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Leselupe.de > Science Fiction
Augenblicke
Eingestellt am 07. 12. 2003 05:34


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MST
Hobbydichter
Registriert: Nov 2003

Werke: 2
Kommentare: 7
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Nachdenklich schlich ich um die große Glasröhre, die in der Mitte des Arbeitszimmers Blickrichtung Osten ihr Leben feierte. Zur Zimmerdecke reichend als grandiose glĂ€serne SĂ€ule, die im Spiele des Morgenlichts glitzerte. Prismatische Farben, eine prĂ€chtige Physik. Ein Kaleidoskop bunter quicklebendiger Muster.
Wie die Papprohre der Kinder im Inneren mit kleinen Kristallen bestĂŒckt, warfen sie mĂ€chtig-anheimelnde Muster, und doch war dies hier kein Spielzeug mehr. Wie nur konnte ich das vergleichen, es war alles TĂ€uschung. Das Leben darin war nicht so prachtvoll. Ein hartnĂ€ckiger Gedanke.
Sie begeisterte mich jedoch noch unendlich. Vor knapp einem halben Jahr hatte ich das ĂŒberdimensionale Monstrum von Glasröhre erbauen lassen. Zwei Wirkungen schenkte ich dabei besonderen Glauben, der Beruhigung und der Inspiration. Kategorien, die gut fĂŒr die Arbeit sein wĂŒrden? So glaubte ich. Generatoren fĂŒr die Intuition.

Darin graue und braune Insassen, treu und zahm, wie gewöhnliche Hasen? Die Glasröhre als Stall? Nein, keineswegs. Keine Hasen. Die Farben stimmten. Das Äußere, der Körperbau, nicht. Ein Aquarium. Gattung Pygocentrus piraya nannten sie sich. Treu - nun, sie konnten nicht ausreißen, nicht wegschwimmen, aufgrund der Barrieren. Zahm - nur im Zustand soeben vollendeter FĂŒtterung - arg tĂ€uschender Anschein von Friedfertigkeit, die wohl schon manchem Nachbarfisch geschadet hatte. Das Adverb "zahm" hatte also keine kohĂ€rent-treffende Fassung als dominierende Eigenschaft fĂŒr sie. Vorrangig waren sie schwierige und gefĂ€hrliche Opportunisten der gesamten Fisch-Gesellschaft. Immerfort hungrig. Immerfort angriffslustig. Fleischfressende Wassersaurier in Miniatur. Wild und unberechenbar, Angriffe auf die eigene Familie galten als schicklich. Aber sie waren hier in der Zelle eines GefĂ€ngnisses. Hinter dicken Glas. Turbulenter Schauplatz der Gierigen, enger Wohnort teuflischer Banditen..., und doch mochte ich sie. Insgeheim sah ich Parallelen zu mir, meiner Rauflust mit Texten und BĂŒchern und Lektoren, dachte in ZusammenhĂ€ngen, aber das stimmte wohl nicht, das besaß keine vernĂŒnftige RealitĂ€t? Eine verrĂŒckte Vorstellung. Assoziationen sollten die Fische in mir wecken, vor allem auf das Schreiben und den Kontext mit SF-Geschichten. Sollten wirken auf Freunde im GesprĂ€ch mit mir, auf GĂ€ste von Partys, ja, ein wenig AbfĂ€rben auf mein Dasein als Autor. Assoziationen waren gewollt, wie Beifall fĂŒr Außerordentliches. ZweckmĂ€ĂŸigkeit und Robustheit. FĂŒr mich besonders. Ich wollte damit schlechtweg Eindruck schinden.

Das gut zweieinviertel Meter hohe Aquarium, gebaut auf mein beharrliches Geheiß, gegen EinwĂ€nde von Magdalena, pfropfte jeden Gast wohl auch diesen Hauch von ein bisschen beißender Vorsicht und simpler Angst und zugleich dumpfer Macht auf. In der Luft hing der Symbolstatus: Der StĂ€rkere siegt. Fiel das Wort "Piranha", schauten die Leute ernĂŒchtert. So klein die Biester auch waren, so abschreckend und bösartig benahmen sie sich.

Magdalena, meine Lebenspartnerin, mochte keine Gedanken an diese Viecher, mochte keine Raubfische, sie mied daher meist das Zimmer, wenn es sich nur irgendwie einrichten ließ. Unsere GesprĂ€che vollzogen sich daher im Wohnzimmer, in der KĂŒche, dem Schlafzimmer, im Bad, im Garten - nur nicht im Arbeitszimmer. Sie war auch ĂŒberzeugt, ich wĂŒrde die Viecher bald wieder entfernen lassen. Wer weiß, wie sie darauf gekommen war? Arbeit hatte ich mit ihnen jedoch nicht. Eine Zeit-Firma reinigte das Aquarium in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden gegen Bares. Auch daher wuchs in mir noch keine Absicht auf Beendigung ihres Besuches im Arbeitszimmer. Die Glasscheiben bewiesen immer klare Sicht. Viecher sollte man in ihrer Gewalt auch erkennen.

