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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Auszeit
Eingestellt am 28. 10. 2004 12:17


Autor
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Salamin
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Oct 2004

Werke: 2
Kommentare: 1
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Es war ein trauriger Anblick. Max klammerte sich mit letzter Verzweiflung an die Vergangenheit in Form einer halbleeren Bierflasche, die ihm Christine wohl zu entrei├čen versucht hatte, aber bei dem Versuch eingeschlafen war, ihre Finger nur wenige Zentimeter von dem, mittlerweile lauwarmen, rettenden Nass entfernt.
Paul hatte sich in einem Anflug von Kreativit├Ąt noch zwei Sofas zusammengeschoben, ├╝ber die er nun langgestreckt schlief. Die Tragik dieser Idee war, das die beiden Sofas bei jeder seiner Bewegungen ein kleines St├╝ck weiter auseinanderger├╝ckt wurden - seine momentane Lage machte jegliches fehlende Bauchmuskeltraining wett.
Wie es schien, war er aber nicht mehr dazu in der Lage gewesen seiner Freundin einen geeigneten Schlafplatz zu suchen, den die lag, wie achtlos weggeworfen, quer ├╝ber Pauls bestem Kumpel Martin - seine Hand ruhte auf ihrer Linken, hielt sie sanft, wie einen ├╝berreifen Pfirsich.
Maja hatte von allen die Vorteilhafteste Position von allen. Sie lag in einem gl├Ąsernen Sarg, die H├Ąnde ├╝ber dem orangefarbenen H&M-Top gefaltet. Sie w├╝rde sich unweigerlich den Kopf an der Tischplatte des kleinen gl├Ąsernen Couchtisches sto├čen, sollte sie jemals wieder aufwachen.

Ich z├╝ckte mein Notizbuch und tat so, als ob ich mir etwas notieren w├╝rde. Kritisch betrachtete ich das Strichm├Ąnnchen, das ich gezeichnet hatte, lies ihm noch ein paar Haare wachsen und steckte es dann in die Innentasche meines stilecht zerknautschten Mantels. In Gedanken musste ich ├╝ber mich selbst lachen, zog es aber dann doch vor lieber eine zu rauchen. Ich angelte mit Zeige- und Mittelfinger in meiner Manteltasche nach Tabak und Papers, fand beides und zog es heraus. Den billigen Tabak verteilte ich gleichm├Ą├čig auf dem Paper, das ich mit drei Fingern hielt. Langsam, fast z├Ąrtlich rollte ich das Paper zwischen den Fingern und strich dann sanft mit der Zunge dar├╝ber um es mit Speichel zu benetzen. Das Feuerzeug fand sich in der linken Ges├Ą├čtasche meiner Jean. Nach einigen Versuchen gelang es mir das letzte bisschen Feuerzeugbenzin zu entflammen und meine Zigarette anzuz├╝nden. Ich rauchte damals nur noch ohne Filter. Ich war der Meinung wer schon tot ist, muss auch nicht auf seine Gesundheit achten. Gen├╝sslich sog ich den Rauch ein, lies ihn ├╝ber meine Lunge gleiten und stie├č ihn dann durch die Nase aus, was in etwa so aussah als w├╝rde ein w├╝tendes Nashorn bei minusgraden Dampf ablassen. Die Asche lies ich einfach auf den Boden fallen. Mit einer dramatischen Geste setzte ich an etwas zu sagen, z├Âgerte dann einen Moment um etwas Spannung aufzubauen und sagte dann mit fester Stimme, die keinen Widerspruch zu dulden vermochte. \"Es wird alles gut werden, aber ich ben├Âtige ihre Hilfe.\"
Die Mutter der Kleinen nickte so heftig, das ich schon f├╝rchtete ihr w├╝rde der Kopf vom Rumpf fallen und ihr Mann r├Ąusperte sich, doch noch ehe er etwas erwidern konnte, hatte ich sie schon aus dem Raum geschoben und erkl├Ąrt das ich Ruhe br├Ąuchte und ihnen dann bescheid geben w├╝rde. W├Ąhrend ich die T├╝r schloss, murmelte ich ein paar lateinische W├Ârter mit griechischen Anleihen vor mich hin. Man bezahlte mich ja schlie├člich daf├╝r.

