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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Ausweg
Eingestellt am 21. 12. 2012 21:27


Autor
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Schattenm├Ądchen
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Oct 2012

Werke: 9
Kommentare: 2
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Das tote Skelett nannten sie mich. Aber damit war jetzt Schluss. Ich ... ich konnte und wollte nicht mehr. Ich wollte nicht mehr leben, dass tat ich schon so lange nicht mehr. Sterben. Es war fr├╝her nur ein Wort, ein Gedanke. Doch jetzt? Jetzt war es der einzige Ausweg, den ich noch gehen konnte.
Ich ging in die K├╝che und suchte nach einem Messer.
In der nicht so gut beleuchtenden Ecke lag eins. Ich hob es hoch und merkte, dass es mir schwerer als sonst in den H├Ąnden lag.
Ich war schw├Ącher geworden. Aber kein Wunder, ich a├č schon seit Wochen nicht mehr. Auch die ├Âfter vorkommenden Ohnmachtsanf├Ąlle machten mir zu schaffen. Auch fiel ich ├Âfters einfach zu Boden, weil mich die Kraft verlie├č und ich mich dann nicht mehr aufrecht halten konnte.
Wie oft hatten mich meine Mitsch├╝ler schon gemobbt?
Oft genug, da mir klar wurde, dass jeder so ├╝ber mich dachte. Da kommt ja wieder die lebende Leiche!, schrien sie immer.
Meine sogenannten Freunde sagten mir zwar immer, dass sie hinter mir st├╝nden, doch da war nichts als Leere.
Und meine Eltern?
Sie sagten zwar, sie w├╝rden mich so lieben, wie ich bin, doch das war auch gelogen. Ich liebten mich nur, wenn ich dick war, wie sie, mit diesen schwabbeligen Oberschenkeln und viel zu viel Fett.
Sie wollten mich einsperren, wie ein Schwein und mich mesten.
Doch das w├╝rde ich nie im Leben zu lassen.
W├Ąrme stieg in mir auf. Ich sah auf mich herab. Ich konnte meine sch├Ânen Rippen sehen, die meinen K├Ârper schm├╝ckten. Und wenn man im Spiegel hinter mir sehen w├╝rde, dann w├╝rde man meine hervorstehenden Schulterbl├Ątter sehen, die f├╝r mich wie abgebrochene Fl├╝gel waren, die beim Versuch, meinen fetten schwabbeligen K├Ârper in die H├Âhe zu tragen, kaputt gegangen waren.
Auf dem Boden sah ich, wie Blutstropfen hinunter fielen. Ich hatte, ohne es recht zu bemerken, mir das Messer in die Bauchgegend gesto├čen.
Mir wurde schwarz vor Augen und ich sank auf den Boden hinab.
Die T├╝r wurde ge├Âffnet und ich h├Ârte immer leiser werdende Schreie.

__________________
~ Schattenm├Ądchen ~

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eisblume
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Schattenm├Ądchen,

da hast du dir aber wirklich ein tragisches Thema vorgenommen. Ich finde nur leider, dass du da sprachlich noch nachbessern k├Ânntest/m├╝sstest.
Ich schreib einfach mal rein, was ich meine, vielleicht kannst du ja etwas davon brauchen. Wenn nicht, ist es auch in Ordnung :-)
Leider gibt es hier keine Streichfunktion, ich hoffe, ich richte jetzt kein zu gro├čes Chaos an.


quote:
Das tote Skelett nannten sie mich.
Ich meine, Skelett allein w├╝rde schon reichen, das tote braucht es nicht.