Sechzehn PapierbĂŒcher unterschiedlichen Formats, mit EinbĂ€nden aus Leinwand und auch Glanzfolie, mit Hartdeckel oder als ĂŒbliches Taschenbuch, lagen am Boden. Atlanten und Lexika. Auch belletristische BĂŒcher mit ĂŒppigen Illustrationen. Aufgeschlagen auch jenes mit dem knallroten Tierkopf und den goldenen Haaren, den Cover ganz bedeckend. Und eines mit Landkarten voller Ocker, Gelb, und GrĂŒn. Ein graues Buch mit angestoßenen Ecken. Auch das Blaue von 1899 - eine frĂŒhe Fantasie und RaritĂ€t. Sowie zwei Mini-TonwĂŒrfel klassischer Musik von Leonhard Bardnoss. Ein Meisterdirigent seit 2017. Ein beinahe ausgedienter ewiger Kalender zeigte 10.Mai 2025. Paul druckte und fertigte sie. Nostalgie tat ja gut. Überhaupt lag Nostalgie im Modetrend. Dahinein, mittendrin, mein ICH.

Meine Pantoffel hatten grauen körnigen Sand auf dem Teppich hinterlassen, erst draußen im Garten angetreten und dann hier abgelöst von den Sohlen, eine schwache Spur nach dem kurzen Spaziergang im Steingarten, als ich Untermieter Paul hinaus begleitet hatte. Paul war unter anderem als Zeitungsdrucker tĂ€tig, ein Job der DĂŒrftiges einbrachte. Er druckte in seinem BĂŒro individuelle bei ihm per Digitalmuster bestellte Zeitungen. Im Januar eben auch Kalender. Der Moloch der Arbeitslosigkeit begann wohl in den Anfangsjahren der neuen Epoche? Und Paul hatte es auch damals gnadenlos erwischt.
FrĂŒhzeitig ging er außer Haus. Ein vertrĂ€glicher Zeitgenosse. Man konnte angenehm mit ihm plaudern. Plaudern ĂŒber fantastische Themen. Da dies fĂŒr ihn keine Spinnerei war, sondern Literatur, feuerte dies mich auch im Schreiben an. Ich mochte Diskussionen mit ihm.
Nachdem seit 2010 die Große Utopie von Gregor Uplat erschienen war, und folgend analoge Werke guter Schriftsteller, hatte Science Fiction gerechterweise einen guten Platz erobert. Bestimmte einen besseren Ruf bei den Kritikern. Jedoch langsam wurde Science Fiction auch Wahrheit. Leider. Und manches prima Buch war profan zweite Ware geworden.

FĂŒnf Uhr war Start fĂŒr mich an gewöhnlichen Werktagen, also solchen mit Erwartung auf Anflug von Arbeitswut und vermeintlichen Fortschritt. Meine Kollegen nannten es hochnĂ€sig ProduktivitĂ€t. FĂŒr mich bedeutete dies eben 1000 Worte in den ersten Morgenstunden. Die zu schreiben mehr Hindernisse setzten, UmstĂ€nde verschwiegen, statt wirklich das GrĂŒbeln um Buchstaben zu beleuchten. Das GespĂŒr fĂŒr die Harmonie kam mir dafĂŒr heute schon im Bett. Vor dem eigentlichen Aufstehen. Ich war zufrieden. Nein - das GefĂŒhl durfte mich nicht getĂ€uscht haben?

Computer MAX, mein fleißiger semiintelligenter "Mitarbeiter", hatte ein quirliges, doch althergebrachtes Pausen-Event-Programm (oder auch alte kurze Gagfilme) auf dem Desktop des riesigen Plate zur Pausenmanifestation. Die alten Relikte wurden im individuellen Betreiberdienst INTER2015 nicht mehr erneuert. PRÄKOG-Filme kurzer Zeifassung waren jetzt modern. Oder auch spritzige ineinander verwobene DAKTALE, Muster bestimmter Iterationen von Zeitintegralen, Abarten der FRAKTALE, benannt nach DAKTOS.
Der Dienst lieferte mir alles was ich an neuer Software brauchte. Hielt auch die neuen Viren DUPIL und Laß-Mich-Ran und andere fern. So auch den Virus KATER, der die Lötstellen der Elemente heiß machte, bis sie schmolzen und der Computer dadurch gĂ€nzlich hinĂŒber war. Vorteilhaft der Dienst, er sortierte die Post nach Wichtigkeit mittels ausgewĂ€hlter Emotionsprogramme. NatĂŒrlich auf Vertrauensbasis. Module der Vielseitigkeit. Was will man mehr?

