Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92264
Momentan online:
450 Gäste und 11 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Erotische Geschichten
Autorinnen-Treffen: literarisches Erotik-Experiment in der LL
Eingestellt am 07. 05. 2002 21:13


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
catsoul
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Aug 2001

Werke: 40
Kommentare: 115
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um catsoul eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe Leserinnen und Leser,

wir, Aceta und catsoul, kennen uns nur aus der LL – aber wir haben versucht, zusammen eine Geschichte zu schreiben, einander wertsch├Ątzend...
die Kapitel wurden abwechselnd geschrieben, hier der Beginn unserer Geschichte - auf Euer Feedback sind wir sehr gespannt

macht uns Mut, gebt uns Motivation und Kritik und vielleicht wird dann bald eine Fortsetzung hier zu lesen sein ;-)

Aceta und catsoul

1)
Meine Entt├Ąuschung ist riesengro├č. Mein ganzes Leben scheint pl├Âtzlich disponibel, eine Frage der Wirtschaftlichkeit - eine Position in seinen Kassenb├╝chern. Die Scheidung sei ideal - wirtschaftlich genial. Er erkl├Ąrt es mir, meint, ich sollte unbedingt auch mit unserem Steuerberater reden.
Der w├╝rde es schon best├Ątigen!

Bin ich denn ein "Wirtschaftsgut"?
In meiner Jugend hatte ich die Geldnot kennen gelernt. Meine Eltern waren nach der Wiedervereinigung in den "Goldenen Westen" gezogen - und mehr m├╝hsam als sch├Ân hatten wir uns durchgeschlagen. Meine Schulzeit - eher deprimierend - wenig Perspektive - hatte ich irgendwie ├╝berstanden. Meinen Abschluss - geschafft. Die "Lehrstellenoffensive" brachte mich in einem Fachbetrieb unter - ich wurde B├╝rokauffrau, und zu dieser Zeit hatte ich kapiert, gut genug zu sein und meine Chance wahrzunehmen.
Als die Firma sich personell "verschlankte", da hatte ich geschickter Weise ein g├╝nstiges Verh├Ąltnis: Er hatte die wichtige Stellung in der Firma. Er war verheiratet, wohlhabend - und an mir interessierte ihn nicht mehr und nicht weniger, als genau das Eine...

Ich war jung - ich war unerfahren. Er gab sich weltm├Ąnnisch, machte mir nette Geschenke, lud mich in feine Lokale ein - die h├Ątte ich mit meinem kleinen Gehalt gar nie versucht! - Wir genossen seinen Lebensstil: Er ├Âffnete mir den Zugang in eine sch├Âne Welt, und ich glaubte, nur er k├Ânnte das - nur dies w├Ąre mein Weg hierher.
In dieser Zeit hatte ich ziemlichen Krach mit meinem Vater. Er hatte ger├╝chteweise etwas geh├Ârt, nannte es nicht so, meinte (vermittelte mir jedenfalls): ich mache mich zur Hure f├╝r meine Karriere. - Klar: ich hatte Sex mit ihm. Seine Frau wusste nichts davon - und ich erwartete auch nicht ernsthaft, er w├╝rde seine Ehe meinetwegen riskieren. Er genoss meine Jugend, er nutze meine Unerfahrenheit aus, er vermittelte mir, "was man eben mache" - oral, anal, und...
Sex eben...

Dann lernte ich die Alternative kennen.
Er war j├╝nger, war erfolgreich - und schrecklich verliebt in mich. Ich war gl├╝cklich, ich war frei. Meine Vergangenheit z├Ąhlte nicht mehr: galt zwischen uns doch: das, was vor unserer gemeinsamen Zeit war, das interessiert nicht! - Er nahm mich wie der Prinz von Norwegen! -
Jetzt war ich die Ehefrau eines erfolgreichen Unternehmers. Aller Luxus, alle Eleganz waren mir nun nicht mehr nur geliehen, sondern geh├Ârten mir! Ich war eine reiche Frau - hatte alles, was das Leben schenken kann. In meinen guten Tagen taten mir die Filmstars leid, und die Tennisgr├Â├čen - wegen dem Stress, den die haben - hatte ich solchen Stress doch nicht!
Ich spielte Badminton - nur zur Entspannung! - Ich ging zum Sport, zum Shopping oder zur Beauty-Session. Oft sogar exklusiv eingeladen - eben weil ich doch seine Frau war...
Zwei Kinder. Mirco und Carina. Ich liebe sie ├╝ber alles. F├╝r sie da zu sein, war ein wesentlicher Teil meines Lebens. Ich sah sie heranwachsen wie eine Mutter eben ihre Kinder sieht.
7 kg mehr als vor diesen Schwangerschaften - das war der Preis, den mein K├Ârper gezahlt hatte. Na ja, jetzt wog ich 64 kg, bei meinen 167 cm blieb f├╝r eine Frau Mitte 30 noch eine ganz passable Figur.

So hatte ich mich im Leben eingerichtet, alles schien in geordneten Bahnen zu verlaufen, wie wohl bei vielen gelegentlich etwas Routine zu werden - aber insgesamt war ich zufrieden! - Auch mit meinem Mann... er arbeitete viel, war oft im Ausland, wenn er dann aber da war, hatten wir sch├Âne Tage - und viele sch├Âne N├Ąchte. Daran, dass er mir treu war, hatte ich kaum je gezweifelt, gelegentlich musste ich mir klarmachen: "sag niemals nie", doch gerade in solchen Zeiten fanden wir dann wieder intensiv zueinander.