Aber damit war jetzt Schluss. Ich (... ich - streichen) konnte und wollte nicht mehr. (Ich) Wollte nicht mehr leben. (dass) Das tat ich schon so lange nicht mehr. Sterben. (Es war) Fr├╝her nur ein Wort, ein Gedanke. Doch jetzt? Jetzt war es der einzige Ausweg (, den ich noch gehen konnte - streichen).
Ich ging in die K├╝che und (suchte nach einem) nahm ein Messer.
(In der nicht so gut beleuchtenden Ecke lag eins. - streichen)

Ich hob es hoch und merkte, dass es mir schwerer als sonst in den H├Ąnden lag.
Den Satz w├╝rde ich auch streichen. Du schreibst ja, dass jetzt Schluss war, dass sie jetzt sterben wollte. Das Satz legt aber nahe, dass sie das Messer schon ├Âfter aus diesem Grund in der Hand gehalten hat.
Vielleicht machst du einfach so weiter:

Schwer lag es in meiner Hand. Ich war schw├Ącher geworden. Aber kein Wunder, ich a├č schon seit Wochen nicht mehr. (Auch) Die ├Âfter vorkommenden Ohnmachtsanf├Ąlle machten mir zu schaffen. (Auch fiel ich ├Âfters) Ich fiel einfach zu Boden, weil mich die Kraft verlie├č und ich mich dann nicht mehr aufrecht halten konnte.

Hier fehlt mir ein ├ťbergang oder du formulierst den folgenden Satz um, das Mobbing kommt mir zu unmotiviert.

Wie oft hatten mich meine Mitsch├╝ler schon gemobbt?
Oft genug, da mir klar wurde, dass jeder so ├╝ber mich dachte. Da kommt ja wieder die lebende Leiche!, schrien sie immer.
Ich w├╝rde das Mobbing auch nicht mit einer Frage einleiten, sondern es, wenn ├╝berhaupt so deutlich, als Tatsache schreiben, oder z. B. so schreiben, dann k├Ânntest du es auch mit den Ohnmachtsanf├Ąllen verbinden:

Passierte mir das in der Schule, war ich wieder das Tagesgespr├Ąch. Meine sogenannten Freunde sagten (mir - streichen) zwar immer, dass sie hinter mir st├╝nden, doch da war nichts als Leere.
Und meine Eltern?
Sie sagten (zwar - streichen), sie w├╝rden mich so lieben, wie ich bin, doch das war auch gelogen. Ich liebten mich nur, wenn ich dick war, wie sie, mit diesen schwabbeligen Oberschenkeln und viel zu viel Fett.
Sie wollten mich einsperren, wie ein Schwein und mich (mesten) m├Ąsten.

Doch das w├╝rde ich nie im Leben zu lassen.
Dieser Satz passt so nicht - dein Ich hat es ja schon nicht zugelassen.

W├Ąrme stieg in mir auf. Ich sah auf mich herab. Wie stelle ich mir das vor, wie das Ich an sich herabsieht? Und wo kommt die W├Ąrme auf einmal her? Ich meine, das ist ungl├╝cklich formuliert.

Ich konnte meine sch├Ânen Rippen sehen, die meinen K├Ârper schm├╝ckten. Und wenn man im Spiegel hinter mir sehen w├╝rde, dann w├╝rde man meine hervorstehenden Schulterbl├Ątter sehen,
den Teil finde ich auch unsch├Ân formuliert.

die f├╝r mich wie abgebrochene Fl├╝gel waren, die beim Versuch, meinen fetten schwabbeligen K├Ârper in die H├Âhe zu tragen, kaputt gegangen waren.

Auf dem Boden sah ich, wie Blutstropfen hinunter fielen.
Der Satz passt so nicht. Ich wei├č schon, wie du es meinst, aber das ist so nicht richtig formuliert.

(Ich hatte,) Ohne es recht zu bemerken, habe ich mir das Messer in (die Bauchgegend) den Bauch gesto├čen.
Mir wurde schwarz vor Augen und ich sank (auf den) zu Boden (hinab).
Die T├╝r wurde ge├Âffnet und ich h├Ârte immer leiser werdende Schreie.
Da das Ich ├╝berlebt hat, w├╝rde ich am Ende drei Punkte setzen, und die Geschichte so ausklingen lassen.

So, ich denke, damit habe ich jetzt genug in deinem Text herumgewerkt. Wenn dir das zu viel war, sag es. Im ├ťbrigen ist es nur meine pers├Ânliche Meinung, andere m├Âgen das anders sehen. B├Âse gemeint war es auf alle F├Ąlle nicht!
Es ist nur so, dass du dir da ein sehr anspruchsvolles Thema vorgenommen hast, und ich meine, da geht noch mehr.

Lieben Gru├č
eisblume

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