Farbenspiele silbrigen Oberlichts in einer Zimmernische. Eine Kugellampe aus Venedig, mit dem Abbild des geflĂŒgelten Löwen - sie gaukelten einen anderen, einen sehr weit entfernten Ort in meiner Fantasie vor: Planet AFTERNOON. Die Welt des NACHMITTAG. Dort sollte der Roman auch spielen. Praxis und Einblendungen anderen Lebens, Ausmalen von Situationen, gewöhnliche, auch frappierend frische Handlungen, andere Menschen und vor allem die Anderen, die Aliens. Und sehr viel moderne Technik, damit auch der Touch von Science Fiction im Leser gewaltig aufkam. Das Genre war bestimmend und doch lockten die Piranhas kaum Ideen aus mir heraus.
Schreiben von Texten war mein Beruf. Welten außerhalb des Sonnensystems. Doch bei diesem Buch, dass mir auferlegt worden war, fehlten mir von Anfang an Parameter des Wissens, Charaktere, Intuitionen. Die Devise hieß Probieren! Nun, ich probierte schon seit frĂŒh, und die Tage vorher ebenfalls. Ich hatte keine Lust mehr.

Die KĂŒche noch im Chaos. Fettige Teller mit FleischstĂŒcken, Salatresten, Nudeln und Dropslies und GlĂ€ser im SpĂŒlautomat. Die KĂŒhlschrĂ€nke waren aber schon wieder von außen mittels Code vom Dienstmann geöffnet und neu gefĂŒllt worden. An der Rampe des Hauses. Alles durch INTER2015.
Unordnung ermunterte nie meinen ohnehin schon mageren Reinigungsfleiß. Konnte nie AktivitĂ€t hervorrufen. Nach dieser Party mit Freunden gestern Abend. Großspurig hatte ich mein Vorankommen mit dem Buch beschrieben, sie hatten darauf gewartet, Haltungen hervorgestachelt durch gezielte Fragen einiger Interessenten. Das Aquarium hatte Bewunderer gefunden. Aber heute die RealitĂ€t - Wiederkehr des Alltags mit dieser Geschichte, die nicht voranging. Eine gewisse Ignoranz des Problems drang immer mehr in meinen Kopf. "Tote Zone" nannte ich schon heimlich diese Flaute.

Plötzlich erklangen schrille Laute aus dem Videofon. Gezwitscher von Wellensittichen, des Videofons Charakteristikum. Töne wie jene bei den Hofmanns schrĂ€g gegenĂŒber, 300m Entfernung. Hofmanns besitzen eine Farm von exotisch-bunten Vögeln.
Die Töne einprogrammiert - kein Problem von Schwierigkeit. Exotische GerĂ€usche tönten in meinen Ohren recht fabelhaft, schrĂ€g und schrill, besser als ein "Ping-Ping" oder "Brumm, Brumm", sie stĂ€rkten meine Kraft zum Nachdenken. Ein Quantum eigenes ICH. Irgendwie war ich wohl ein Außenseiter? Nur gut, dass man es selbst zeitig genug merkte. Aber Ă€ndern wĂŒrde ich mich nicht. Was ist schon NormalitĂ€t? Langeweile und Gleichklang. NormalitĂ€t wurde nicht respektiert ...

Derart aus dem Denken gerissen - schimpfte ich leise vor mich hin und die Entwicklung gebar doch Nuancen von Neugier. Mutter war dran. Nach ĂŒblichem Geflunker: Wie geht es?, - und: Was machst du? , - kam sie auf Magdalena zu sprechen. Nach zwei Minuten dann auf mein Buch. Ich wurde böse, denn alle fragten nach dem Vorankommen, vorgestern, gestern, heute. Aber, ich kam nicht voran. KurzbĂŒndig lenkte ich das GesprĂ€ch auf das bevorstehende Mittagessen. Nach dem Thema Wetter verabschiedete sie sich.

Und der Faden der Geschichte war undeutlich entfleucht in einem LautgedÀmpften Nebel. Ein bunter Paradiesvogel dem Netz des Ornithologen entkommen. Fort aus den HÀnden des Liebhabers.
Wieder kreiste ich um die Wassertiere, schon ein Ritus nach jeden Abbruch des Diktats, ich verharrte vor den SĂ€gesalmlern an der Seite des kirschbaumfarbenen Regals mit eingebautem GiFi-Turm, und einem Player verschiedener Medien. Um irgendetwas Absonderliches im Aquarium zu entdecken. Es gab nichts, aber ich stierte. Nur Mengen kleinster Piranhas. Ich nannte sie Bonsainiten. Und ich wartete auf ihre Randale. Auf ihre KĂ€mpfe ohne Laut. Auf Krieg. Auf einen hausgemachten Film. Doch sie schwammen jetzt friedlich, und keusch, Äuglein wie Rehe, nichts verĂ€ngstigend, als hĂ€tten sie nie etwas Böses gewollt, als hĂ€tten sie nie andere gefressen.