Irgendwann erkl├Ąrte er mir, die Gesch├Ąfte seien schwierig geworden, die Gewinne br├Ąchen ab, er erkl├Ąrte viel, ich verstand wenig. Das war immer seine Welt gewesen, und in guten Zeiten hatte er mir lediglich stolz gesagt, was wir uns alles leisten k├Ânnten... das hatte mir gereicht.
Mirco kam in die Schule, Carina in den Kindergarten - der Alltag brachte viele neue kleine Pflichten. Mein Mann erz├Ąhlte weniger von den Gesch├Ąften, war weiterhin viel auf Reisen, Geld war da, wann immer ich welches brauchte.
So wie sonst - und nun dies: "Wir werden uns trennen".

Ich war fassungslos. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel trafen mich diese Worte. Der Boden schien unter mir nachzugeben, es dr├Âhnte in meinen Ohren und mir wurde schwarz vor den Augen. Nein: umgefallen bin ich nicht. Aber mein ganzes Leben schien zu zerbrechen.
Er hatte bereits alles minuti├Âs geplant: mit den Kindern sollte ich in ein kleines Haus in der N├Ąhe ziehen, er hatte es f├╝r uns gemietet, unser Zuhause war bereits verkauft. Wir w├╝rden uns zun├Ąchst nicht mehr sehen. Es sei notwendig so, er k├Ânne mir nicht mehr sagen.
Als er mir schlie├člich noch versicherte, dass er mich liebe wie eh und je, w├Ąre ich beinahe ausgerastet.
"Was tust du?" fragte ich mit Bitterkeit und Entsetzen.
"Das Richtige", erwiderte er, "das Richtige f├╝r uns alle, du wirst sehen." Er sah mich einen Moment lang beinahe absch├Ątzend an, dann schlug er vor, ich k├Ânne ein Gespr├Ąch mit unserem Steuerberater f├╝hren, der w├╝rde mir erkl├Ąren, dass es so am Besten sei - und auch deutlich machen, dass ich versorgt sei. "Glaube mir, Liebes, mehr kann ich dir nicht sagen. Ich habe keinen anderen Ausweg als diesen - es ist das Beste f├╝r uns alle!"
"Hast du" - fragte ich und k├Ąmpfte gegen meine Tr├Ąnen, "eine Andere?"
"Nein, ich liebe dich und die Kinder - und in Gedanken werde ich bei euch sein."
Er wollte mich in die Arme nehmen, aber seine Ber├╝hrung lie├č mich zitternd erstarren. Er merkte das wohl, hauchte noch einen Kuss, drehte sich dann ohne weitere Worte herum - und ging. - Er ging, ohne sich noch einmal umzudrehen, ohne noch ein weiteres Wort zu sagen. Von den Kindern hatte er sich schon vorher wenig theatralisch verabschiedet - so als breche er wieder zu einer seiner Reisen auf. Mein Mann, der Mann, den ich liebte, er ging wortlos und zerschmetterte mein ganzes Leben.


2)
'Jenni, Jenni.. was tust du nun schon wieder!' kopfsch├╝ttelnd schaue ich mich im Spiegel an und muss lachen. Der Lippenstift, den ich gerade auftragen wollte war vollkommen verschmiert. Das Telefon hat mich erschreckt aber ich beschloss es zu ignorieren.
Heute ist Mittwoch und entgegen meiner Gewohnheit will ich in meine Stammkneipe gehen. Die Kellnerin hat mir verraten das seit ein paar Wochen Mittwochs immer ein ganz s├╝├čer Typ da ist und den muss ich mir einfach ansehen. Also noch schnell in die hellblauen Jeans und das wei├če T-Shirt geschl├╝pft und es kann los gehen.

Als ich dort ankomme traue ich meinen Augen nicht, so voll ist es ja nicht mal Freitags. Alle Tische belegt und ich will schon wieder gehen als ich in der Ecke einen Tisch entdecke an dem nur eine Frau sitzt. Langsam gehe ich auf sie zu und frage: "Entschuldigung, ist hier noch etwas frei oder erwarten Sie jemanden?"
Sie hebt ihren Kopf leicht und ich sehe Tr├Ąnen in ihren Augen. "Ich erwarte niemanden." sagt sie und wendet sich ihrem Glas Rotwein zu.
Ich betrachte sie. Wenn sie nicht so ein trauriges Gesicht machen w├╝rde, w├Ąre sie sehr h├╝bsch. Pl├Âtzlich merke ich das ich sie anstarre. Verlegen schaue ich weg.

Zum Gl├╝ck kommt gerade die Kellnerin und sagt: "Na Jenni, das ├╝bliche?" als ich nicke fl├╝stert sie mir zu: "Da hinten in der anderen Ecke, an dem 6er Tisch sitzt er. Aber heute ist er nicht allein, also nur schauen erlaubt." verschw├Ârerisch zwinkert sie mir zu. Ich l├Ąchele sie an und zwinkere zur├╝ck.

Als sie mit meinem Bier zur├╝ck kommt frage ich wieso es heute so voll ist und sie erz├Ąhlt mir das eine andere Gastst├Ątte in der N├Ąhe zu gemacht hat und deren G├Ąste nun hier sind.

