahmen und lasse die HĂŒfte langsam kreisen. Durch den Stoff hindurch spĂŒre ich, wie das glatte Holz ĂŒber meine Scham reibt. Meine Libido erwacht. Der Typ grinst und streckt mir seine zappelnde Zungenspitze entgegen. Sein Arm schnellt nach vorn, und mit einem Krachen prallt die weiße Kugel in das Karree und lĂ€sst die anderen BĂ€lle zwischen den Banden tanzen.
Er richtet sich auf und fÀhrt mit einer obszönen Geste den Queue entlang.
„Gib Acht, welche ich als NĂ€chste mit meinem PrĂŒgel bis zum Anschlag in der Tasche versenke.“
Seine Worte zeigen Wirkung. Ich spĂŒre ein wohliges Kribbeln den Nacken hinauf fahren, und in meinem Schoß entfacht sich erste Glut. Wie in einem Schattenspiel, schleichen wir lauernd umeinander.
Der krĂ€ftigste aus der MĂ€nnergruppe kommt auf mich zu und reicht mir einen Whiskey. Als ich danach greifen will, zieht er seine Hand zurĂŒck und lockt, dicht vor seinem feixenden Gesicht, erneut damit. Ich trete ganz nah an den Kerl heran und blicke ihm tief in seine gierigen Augen. Wie elektrisiert fĂŒhle ich die Flamme der Lust in mir auflodern. Ich fasse langsam nach dem Glas, fahre den Rand entlang und streichle es sanft an den SeitenwĂ€nden. Das Verlangen des Mannes vor mir wölbt sich sichtbar hervor, als hĂ€tte ich statt des Glases, seine Fackel verwöhnt.
Auch die anderen aus der Runde wollen sich in das Spiel einklinken und kommen auf mich zu. Der Lockige mit dem Goldkettchen taucht seinen Zeigefinger in die goldbraune FlĂŒssigkeit und fĂ€hrt damit sinnlich ĂŒber meine Lippen. Wie eine Raubkatze schnappe ich zu und lutsche lĂŒstern am Phallussymbol. Er stöhnt auf und will mich mit seiner Hand packen, doch ich weiche zurĂŒck. Hinter mir steht der nĂ€chste und drĂŒckt sich an mich. Er neigt den Kopf und sein heißer Atem kĂŒsst meinen Hals. Im Rausch versunken, genieße ich dieses erotische Treiben und lasse den Schauer der GefĂŒhle durch meinen ganzen Körper rasen. Es tut so gut, so begehrt zu werden.
Sein Mund wandert zu meinem Ohr und flĂŒstert: „Du bist so scharf, dass ich dich gleich hier nehmen werde.“
Ich lache auf. Die Macht ĂŒber diese triebgesteuerten Wesen macht mir Spaß. Es ist so leicht, sie zu verfĂŒhren, so leicht, ihre Urinstinkte zu wecken. Glauben die Armen denn wirklich, dass ich sie ranlasse?
Ich winde mich mit einer Drehung aus der Gruppe und merke dabei, wie der Alkohol mir die Kontrolle raubt. Ich schwanke und muss mich abstĂŒtzen. Es wird Zeit zu gehen.