Versprechen an Magdalena hielt ich ein. TĂ€gliche Leerung des Briefkastens, eine öde Sache. Doch dies wahrnehmend schmiss ich zuvor Tannenzapfen und KnĂŒllpapier auf den Kompost. Der Garten war schon etwas verwildert seit ihrer Abwesenheit. Viele Blumen waren verblĂŒht, Pflanzen mussten nachgeschnitten werden.

Der Konzern der Kaufhauskette ZINNOBERROT verschickte gewöhnliche Briefe. Private Postboten trugen sie aus. Eben Firmen-Tradition. Werbung, Quizspiele, und dergleichen. So auch heute ein golden umrahmtes Couvert. Ausschreibung einer Reise zum Mond, und um dahinter zu blicken wie man sagte, wenn eine bestimmte Frage richtig beantwortet wĂŒrde. Wegen eines futuristischen Moments der Frage hatten wir uns beteiligt.

Die glĂ€serne SĂ€ule dĂ€mmerte in Langeweile. Einige Fische beharkten sich. Einem fehlte die Schwanzflosse. Piranhas, sicher ein Grobzeug unter den Fischen, aber mit Kraft und Macht begĂŒtert. Schaute ich doch mit einem GemĂŒt der Hoffnung. Ich war neuerdings fĂŒr starke Naturen. Überhaupt bin ich fĂŒr Starke. Nicht nur fĂŒr solche im Fischglas. FĂŒr Starke, aber eigentlich mehr fĂŒr geistig Starke. FĂŒr starke Autoren.
Wohlartikuliert sprach ich weiter in Richtung des entfernt stehenden Mikrofons, welches die Form einer Banane hatte, so von mir als der lange Arm von MAX genannt, mit einer Stimme, die etwas von einem theatralischen Schauspieler zu haben mir weismachte.

>> Seite 35, Absatz 2. EinfĂŒgen. CAMULOS INC meldet fĂŒr Touristen: Voraussichtlich fallen zehn Wochen lang keine NiederschlĂ€ge auf dem Kontinent EBALTOCH. BAMET schickt dieses Jahr ihre Strahlen wieder mit unglaublicher Hitze hernieder. DĂŒrregebiete sind daher zu meiden. Es sind an die 48°C zu erwarten. Betreten des Landes geschieht auf eigene Gefahr. Gelbgraue FĂ€rbungen der Natur haben eingesetzt, Kennzeichen des Starts der Hochzeit der Buradoks. FlĂŒsse sind nur noch Rinnsale. Teilnehmer der Safaris sollten auf genĂŒgend Wasser achten. Es besteht jedoch kein Grund zur Panik... <<

In diesen Moment des Niederschreibens schrie die Warnanlage der HaustĂŒr ihr fĂŒrchterliches "Drudaaah, Drudaaah". Der Schrei des brutalen Buradok. Diesen Schrei stellte ich mir genauso vor, wie er eben erklungen war. Hatte ich ihn doch nach Tonaufnahmen brĂŒll-lebendiger Tiere gemischt. Der Planet AFTERNOON sollte stets erinnern. Irgendwoher dachte ich auch an Magdalena, sie war seit drei Wochen in Kanada, als Korrespondentin. Sie konnte jetzt nicht vor der HaustĂŒr stehen - oder? Und doch war ich angetan von diesem Gedanken.
Nicht schnell genug trugen mich meine Beine zur TĂŒr, da rief nochmals das "Drudaaah, Drudaaah". Als ich einen Spalt geöffnet hatte, begann ein Handelsvertreter zu schwatzen wie ein mittelalterlicher GeschichtenerzĂ€hler und schob dabei ganz selbstverstĂ€ndlich einen Fuß und ein doppellĂ€ufiges Gewehr der Marke MOPLEX ĂŒber die TĂŒrschwelle. Ich sollte es mir ansehen und natĂŒrlich kaufen. Mit großem Ernst und Zorn wimmelte ich ihn ab. Ein automatisches Gewehr besaßen wir bereits. ZurĂŒck im Arbeitszimmer, total frustriert, schaute ich Börsenberichte und weckte darauf noch per Haustelefon meinen neunzehnjĂ€hrigen Sohn Helmut im Obergeschoss. Eine Vorlesung ĂŒber Mathematik stand auf seinem Kalender.