Ich nippe an meinem Bier und schaue die Frau gegen├╝ber ab und zu an. Rings um uns ist lautes Stimmengewirr und lachen. Nur wir zwei befinden uns auf einer Insel, einer Insel der Einsamkeit. Vollkommen in sich gekehrt sitzt sie da.
Irgendwie hilflos. Am liebsten m├Âchte ich sie meine Arme schlie├čen und tr├Âsten. Dabei traue ich mich nicht mal sie anzusprechen. Aber vielleicht ist das auch besser so. Wer wei├č was sie mir dann erz├Ąhlen w├╝rde. Ich habe genug eigene Probleme.
'Komisch,' sagt jemand anderes in meinem Kopf, 'ich dachte du bist gl├╝cklich?' 'Bin ich auch!' gebe ich trotzig zur├╝ck. 'Ich habe eine sch├Âne Wohnung und einen tollen Job der Spa├č macht, na gut, ein paar Kilo k├Ânnte ich abnehmen f├╝r meine 85 kg bin ich mit 170 cm wohl etwas zu klein, aber ich f├╝hle mich wohl so und solange das so ist, werde ich das auch nicht ├Ąndern!' 'Was ist es dann?' fragt diese hartn├Ąckige Stimme nach. 'Das wei├čt du so gut wie ich!' gebe ich gr├╝belnd zur├╝ck 'Ich bin allein!'

"Ich auch." Erschrocken fahre ich zusammen. Den letzten Satz habe ich wohl laut gesagt und mein Gegen├╝ber hat mir geantwortet. "Sind wir das nicht alle irgendwie?" versuche ich hilflos meinen Satz zur├╝ck zu nehmen. Es ist mir peinlich das ich meinen Gedanken so laut ausgesprochen habe.
Aber zum ersten mal an diesem Abend l├Ąchelt sie.

3)
Es war alles rasend schnell eskaliert. Das Haus war verkauft, musste kurzfristig ger├Ąumt werden, die Kinder brachte er bei seinen Eltern unter - ich musste in ein Hotelzimmer ziehen, "bis die neue Wohnung frei ist", hatte er am Telefon erkl├Ąrt.
Ich hatte zwar keinen Streit mit meinen Schwiegereltern - aber l├Ąnger als einen halben Tag hielt ich es dort nicht aus. So wohnte ich jetzt in diesem Hotelzimmerchen - lebte aus zwei Koffern und einer Tasche.

Am Abend wurde alles noch schlimmer, noch bedr├╝ckender. Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen, verstand immer weniger, was da in meinem Leben passierte. So landete ich in dieser kleinen Kneipe, bestellte mir ein Glas Rotwein und wollte Menschen zusehen - einfach sehen, ob unter deren F├╝├čen ebenfalls solche Ersch├╝tterungen waren... doch immer weniger sah ich andere - v├Âllig versunken in die Wirren meiner Orientierungslosigkeit sa├č ich an meinem kleinen Tisch.
Eine Frau kam herein, setzte sich zu mir. Ich glaube, sie hat etwas gesagt - aber ich h├Ârte es nicht. Sie setzte sich schr├Ąg neben mir an den Tisch. Ich hing weiter meinen Gedanken nach: Noch nie in meinem Leben hatte ich mich so entwurzelt gef├╝hlt - hatte jeden Halt verloren - hatte alles verloren, was mir lieb und wichtig war. In dieses trostlose Hotelzimmer zur├╝ck - es war eine Horrorvorstellung. Ich f├╝hlte mich absolut verlassen, allein -




"- ich bin allein."
Wie ein Echo meiner Gedanken klang es - und ich erkannt pl├Âtzlich: sie hatte das gesagt. Diese Frau, die da mit mir am Tisch sa├č. Sie hatte auch eher zu sich selbst gesprochen - aber diese Worte trafen mich.
"Ich auch!" sagte ich leise - und sp├╝rte pl├Âtzlich eine sonderbare Verbundenheit mir dieser fremden Frau.

Ganz allm├Ąhlich begann ich mich aus der Starre zu l├Âsen, in die ich verfallen war.
"Sind wir das nicht alle - irgendwie?" sie l├Ąchelte - offenbar peinlich ber├╝hrt davon, dass ich sie in ihrer Melancholie ber├╝hrte. Wie sonderbar, dass mitten im Gewirr dieser ├╝berf├╝llten, lauten Kneipe genau diese Frau mit Gedanken und Stimmungen neben mir sa├č, die ganz nahe an meinen Gef├╝hlen waren.
Pl├Âtzlich regte sich Interesse in mir - ich sp├╝rte, wie mein festgefrorenes Gesicht sich entspannte.

Da richtete sich ihr Blick auf mich, direkt in meine Augen. Ihr Blick war offen, war warm - und ich war so verhungert! Wie lange hatte mich niemand mehr so angesehen: voller W├Ąrme, Mitgef├╝hl, Interesse - ich habe wahrscheinlich zur├╝ckgestarrt, fasziniert und gefesselt von diesen Augen, die mir Wohlwollen signalisierten, Freundlichkeit. Und dann brach es wie ein Gewitter ├╝ber mich herein, ein Sturzbach quoll in meine Augen und ich begann zu weinen.
Ich habe nicht dar├╝ber nachdenken k├Ânnen. Ich konnte es nicht steuern. Ich versuchte mich in meinen Arm zu retten, den Kopf nach vorn auf den Tisch und den Arm - habe dabei wohl noch mein Weinglas umgesto├čen und heulte wie ein Schlosshund. - Es kam tief unten aus meinem Bauch und durchzog mich in wilden, scheu├člichen Wellen. - All der aufgestaute Schmerz brach in mir aus wie ein Vulkan und l├Âste ein Erdbeben von Traurigkeit, Elend, Einsamkeit und Verzweiflung aus.
Heute denke ich: oh wie konnte ich, wie konnte ich mich so gehen lassen - damals konnte ich ├╝berhaupt nicht mehr denken.

Eine warme, weiche, kr├Ąftige Hand hielt meine Hand. Warmer Atem an meinem Ohr, s├Ąuselnde Worte, die ich nicht verstand. Noch immer l├Âsten sich Gef├╝hlswellen in meinem Bauch und brachen mit wild sch├Ąumender Gicht in meinem Kopf. Die andere Hand hatte sie auf meinen R├╝cken gelegt, streichelte meinen R├╝cken, meinen Nacken, meinen Kopf. Ganz langsam, ganz allm├Ąhlich wurde ich wieder etwas ruhiger.

