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Leselupe.de > Feste Formen
Bachlauf (Haiku)
Eingestellt am 04. 07. 2010 12:10


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JackoF
???
Registriert: Jun 2010

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°

Habe nun Dank Eurer reichen Mithilfe zu meinem ĂĽberladenen Miss-Haiku /(letztlich 3 Einzelthemen)
nun mal versucht, diese drei Momente in eine Haiku-Trillogie mit Epilog umzusetzen :-)) :


Haiku-Trillogie mit Epilog


Ein Pinien-Ast bricht -
krächzende
Krähen stieben auf

Mit Wucht schlägt er auf
verschlungen im
Wasser-Maul

Treibholz
im reiĂźenden Sog
unbekannter Weg

----------
Moosgrün in Rötlich
....modert ein Ast am Ufer
FrĂĽhlingsstĂĽrme



--

Version vom 04. 07. 2010 12:10
Version vom 07. 07. 2010 14:20
Version vom 07. 07. 2010 23:54
Version vom 11. 07. 2010 15:36
Version vom 13. 07. 2010 13:01

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Estrella fugaz
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Wow Jacko,

das gefällt mir! Klasse Bilder!

Nur Folgendes ist ein kleiner Wehrmutstropfen:

Ein Haiku darf keinen Titel haben, allenfalls eine Sammelbezeichnung fĂĽr mehrere (beispielsweise: "Jahreszeiten").

Man kann jedoch den Anfang einfach als Titel nehmen. Da hätte also wundervoll Berauscht gepasst.

Lieben GruĂź,
Estrella
__________________
Ich schlieĂźe meine Augen, um zu sehen. (Paul Gauguin)

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JackoF
???
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Hallo Lena,
Hallo Estrella,
Hallo Rose,

ein sehr Danke fĂĽr Euer Reinschauen ,
und,

da freue mich wirklich,
dass Euch dieses Haiku ein biĂźchen gefallen hat :-)),

quote:
gelungen! FlieĂźendes Leben, darin ein Sterben und wieder ein Erwachen und ... Leben ewiger Kreislauf ... ein Super-Haiku
und genau
Lena,
wie Du es inhaltlich liest, habe ich es auch gemeint.

Dieses FlieĂźen von Leben in seiner eigenen Modulation,
und im ĂĽbergeordneten Sinne, dieser Fluss von Vergehen und wieder Entstehen.
Umso direkter in der Natur vorfindbar,
da ja hier „Sterben“ und „Geburt/Werden“ tatsächlich in eine homogene Natürlichkeit ineinander übergehen – im Gegenvergleich zur menschlichen Betrachtungsweise, und den hier bewertenden, diesbezüglichen und dipolaren Empfindungen.

Lena, wieder ein Danke Dir fĂĽr Dein hier ReinfĂĽhlen,
und ein liebes TschĂĽss, Jacko


-----------------------------------

Hallo Estrella,

aber natürlich war dieses von Dir gewählte „Wehrmutstropfen“ intuitiv so korrekt beabsichtigt,
eben diese innere Abwehr gegen diese Ăśberschrift :-))),
und sich deswegen gleich mit Wermut zu betrinken...........

Zum Thema : Haiku und Ăśberschrift
quote:
Ein Haiku darf keinen Titel haben, allenfalls eine Sammelbezeichnung fĂĽr mehrere (beispielsweise: "Jahreszeiten").
Man kann jedoch den Anfang einfach als Titel nehmen. Da hätte also wundervoll Berauscht gepasst.
Meine ernste Frage :
Ist es wirklich dieses „darf nicht“, oder doch mehr „im Regelfall nicht“ ?

Und klar - hier würde mir auch die Überschrift „Berauscht“ gut gefallen.

Estrella, nochmal ein Danke fĂĽr Dein Lob,
und ein liebes TschĂĽss, Jacko

-------------------------------------------------

Hallo Rose,

quote:
ein schönes Haiku, das ein wunderbares Bild entstehen lässt.
Du – das freut mich, dass ich dieses Natur-Lebens-Bild in diesem Kurzgedicht doch ein wenig transportieren konnte :-)))

Dieser Wasser beflossene Bachlauf als der übergeordnete Lebensfluss - und dieser Ast und das Moos als sich gegenseitig bedingende Lebenseinheiten – ...aus einem Vergehen ein Werden entsteht......., und in einem immer wieder weiter so...

Rose,

auch Dir wieder ein Danke fĂĽr Deine Haiku-Lust :-)),
und wieder ein liebes TschĂĽss, Jacko

----------

und Euch zusammen auch ein Danke wegen Eurer tollen Bewertungen fĂĽr dieses Kurzgedicht ,

tsahĂĽĂĽĂĽss

---

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JackoF
???
Registriert: Jun 2010

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Hallo Herbert,

quote:
das ist wohl eher ein Senryu....
eigentlich, und direkt
sehe ich hier vordergrĂĽndig ein Natur bezogenes Haiku,

und weniger ein Senryu,

zumal es hier tunlichst vermieden ist, suggestiv firgurierende Begriffe sprechen zu lassen - meine Meinung,
Bach - Wasser - Ast - Moos - wuchern....,

außer der "immer" generelle Fall - aus Leben immer das menschliche Leben auch assoziieren zu können... :-))

WĂĽrde mich freuen, Deine hier Senryu-Sicht zu erfahren :-))

und ein TschĂĽss, Jacko

---

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JackoF
???
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Hallo Rhea,
Hallo Beba,


Danke fĂĽr Euer Detaillieren zu diesem Gedicht(Haiku ?),
und nehme natürlich nichts böse, oder missverstehe die gelungenen Spaßlinien....,
ne, ne... :-) / das ist ja die geweitete WĂĽrze.., mir zur Erkenntnisseite zu stehen

Mache es jetzt mal zusammen zu Euch beiden - passt ja thematisch sehr gut, eben, wie Euer Grundtenor im Grunde dieselbe Problematik und Tendenz anspricht.