Ich schaue zu Ron und den Ă€lteren MĂ€nnern im anderen Zimmer. Aber auch dort scheint der Whiskey seine Wirkung nicht verfehlt zu haben. Auf den StĂŒhlen schaukelnd, diskutieren sie angeregt in verworrenem Kauderwelsch. Wie schon so oft, scheint mein Freund mich nicht zu vermissen.
„Was ist Baby, soll ich dir helfen?“ Der Typ mit dem Bart schlingt seinen Arm um meine Schultern und lenkt mich zurĂŒck zum Billardtisch. Sein Griff ist kraftvoll. Er macht einen Schritt nach vorn und drĂŒckt mir sein Knie zwischen die Beine. Mit seiner Zunge leckt er sich begierig die Lippen – eine Offerte, die mehr verspricht.
Ich stoße ihn von mir weg, doch ein Teil in mir schreit: „Weiter, mach weiter du Sau!“
Gespielt prĂŒde, flĂŒchte ich auf die andere Seite des Spieltisches. Und wĂ€hrend die vier Augenpaare an mir kleben, lasse ich meine HĂ€nde zu meinem nackten Bauch wandern. LĂŒstern streichle ich mich und fahre hinauf zu meinen erregten BrĂŒsten und hinunter zwischen meine Schenkel.
Die MĂ€nner können kaum noch an sich halten. Gemeinsam kommen sie auf mich zu. Der BĂ€rtige und der Kerl mit dem Goldkettchen drĂŒcken mich an die hintere Wand des Raumes. Der KrĂ€ftige lehnt sich gegen mich und reibt begierig seinen steifen Schwanz an mir. Mein Schoß zuckt und ein sprĂŒhender Funke fĂ€hrt mir die WirbelsĂ€ule hinauf. Lust bebt in meiner feuchten Grube und lĂ€sst mich erzittern. Doch als der vierte mir seine Zunge tief in den Mund steckt, erwacht mein Verstand.
Die Alte hinter der Theke beobachtet mich mit einem dreckigen LĂ€cheln und zieht sabbernd an ihrer Zigarette.
Was, um Himmels Willen, mache ich hier?
Die Welt um mich herum fĂ€ngt an, sich zu drehen. Mir wird schlecht. Mit aller Gewalt befreie ich mich aus den FĂ€ngen der geifernden MĂ€nner. Ich trete um mich und verpasse einem von ihnen einen Ellenbogenschlag in die Magengrube. Dann stolpere ich hinĂŒber zu meinem Freund.
„Lass uns gehen Ron! Ich will jetzt sofort gehen!“
Ein undefinierbares Grunzen ist die Antwort. Seinen glasigen Augen nach zu urteilen, hat er reichlich getankt, reagiert aber auf meine Aufforderung erstaunlicherweise, ohne zu murren. Benommen steht er auf, legt ein paar Scheine auf den Tisch und gemeinsam taumeln wir aus dem Lokal.
Als wir vor der TĂŒr stehen, spielt mein Kreislauf verrĂŒckt. Ich muss mich ĂŒbergeben.