Mein Faden des Romans begann sich zu spinnen: Wasser mit ungewöhnlichen Salzlösungen wĂ€re positiv. Zum Beispiel mehr gelöste Metalle, solche Dinge puschten die Möglichkeiten fĂŒr einige spleenige Fischarten meiner Geisteskraft und ĂŒberhaupt anderes Getier als auf der Erde, das ich mir ausdenken konnte. Und AFTERNOON als einziger Planet mit SĂŒĂŸwasser in der 10-Lichtjahr-Umgebung. Das wĂ€re eine Macht. Der Name KALTAVA klang gut als Name fĂŒr die Hauptstadt am See ABOTA'FI. Und die Region wird Handelszentrum fĂŒr SĂŒĂŸwasser. Wasser brauchen alle. ORSARELL eignete sich als Bezeichnung der ansĂ€ssigen Rasse.
Zufrieden rieb ich mir nun die HÀnde, wurde ich doch nicht im Stich gelassen, mein Hirn arbeitete, und zog Intuitionen. Das entsprÀche ganz ordentlichen Möglichkeiten. Eine Grundlage, vielleicht eine HÀlfte der Staffage?

Nun hatte ich den gelben Sand richtig im Zimmer breitgetreten, doch so störend empfand ich dies nicht. Sand war ein gutes Ambiente. Magdalena war ja nicht im Haus. Sie hĂ€tte darĂŒber geschimpft. Aber so? Nur dass die BĂŒcher einige Krumen abbekommen hatten - ich war darĂŒber gelatscht - das gefiel mir dann doch nicht und ich blies die Körnchen vom Tierkopf mit einer Heftigkeit als kĂ€mpfte ich um mein Leben.
Neun Uhr. Die Jalousie schnappte an den KĂŒchen-Fenstern nach oben, ich hörte es durch die offene TĂŒr. Hoffnungsvoll sprach ich weiter zum Computer:
>> Seite 36, Absatz 1. Neu: Nun folgen Details des Tages, sie werden informiert vom Sender "AFTERNOON" fĂŒr die Uni BASELISK, die Polizei der Savannen, fĂŒr Umweltfreunde, und fĂŒr Touristen. Ebenfalls nachzuschauen im ZENTRANET unter Code **#113§ oder Bericht 2023§ auf OKULTANZ:
Bekanntmachung fĂŒr Touristen. Tausende Tiere verdursten tĂ€glich in der gleißenden Sonne. Die zĂ€hlebigen Aasfresser namens Buradok stehen in der Gunst des Jahres. Sie haben wie erwartet eine Evolutionsrate grĂ¶ĂŸer vier. Ihr Bestand als Gesundheitspolizei fĂŒr die Reinhaltung des kostbaren Wassers ist gesichert. Sie tilgen die toten Boolags, Rotperns und HirschĂ€hnlichen. Buradoks bieten einen Angstmachenden Anblick. Ihre Hochzeit ist gleich einem Massaker. Ihr Stamm entspringt einer scheinbaren Kreuzung des irdischen Schakals mit dem Mandrill. NatĂŒrliche Feinde sind nur die ORSARELL und die Touristen. Im Jahr erfolgen eine Million AbschĂŒsse...<<
Damit hatte ich die Kurve erwischt, wie man so sagt. GrĂ€ssliche Viecher, die doch eigentlich fĂŒr die Einheimischen nĂŒtzlich sind. Ihr Fleisch schmeckt wunderbar. Sie halten die Savannen sauber. Und sie ziehen als gefĂ€llige TrophĂ€e die Touristen an...

Eine FischgrĂ€te, sauber abgeputzt und blass, schwamm vor meinen Augen im Bassin. Überleben war die einzig wahre Losung. Ja nicht unterkriegen lassen. Und ich dachte dabei auch an mich. Befriedigt speicherte ich die neue Phase der gediehenen Seite.
>> Seite 40. Absatz 1. Neuer Absatz: Meldung der CAMULOS INC, komfortables Reiseunternehmen der Stadt GELKASCA. Am Wochenende sind nur Safaris nahe DENKES genehmigt. FĂŒr die Geldeinheit von 1550 ORSARI können sie teilnehmen, fĂŒr 1950 ORSARI kommen sie zum eigenen Abschuss. Erleben sie das Schauspiel der gefrĂ€ĂŸigen Buradoks von Luftschiffen der Luxusklasse. Leider unterliegt zur Zeit das gĂŒnstigere Gebiet um SETALDHIN stĂ€rksten militĂ€rischen Kontrollen. TUPAS WERIXSA, Schmuggler und Pirat, AnfĂŒhrer der Revoluzzer "Freie Heimat" hat die Umgebung von SETALDHIN fast ganz in seiner Hand. Seine Taktik der psionischen Einwirkung trĂ€gt FrĂŒchte gegenĂŒber den Ordnungsleuten. Er schmuggelt SĂŒĂŸwasser an Raumschiffe der SULXA, mit diesem Geld baut er letztendlich seine Legionen fĂŒr den Widerstand auf. Es wird unmöglich fĂŒr Touristen dort Genehmigungen fĂŒr Safaris zu erhalten. Machen sie Anmeldungen fĂŒr nĂ€chstes Jahr. Ein... alt <<