"... Gott - was ist denn mit dir passiert? - Sag nichts" - sie streichelte sanft weiter ├╝ber meinen Nacken, meinen R├╝cken. "Komm erst einmal wieder bei - hey - keine Angst - wir kriegen es schon hin - ich bin jetzt bei dir," eine neuerliche Welle durchzuckte mich - und heftiges Schluchzen.
"Hey - hey - hey!" sagte sie ganz leise und sehr einf├╝hlsam.

4)
Ihr L├Ącheln wurde zu einer Maske. Ihre Augen f├╝llten sich mit Tr├Ąnen. Und noch bevor die ersten Tr├Ąnen rollten legte sie schnell ihren Kopf auf ihre Arme. Dabei stie├č sie ihr Weinglas um. Zum Gl├╝ck war nur noch ein Fingerhut voll Wein darin und das war mit einer Serviette schnell weggewischt.

Ich war ├╝ber ihren Ausbruch sehr ├╝berrascht, vor allem ├╝ber die Intensit├Ąt. Sie schien nicht aufh├Âren zu k├Ânnen. Ich nahm ihre Hand und streichelte sie sanft. Mit leisen Worten versuchte ich sie zu beruhigen, aber das half nichts. Also blieb mir nur ihr zu zeigen das ich da war. Meine freie Hand schob sich auf ihren R├╝cken. Langsam und z├Ąrtlich begann ich sie zu streicheln. Den R├╝cken herauf und herab, im Nacken.. fast h├Ątte ich begonnen ihr z├Ąrtliche Worte ins Ohr zu fl├╝stern.
'Wie kannst du in so einem Moment an Sex denken!' schimpfte ich mit mir selbst.

Um kurz Atem zu sch├Âpfen und mich zu beruhigen schaute ich wieder an den 6er Tisch. Aber was ich da sah lie├č meine angeheizte Stimmung noch mehr steigen. Es schien als h├Ątte 'ER' nur darauf gewartet das ich r├╝ber schaue. Seine Hand fuhr deutlich sichtbar in seinen Schritt und machte mir eindeutige Avancen.
Mein Mund schien pl├Âtzlich ausgetrocknet zu sein und ich leckte mir ├╝ber meine sch├Ânen vollen Lippen. Sein Mund formte einen Kuss und ich erwiderte ihn.

Mechanisch strich ich immer noch ├╝ber den R├╝cken der mir v├Âllig fremden Frau.
Langsam schien sie sich zu beruhigen. "- was ist mit Dir passiert?" fragte ich leise und als Antwort erhielt ich ein neuerliches aufschluchzen. Die Tr├Ąnen schienen eine neue Quelle gefunden zu haben, denn sie flossen wieder zahlreicher.
"Sag nichts!" leise sprach ich wieder auf sie ein. Es dauerte lange bis sie sich beruhigt hatte. Ich hob ihren Kopf und wischte ihr vorsichtig die Tr├Ąnen weg. "Geh mal auf die Toilette und wasch dir das Gesicht!" befahl ich ihr. Ohne Anzeichen von Verwunderung oder gar murren folgte sie meiner Anweisung.

'ER' hatte wohl nur auf diesen Moment gewartet, l├Ąssig schob er sich zu mir heran und gab mir seine Visitenkarte. "Hey, du gef├Ąllst mir, k├Ânnen wir mal zusammen Essen?" Die Anmache war so plump, das sie schon wieder genial war. Ich nickte ihm zu und steckte die Visitenkarte ein ohne sie zu lesen. "Wenn du mir deinen Namen verr├Ątst, kann ich meiner Sekret├Ąrin sagen das sie dich immer durchstellen darf." l├Ąchelte er mich an. "Jenni" sagte ich kurz und sah in die Richtung aus der meine Tischnachbarin wieder kam. "Bitte Jenni, ruf mich an! Du wirst es nicht bereuen.. ich werde darauf warten. Einen sch├Ânen Abend w├╝nsche ich dir." mit diesen Worten verschwand 'ER' wieder an seinen Tisch.



Sie setzte sich wieder. "Entschuldigung!" sagte sie leise. "Wof├╝r?" fragte ich und schaute sie offen und freundlich an. "Ich hatte gerade nix anderes zu tun als dich zu tr├Âsten.." mein L├Ącheln vertiefte sich und endlich legte sich auch wieder etwas Glanz in ihre Augen und ein scheues L├Ącheln auf ihre Lippen.

"M├Âchtest du dar├╝ber reden was passiert ist? Vielleicht an einem anderen Ort, wo es nicht so laut ist?" fragte ich sie unvermittelt und war sehr gespannt auf ihre Antwort.
Ihr kurzer freundlicher Blick hatte meine Herzfrequenz beschleunigt und ein leichtes Ziehen in meinem Unterleib ausgel├Âst. Aus irgendeinem Grund machte sie mich an. Ich konnte nicht sagen was es war.. vielleicht ihre Einsamkeit, in der ich mich wieder erkannte, oder ihre Verletztheit. Ich wollte sie in meinen Armen halten und tr├Âsten, z├Ąrtlich streicheln, k├╝ssen, lecken.. bis sie diesen Schmerz vergisst..

Sekunden wurden zur Ewigkeit.

Ich sah f├Ârmlich wie sie ├╝berlegte, wie sie abwog und noch bevor sie es aussprach kannte ich ihre Entscheidung.