Als die vier jungen MĂ€nner uns folgen, wird mir klar, dass sie sich nicht mit dem unerfĂŒllten Spiel zufrieden geben. Sie sind geil, mehr als geil und wollen ihre Belohnung. Jetzt gleich!
Mit unserem mageren Vorsprung schaffe ich es mit meinem torkelnden Freund gerade noch bis in die UnterfĂŒhrung, dann haben die Typen uns eingeholt.
„So kommst Du uns nicht davon, Du Schlampe!“ Der BĂ€rtige packt mich am Arm und reißt mich herum.
Ich bin so betrunken, dass ich mich nicht mehr auf den Beinen halten kann und falle. Im schwachen Licht der U-Bahn Station und durch den Nebel meines Rausches nehme ich noch wahr, wie sich um mich herum Menschen prĂŒgeln. Ich versuche aufzustehen, aber da fĂ€llt der Vorhang.

Am nĂ€chsten Morgen wache ich mit brummendem SchĂ€del auf. Ich liege in einem kahlen Raum auf einer Matratze. Meine Augen sind verquollen, und erst nach einigen Minuten habe ich mich orientiert. Ich muss pinkeln. Die Neonröhrenbeleuchtung konkurriert mit den Lichtstrahlen, die durch ein kleines vergittertes Fenster fallen, das in eine massiven TĂŒr eingelassen ist. Auf der anderen Seite des Kabuffs erkenne ich ein Loch im Boden. Ich identifiziere es als Klo und erledige mĂŒhsam mein GeschĂ€ft.
Immer noch benommen und durch die ungewohnte Umgebung verwirrt, gehe ich zur TĂŒr und klopfe mit der flachen Hand dagegen.
Keine Antwort.
Also lege ich mich wieder hin. Erst nach weiteren drei Stunden wird die AusnĂŒchterungszelle geöffnet, und ich darf nach Hause gehen.
Aber wo ist Ron?
Als ich heim komme, sitzt mein Freund unbekĂŒmmert in der KĂŒche und trinkt Kaffee. Er erzĂ€hlt mir, dass sich vier VerrĂŒckte auf mich gestĂŒrzt hĂ€tten, um mich zu vergewaltigen. Stolz berichtet er davon, wie es ihm gemeinsam mit irgendeinem hilfsbereiten Penner gelungen wĂ€re, mich tapfer zu verteidigen. Als die Polizei aufgetaucht sei, hĂ€tten die Angreifer die Flucht ergriffen. Allerdings hĂ€tte man mich zur AusnĂŒchterung ins Krankenhaus einliefern mĂŒssen, da ich partout nicht ansprechbar gewesen sei.
„So schnell wirst Du wohl keinen Whiskey mehr anrĂŒhren“, frotzelt er.
Und damit hat er verdammt Recht.
Keinen Whiskey, keine gefÀhrlichen Spielchen und auch keinen Ron JEMALS wieder!
Ich habe die Schnauze voll. Ich bin kuriert und endlich aufgewacht.


__________________
"Language is a virus from outer space." (William Burroughs)

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Lotte Werther
Guest
Registriert: Not Yet

An Anonymous

NatĂŒrlich lasse ich, wenn ich eine Geschichte lese, den moralischen Finger weg. Den mögen andere haben.

Die Story ist gut erzÀhlt, auch das Thema hat mir gefallen, wegen der Abwechslung, die es bietet hier in den VorschlÀgen zur Anthologie.

Ein wenig halbherzig empfand ich das Ende dennoch. Denn zuerst Anmachen und sich dann entziehen ist im Leben kein Einzelfall, aber hier sind wir doch in einer Geschichte.

Also ich hÀtte gern weiter gelesen von ihren lasziven, wenn auch betrunkenen Bewegungen, von ihrer Anmache und den Reaktionen der vier MÀnner.

Lotte Werther



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NakedLunch
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2004

Werke: 6
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Hi Lotte,

danke fĂŒr dein schnelles Feedback!

Na wenn du gerne mehr gelesen hÀttest, dann hab ich mein Ziel ja erreicht ... )

... ich wollte das die Figur sich entwickelt und nicht nur in der Erotikszene hÀngenbleibt.
Und ich hoffe nicht, dass jeder bei der Raumbeschreibung gleich an eine AusnĂŒchterungszelle gedacht hat, sondern vielleicht an ein Sex-Sklaven-Verlies ;o)

Sei dir sicher, das MĂ€dchen erlebt jetzt, wo sie wieder frei ist bestimmt noch weitere erotische Abenteuer. )

merci

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lapismont
Foren-Redakteur
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Registriert: Jul 2001

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Hat mich nicht mitgerissen. UnglaubwĂŒrdiger Hintergrund und eine Frau die in einer schmierigen Kaschemme MĂ€nner anmacht.
Davon mag ich nicht mehr lesen.
__________________
Kunst passiert.

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GabiSils
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 1
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Ich finde den Hintergrund nicht unglaubwĂŒrdig. Gute Story.

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Dominik Klama
???
Registriert: Nov 2008

Werke: 40
Kommentare: 685
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Gut geschriebene, spannende Geschichte, in der sich das Auseinanderleben eines Liebespaares in einer orgiastischen Sexfantasie ausspricht.

Besonders am Anfang stört mich etwas der unangemessen „gewĂ€hlte“ Sprachstil. „Vier MĂ€nner blicken vom Spiel auf und begutachten uns.“ WĂ€re in so einer Kaschemme nicht besser die Rede von: „Vier MĂ€nner sehen kurz hoch von ihrem Spiel und mustern uns durchdingend“? Besonders auffĂ€llig wird die zu feine Wortwahl, wenn sie sich mit kurzem Abstand wiederholt: „Es ist neun Uhr, als wie den Laden betreten. Durch einen Vorhang betreten wir den Raum.“ Ich meine: „Es ist ungefĂ€hr neun, als wir in den Laden reingehen. Wir schieben bunte Kordeln eines Vorhangs zu Seite und sehen einen Raum mit kahlem Neonlicht.“