Plötzlich gingen mir im Diktieren die Worte aus, fassungslos hatte ich zwei Silben nachgehaspelt, doch dann war Ebbe, ja Trockenheit. Leer wie ein Lexikon dessen Seiten plötzlich von einem Moment auf den nĂ€chsten von der schwarzen Schrift getilgt waren. Mein Hirn leer wie eine Kokosnuss, nur das Wort "Reiseroman" glimmte im Verstand, Ă€hnlich einer Fackel bei der EntzĂŒndung.
Ja, das ist eher ein Reiseroman, als eine SF-Geschichte. Ich stierte vor mich hin, mir fiel nichts anderes ein, als der Griff zum Wasserbecher, welcher auf einem kleinen Tisch nahe der Fische stand. Als könnte ich damit Wörter hervorzaubern. WĂ€hrend des Trinkens verschluckte ich mich, und prustete vehement den Rest an die glĂ€serne Seite der Piranhas. Sie sprangen zehn Zentimeter zurĂŒck, zeigten ZĂ€hne, und verfielen daraufhin, da nichts sie Störendes geschah, wieder in Melancholie. Sie dachten wohl an zarte Leckerbissen? Lange Nasen der FlĂŒssigkeit rannen langsam an der Glaswand herunter, und wirkten gar wie Lupen, in denen die Piranhas um Zentimeter teuflisch stĂ€rker vergrĂ¶ĂŸert wurden.
Der Fakt des Stockens im roten Faden, und die folgende ÜberbrĂŒckung meiner SchwĂ€che, ließen Scham bei mir aufkommen. Ein Lapsus. Das dritte Mal. Ach was, ich griff wiederholt zum Wasser. Beileibe war im Becher nicht das geschmackvolle Wasser von AFTERNOON, so wusste ich, doch es prickelte dennoch auf der Zunge, welche sich dabei rot fĂ€rbte, wie von Brausetabletten aufgrund des Geschmackszusatzes MULTIPERAL. Eine angenehme Reizung der Geschmacksbecher der Zunge durch ganz besondere irdische Mineralien.
Mir fiel der Handelsvertreter mit dem Gewehr ein. Die Fragen meiner Mutter. Und das Helmut zu spÀt hier losgekommen war.

Meine Beine fĂŒhrten mich auf die Terrasse. In der Ecke drohte das Modell der Stadt KALTAVA mit dem Finger der Ewigkeit. Eine Fangemeinde hatte sie als ihre Version entworfen. Aus Pappe und Holz und Leim. Magdalena hatte es aber hierhin verbannt. Aus ihrem Augenfeld, und den von Besuchern. Aber das war mir jetzt auch egal. Ich stand unter Druck. Der Text musste bald fertig werden. Noch Tausende Worte waren zu finden.

Eine Revue der eigenen KreativitĂ€t, ein Inwendigschauen, hatte mich plötzlich ĂŒberfallen, in einem Maß wie die Stunde schnell gegen Zwölf vorrĂŒckte. Endlich musste Spannung im Text aufkommen. Eine knallharte Fortsetzung, eine brillante Episode: Der Absturz eines Raumschiffes, das Auftauchen fremder Aliens, der Einbruch der Buradoks in KALTAVA oder .., nun ich stockte. War ich der Motor der auszusetzen begann? Verlegen steckte ich die Hand in die Hosentasche, weil mir diese Effekte einfach missfielen. Sie waren nur Klischees.

Meine Augen wendeten sich Ă€rgerlich vom Geschriebenen, ich Tastdatierte noch drei Punkte und zog die rechte Hand aus der schlĂŒsselbeschwerten Hosentasche, entschĂ€digte noch zumindest meinen Gaumen mit einem MOBIT-Kaubonbon, da ich dem Hirn mit ausgewogener Zufriedenheit nicht helfen konnte und wusste ganz genau, dass die letzten zwei Seiten wieder fĂŒr den digitalen Papierkorb waren.