5)
Das Hotelzimmer hatte sich geradezu aufgedr├Ąngt. Eben noch eine Fremde, ├╝bernahm Jenni nun die Initiative, lie├č die Kellnerin kommen, zahlte, h├Ąngte mir meine Jacke ├╝ber und schob und zog mich aus der Kneipe.
"Wo wohnst du?", fragte sie.
"Da!" Ich deutete auf das Hotelschild direkt auf der anderen Stra├čenseite.
"Na - dann gehen wir jetzt zu dir!" sie lachte leise - wie um mich aufzuheitern.
Sie war etwas gr├Â├čer als ich, kr├Ąftig, ihr mittellanges glattes Haar schimmerte r├Âtlich - kam das von der Leuchtreklame - oder war es ihre Haarfarbe? Sie wirkte so entschlossen, so v├Âllig sicher - sie strahle etwas aus, das ich in mir v├Âllig verloren glaubte. Sie hatte meine Hand genommen wie die Hand eines Kindes, das sie ├╝ber die Stra├če f├╝hren wollte. Ihr Griff war resolut - ihre Finger dennoch weich und warm, meine Hand darin wie geborgen.

Das Zimmer war eigentlich ein Doppelzimmer, da ich es alleine bewohnte, war das Bettzeug vom zweiten Bett weggelegt worden. Auf dem Bett lag Carinas Teddy. Carina hatten ihn mir ausgeliehen, als sie beim Abschied Tr├Ąnen in meinen Augen gesehen hatte.
"Mami", hatte sie gesagt, "der Teddy kann dich tr├Âsten, und dann denken wir ganz fest an dich!"
Als mein Blick auf den Teddy fiel, wollten meine Augen wieder feucht werden, das dumpfe Gef├╝hl in meinem Bauch sich wieder ausbreiten.
Jenni hatte die T├╝re geschlossen und merkte es wohl.
"Hey - hey" sagte sie wieder und nahm mich unvermittelt in die Arme. Ich roch ihr Parfum, f├╝hlte den Druck ihrer Arme, sp├╝rte die Weichheit und W├Ąrme ihres K├Ârpers. Sie hielt mich einfach fest - und ich sp├╝rte sie - ersp├╝rte sie. Diese eben noch fremde Frau schaffte es, den dumpfen Schmerz in meinem Bauch und meinem Kopf zu verdr├Ąngen. Sie zog mir die Jacke, die ich nur umgeh├Ąngt hatte von den Schultern und warf sie ├╝ber eine Stuhllehne, ohne mich loszulassen.
Mit dem Fingern ihrer Hand auf meinem R├╝cken begann sie ganz leicht zu massieren, und das jagte mir einen kleinen Schauer durch den K├Ârper. Ich wollte jetzt nicht daran denken, wer mich doch sonst immer massierte, ich wollte jetzt nur, sie m├Âge weiter machen.

Wir standen da - zwei Frauen, die sich gerade erst begegnet waren mitten im Zimmer, sie umarmte mich, streichelte meinen R├╝cken. Beinahe erstaunt erkannte ich, dass ich auch sie umarmt hatte, meinen Kopf an ihre Schulter gelegt hatte, beinahe begierig diesen Duft suchte, den sie verstr├Âmte.
Einen kurzen Moment z├Âgerte ich, wollte widerstreben, wollte es absurd finden. Einen Augenblick lang rebellierte etwas in mir und wollte schreien: sie ist doch eine Frau!!!
Aber dann sagte etwas anderes in mir: Sie ist jetzt da, sie ist warm und weich und sie duftet einfach herrlich und sie h├Ąlt dich fest und du bist zum ersten Mal nicht mehr allein - so absolut allein, wie du so viele Tage warst... und dann verschwand der Widerstand und ich wollte nur noch gehalten sein, sie ganz nahe -


6 )
Da standen wir nun. Inmitten eines Hotelzimmers. Aneinandergelehnt. Streichelnd. Ich sp├╝rte ihren Widerstand. Sp├╝rte wie er sich aufl├Âste. Wollte sie k├╝ssen und traute mich nicht. Nicht hier.

Suchend schaute ich mich um. Alles hier war steril und aufger├Ąumt. Sogar der Teddy auf dem Bett schien sich nicht wohl zu f├╝hlen.
"Komm, lass uns zu mir gehen. Meine Wohnung ist nur zwei Stra├čen entfernt und dort werde ich dir erst mal ein Bad einlassen, damit du dich entspannen kannst und ein wenig zur Ruhe kommst. Nimm dir am besten etwas bequemes zum anziehen mit." fl├╝sterte ich leise. "Ich hei├če ├╝brigens Jenni" sagte ich noch und gab ihr ein z├Ąrtliches K├╝sschen auf den Mund.

Sie schien aus einem Traum zu erwachen als ich sie k├╝sste. "Ich hei├če Iris" hauchte sie zart. 'Iris' in meinem Kopf sprach ich den Namen ganz langsam aus und lauschte seinem Klang nach. Sie stand immer noch bewegungslos an mich gelehnt. Sanft schob ich sie weg und sagte: "Iris, komm Liebes, lass uns gehen."

"Ja." sagte sie und wandte sich zur T├╝r. Ich nahm ihre Jacke und h├Ąngte sie ├╝ber ihre Schultern, fasste Iris bei der Hand und gemeinsam gingen wir hinaus. Vollkommen willenlos und in Tr├Ąumen versunken folgte sie mir.

Zu Hause angekommen schob ich Iris ins Wohnzimmer, ging ins Bad um Wasser in die Wanne zu lassen und anschlie├čend in die K├╝che um zwei Weingl├Ąser und eine Flasche Rotwein zu holen. Als ich zur├╝ck ins Wohnzimmer kam sa├č sie auf der Couch und schaute sich um. "Iris? Am besten gehst du erst mal baden. Lass dir ruhig Zeit dabei. Wenn du etwas brauchst, rufe einfach nach mir. Ich werde in der Zeit ein Bett f├╝r dich herrichten, Musik anmachen und Wein eingie├čen."

