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Leselupe.de > Gereimtes
Aus. Zeit!
Eingestellt am 15. 09. 2007 13:51


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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Aus. Zeit!


SprachÔÇÖs
Und h├Ârte auf zu dichten.
Nichts mehr gab es zu berichten,
Nichts, was wert w├ĄrÔÇÖ anzuzeigen.

Stiller Zorn wich lautem Schweigen.

Aus! Aus. Zeit!
Er war es leid:
Einkehr statt Beredsamkeit.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Duisburger
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Hallo Walter,

gef├Ąllt mir in seiner K├╝rze ausgesprochen gut.
Den letzten Satz k├Ânnte man, wenn man denn wollte ...

Aus! Aus. Zeit!
Er war es leid:
Kopfflucht statt Beredsamkeit.

lg
Duisburger
__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige K├Ânig (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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Walther
Routinierter Autor
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Moin Duisburger,

danke f├╝r Deine aufmunternden Worte.

Das Gedicht beschreibt meine augenblickliche Selbsteinsch├Ątzung. Die Lyrik l├Ąuft aus der Feder, die Reime passen, die Metrik ist in Ordnung, die Bilder auch.

Aber irgendwie ist nichts ├ťberraschendes mehr drin. Das f├Ąllt nicht nur den Lesern auf, mir auch. Ich bin wohl an einem toten Ende angelangt. Da ist es durchaus hilfreich, ├╝ber eine Auszeit nachzudenken.

Daher w├╝rde Deine Formulierung "Kopfflucht statt Beredsamkeit" durchaus zutreffen. Jedenfalls hat sie mich ber├╝hrt, und ich mu├č ├╝ber diese Idee intensiv nachdenken.

Inzwischen bastele ich ein wenig an meinen Jobs f├╝r die n├Ąchste Nummer der Asphaltspuren. Das lenkt ab und verhindert schwarze Gedanken.

Wer mehr ├╝ber die Asphaltspuren wissen will, findet ihre Webseite unter: Hier klicken

Wir suchen ├╝brigens immer gute Lyrik (die w├Ąhle ich dann aus) und gute Kurzgeschichten (die nicht, das k├Ânnen die Redaktionskollegen besser). Au├čerdem Rezensionen und andere interessante Beitr├Ąge. So, jetzt aber genug der Werbung.

Gl├╝ckauf und Gr├╝├če

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Eve
Routinierter Autor
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Hallo Walther,

dein Gedicht spricht mich sehr an, weil du die Worte gut gew├Ąhlt hast, um eine deutliche Aussage zu machen. Gerade die K├╝rze ist es, die den Text so pr├Ągnant macht.

F├╝r mein Empfinden passt in der letzten Zeile die "Einkehr" genau dorthin ... "Kopfflucht" ist mir pers├Ânlich etwas zu konstruiert als Wort, weil gerade in den vorigen Zeilen die Worte einfach und klar waren. Mit "Einkehr" ist mir klar, dass das Lyrische Ich sich in sich selbst zur├╝ckzieht, um zur Ruhe zu kommen, um nachzudenken, um zu tun, was immer n├Âtig ist, um Abstand zu bekommen.

Auch finde ich es klasse, wenn man sich die F├Ąhigkeit zur selbstkritischen Betrachtung erhalten kann!

Viele Gr├╝├če,
Eve

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Hallo Eve,

danke f├╝r Deinen Eintrag. Ich meine, ein wenig distanzierte Betrachtung des eigenen Tuns, wenigstens gelegentlich, schadet nie.

Wenn die Zahl der Kommentare und Bewertungen je Text stark abfallen, sollte man(n) sich mal fragen, ob das immer am Leser liegt (oder an der eigenen Verbreitung von Buchstabenh├Ąufchen, die nicht unbedingt herausragend sind). Daher habe ich auch keine echte Schreibblockade, sondern einen zu grobmaschigen Ver├Âffentlichungsfilter. Deshalb versuche ich zur Zeit, mir Zur├╝ckhaltung aufzuerlegen (und mache es wie Orangekabo und schreibe gerade wieder einmal an einer Frank W. Kurzgeschichte).

Ich bin mit mir im Moment nicht sehr einverstanden, was manches angeht (auch die Dichtung betreffend). Das habe ich in eine ├╝berschaubare Zahl an W├Ârtern gepackt, weil salbaderndes Selbstmitleid mir selbst schon auf den Senkel geht.

Offensichtlich ist mir just dadurch nach langer Zeit wieder einmal ein ordentlicher Text gelungen. Ehrlich: Ich sitze hier immer noch da und wundere mich. So ist das Leben eben, was Anderes f├Ąllt mir nicht ein. Vielleicht sollte man sich einmal einfach aus seinen inneren Zw├Ąngen herausbegeben und es eine logische Sekunde gutsein lassen mit dem permanten "Performen", wie das neudeutsch heute so sch├Ân hei├čt.

Jedenfalls beschreiben die beiden Antipoden "Einkehr" und "Kopfflucht" insofern durchaus eine interessante Spannung zwischen zwei Polen, aus denen sich ein nettes Gedankenspiel ergibt. So gesehen hat Duisburgers Einwand durchaus seine Berechtigung und die von ihm angeregte Version ihren ureigenen Reiz.

Letztlich ist das das Charmante an der LeLu: So sehr manche harsche Kritik einen hart ankommt, erh├Ąlt man doch immer wieder auch Ermutigung, die ├╝brigens auch in jeder Kritik steckt. Wenn sich Menschen die Zeit nehmen, einen Beitrag zu kritisieren, dann haben sie schon gezeigt, da├č entweder am Beitrag oder am Autor etwas ist, das ihre Aufmerksamkeit erregt - oder gar an beiden. Das ist mehr, als wir h├Ąufig f├╝r unser Tun, Reden und Sein bekommen, n├Ąmlich Aufmerksamkeit, Annahme, Zuh├Âren.

Deswegen mein tiefer Dank an Dich und alle anderen, die mich und andere Autoren immer wieder lesen und kommentieren. Sie k├Ânnten ihre wertvolle Lebenszeit auch mit anderen, f├╝r sie evtl. n├╝tzlicheren Dingen verbringen. Ihr seid vielleicht die heimlichen Helden hier. Auch das darf und soll einmal gesagt sein.

Liebe Gr├╝├če W.


__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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