Rigoros drĂŒckte ich den ovalen Knopf auf der Konsole der GiFi-Anlage, und setzte mich, ich rutschte förmlich in den Sessel hinein, als wĂ€ren alle Knochen urplötzlich nur noch reiner Gummi und legte ein Bein auf das andere. Die Musik von Leonhard Bardnoss tönte aus der Anlage wie ein beruhigendes WasserplĂ€tschern. Eine OuvertĂŒre des Gleitens in der AtmosphĂ€re. Klang eines futuristisch anmutenden Musik. Das Kompakt aus Tönen und Bildern hoher Auflösung auf meine Worte hin aktiviert. Der Taktstock schwirrte seine typischen Dirigentenbewegungen auf dem Plate. Nebenbei las ich hin und wieder Emailpost. INTER2015 hatte geschickt.

Das Rotgelb des Sessels entfachte mein Feixen. Wie konnte Magdalena nur eine solche Farbmusterung kaufen? Dabei sagte sie doch tatsĂ€chlich: "Das geschieht dir zuliebe". Dienen Schocks doch der KreativitĂ€t? Einem Splitten der Gedankenwelt? Aufreißen von RealitĂ€ten? Ihre Gedanken zu verfolgen ist auch eine Kunst. Doch Erfolge sind Vögel der TĂŒchtigen ...
Der mausgraue Drehstuhl trug mich und ich Taktilierte nun weitere SĂ€tze. Korrigierte. Überarbeitete. Die zweite Variante des ersten Viertels vom Buch wurde abgelegt. Daran klammerte ich eine Pause. Die Computerstimme Ă€ffte mir hinterher: "Wollen sie weiter diktieren Jonathan Ungewiss?" Ich wollte nicht.

In zwei Tagen wĂŒrde Magdalena kommen. Sicher kommt sie aber frĂŒher?

Ruhige Arbeitswut hatte ich mir vom Alleinsein versprochen. Magdalena in Kanada, ich hier, inmitten der BĂ€ume des Gartens und dem Haus, als sprachlose Nachbarn. Zu Fuß des Aquariums saß ich nun, beobachtete leidenschaftslos die Fische und mein Kopf quoll ĂŒber von AFTERNOON. ErdrĂŒckte mich fast. Doch waren darunter nur BruchstĂŒcke an Brauchbarem.
Ziiiiischsch. Ein stechendes schabendes GerĂ€usch, auch langziehend wie Reißen von Glas, erfĂŒllte den Raum mit einem Ă€ngstlich-machenden Ton. Geschockt richtete ich mich auf, schaute, die Augen aufgerissen, nichts verstehend, und da platzte auch schon mit grotesker Vollendung die ganze Herrlichkeit der WassersĂ€ule auseinander. Ein Chaos von Elementen. Das Zimmer war sofort einige Zentimeter mit Wasser bedeckt. Zappelnden Piranhas, und Splitterglas. Ich getraute mir nicht mit bloßen HĂ€nden die Fische anzufassen.

Just diesen Moment trĂ€llerte der Wellensittich. Und kurz folgend das "Drudaaah, Drudaaah" der TĂŒr. Ich schmiss vor Wut Pauls Aschenbecher runter, den er mir voriges Jahr zum Geburtstag geschenkt hatte, hin auf die dicken Glasscherben. Ich rauchte ja nicht mehr.

Die Fische wĂ€lzten sich in TodeskĂ€mpfen. Kurzerhand blockierte ich das Videofon. Das Gezwitscher war somit weg. Ruckartig öffnete ich die TĂŒr... Vor mir meine schwarzhaarige Magdalena, augenzwinkernd, wie ein schönes Phantom, an das vor Minuten ich noch frohe Gedanken vergeben hatte. Meine Worte blieben im Halse stecken. Sie Ă€ugte wohlmeinend still, und ich entnahm dem feurigen Blick Fragen wie auch Anerkennung, als hĂ€tte ich schon ein gutes StĂŒck geschrieben.

Vorsichtig ging ich mit Magdalena in die KĂŒche. Kaffee wĂŒrde jetzt gut tun. Plötzlich waren mir die Fische egal. FĂŒr mich begann ein Feiertag. Magdalena war wieder da, und die Scherben wĂŒrde ich schon irgendwie erklĂ€ren. Ja, sie wird gewiss froh darĂŒber sein?
Sie bot mir ihre rotbemalten Lippen, was ich auch sofort nutzte. Und ich legte den Arm um sie, berĂŒhrte mit den Fingerspitzen die Schultern und die Brust. Lachend ließ sie mich das GepĂ€ck an die Garderobe stellen. Ich zog den Reisverschluss der Tasche auf um die Jacke herauszunehmen und fand dagegen viele BlĂ€tter bedruckten Papiers. Meine Stirn nahm sich heraus zu FĂ€lteln. Mindestens fĂŒnfzig Blatt hatte ich in den HĂ€nden. Von Natur neugierig setzte ich die Brille auf und las die blaue grazile Schrift in alten BAUHAUS-Stil auf dem obersten Blatt: "Aliens auf AFTERNOON". Ein Sturm entriss mir die Atemluft, wie aus einem angestochenen Luftballon entwichen, ich atmete tief durch, wurde wohl aber trotzdem etwas grĂŒn im Gesicht.

