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Leselupe.de > Ungereimtes
Aus klirrend kalten Tagen
Eingestellt am 20. 03. 2005 19:57


Autor
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Mara Krovecs
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Flieg nun fort - du lieber Morgen
aus deinen Taschen rieselten Schneen├╝sse
von deinen Lippen Frostkristallg├╝sse
in den G├Ąrten schlummerten
verhangene Fenster
Schornsteine gl├Ąnzten wie Rubine ins Mondblau
aus Schnee prangte Feuerdorn
wie ein Schrei
aus schwarzkr├Ąchzenden Krummschn├Ąbeln
und in die Himmel wallte und wallte silbergrauer Rauch

flieg nun fort - du lieber Mittag
aus deinen Schuhen tropfte ein Knirschen
hinter Fensterglas fliehende M├Âwen
auf den Stra├čen dampften Autos
w├Ąlzten sich wie brummende K├Ąfer
in Puderzucker
das L├Ąuten von Schulglocken
hallte weit ├╝ber die Stadt
und seinen Brief in der Tasche lief ich und lief

flieg nun fort - du lieber Abend
das Schlimmste ist doch wahr geworden
Dunkelbrokatdecken verh├╝llten den wei├čen Norden
aus des Liebsten H├Ąnden schl├Ąngelte sich
das geschriebene Wort
wie Bisse aus einer hechelnden Seele
und meine Herzschl├Ąge jagten und jagten
mir sein Adieu aus tintenblassen Lippen

flieg nun fort - du liebe Nacht
nimm mich in deine pulsierenden Adern
wie schwarzer Lack gl├Ąnzt der Himmel
zwischen Sternen warten vergessene Welten
flieg nur - du weise Schmerzensmutter Nacht
bring mich zu meinen Engeln
deren Schaukeln leer im Wind schweben

ich seh ` noch ihr L├Ącheln f├╝r mich
einst ÔÇô aus sonnenwarmen Tagen



Version vom 20. 03. 2005 19:57

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Denschie
Guest
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hallo mara,
nach dem lesen deines gedichts hatte ich das gef├╝hl,
dass mich manchmal ├╝berkommt, wenn ich gedichte lese,
die aus einer mir fremden sprache ├╝bersetzt worden sind.
es gibt doch diese zweisprachigen ausgaben.
die deutsche ├╝bersetzung finde ich oft zuviel, und obwohl
ich die "echte" fassung nicht verstehe, denke ich, dass
sie mehr in sich hat, als im deutschen herauskommt.
so ist es f├╝r mich mit deinem gedicht. es ist toll, aber
die sprache sagt mir nichts. ich kriege kein gef├╝hl
daf├╝r.
viele gr├╝├če,
denschie

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Inu
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Liebe Mara

f├╝r meine Begriffe ZUVIEL der Bilder ... sie erschlagen mich, sie erschlagen meines Erachtens auch die ungl├╝ckliche Liebesgeschichte... Und nehmen die Klarheit.

ich w├╝rde das Gedicht 'verschlanken'

PS. Beim dritten Lesen jetzt sah ich auch das Gute und ich w├╝rde jetzt keine 2 mehr geben. Aber verzeih ... beim ersten Lesen eben hat es mich regelrecht hammerhaft umgehauen.


LG
Inu

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Zarathustra
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die Bilder, die st├╝rmen auf mich ein..

Hallo Mara,

deine Lyrik l├Ąsst mich zweigeteilt zur├╝ck:
Du hast wunderbare Bilder, - Bilder in denen ich mich sofort erkenne; - mich und das wonach ich mich so sehr sehne:


das Schlimmste ist doch wahr geworden
Dunkelbrokatdecken verh├╝llten den wei├čen Norden
aus des Liebsten H├Ąnden schl├Ąngelte sich
das geschriebene Wort
wie Bisse aus einer hechelnden Seele


Das ist der st├Ąrkste Teil, in dem du Bezug nimmst auf den Brief den dein Protagonist in der hand h├Ąlt...

Aber dann, - dann schwemmen die folgenden Bildre wieder alles weg, machen das was du mitteilst wieder vergessen; - und das finde ich schade!

l.G. Hans

__________________
Was sind das f├╝r Zeiten, wo ein Gespr├Ąch ├╝ber B├Ąume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen ├╝ber so viele Untaten einschlie├čt! (Bertold Brecht)

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Mara Krovecs
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Hallo Denschie,

ich danke Dir erst einmal f├╝rs Lesen und Kommentieren.
Meine Sprache ;
dass sie f├╝r Dich nicht verst├Ąndlich wirkt, bzw. Du keinen Weg hineinfinden kannst bedaure ich nat├╝rlich.
Vielleicht liegt es wirklich an der Art, wie ich meine innere Bilderflut versuchte zu vermitteln.
Ich habe nun auf Anraten von Inu und Zarathustra " etwas "abgespeckt", versucht das wichtigste zu zentrieren.
M├Âglicherweise wird es dann auch f├╝r Dich verst├Ąndlicher.
Falls nicht, naja, das gibt es halt, dass man "verschiedene" Sprachen spricht.

Solche ├ťbersetzungen, von denen Du sprachst, kenne ich nat├╝rlich auch
so wei├č ich zumindest, wie Du Dich nach dem Lesen meiner Lyrik-Prosa gef├╝hlt hast.

Liebe GR├╝├če

Mara

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Mara Krovecs
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Liebe Inu,

ich danke auch Dir f├╝rs Lesen und kommentieren;
Deine "2" bedauere ich nat├╝rlich auch
aber ein Weltuntergang ist sie nat├╝rlich nicht.

Meine Bilderflut habe ich nun versucht vorsichtig zu beschneiden, bei aller "F├╝lle" hatte ich mir nat├╝rlich trotzdem etwas bei all dem gedacht.
So wie es jetzt ist, glaube ich aber dass ich meine Aussagen nicht anger├╝hrt habe und trotzdem etwas luftiger geworden bin.

Liebe Gr├╝├če

Mara

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