Ich zog sie hoch und wie unbeabsichtigt streiften meine Lippen ihre. Sie umfasste meine Kopf und k├╝sste mich. Zuerst sanft und ungl├Ąubig, dann wild und hei├č.
In meinem Kopf begann sich alles zu drehen. Alle Energie b├╝ndelte sich zwischen meinen Schenkeln. 'Sie muss aufh├Âren! Sofort! Sonst kann ich nicht mehr zur├╝ck!' schoss es mir durch den Kopf.
Kaum hatte ich das gedacht h├Ârte sie auf und fragte: "Wo ist das Bad?" "Geh einfach dem Rauschen des Wassers nach." antwortete ich noch immer atemlos. Sie drehte sich um und ging. Selbstsicher, hoch erhobenen Hauptes, als h├Ątte sie gerade einen Entschluss gefasst.

Jetzt stand ich da, unf├Ąhig mich zu bewegen und ihr ungl├Ąubig nachschauend. Ich wei├č nicht genau wie lange ich so stand. Aber ihr Ruf aus dem Bad: "Jenni?" lie├č mich erschrecken und alle Starre verlieren. "Sei so lieb und komm mal her. Ich brauche ein Handtuch und du hast vergessen mir eins zu geben." Bevor ich die Badezimmert├╝r ├Âffnete z├Âgerte ich kurz.
Und dann sah ich sie. Inmitten von Schaum. Ihre Augen strahlten mich an. Ihr Mund l├Ąchelte. "Au├čerdem w├Ąre es nett wenn du mir ein wenig meine Schultern massierst. Die tun h├Âllisch weh." dabei schaute sie mich ganz unschuldig an und ihr l├Ącheln lie├č mich alle Vors├Ątze vergessen.

Ich legte das Handtuch bei Seite, setzte mich auf dem Wannenrand und begann langsam mit der Massage. Meine H├Ąnde lagen auf ihren Schultern und mit meinen Daumen bearbeitete ich ihre Schulterbl├Ątter. Ich h├Ârte sie leise aufseufzen. Meine Finger begannen ein Eigenleben zu f├╝hren. Sanft strichen sie durch ihren Nacken und dann ganz langsam ihren R├╝cken hinab und wieder hinauf. Iris begann lustvoll zu st├Âhnen. Als meine Lippen ihren Nacken k├╝ssten sp├╝rte ich wie sie sich kurz verkrampfte um kurz danach nur noch lauter zu st├Âhnen..

Als meine Finger ihre Br├╝ste ber├╝hrten zog sie kurz die Luft ein. Sanft strich ich ├╝ber die Nippel von Iris die sich augenblicklich etwas verh├Ąrteten. Ich zwirbelte sie zwischen Daumen und Zeigefinger und sah wie Iris erbebte. Meine Zunge fand den Weg von ihrem Nacken zu ihrem Ohrl├Ąppchen. Z├Ąrtlich biss ich hinein und stie├č danach meine Zunge in ihr Ohr. "K├╝ss mich!" st├Âhnte sie verlangend.

Langsam erhob ich mich und kniete mich neben die Wanne. Unsere M├╝nder verschmolzen zu einem innigen Kuss. "Bitte komm mit in die Wanne. Ich m├Âchte dir nah sein." st├Âhnte sie mir in meine Mund und begann an meinem T-Shirt zu zerren...