Es war nicht schwer zu erraten was vorgefallen war und so macht ich mich daran einige Vorkehrungen zu treffen. Zuerst rief ich Michael an, er war Spezialist f├╝r solche Angelegenheiten. Er versprach mir kurz nach Dienstschluss vorbeizusehen. Bis dahin hatte ich nicht viel mehr zu tun, als meine Auftraggeber glaubend zu machen, ich w├╝rde alles in meiner Macht stehende tun um ihnen zu helfen, aber zuerst drehte ich mir noch eine Kippe und steckte sie, nach einem kurzen Kampf mit meinem Feuerzeug, an. Gedankenverloren lies ich meinen Blick ├╝ber die armseligen Gestallten wandern. Ich lies etwas Asche in Pauls Nabel rieseln und z├╝ckte erneut mein Notizbuch. Aus dem Strichm├Ąnnchen wurde mit ein paar schwungvollen Strichen eine dralle Schnalle. Ich riss das Blatt heraus, zerkn├╝llte es, zielte und warf. Es traf, nicht weit von meinen Ascheresten auf Pauls Bauch und rollte auf den Boden. Ich zog noch einmal kr├Ąftig an meiner Selbstgedrehten, lies den Stummel auf den Boden fallen und sah zu wie er ein kleines Loch in den Teppichboden brannte. Irgendwie hatte ich Lust auf Rindsrouladen, deshalb kritzelte ich die Zutaten die ich daf├╝r ben├Âtigte auf meinen Notizblock. Ans Ende dieser Liste setzte ich noch ein Feuerzeug und eine Flasche Jack Daniels. Um das ganze noch etwas aufzulockern und ihm einen mystischen Touch zu geben, f├╝gte ich noch R├Ąucherst├Ąbchen, 6 Kerzen und eine h├Âlzerne Schale hinzu. Irgendwie fragte ich mich, ob sie sich wohl dar├╝ber wundern w├╝rden, dass ich Essiggurken ben├Âtigte. Bevor ich aus dem Zimmer trat, malte ich noch schnell mit einem schwarzen Marker ein Pentagramm auf die T├╝r. Es war ein wenig schief geraten und wirkte auch nicht sehr gleichm├Ą├čig, aber f├╝r meine Zwecke w├╝rde es gen├╝gen.

Als ich ins Wohnzimmer trat, sprangen die beiden auf, als h├Ątte sie etwas in den Allerwertesten gestochen. Ich hob beschwichtigend die H├Ąnde und erkl├Ąrte, dass ich noch einige Dinge ben├Âtigte, die sie f├╝r mich besorgen m├╝ssten. Au├čerdem bat ich sie, so sie alles besorgt hatten, nicht mehr in die Wohnung zu kommen, sondern einfach alles vor die T├╝r zu stellen. Die Tatsache, das ich ihnen nicht verriet, was noch zu tun gedachte, best├Ąrkte sie scheinbar in dem Glauben, dass ich ihnen helfen w├╝rde und so waren sie, wie ich es erwartet hatte, sofort damit einverstanden. Ich k├Ânne sie ja jederzeit ├╝ber ihr Mobiltelefon erreichen, sofern sich etwas an der Situation ├Ąnderte. Ohne etwaige Fragen abzuwarten, gebot ich ihnen sich zu beeilen und entfernte sie mit sanftem Nachdruck aus der Wohnung.

