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Leselupe.de > Ungereimtes
BWV 668 (*)
Eingestellt am 22. 01. 2004 21:42


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roland
???
Registriert: Aug 2003

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"vor deinen Thron tret ich hiermit"


wie r├╝ckw├Ąrts beginnend
gebeugt und bescheiden
Stufe f├╝r Stufe
heller noch heller

verflochtener Zwischenstimmen Leben
geschwistergleich aber
ohne Halt mitwebend schwebend
ba├člos und fast unbestimmt

weich doch gerade endlich der Ba├č
solchen Vater gehabt zu haben
wissen dass der Boden tr├Ągt
wie die Welt auf F├╝├čen steht

zu Worten hingef├╝hrt hinf├╝hrend
Mutters klarer Sprache
liebevoller Stimme
eines Gro├čen Ende in Demut

du Musik
weich
Trauer reibend
herzschlagend aussetzend verklingst











*BWV668-Emerson String Quartet 2003,3┬┤15┬┤┬┤

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Mara K.
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Roland,

also dann Bach ... Bach ist nicht unbedingt etwas Leichtes, Einfaches ... Bach ist einer, den man mag oder auch nicht. Warst du einmal in Leipzig, dort wo er wirkte, lebte? Bach ...

ja, seine Musik, man muss die Augen schlie├čen, um sie zu verstehen, denke ich, ich habe ein Orgelkonzert in der Marktkirche zu Halle erleben d├╝rfen, es war wunderbar ...

...aber, H├Ąndel ist auch nicht zu verachten.

Das Ende deiner Zeilen macht mich nachdenklich, ich denke, ja, die Musik vergeht, aber ... die Trauer bleibt.

Ich wei├č nicht, ob ich dich richtig verstanden habe, hoffen vermag ich es dennoch ...
Liebe Gr├╝├če an dich und dir eine gute Zeit
w├╝nscht herzlich Mara K.

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roland
???
Registriert: Aug 2003

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liebe Ramona,

ein St├╝ck von mir ├╝ber ein St├╝ck von Bach...
Zumutung, zu gro├č gefa├čt... vielleicht - aber es ging mir so. Die Worte geh├Âren zu mir, sind mein Teil bei diesem Abschied. Was ich in sie fassen konnte, hab ich zu sagen versucht.
Wieder ein Abschied, wenn auch ein vergangener.

"Vor deinen Thron tret ich hiermit,
o Gott und dich dem├╝tig bitt:
wend` dein gn├Ądig Angesicht
von mir betr├╝bten S├╝nder nicht"
(Kirchenlied, Lutherzeit)

Der alte Bach hatte nach einer Operation die Musik zur obigen Strophe vom Bett aus diktiert, starb dann nach einiger Zeit.
Ich lernte sie erst jetzt h├Âren.
Ja, die Thomaskiche und vieles in L. kenne ich...
Weihnachten war ich dort. Kirche voll, Bachpflege,
-tradition, der Chor, diese Musik... Kaum zu glauben, da├č Bach (nur) bis 1750 lebte.
danke und herzlich
von Roland

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Mara K.
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Roland .....

Kirchenlied ganz gut und sch├Ân ... ja sicher, Bach und 'Kirchenmusik' hhhmmm ...
sorry, aber was den Text des Liedes angeht, ich bin Heidin,
geboren Heidin, aufgewachsen Heidin und Heidin durch und durch ... vielleicht ist es aus dem Grund so, weil der liebe Gott mich von Anfang an vergessen hat ...
er wird schon wissen warum ...

Danke f├╝r dein Poem und das Lesenlassen, es geht mir unter die Haut, lieber Gru├č von Ramona

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roland
???
Registriert: Aug 2003

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liebe Ramona,

Bachs Texte w├Ąren f├╝r mich nicht die Hauptsache, aber schon ein Bestandteil, der an der Musik wie "angewachsen" ist. Ich erlebte (vor langer Zeit), da├č von Ba├č und Tenor eines Chores die ersten Worte des Bachschen Weihnachtsoratoriums "Jauchzet frohlocket" als "Jauchet frohlocket" gesungen wurden. Ich habe mich dar├╝ber ziemlich am├╝siert, der Chorleiter hatte es mitbekommen und den "Fr├╝chtchen" gedroht, aber es klang, war auch mit dem landwirtschaftlichen Text einfach nur wundervoll.
Ich finde ich es sehr erfreulich, da├č Musik (zumeist) sprachfrei ist, ohne Sprache auskommt.
    Das mit dem lieben Gott und dem "er wird schon wissen warum" klingt traurig.
Ich w├╝rde Dich hier eher verteidigen und sagen: nein, keine Schuld. Ohne Ursache. Sinnleer...
Herzlich Roland

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Mara K.
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Roland,

als ich noch im Chor sang, fr├╝her, als ich noch jung war
da hatte ich auch die Ehre Bach zu singen, dieses
"Jauchzet, frohlocket" ... wenn man nur ├╝ber einen rauchigen Alt verf├╝gt, der sich zum Blues eignet, dann
kann einem dies schon leicht nerven. Was habe ich stets
die Sopranistinnen beneidet ... aber es ist wie es ist.

Bach schafft mich, H├Ąndel liebe ich ... tja, du solltest
'mal Open Air die Rock-Version des "Messias" erleben, dann w├╝rdest du auch der Meinung sein, dass Musik nicht sprachfrei sein sollte, wenn Kilian und Lautenbach singen, dann versinkt die Welt um dich ...

... klingt traurig, ist nicht ganz richtig, ich bin traurig und das liegt sicher nicht am lieben Gott.
Danke f├╝r die Verteidigung, sie macht mich ziemlich verlegen ...

Mit liebem Gru├č und guten W├╝nschen f├╝r einen sch├Ânen
Restsonntag, herzlich Ramona.

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