7)
Raus aus diesem Hotelzimmer - aus der fast sterilen Umgebung, sie hatte recht!
Ohne noch einen Moment zu z├Âgern folgte ich ihr. Dieser Kuss hatte mich aufgew├╝hlt. Der Kuss einer Frau - ein Kuss, wie ich ihn noch niemals zuvor erlebt hatte. Er zerw├╝hlte mein inneres Chaos auf eine neue Weise - aber im Gegensatz zu den vergangenen Erdbeben und St├╝rmen in mir war es jetzt anders: irgendwie - aufregend, irgendwie atemberaubend, irgendwie - sch├Ân.
Erinnerungen an Verliebtsein wurden in mir wach - das Gleichnis der "Schmetterlinge im Bauch" konnte ich pl├Âtzlich wieder gut verstehen.
Vor dem Haus w├Ąre ich beinahe gestolpert - sie hatte wieder meine Hand genommen und zog mich mit sich. Ich war v├Âllig in Gedanken, bem├╝ht, das zu verstehen, was an diesem Abend passierte. Ich hatte eine wildfremde Frau getroffen, sie umarmt und gek├╝sst - so etwas war mir noch nie vorher passiert.
Erinnerungen an M├Ąnnerbegegnungen gingen mir durch den Kopf, hatten die versucht, mich "abzuschleppen" - sie waren insgesamt wenig erfolgreich bei mir. - Ob ich fr├╝her zu verklemmt gewesen war? Jetzt jedenfalls stieg eine neue Empfindung in mir auf, verdr├Ąngte die Depression wie eine Manie: ich f├╝hlte mich k├╝hn!
Ich hatte mich mit dem Rotwein aus dem umgesto├čenen Glas bekleckert, Flecken auf der Bluse. Frische Klamotten hatte ich mitgenommen, die Vorstellung erst einmal zu baden gefiel mir. War es vielleicht auch der Alkohol - ich brauche nicht viel, um beschwipst zu sein - diese neue K├╝hnheit in mir wurde immer st├Ąrker. Als sie mir vom Sofa aufhalf, waren wir uns pl├Âtzlich ganz nahe. Wie ein Seufzen meiner Lippen war da ein Sog, als ich sie ber├╝hrte, als ich sie k├╝sste. Die Schmetterlinge wurden ganz schrecklich wild in meinem Bauch.
Ich entdeckte noch eine neue Lust in mir - die Lust, einen Menschen zu gewinnen - zu erobern. Ich hatte bereits oft genug M├Ąnner bezirzt - aber noch nie eine Frau!
Ich ging ins Bad, streifte den Stoff von mir und betrachtete mich nachdenklich im Spiegel. Jahre der guten Pflege zeigten durchaus Wirkung. Meine Haut dankte sie mir mit dem, was ich jetzt sah. Meine Figur - nach den Kindern waren kleine P├Âlsterchen an den H├╝ften geblieben, war ich jetzt nicht mehr jugendlich superschlank, so doch zumindest attraktiv fraulich.
W├Ąhrend ich sinnierte, schoss mir pl├Âtzlich in den Kopf, dass dies die Attribute waren, mit denen ich M├Ąnner lockte. Was mochte sie an mir reizvoll finden? Wie guckte Frau ihresgleichen an - Verf├╝hrung im Sinn?
Ich ber├╝hrte meine Br├╝ste, sp├╝rte die Spannung und Erregung.
Fr├╝her hatte ich mich t├Ąglich rasiert - das hatte ich leider schleifen lassen. Sowohl unter meinen Armen wie auch an der Scham kr├Ąuselten sich die von mir an mir so ungeliebten H├Ą├Ąrchen.
Ich wollte wieder sch├Ân sein - f├╝r eine neue Eroberung, wie ich sie noch nie versucht hatte. Mit diesem Gedanken stieg ich schlie├člich in die Wanne. Das warme Wasser tat mir gut, lie├č meine Gedanken weiter wegschweifen. In letzter Zeit hatte ich mir das nicht geg├Ânnt, meist nur kurz geduscht. Die kleinen Muskeln in meinem Nacken waren verspannt, meine Schultern sowieso. Ich stellte mir pl├Âtzlich vor, sie w├╝rde mich massieren, mich einreiben mit duftendem ├ľl, mich streicheln - bei diesen Gedanken wurde es mir zu warm in der Wanne.

Als ich sie rief, dachte ich schon, sie k├Ânne mich nicht h├Âren. Aber dann ├Âffnete sich doch die T├╝r und Jenni kam herein. Sie hatte die Jacke abgelegt, trug nur ein T-Shirt und Jeans. Fasziniert betrachte ich aus meiner tiefen Position in der Wanne den straffen Schwung unter der engen Hose, eine sehr frauliche Rundung, die zwischen ihren Beinen beginnend zum Nabel hinzog. Sie hatte eine kr├Ąftige Figur - aber diese geschwungene Linie faszinierte mich. Ich dachte wieder an den weichen, warmen Druck, den Ihr K├Ârper aus├╝ben konnte. Ich sp├╝rte, wie mein Mund leicht ge├Âffnet sich leicht zu einem L├Ącheln verzog - ich jubilierte innerlich, als ich sp├╝ren konnte, wie sensibel sie dieses Signal empfing. Ich erinnerte mich wieder - die Kunst der Verf├╝hrung... ich w├╝rde sie heute spielen!

Ihre H├Ąnde tagen mir gut. Ich genoss es, genoss auch und bemerkte, wie sie meine Br├╝ste entdeckten. Fr├╝her hatte ich bei einer solchen Gelegenheit einmal gesagt: "eh - da sind keine Muskeln, die massiert werden m├╝ssten" - heute hielt ich den Mund und genoss es einfach. Sie begann, mich zu entdecken - und ich wollte entdeckt werden.

Als ich sie schlie├člich aufforderte, mit in die Wanne zu kommen, dauerte ihr Widerstand nicht lange. Sie hatte eh kaum eine Chance, wenn Sie nicht rasch aufgegeben h├Ątte, w├Ąre sie so oder so nass gewesen! Eilig legte sie ihr Textil ab und stand wenige Augenblicke nackt vor der Wanne. Ich beobachtete sie, w├Ąhrend sie zu mir in das warme, schaumbedeckte Wasser stieg.
In der Sauna hatte ich oft genug andere nackte Menschen gesehen. Aber noch nie hatte ich mich in einer solchen Stimmung befunden, noch nie hatte ich eine Frau mich solchen Augen betrachtet.
Noch nie hatte mich eine Frau in dieser Weise sexuell erregt, wie jetzt sie: Jenni.
Ungeniert sah ich hin, wie sie erst ein Bein in die Wanne stellte, dann das andere, und sich dann mit einem strahlenden L├Ącheln gen├╝sslich in das Wasser niedersetzte. Ihr Platz zu machen hatte ich mich etwas aufgesetzt und die Beine angezogen.
Oh - dieses L├Ącheln auf ihrem Gesicht, dieses Glitzern in ihren Augen - hinrei├čend! Wieder wurde mir warm in dieser Wanne - eine wohlige W├Ąrme, die sich im Bauch ausbreitete, die mich wahrscheinlich err├Âten lie├č - die Situation wurde dramatisch real, das, was ich zuvor noch nur phantasiert hatte.
Sie streckte erst ein Bein, dann das andere mit absoluter Selbstverst├Ąndlichkeit in meine Richtung aus, ihr Fu├č streifte meine H├╝fte, suchte sich einen Platz neben mir. - Nicht etwa, um hier ein ruhiges Pl├Ątzchen zu finden, nein, beinahe sofort begann sie mit diesem Fu├č mich zu streicheln. Jede kleine Ber├╝hrung lie├č mich wohlig erschauern.
Dann ihr anderer Fu├č. Er kam n├Ąher wie ein angreifender Barrakuda und ber├╝hrte mich zuerst am Bauch, rutschte dann sogleich etwas tiefer, wurde etwas friedfertiger, diesen Ort gefunden zu haben. Und bei alledem l├Ąchelte Sie da auf der anderen Seite der Badewanne und strahle eine Botschaft von seliger Lust, s├╝├čer Begierde und gro├čer Freude zu mir her├╝ber, die meine Empfindsamkeit empfing.
"Oh Jenni", dachte ich, "ohhhh -" und habe es wohl auch gesagt.
"Iris - da bin ich", sagte sie leise und zweideutig und bewegte ganz eindeutig ihre F├╝├če.
Langsam streckte ich die Beine wieder etwas aus, strichen meine Unterschenkel nun an ihren Beinen entlang.
Als ihr Fu├č zwischen meinen Beinen allzu ungest├╝m zu werden drohte, nahm ich ihn kurzerhand und begann die Fu├čsohle zu massieren.
Ich war einen kurzen Moment lang erstaunt, wie gut wir beide in diese Badewanne passten. Dann nahmen mich wieder ihre Augen gefangen. Sie glitzerten erregt und machten mir Avancen, "dies", sagten ihre Augen, "ist erst der Anfang!"