Kaum hatten sie die T├╝r hinter sich geschlossen, machte ich mich daran die Hausbar zu pl├╝ndern. Ich fand einen ganz brauchbaren schottischen Whisky, von dem ich auch gleich gebrauch machte. Dann begab ich mich auf die ewige Suche nach der Fernbedienung. Der Flimmerkasten war zwar nicht gerade der gr├Â├čte, vor dem ich je gesessen bin, aber ich hoffte, dass sie zumindest einen Kabelanschluss hatten. Nach einigen Minuten verzweifelter Suche, bei der ich das ordentliche, gutb├╝rgerliche eingerichtete Zimmer ein wenig durcheinanderwirbelte, fand ich das Objekt meiner Begierde unter dem Sportteil einer Zeitung. Dem Datum nach war sie keine 2 Tage alt. Ich lies mich in den bequemen Fernsehsessel fallen und ├╝berantwortete meiner linken Hand die Aufgabe f├╝r eine anst├Ąndige, gleichm├Ą├čige Berieselung zu sorgen. Meiner Rechten ├╝berlies ich es, mich oral zu befriedigen, was sie mit der Hilfe des gefundenen Whiskys auch bravour├Âs meisterte. Leider war es noch zu fr├╝h f├╝r anst├Ąndiges Fernsehen und so schlug ich mich durch Kindersendungen, Wetterpanorama, diverse Werbe- und Gewinnspielsendungen. Irgendwann, ich war schon fast soweit einen Beton mixenden Entsafter mit den Rotorbl├Ąttern eines Helikopters aus der Raumfahrtforschung zu kaufen, als ich bemerkte, dass die von mir bestellten Eink├Ąufe vor der T├╝r standen.
Ich schaffte es, mich aus dem Sessel zu erheben und zur T├╝r zu gelangen. Ich lauschte kurz, ob sich noch jemand im Stiegenhaus befand, ├Âffnete dann rasch die T├╝r, schnappte mir die Eink├Ąufe und schloss sie schnell wieder. Ich hasse es bei solch banalen Dingen beobachtet zu werden. Es zerst├Ârt einfach die Erhabenheit der Sache an sich. Ich trug die Einkaufst├╝te in die K├╝che und packte alles auf den K├╝chentisch. Es war herzerw├Ąrmend. Sie hatten tats├Ąchlich alles besorgt und peinlichst genau darauf geachtet auch wirklich genau das zu kaufen, was ich ihnen aufgetragen hatte. H├Ątte ich Marken dazu geschrieben, h├Ątten sie vermutlich alle m├Âglichen und unm├Âglichen Gesch├Ąfte danach abgeklappert. Solche Gedanken schlichen durch mein Gehirn und ich musste unwillk├╝rlich grinsen, w├Ąhrend ich nach einer passenden Pfanne suchte.
Ich briet mir Speck, dazu ein paar Eier und r├Âstete mir ein paar Scheiben Toast, lud das alles auf einen Teller und begab mich wieder vor die alte Flimmerkiste. Das Programm begann sich zu bessern. Auf Disneys Gro├če Pause, folgten zwei oder drei Folgen Simpsons, die von Malcom mitten drin abgel├Âst wurden. Malcom ├╝bergab den Ball schlie├člich an den King of Queens, der Sabrina daran erinnerte, das ich mich langsam ans kochen machen sollte. Als dann Salems letzter zynischer Kommentar verklungen war, stemmte ich mich langsam aus dem Sessel und begann damit alle meine Gliedma├čen ordentlich zu strecken.
Nach ein paar Minuten war ich soweit mich wieder in die K├╝che zu bewegen. Ich w├╝rzte die Rinderfilets, schnitt den Schinken in feine Streifen, die Essiggurken in kleine St├╝ckchen, rollte das ganze ein und befestigte es mit Zahnstochern. Dann wendete ich mich den Kartoffeln zu, sch├Ąlte und viertelte sie. In der Pfanne, in der ich auch schon die Eier gebrutzelt hatte, erhitzte ich etwas ├ľl, lies die Rouladen anbraten. Als diese Farbe annahmen, goss ich das ganze mit Wasser auf, w├╝rzte das ganze kr├Ąftig und warf die Kartoffeln hinein, auf das sie im Bratensaft mitgekocht wurden und sich damit voll saugen konnten. Als Dessert hatte ich einen einfachen Schokoladepudding geplant, der in einem zweiten Topf friedlich vor sich hin k├Âchelte.