Auch habe ich an einigen Stellen etwas Probleme mit der inneren Logik des ErzĂ€hlten. Nachdem weiter oben zwar ein Vergleich zur leeren Ehe der Eltern gezogen, dann aber als Abatzabschluss festgestellt wurde: „Und trotzdem hĂ€nge ich an diesem Kerl“, heißt es wenig spĂ€ter: „Saufen ist das einzige, was uns noch verbindet.“ Und Sex, aber Routinesex. Jedoch scheint mir „an einem Kerl (klingt irgendwie liebevoll kritisch!) hĂ€ngen“ deutlich mehr GefĂŒhls- und Bindungsaspekt zu haben als Saufgewohnheiten und Triebabfuhr.

Seltsam auch diese Vorwegnahme von etwas, was spĂ€ter widerrufen wird bei der Fast-Orgie im Billardraum. „Meine Bewegungen sind Ausdruck purer Wollust“, steht zuerst da. Das zu einem Zeitpunkt, als es wohl noch vor allem darum geht, die eigene Anziehungskraft auf stark triebgesteuerte MĂ€nner auszureizen. Pure Wollust ist das wohl nicht, sondern eher Machtprobe, Eitelkeit, Spiellust, Rache am blöden Freund. Und genau: Weiter unten stellt die Heldin erregt fest, wie gut es sich anfĂŒhlt, wirklich begehrt zu werden und Macht ĂŒber MĂ€nner auszuĂŒben!

Am inkonsequentesten finde ich den Schluss. Klar, sie hat sich, abgesehen vom Alkohol nur deshalb so flittchenhaft aufgefĂŒhrt, weil sie von Ron enttĂ€uscht ist, der Auftritt mit allen Risiken hat ihr demonstriert, dass dieser Mann nicht gut fĂŒr sie ist. Aber da war nun einfach zu viel, zu lange von ihrem Ausflippen die Rede, zu wenig ist Ron aufgetaucht. Und dann, wenn er wieder auftritt, nĂ€mlich ganz mĂ€nnlich vernĂŒnftig, indem ER keinen Rausch hat und sie rettet, folgt (?) daraus, dass er nun ein fĂŒr alle Mal abgeschrieben ist.

Den Mittelteil fasse ich als erotische Fantasie auf. Mag man gewagt finden, ich tue es nicht, weil eine Frau sich wĂŒnscht, in der Öffentlichkeit von mehreren MĂ€nnern, die ihr völlig unbekannt sind, genommen zu werden. Ich frage mich allerdings, warum ich an keiner Stelle das GefĂŒhl habe, ein Geschehen aus der RealitĂ€t mitzuerleben. Warum es mir eher wie Film, Pornofilm oder Selbstbefriedigungsfantasie vorkommt? Vielleicht weil es schon ein wenig seltsam ist, wenn eine junge Frau, die in der Folge dann prompt auch von diesen vier wĂŒsten AuslĂ€ndern (auch eine Fantasie?) beinahe vergewaltigt wird, ganz allein von sich aus, so ein Unternehmen ins Laufen bringt. Weil man es dann doch ein wenig zu zugĂ€nglich und zu hell in dieser Wirtschaft immer noch findet. Weil man sich fragt, wie lange es dauern wird, bis der Freund endlich mal drĂŒben reinschaut.

Und weil man so ein seltsames Detail erzĂ€hlt bekommt: „Er reibt begierig seinen steifen Schwanz an mir.“ Dies wĂ€hrend sie steht, er also auch steht, sie angezogen ist, er angezogen ist. Stellt man sich das alles konkret vor, dann ist der Schwanz gar nicht mehr so steif. Jedenfalls als Solcher kaum bemerkbar, da in UnterwĂ€sche und Jeans eingeklemmt.

__________________
14.11.2015 Forum Lupanum Threads Höhe Zeit AufklÀrung Verteidiger: Es ist genug.

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