Ja - da stimme ich sehr zu, dass hier die Begriffe „berauscht“, „ertrinkt“ und „erwacht“ die kritischen sind - an der Grenze zwischen Haiku und Senryu liegen – mM !! :-)))

Auch hätte ich hier einfach dieses Ding als Kurzgedicht bezeichnen können - wollte aber ein Haiku umsetzten.

Hier nochmal den eingestellte Orig-Text :

quote:
Bachlauf (Haiku)

Berauscht flieĂźt Wasser
Gebrochener Ast ertrinkt
Moos erwacht - wuchert

------------------------------------------
und hier nun meine private erste Version auf dem PC :

Bachlauf (Haiku)

Bachlauf, Wasser rauscht
Ast gebrochen, Sturz/stĂĽrzt ins Nass / oder: Ast gebrochen, liegt im Nass
Moos befallen nun

---------------------------------------------------------------------------

Meine folgenden Gedanken seien nun „ernst“ und „bedenkend“ /nicht als widersprenstig zu erachten :-)) / letztlich auch als Frage an Euch mit-intendiert.

Nehme ich nun meine private Erst-Variante, dann denke ich mal, dass es hier keinerlei Zweifel eines Haikus gibt :-)))
Und
denke mal auch,
dass wir uns genrell insofern ähnlich einig sind, dass natürlich ein wiedergegebenes Bild von einem Autor immer aus seiner Betrachtung ist/sein muss/nur sein kann,
vor allem seine eigenen Ziselierungen/Nuancen hat,

und als beschreibende Form.

Für mich ist die private Erst-Version schlichtweg langweilig, und wenig tiefen-momentig/situativ, obwohl sie vom Grundbild annähernd der eingestellten Form gleichkommt.

Doch fehlen mir hier „meine“ Nuancen eines Rauschens des Wassers,

des ins Wasser gefallenen, seienden, liegenden, verhakten Astes(da ja kein Ast normal versinken kann..),

und des Mooses, dessen Sporen (zufällig) diesen nassen Ast befallen und überwuchert haben.

=> und in dieser ausführlichen Aufzählung bin ich voll im Haiku-Tenor – eben nur unmaßig !

Und so veränderte ich die angesprochenen Begriffe mit meinen „formalen“ Tönungen/für die Situation,
und meine weiterhin,
dass mein dargestelltes Bild durchweg diese Ast/Wasser/Moos-Situation primär bedeutet – klar, mM !

Z.B. :
Abgebrochener Ast fällt ins Wasser/verhakt im Bachlauf/von Moos überwuchert

Auch dieses ist definitiv ein (modernes) Haiku !
Für mich grässlich nichtssagend und langweilig – klar, mM ! :-))

---------------------------------
im Folgenden nun zwei bekannte Haikus(ĂĽbersetzt ins Deutsche) :

Der alte Weiher:
Ein Frosch springt hinein.
Oh! Das Geräusch des Wassers

andere Ăśbersetzung :

Der alte Teich.
Ein Frosch springt hinein -
das Geräusch des Wassers

-----------------------------------------------------------------

Auf dem Seerosenblatt der Frosch
aber was macht er
fĂĽr ein Gesicht?

---------------------------------------------------------------------

Gemäß Eurer Haiku-Festlegung fallen definitiv zwei dieser Haikus aus „Dem Haiku“ raus.
Und dies sind Origs !!
Und so gäbe es zig andere......., als Haiku anerkannte..

Wie ich es schon vorab sagte - mir geht es in keiner Weise um eine, meine Widerspenstigkeit hierzu - denn ich bin hierzu ein Lernender...............................

WĂĽrde mich auf Eure Gedanken - nun zu meinen - freuen :-))

Wieder ein TschĂĽss, Jacko

---

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llceres
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Hallo lieber Jacko,

es ist net leicht eine Momentaufnahme
festzuhalten, in der dann der Leser
seinen Gedankenlauf "vollendet".


Ein Beispiel im Zweizeiler, um es
bildlich zu erklären:

Nebel löst sich auf -
...
dahinter das Bild

oder mit Deinen Zeilen:

flieĂźendes Wasser -
ein abgebrochener/moosbewucherter Ast/Zweig
im Lauf des Baches

Leben und Tod so nah beieinander,

ein wenig noch grĂĽbelnd
und herzlichst,

Ceres





__________________
Ehrlichkeit ist das schönste Juwel der Kritik. (Benjamin Disraeli)

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