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Leselupe.de > Kindergeschichten
Azures, der Feuerwehrfrosch.
Eingestellt am 29. 11. 2004 14:48


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Nimroc
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Nov 2004

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Azures, der Feuerwehrfrosch.

In der Nähe von Wien, in einem kleinen verzauberten Wald, zwischen den Armen des Donau - Flusses gibt es einen kleinen Teich , in dem eine große Familie von Fröschen lebte.

Ich weiß nicht viel über das Land Austria, außer das dort keine Känguruhs leben. Trotzdem erreichte mich diese Geschichte in meinen Träumen.
Die Geschichte eines Frosches namens Azures, der Feuerwehrmann werden wollte.

Oh , was sage ich da...

Noch war Azures kein Frosch , sondern nur ein Molch.

Er tollte und spielte mit seine Brüder- und Schwestermolchen, in diesem herrlichen Teich , in der Nähe dieser Holzbrücke in den Auen der Lobau .

Sie sahen alle gleich aus. Schwarz mit einem kleinen Schwanz, der, um sich im Wasser gut bewegen zu können, absolut einmalig war.
Es bereitete groĂźen SpaĂź ein Molch zu sein, na ja- zumindests tagsĂĽber, wenn diese riesige goldene Kugel hoch oben am Himmel strahlte und Licht spendete.
Sie spielten und tollten und amüsierten sich im Wasser . Nachts versteckten sie sich von dem „schattierten Tod“ in einer Büroklammernschachtel, welche irgendwann einmal ins Wasser gefallen war.

Molche - BrĂĽder und Schwestern , eine Familie.

Es gab keine Veränderungen .Alles war friedlich, da sie alle gleich waren.
Nicht ganz, denn die Tage kamen und gingen und langsam wuchs und veränderte sich jeder der Molche.
Einer bekam Glubschaugen; der andere blieb sehr, sehr klein. Dem Nächsten wuchsen lustige Punkte rechts und links neben der Schwanzflosse.
Aber das war eigentlich unwichtig und ganz in Ordnung so.
Wichtig war nur ,dass sie gemeinsam SpaĂź hatten.

Eines Tages begann plötzlich einer von ihnen zu sprechen.

„Meine lieben Molche . Brüder und Schwestern!“ sagte der sprechende Molch.

Alle anderen Molche waren total verblĂĽfft!

Man konnte erkennen, dass alle verblüfft waren . Vor allem an den Augen des Glubschaugen – Molches, weil seine Augen nun noch mehr hervorstachen als normal.

„Für mich stellt sich die Frage unseres Daseins immer mehr und mehr. Mir wurde klar, dass wir nicht alle gleich sind. Wir entwickeln uns.“

Herrje!! Wäre „Glubschauge“ noch mehr verblüfft gewesen, wären ihm seine Augen demnächst aus dem Kopf „gepoppt“.

Alle Molche zitterten aufgeregt mit ihrer Schwanzflosse . Das Wasser um sie bebte voller Emotionen.

„Ich sage das aus völliger Überzeugung, weil ich nicht nur sprechen kann, sondern ich kann auch lesen.“

Der Molch bemerkte, dass keiner wußte worüber er sprach. Er sah es an den Schwanzflossen der anderen Molche, welche auf einmal innehielten. Das Wasser war plötzlich ruhig.
Der sprechende Molch schwieg kurz, um maximale Aufmerksamkeit zu erlangen . Er sah alle Molche seiner Familie vor sich, still und gebannt.
Sprechen konnten sie noch nicht, aber hören und verstehen offensichtlich schon.

„Ich...“, rief der sprechende Molch. „Ich las die Inschrift auf unserer Schachtel!“ Dabei deutete er mit seiner Schwanzflosse in diese Richtung. „Dort steht WOLFSKLAN.“

Fast richtig. Es war eine Büroklammernschachtel der Firma Wolf. Jemand hatte offensichtlich beim Öffnen der Schachtel das „m“ in ein „n“ zerrissen und auch das „mern“ dazu. So wurde aus „Woflsklammern“ „Wolfsklan“.
Nun lag diese Schachtel am Rande des Molchteiches.

„Wir sind eine Familie von stolzen Molchen , ein „Klan“ , sagte er, während alle seine Brüder- und Schwesternmolche sich gegenseitig mit verdutztem Blick anstarrten .

„Wir sind ein Wolfsklan!“

Die Flossen bewegten sich aufgeregt und es kam Bewegung in die Menge.
Der sprechende Molch wirkte sehr mit sich selbst zufrieden.
Dann vernahm er eine leise Stimme.

„Was ist denn ein wflfl?“
Der Kleinste seiner Brüdern – ein paar kleine Fusseln , ähnlich wie Haare, bekränzten seinen Kopf. Er sah aus wie ein Glatzkopf mit ein paar weißen Haaren um den Ohren. Und das sah wirklich lustig aus, denn Molche bestehen ja fast nur aus Köpfen. Wie ein kleiner Gnom.
Alle hielten inne und hörten gebannt zu.
Angeregt durch die Menge, wiederholte der kleinste Molch des Wolfsklans (wie ein Gnom, schnell und unverständlich) seine Frage, diesmal lauter:

„ Was ist denn ein Wolf?“

Sprachloses Blubbern setzte in der Menge ein. Nun blieb dem ersten sprechenden Molch ebenso das Molchmaul offen . Da er einfach sprachlos war , und auch all die anderen, die nicht sprechen konnten keine Hilfe waren, klappte er sein Maul wieder zu. Blubbb.....
In solchen Momenten war es wirklich nicht leicht ein Molch zu sein!