Ich war gerade dabei nach geeigneten Tellern zu suchen, als Michael am Fenster klopfte. Ich ├Âffnete ihm und er zw├Ąngte sich und seine Fl├╝gel hindurch. \"Du alter Schmarotzer\", begr├╝├čte er mich lachend, ich grinste ihn an und sagte ihm, er solle nicht schw├Ątzen sondern den Wein aufmachen und Gl├Ąser besorgen. Ich deckte den Tisch, w├Ąhrend Michael in verschiedenen Laden nach einem Korkenzieher fahndete. Ich wollte gerade die Pfanne auf den Tisch stellen, als Michael mit einem triumphierenden l├Ącheln und einem Korkenzieher in die Hand auf die Weinflasche losging. In einer Vitrine im Wohnzimmer fand ich dann auch die geeigneten Gl├Ąser. Michael hatte inzwischen Rouladen und Kartoffel ziemlich fair auf zwei Teller verteilt. Ich f├╝llte die Gl├Ąser mit einem wunderbaren Bordeaux. Die Flasche gluckste traurig, als sie das edle Ges├Âff freigeben musste.
Wir unterhielten uns ├╝ber dies und jenes, seine Arbeit, Frauen, die Naivit├Ąt der Menschen waren nur einige unserer Themen. Michael lobte meine Rouladen, worauf ich meinte, dass ich wohl schon genug Zeit zum ├ťben gehabt h├Ątte. Als wir uns an dem Mahl g├╝tlich getan hatten, fragte er mich ob er mir beim Abwasch helfen sollte, aber ich winkte nur ab und meinte das w├╝rden schon unsere Gastgeber erledigen. Ich schnappte mir die Flasche Daniels, holte zwei Gl├Ąser und durchsuchte den K├╝hlschrank erfolgreich nach Eisw├╝rfeln. Auf dem Weg ins Wohnzimmer, sahen wir noch schnell im Zimmer der kleinen vorbei. Er lachte, als er mein schiefes Pentagramm an der T├╝r entdeckte und meinte ich h├Ątte mir ruhig etwas mehr M├╝he geben k├Ânnen. Ich antwortete ihm, ich w├╝rde dann sp├Ąter vielleicht noch etwas Feenstaub verspr├╝hen, schloss die T├╝r und lies die Kleinen in ihrer ewigen Ruhe zur├╝ck.