Da sagte sie schnippisch und feixend, "Na bitte, du wolltest doch, dass ich mal eine Science-Fiction-Geschichte schreibe! Es funktionierte - völlig ohne Piranhas!"

Mitleidvoll dachte ich an meine Seiten im Computer, an den Schweiß, und ein Staunen ĂŒber ihren Mut und Fleiß zeichnete sich allmĂ€hlich auf meinem Gesicht ab... WĂ€hrend Magdalena ganz entschwunden die Briefpost vom Kaufhaus ZINNOBERROT öffnete.

"Jonathan, es ist ein Gewinn".

"Unmöglich", - antwortete ich.

"Wir haben vom Kaufhaus ein Aquarium gewonnen, den 7.Preis", - und irgendwie guckte sie dabei ganz seltsam verklĂ€rt. Ich verschluckte mich daraufhin wieder ganz heftig, gurgelte Laute unartikulierten Inhalts, und sagte schließlich schnell und einigermaßen deutlich: "Das schenken wir Untermieter Paul!"

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Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
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Hallo MST,

deine Geschichte macht eher den Eindruck einer SchreibĂŒbung als das sie die Absicht vertritt, etwas zu erzĂ€hlen.

Trotzdem wĂŒrde ich an deiner Stelle kĂŒrzen, das wĂŒrde dem stellenweise sehr schön zu lesendem Text gut tun.

Bis bald,
Michael

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MST
Hobbydichter
Registriert: Nov 2003

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Kommentare: 7
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Hallo Michael,

vielleicht macht die Geschichte wirklich den fatalen Eindruck einer blanken SchreibĂŒbung? Doch ich wollte die Zukunfts-Ängste eines Ă€lteren Autoren bezĂŒglich dem Schreiben und Ankommen von Texten darstellen. Eventuell sollte man sie Ă€ndern?
Wenn dies nicht so rĂŒbergekommen ist - sorry!

Gruß MST.

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jon
Foren-Redakteur
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Die zwei am schnellsten abhandelbaren Kritikpunkte vorweg:
1. Die meisten der Fragezeichen sind – gelinde gesagt – seltsam platziert, da die meisten der betroffenen SĂ€tze weder inhaltlich noch gramatikalisch Fragen sind.
2. Das ist kein SF-Text. Es mag SF-Spielereien darin geben, aber jede einzelne davon ist ins Heute und Hier ĂŒbertragbar, ohne dass sich irgendwas auch nur halbwegs Substantielles an dem Text Ă€ndern wĂŒrde.

Nun zu meinem Hauptproblem:
Den Text zu lesen, war Schwerarbeit. Schmuck und Schnörkel verdecken die eigentlichen Bilder und Szenen. Wie bei einem sich stĂ€ndig drehenden Kaleidoskop folgt folgte ruhelos Glitzer-Bild auf Glitzer-Bild, so dass man ganz wuschig wird im Hirn. Dazu kommt, dass Einiges in diesem Geschnörkel falsch aufeinander Bezug nimmt, dass Bilder nicht stimmen oder mitunter auch sich gar kein Bild aufbaut. Die Großschreibung – normalerweise das Zeichen dafĂŒr, dass etwas abgekĂŒrzt wurde oder etwas eine ganz besondere Bedeutung hat – saugt die Aufmerksamkeit zudem an Worten fest, die austauschbar und gewissermaßen belanglos sind.
Dass die "Handlung" immer wieder in Spielereien abschweift, ist dem Anliegen des Textes geschuldet – das stĂ€ndige gedankliche Abschweifen ist typisch fĂŒr die Situation. Aber es ist einfach nicht erkennbar, dass es zwischendrin auch mal "konzentrierte" Augenblicke gibt. Es ist vor allem stilistisch nicht erkennbar: Alles ist in gleicher Weise fließend, hĂŒpfend, ausschweifend, ausmalend – unkonzentriert eben. Dass am Ende die Pointen dann auch irgendwie unlogisch verspielt daherkommen, störte mich da kaum noch. Ich hatte einfach nichts Greifbares mehr erwartet.


Mein Vorschlag: Ein bisschen mehr "NormalitĂ€t" tĂ€te ab und zu gut – "normale" SĂ€tze und die "ĂŒblichen Worte". Zwischen den bunten Bildern – die durchaus hĂŒbsch aussehen und mit ihrer so anderen Art faszinieren – sollte man Luft holen dĂŒrfen und mal einfach nur "Handlung" sehen.
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalÀsst (Klaus Klages)

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