Die Wolfsclan Molche begannen wieder ihren Spielen nachzugehen. Da sie nicht wußten, was sie mit dem Sprechen nun anfangen sollten und dies auch nicht gleich zu klären war, begannen sie wieder herumzutollen. Nach dieser ersten Aufregung, war das Ereignis auf einmal nicht mehr so wichtig.

Falls du glaubst besser Probleme lösen zu können, versuche es mal OHNE zu sprechen. Nur mit einem „Wickel-Wackel“ deiner Schwanzflosse!

Also spielten sie wieder, tagein - tagaus, und nachts versteckten sie sich in ihrer Wolfsklan- Schachtel.

Sie wuchsen und von Molch zu Molch machten sich Unterschiede bemerkbar. Als fast alle diese „Knöpfe“ rechts und links der Schwanzflosse bekamen, und mehrere schon sprechen und lesen konnten, wurde vielen der Molche klar ,dass diese „Knöpfe“ neue Körperteile sein müßten, die gerade wuchsen.
Was wird hier in unseren Molchkörpern wachsen?
Es war allen klar, wie wenig Wissen sie ĂĽber sich selbst hatten.

Dann kamen Svaryen und Savein .
Zwei riesige Frösche, wunderschön anzusehen in ihrem Froschgewand, majestätisch ihre enormen glänzenden Augen, furchterregend in ihrem gemeinsamen Stimmengewitter, das hallte und hallte.

Svaryen glänzte dunkelblau und rot, während Savein nur dunkelblau gefärbt war. Als sie sich dem Schilf näherten, bewegte sich die Wolfsclan- Schachtel zum ersten Mal und die Molche stockten. Sie fühlten, dass nach dem heutigen Tag alles anders sein würde. Nichts würde mehr sein wie zuvor.
Sie blieben erwartungsvoll mucksmäuschenstill. Eigentlich mucksmolchenstill.

Svaryen sprach zu den Molchen als Erster:
„ Liebe Molche. Brüder und Schwestern. Ich, Svaryen, bin was ihr sein werdet, und war was ihr heute seid!“
Die Molche staunten:
„Oh!“ (nun zumindest jene Molche, die schon sprechen konnten , taten diesen Laut).

„Ich und Savein müssen mit euch sprechen, junge Molche und Molchinnen, also hört mir genau zu!“
quakte Svaryen, während er zur Fröschin mit seiner Zunge deutete.
Der erste sprechende Molch sah, dass Savein die Fröschin, eher jünger, schlanker und nicht so faltenreich wie Svaryen wirkte .

„Heute sollt ihr erfahren, was ich und Savein während der Molchzeit erfahren haben.“
„ Das Molchleben wird bald vorbei sein!“

Das waren schockierende Neuigkeiten fĂĽr alle Molche des Wolfsklans. Ihre Flossen vibrierten vor Aufregung ununterbrochen und setzten das Wasser in zarte Schwingung. .
Svaryen blähte plötzlich seine Backen und stieß einen großen Laut von sich:
„FROOOOAAK!“
Als alle erschrocken verstummten, sprach Svaryen in der Stille weiter:

„Ich und Savein“ , seine Zunge deutete wieder zärtlich auf Savein , „sind hier, um alle Molche des Wolfsklans in ihrem weiteren Leben zu unterrichten. Es gibt andere Dimensionen des Molchlebens, die zu erreichen sind!“
Ihr seid am Rande der Veränderung. Früher oder später werdet ihr wie so sein , wie wir beide !“

„Molche werden zu Fröschen!“

Der Moment der Überraschung war perfekt gelungen. Falls Molche Hüte hätten , wären sie gerade hoch durch die Luft geflogen. Da es aber gerade einen großen Mangel an Molchhüten am Markt gab, wackelten alle nur mit ihren Schwanzflossen munter hin und her.
Welcher Molch wĂĽrde nicht gerne wie Svaryen oder Savein aussehen?
So hĂĽbsch, so laut, soooo beweglich und faltenreich.
Die Freude in jedem Molchherz war groĂź.
Was für eine wunderschöne Zukunft erwartete jeden Molch!
Keiner verstand, was Savein Svaryen ins Ohr flĂĽsterte, aber es klang fremdartig....

„Aber , es gibt noch etwas!“ , Svaryen wendete sich wieder Molchen zu. Alle Molche stoppten sofort ihre freudigen Schwanzflossenbewegungen.
„Eure Aufgabe soll definiert werden, eure Einzigartigkeit muss von jedem einzelnen Molch selbst erkannt werden.“
„Ihr Molche solltet auf dem Weg der Froschwerdung finden was euer Herz zum Singen bringt.
DU muĂźt wissen, was deine Aufgabe innerhalb des Wolfsklans ist. FRAOOOAK!
Nur dann, wirst DU ein nützlicher Teil dieser Gemeinschaft sein !“



Hier begannen die Abenteuer des kleinen Azures . Er wuĂźte sehr lange nicht, was sein Herz zum Singen bringen wĂĽrde.

Aber wie gehts mit Azures weiter?
Das ist die Frage oder?
__________________
„Alles beginnt mit einem Märchen, weil Märchen Träume sind, die die Realität beherzigen. Einmal Augen auf, einmal Augen zu …, ein Augenblick genügt, um die Ewigkeit zu verbergen, oder zu verändern.

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