Im Wohnzimmer lie├čen wir uns auf die Couch sinken. Ich schraubte sanft die Flasche auf und lie├č leise glucksend und gurgelnd das fl├╝ssige Gold in die Gl├Ąser pl├Ątschern. Eine Weile sa├čen wir still da, nippten nur hin und wieder an dem herrlichen Whiskey.
\"Ich will aussteigen\", sagte Michael mit einer Stimme die mich aufhorchen lie├č.
\"Was sagt dein Vater dazu?\"
\"Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen, aber ich kann mir denken, was er zu sagen hat.\"
Ich nickte bed├Ąchtig.
\"Wieso willst du aussteigen?\"
\"Meine Aufgabe erf├╝llt mich nicht mehr. Fr├╝her, da bin ich selbst noch hin und wieder auf einem Einsatz gewesen, aber heute geht das nicht mehr. Wir haben viel zu wenig Geschwister um uns um alles zu k├╝mmern und meine Aufgabe beschr├Ąnkt sich nur noch auf die Organisation des Ganzen.\" Er hatte seinen Kopf auf die H├Ąnde gest├╝tzt und stierte auf den Eisw├╝rfel in seinem Glas, der sich langsam aufl├Âste und mit dem Whiskey vermischte. Ich wusste nicht ob es mir bestimmt war, den Anf├╝hrer der himmlischen Heerscharen umzustimmen oder sonst irgendwie zu beeinflussen, deshalb beschloss ich einfach nur das zu tun, was ich immer in solchen F├Ąllen tat. Ich nahm mein Whiskeyglas in die Hand und einen tiefen Schluck daraus.
\"Was willst den sonst tun?\"
\"Ich m├Âchte leben.\"
Ich musste lachen.
\"Wollen wir das nicht alle?\"
\"Du hast gut reden, du hast das Leben gekostet.\"
\"Deshalb bin ich tot.\"
\"Ich wei├č, entschuldige.\"
\"Kein Problem, ich hab mich daran gew├Âhnt, aber wie willst du das anstellen?\"
\"Ich werde IHN einfach fragen.\"
Ich stutzte. Die Idee w├Ąre mir nicht im entferntesten gekommen, aber sie war gut, sehr gut sogar. Seine G├╝te ist ohne Ende, also wieso auch nicht.
\"Ich wei├č nicht.\"
\"Ich auch nicht, aber es gibt wohl keine andere M├Âglichkeit.\"
Ich nickte nur stumm. Er erhob sein Glas und blickte mich an. F├╝r einen Moment befand ich mich in der fremdartigen Gedankenwelt eines Engels. Ich konnte seinen Schmerz f├╝hlen, sein Verlangen danach zu leben, zu lieben und zu sterben. Er blinzelte. Mit der Linken griff ich zu meinem Glas und prostete ihm zu. \"Auf das Leben,\" fl├╝sterte ich ihm zu, \"auf den Hoffnungsschimmer am Horizont der unendlichen Herrlichkeit.\"
Wir tranken aus. Seine Schultern straften sich und er stand langsam auf. Ich gab ihm die Hand. Es gab nichts mehr zu sagen. Er ├Âffnete stumm das Fenster. Es quietschte. Ich wei├č nicht wie lange ich am Fenster stand und in den neonbeleuchteten Nachthimmel blickte.

Irgendwann kam die Erinnerung zur├╝ck und mit ihr auch der Grund meiner Anwesenheit in diesem Geb├Ąude. Seufzend begab ich mich in die K├╝che, rollte mir eine Zigarette und entz├╝ndete sie mit dem neuen Feuerzeug. Ich nahm die Einkaufst├╝te und ging damit ins Zimmer der Kleinen. Sie tr├Ąumten immer noch ihren ewigen Traum. Ob es wohl angenehm Tr├Ąume waren? Mit dem schwarzen Marker, der mir schon einmal gute Dienste erwiesen hatte, malte ich mit ein paar schnellen Strichen ein Pentagramm auf den Glastisch. An jedes Eck stellte ich eine Kerze. Die Kerzen waren blau! Blau! Wie sollte ich mit derartigem Equipment blo├č anst├Ąndigen Feenstaub verspr├╝hen. Ich sch├╝ttelte in Gedanken den Kopf und z├╝ndete die Kerzen an. Dann ging ich ins Wohnzimmer und holte den schottischen Whisky. Der Daniels war eindeutig zu schade um ihn an den Kleinen zu verschwenden, deshalb lie├č ich ihn in einer Manteltasche verschwinden. Zur├╝ck im Zimmer fl├Â├čte ich einem nach dem Anderen ein paar Schluck von dem Ges├Âff ein und bedachte sie mit jeweils einer Ohrfeige. Es gibt eben nichts besseres als die guten alten Hausmittelchen. Langsam wachten sie auf: Max nahm einen Schluck aus seiner Bierflasche, Paul klappte einfach zusammen und blieb hilflos zwischen den Sofas stecken. Seine Freundin gab Martin die verdiente zweite Ohrfeige und Maja knallte mit dem Kopf gegen den Glastisch, sodass die Kerzen bedrohlich schwankten. Ich wollte mich nicht n├Ąher mit ihnen besch├Ąftigen, deshalb verlie├č ich rasch das Zimmer, rief die Eltern an und erkl├Ąrte ihnen das es den Kleinen gut ginge. Die Rechnung legte ich auf den K├╝chentisch und machte mich dann eiligst aus dem Staub.

Seitdem sind jetzt zehn Jahre vergangen und ich habe nie wieder etwas von Michael geh├Ârt.

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