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Leselupe.de > Gereimtes
Babylonisch-Blasphemischer Schöpfer-Burn-Out
Eingestellt am 15. 05. 2005 16:12


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dennis petsch
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- Babylonisch-Blasphemischer Schöpfer-Burn-Out -

Gott der Herr, er sprach: „Ihr Thore
Hebt Euch selbst auf die Empore,
Um ganz nah bei mir zu sein.
Ups, fiel Euer Turm grad ein?

Recht geschieht es Euch, Ihr Narren,
Musste stoppen diesen Schmarren!
Seid Ihr etwa ungehalten?
Muss ich Eure Zunge spalten?

Ei, wie lustig anzuhören,
Schimpferei in fremden Chören.
Wollt nicht aufhörn mit dem Maulen?
Riech ich da die Ernten faulen?

Fallen Schrecken übers Heu?
Fällt Trübe übers Trinkgebräu?
Fällt herab die große Flut?
Ertrinkt sich’s fein in Gottes Wut?

Flammenschwert und Kreuz zum Zug
Tilgen nieder Trug und Lug
Bringen Euch den rechten Lohn
"In" ist sie, die Quisition!

Lasse Folter, Marter, Qualen
Auf Euch Belzebubs Vasallen
Niedergehn in meinem Namen,
Wie einst Onan seinen Samen,

Hunger, Elend, Tod und Leid,
Bis Ihr’s mir zum Himmel schreit:
- Gott ist groß und wir sind klein! -
Wer will da noch Nietzsche sein?

Freudig reib ich mir die Hände,
Alles Freveln hat ein Ende!“ -
Sprach der Herr. Doch nun seid ehrlich:
Meint Ihr nicht, Gott ist cholerisch?


dennis petsch mai 2005

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dennis petsch
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nachdem ich hier auf mir fremdem terrain im lyrik-forum zum ersten mal soetwas wie ressonanz verspüren durfte auf eine meiner veröffentlichungen, hab ich mir gedacht, euch doch ein zweites mal an einem spontan-gedicht teilhaben zu lassen.
keine angst, ich werd hier keine wurzeln schlagen, um permanent den hobbypoeten raushängen zulassen, würd mich aber dennoch ein weiteres mal um kritik und verbesserungsvorschläge freuen... das geht mir nämlich bei den prosa-typen ziemlich ab!
eines sei aber noch kurz angemerkt: auch diesmal wieder mußte ich doch glatt die hier wohl sehr geschätzte metrik-linie verlassen und etwas freier dichten... ich finde nämlich, spontanideen, die in kürzester zeit verwrklicht werden, sollten durchaus unter dichterischer freiheit laufen können und nicht in ein gekünstelten anzug gepresst werden...
jedem steht ein anderes kleid, jedenfalls ist das meine meinung, die durchaus nicht mit trotziger reaktion mißverstanden werden darf.
viel erfolg euch nun bei eurem weiteren schaffen!
gruß,
-dennis-

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Guest
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grinse

also dein humor gefällt mir und so passend zum heutigen pfingst-predigttexttext (1Mos 11,1-9)

sooooooo nun zur textarbeit
respekt, wenn du das so aus dem ärmel geschüttelt hast, diesmal biete ich dir keine raspel an, eine feile tuts.


Ups, viel da Euer Turm grad ein?
meintest du nicht fiel von fallen, oder möchtest du dass viele drüberfallen?

Recht geschieht es Euch, Ihr Narren,
Musste stoppen diesen Schmarren Verlangen! reimt sich besser und passt auch zum tenor deines werkes nicht so schlecht
Seid Ihr etwa ungehalten,
Muss ich erst Eure Zunge spalten?
liest sich flüssiger so

Ei, wie lustig anzuhören,
ist Schimpferei in fremden Chören.
Ihr hört nicht auf mit Eurem Maulen?
Riech ich da etwa Ernten faulen?

Fallen Schrecken übers Heu?
Fällt Trübe übers Trinkgebräu?
Fällt herab die große Flut?
Ertrinkt sich’s fein in Gottes Wut?

Flammenschwert und Kreuz zum Zug 1
Tilgen nieder Trug und Lug
Bringen Euch den rechten Lohn
In ist sie, die Quisition!

Lasse Folter, Marter, Qualen,
Auf Euch, Belzebubs Vasallen
Niedergehn in meinem Namen
Wie einst Onan seinen Samen.

Hunger, Elend, Tod und Leid,
Bis Ihr’s mir zum Himmel schreit:
- Gott ist groß und wir sind klein! -
Wer will da noch ein Nietzsche sein?( Hier klicken

Freudig reib ich mir die Hände,
Alles Freveln hat ein Ende!“
SPRACH DER HERR. Doch nun seid ehrlich:
das fände ich stilecht dazu - gefallenssache
Meint Ihr nicht, Gott ist cholerisch?

1 ist nicht der alttestamarische zornige rächende gott sondern Kirche und Mensch

wer ungereimtes in reime packt
raspelt, feilt und drüberlackt
gleich bittrer pille mit glasiertem zucker
findet leichter einen schlucker


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MDSpinoza
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Doch wird dem Schlucker, der's verdaut
So schlecht, daß ihm noch morgens graut...

__________________
Lieber ein verführter Verbraucher als ein verbrauchter Verführer...

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Eraserhead
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quote:
auch diesmal wieder mußte ich doch glatt die hier wohl sehr geschätzte metrik-linie verlassen und etwas freier dichten... ich finde nämlich, spontanideen, die in kürzester zeit verwrklicht werden, sollten durchaus unter dichterischer freiheit laufen können und nicht in ein gekünstelten anzug gepresst werden...

Naja, Dennis, das geht okay, wenn der in metrischer Freiheit gefertigte Anzug gut aussieht, einen schönen Schnitt hat und nicht an Ärmeln und Beinen ausbeult. Das Problem bei dem Gedicht ist, dass es sich an einigen Stellen so liest wie eine Pferdekutsche auf einem von Schlaglöchern übersäten Schotterweg fährt.

Das ist schade, weil eigentlich die Idee des Gedichts ganz nett ist. Und so wirkt's einfach schlampig gemacht.

Gruß

Eraser

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dennis petsch
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quote:
Ursprünglich veröffentlicht von MDSpinoza
Doch wird dem Schlucker, der's verdaut
So schlecht, daß ihm noch morgens graut...


dann sollt' er sich'n finger geben
um besser reimend fort zu leben

danke, label, für die konstruktive kritik...
werd sie gleich mal übernehmen & umsetzen.
is ja net so, daß ich vom feilen gleich ausschlag krieg!

die metapher mit dem kleid ging wohl tierisch in die hose...
ab sofort bin ich fkk-literat!

gruß,
-dennis-

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