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Leselupe.de > Ungereimtes
Ausgewechselt
Eingestellt am 28. 01. 2009 09:33


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Walther
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Ausgewechselt


Wenn ich zÀhlte
Wieviel Worte wir gemacht haben
Welche gewechselt
Und davon nicht gehalten

Dann wÀre nichts auf der Bank
Und das Meiste entwertet
Kurssturz unsrer Aktien
Der BĂ€r tanzt

Ins ErzÀhlen sind wir gern gekommen
VerzÀhlt haben wir uns oft
Doch konnten wir je
Aufeinander zÀhlen

Gerechnet haben wir immer
Mit dem Schlimmsten
Zur rechten Zeit
Mit uns gerechnet nicht

Wenn Du zÀhltest
Wieviel Worte wir gewechselt haben
Dann warst Du am Ende arm
Und mir reichte es

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 28. 01. 2009 09:33
Version vom 28. 01. 2009 10:01

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Iphi
Guest
Registriert: Not Yet

Ich kann mich revilo nur anschliessen. Allerdings könntest Du auf die zweite Strophe (diesen Bezug zur heutigen Misere) verzichten, dann hat Dein Gedicht auch in zehn Jahren noch Bestand.

Lieben Gruss,
Iphi

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Hallo Oliver,

Wortspiele sind fĂŒr mich das Terrain des Vers libre. Dort setze ich sie extensiv ein, um so Spannungsbilder und Assoziationsbögen zu gestalten. Danke fĂŒr Deine Ermutigung, hier weiterzumachen.

Hallo Iphi,

auch Dir meinen besten Dank fĂŒr Deinen Eintrag. In der Tat könnte man meinen, der Bezug sei auf heute beschrĂ€nkt. Wer, nach langer Partnerschaft, sich mit dem Thema beschĂ€ftigt, wie organisiert man/frau das, der kommt zum Verfahren des Aushandelns von Interessen.

Dann werden Nutzen und Vorteile abgewogen, jeder muß etwas zugeben, AnsprĂŒche "wechseln" die Seiten, "Konten" werden ausgeglichen. Das klingt zuerst einmal schrecklich kĂŒhl, abgeklĂ€rt und unemotional - das schlichte Gegenteil von Liebe also, wie man/frau gern meint.

Nun, auch der Alltag muß gestaltet sein und der Ausgleich der Interessen fair. Da sind wir dann beim Nutzenprinzip, das der Mathematiker Pareto beschrieb, und dieses ist Ă€quivalent dem Homo Oeconomicus Konzept der Volkswirtschaftslehre.

Darum lasse ich die zweite Strophe stehen, weil sie, als Mahnung, eben doch ĂŒberzeitlich dieses Aushandeln der BedĂŒrfnisse, das Ausgleichen der Vor- und Nachteile beschreibt:

quote:
Wenn Du zÀhltest
Wieviel Worte wir gewechselt haben
Dann warst Du am Ende arm
Und mir reichte es
So finden arm und reich auf eine sehr menschliche und ĂŒberaus beobachtbare Weise ironisch-sarkastisch zusammen, wenn man/frau Worte wechseln.

Lieber Gruß

W.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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