Das waren also die Kapitel 1 - 7
was meint ihr, soll es weiter gehen?



__________________
Http://catsoul.de
Http://buchstabeninsel.de

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Cassandra
Guest
Registriert: Not Yet

frauenpower

hallo aceta, hallo cat-liebes

ich bin begeistert!

wundersch├Ân geschrieben und sehr schl├╝ssig, gut nachvollziehbar und vorallem spannung aufbauend!
steckt ne menge zarter erotik drin.... klasse!

schreibt schnell mehr... ich m├Âchte wissen, wie es weiter geht!
es gr├╝sst euch lieb

cass

ps. @ cat *ichknuddeldich*

Bearbeiten/Löschen    


fonofil
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Mar 2002

Werke: 12
Kommentare: 13
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um fonofil eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Das ist es!

Wow, ein ├Ąu├čerst gelungenes Experiment, ihr beiden! Bin begeistert...

f.
__________________
Where is my mind?
-Pixies-

Bearbeiten/Löschen    


kostho3
Hobbydichter
Registriert: Mar 2002

Werke: 2
Kommentare: 40
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um kostho3 eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Ist eine sch├Âne Idee,eine Geschichte aus beider Sicht der handelnden Personen zu schreiben. Ist wie bei Tagebuch zu zweit von B. und F.Groult, mit dem Unterschied, da├č Eure Geschichte ja erotisch und als solche auch glaubhaft ist. Bin auch neugierig wie es weitergeht, vor allem wie Andere den Reiz des eigenen Geschlechts erleben, obwohl man/frau eigentlich das Andere begehrt ...

Bearbeiten/Löschen    


catsoul
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Aug 2001

Werke: 40
Kommentare: 115
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um catsoul eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Liebes,

danke f├╝r das positive Feedback.. im Moment gibt es noch nicht mehr, aber wir arbeiten daran

*knubu*
Deine cat

Hallo fonofil,

danke!

lG
cat

Hallo kostho3,

es ist am Anfang erst einmal schwierig und kostet etwas ├ťberwindung gleichgeschlechtliche Liebe zu beschreiben, wenn man sie noch nicht k├Ârperlich erlebt hat.. aber es macht auch wahnsinnigen Spa├č seine Grenzen auszutesten..

lG
cat


Aceta ist f├╝r ein paar Tage im Urlaub, und so habe ich erst einmal allein eure Postings beantwortet, besonders freue ich mich das ihr die Geschichte glaubhaft findet

liebe Gr├╝├če

cat



__________________
Http://catsoul.de
Http://buchstabeninsel.de

Bearbeiten/Löschen    


Aceta
???
Registriert: Apr 2002

Werke: 122
Kommentare: 715
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Aceta eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

├╝ber die ermutigenden Kommentare bin ich sehr froh.
Vielen lieben Dank!

Wir beschreiben eben nicht ein tats├Ąchliches stattgefundenes Erlebnis - sondern eine Vorstellung, die sich jeweils entwickelt, w├Ąhrend die jeweils andere schreibt und die Geschichte weiter f├╝hrt.
Die Geschichte passiert - in kleinen, jeweils abwechselnd geschriebenen Kapiteln treibt jeweils abwechselnd eine von uns die Story voran.

Das sind dann die Vorgaben, es weiter zu schreiben. Es lebt hier die reine Phantasie und wird virtuelles Leben:

Ein hoher Anspruch - ein Experiment - und wir machen weiter ...

liebe Gr├╝├če

Aceta

__________________
mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

Bearbeiten/Löschen    


B.Wahr
???
Registriert: Dec 2001

Werke: 188
Kommentare: 1661
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Autorinnen-Teamwork

Hallo "Autorinnen-Team",
es freut mich sehr, da├č Ihr weitermachen wollt. Ich finde nicht nur die Idee des zweiseitigen Schilderns ganz toll (wie seid Ihr da nur draufgekommen? Ist da die gegenseitige Abstimmung nicht f├╝rchterlich schwierig?), sondern auch die ersten Kapitel. Obwohl┬┤s ja nun kein "M├Ąnner-Thema" ist, habe ich┬┤s gerne und ohne Unterbrechung von Anfang bis zum jetzigen Stand gelesen. Und fand┬┤s toll!

Macht weiter so - mein Kompliment!

Liebe Gr├╝├če
B.Wahr

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Erotische Geschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!